Elysium – Ein Blick in die Welt der „Eliten“

Wir schreiben das Jahr 2154. Die Welt ist zu einer einzigen gigantischen Müllhalde verkommen. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft gewaltig auseinander. Während die 99 % der Bevölkerung in den Ruinen der Vergangenheit hausen, hat das eine Prozent der Privilegierten der Erde den Rücken gekehrt und die idyllische Raumstation Elysium bezogen, die in sicherer Entfernung um den einst blauen Planeten kreist. Da es den Menschen hier an nichts mangelt und sie über Technologien zum Lebenserhalt verfügen, von denen die Erdbevölkerung nur träumen kann.

So beginnt ein Science fiction-Film aus dem Jahr 2013.

Wer dieses Szenarium lange genug betrachtet, wird eine Parallele zu unserer realen Welt erkennen. Die Privilegierten der Jetzt-Zeit leben zwar nicht in einer Raumstation, aber sie sind in jeder Beziehung vom Rest der Weltbevölkerung abgekoppelt; sie sind kalt und gewissenlos, bei der Zerstörung der Lebensräume für ihren Profit rücksichtslos, und bei der Zerschlagung sozialer Strukturen zu ihren Gunsten gnadenlos.

Nein, sie haben es noch nicht ganz geschafft. Sie sind auf halber Strecke am Wirken, aber die negative Entwicklung unserer Gesellschaft schreitet unaufhaltsam voran. Glaubse nich? Dann pass mal auf.

Rupert Murdoch ist Australier, besitzt 12 Milliarden US-Dollars und hat das weltweit grösste Medien-Imperium unter Kontrolle. Der Schwerpunkt seines Geschäfts liegt in den USA, und in Grossbritannien initiierte er erfolgreich den Brexit, um der EU zu schaden.
Murdoch ist ein Musterexemplar der Globalisierer. Er arbeitet nicht, um Geld zu verdienen, sondern für die Macht über alles und jeden. In seiner britischen Zeitung SUN lässt er ständig gegen die Deutschen hetzen, und in seinem US-Sender VOX news macht er Reklame für den Psychopaten Trump. Es interessiert ihn einen Dreck, dass die Briten nach dem Brexit am Krückstock gehen und das „Rule Britannia“ seinen Zauber längst verloren hat. Er lebt in seiner, der Welt der Superreichen – und ich in meiner, die so klein und zerbrechlich ist wie eine Christbaum-Kugel. Unsere Gemeinsamkeit? Gegenseitige Verachtung. Mehr ist da nicht.

Der Drecksack ist 90 Jahre alt – möge er bald verrecken. Dann habe ich nur noch 299 von dieser üblen Sorte auf dem Zettel. Aber ich fürchte, was nachwächst ist noch schlimmer.