Politik / Polemik

Britische Deppen

Hier ein Beispiel aus der hochgepushten Fischerei. Die britischen Fischer, es sind angeblich ca. 12.000 hatten sich ziemlich stark für den Brexit gemacht, da die Fischerei anderer Staaten in britischen Gewässern (200 Seemeilen gross) schon immer ein Dorn im Fleisch der Schiffseigner war. Dies war ihnen wichtig, obwohl Briten für ihr Nationalgericht Fish’n Chips nur Fisch mit weissem Fleisch, vorzugsweise Kabeljau verarbeiten wollen, und Kabeljau wächst nicht um GB herum, sondern in Fanggebieten anderer Staaten. Dort duldete man die Briten mit ihren uralten, kleinen Kuttern, die nicht so recht hochseetüchtig sind.

Nun hat man den EU-Fischern das Recht genommen, in britischen Gewässern zu fischen.
Das versuchen nun die Briten, kriegen die Logistik aber nicht in den Griff. Ihr Fisch, der in der EU gegessen wird, ist nun bis zu 30 Stunden unterwegs, und deshalb unverkäuflich.
Die EU ihrerseits hat nun den Kabeljau-Fang in den Gewässern der EU-Staaten so weit eingeschränkt, dass die Briten zu ihren Chips keinen Fish bekommen können.

Zusammengefasst: Fisch, den sie nicht essen, können sie nicht verkaufen. Fisch, den sie mögen, können sie nicht mehr fangen. Das ist das Ergebnis des Brexit für GB.

Und nun kommt wiederum ein Beispiel für die britische Art: Die Fischer verlangen von ihrer Regierung ein mit der EU vereinbartes Abkommen zur Lösung ihrer Probleme. Sie wollen also von hinten durch die kalte Küche zurück in den Vorteil einer kostenlosen EU-Mitgliedschaft, diese begeisterten Brexit-Freunde.

Der grosse Wiener Poldi Waraschitz – er nannte sich selbst Schnorrerkönig – hätte seine reine Freude an diesen britischen Schnorrern gehabt. Leider ist er 1970 verstorben.