Corona-Krise – Vox populi

Ich bin 81 und ich bin die Stimme des Volks!

Man möge mir verzeihen, dass ich diese Phantasie geniesse. Es ist ein Gefühl, als wenn man plötzlich Appetit auf Schokolade bekommt – es ist keine im Haus, und die Tankstellen sind geschlossen. Ich bin Volkes Stimme, und widrige Umstände haben mich gefesselt und geknebelt! Aber bekanntlich sind die Gedanken frei, und meine Finger auch, also kann ich sagen, was ich denke, indem ich schreibe.

Dennoch erkläre ich, das Volk zu vertreten, wohl wissend, dass ich damit keine 5 Leute erreiche, und das Häuflein der Aufrechten hat mit Recht die Schnauze gestrichen voll vom Thema Pandemie. I c h j a a u c h ! Aber was hilft das?

Im Pfälzer Strassen-Jargon – der ist wirklich unfein, aber stets zutreffend – würde man sagen, jenen Politikern, die sich um die Corona-Krise und die Massnahmen zur Bewältigung kümmern, haben sie ins Gehirn geschissen. Im Hannoverschen würde man vielleicht formulieren, man hätte ihnen ein Viertel Hirn geklaut. Und im Hamburger Hafen haben die einen am Schapp. Das Schapp ist ein Schrank, und die Schublade.

Genug davon. Wer bis hierhin gelesen hat, weiss, was ich von den Schwachköpfen in den Bundes- und Länderregierungen halte. Neu ist meine Erkenntnis nicht. Alle Welt, die mit einer soliden Halbbildung ausgestattet ist, weiss: Wer in der Politik sein Unwesen treibt, zeichnet sich durch einen Mangel an sozialer Intelligenz aus. Und dieses Defizit schlägt in der Corona-Krise voll durch.

Ich versuche, mich kurz zu fassen:

Schutz durch Impfung haben an erster Stelle jene Menschen, die dringend zur Krisenbewältigung gebraucht werden, zu erhalten.

Das reicht bis zu den Feuerwehren und der Polizei. In Phase zwo sinds die Leute aus der Logistik und dem Verkehrswesen, usw. Passiert doch? Ja, aber nur punktuell!

Und wer wird vorrangig geimpft? Die über 80-jährigen. Leute wie ich!
Aus meiner Sicht ist dies der vorläufige Höhepunkt aller Fehlleistungen dieser maroden Kaste.

Ganz generell ist die Frage zu stellen, wie weit man es mit dem Föderalismus treiben darf, wenn – wie derzeit Realität – eine nationale Katastrophe zu bewältigen ist. Mein Verstand sagt mir, man müsse alle Kompetenz zusammenfassen und alle Bundesländer gleichermassen anweisen, also die hirnamputierten Egomanen ausschalten. Nun mangelt es tatsächlich an wirksamen Notstandsgesetzen, und so können Unqualifizierte in Berlin beschliessen, nach Hause fahren und dort machen, was sie wollen.

Menschen mit Down-Syndrom gelten als geistig zurückgeblieben. Es frustriert die Erkenntnis, dass dieser unerfreuliche Zustand für eine ganze Gesellschaft, für Staaten wie die BRD eintreten kann.

Wir sprechen dann von Dekadenz.
Gute Nacht zusammen!