Volle Teller trotz leerer Kasse

Björn Freitag, ein Spitzenkoch hatte sich eine kleine Familie vorgenommen, um auf raffinierte Weise zu demonstrieren, wie man in der Küche wirtschaften soll, besonders wenn das Geld knapp ist. Er lud alle in sein Auto, brachte sie zum nächsten Supermarkt und kaufte ein. In seinem Korb landete ein Suppenhuhn mit 1,8 kg Gewicht, und diverse Kleinigkeiten wie Gemüse, Salat und Nudeln. Am Ende hatte er eine Rechnung von 19 oiros zu bezahlen.

Zu Hause angekommen, erklärte er, dass er aus dem Einkauf 3 x 3 Portionen herstellen würde:

Tag 1 – Hühnersuppe mit viel Nudeln
Tag 2 – Hühnerfrikassee
Tag 3 – Hühnerteile gebraten mit Salat

Hat er gemacht. Die 3-köpfige Familie war zufrieden und 3 x gesättigt.
Und am Ende der Aktion rechnete er vor, dass jede Portion 2,11 oiro gekostet hat.
Die Familie hatte sich bislang mit teurer Fertigkost ernährt, solange das Geld reichte.

Wenn ich nun snobbish ein Bio-Huhn kaufe, verteuert sich die Essensportion um ca. einen Oiro, also auf ca. 3,20 oiro. Soviel kostet Fertigfutter von FROSTA.
Ich aber habe mit meinem Bio-Huhn immer noch Qualität auf dem Teller.

Was ist nun meine Message?
Muss ich eine haben?
Eigentlich nein.
Wenn ich nachdenke, so erkenne ich:
Bei wenig Geld in der Haushaltskasse
brauche ich viel Intelligenz,
um gut zu wirtschaften.
(Bei viel Geld muss ich nicht wirtschaften,
sondern kann dumm sein wie Brot.)