Offshore pipelines

Heute in der Nacht bin ich über ein Video gestolpert, das ein Schiff vorführte. Dieses Schiff hat eine einzige, einzigartige Aufgabe: Es schmeisst Steine ins Meer.

Der Dampfer, in der Art eines Schüttgutfrachters gebaut, lädt 26.000 Tonnen Steine und wirft sie über Bord. Die Brocken sind alle auf Kindskopf-Grösse reduziert.

Das Schiff heisst „Forges“. (to forge – auch: formen). Es fuhr in norwegischem Gewässer auf einer genau vorgegebenen Linie und schüttete dort Steine durch einen Riesen-Rüssel zielgenau bis in eine Tiefe von 1000 Metern.

Zweck der Massnahme: Mulden im Meeresgrund werden zugeschüttet, weil dort eine Pipeline liegen soll. Wenn diese durchhängen würde, so könnte im Verein mit Strömung das Rohr an der Schweissnaht beschädigt werden, und Gas oder Öl tritt aus.

Man erklärte, dass für die vor Norwegens Nordküste geplante Pipeline die „Forges“ 18 mal 26.000 tons Steine geholt und versenkt hat.

Den Erfolg dieser Massnahme kontrolliert man auf der „Forges“ mit einer Unit, die Kameras und Ultraschall benutzt und unbemannt mit runter muss.

Der 1000 m-Rüssel ist übrigens aus unzähligen Riesenkübeln ohne Boden zusammengesetzt, die durch schwere Ketten miteinander verbunden sind.

Nun frage ich mich, was beim Bau von Nordstream 2 (1230 km) gemacht wird. Etwa nichts? Vielleicht gibt es in der Ostsee keine ruppige Strömung?

Die Nordstream-Rohre sind 12 m lang und haben eine Wandstärke von bis zu 41 mm.
Davon werden rund 200.000 ins Meer geschmissen. Diese Zahlen sagen, dass zwei Rohre papallel verlegt werden. Klar. Ein Rohr von Russland nach Deutschland, und eines zurück!
Für die Oiros!