Katzenjammer – 1 –

Rind und Schwein –
das muss sein!

Diese Poesie könnte aus dem Fachblatt für das Fleischerhandwerk stammen, aber nein, ich dieses Gedicht selbst verfasst, und zwar aus triftigen Grund. Heute geht es mir nämlich um Katzen. Ja, ich weiss. Die Logik dieser Aussage erschliesst sich nicht sofort, und man muss denken wie der Autor: Von hinten durch die Brust ins Auge.

Nein, meine zwei Katzen haben mir weder ein Steak noch ein Kotelett weggefressen. So etwas erledige ich selbst. Und nein, ich habe mit Katzen nicht viel im Sinn – aber die Viecher sind nun mal da. Meine zwei Katzen sind Eigentum meiner Tochter. Ich habe sie nicht gekauft, aber bezahlt. Und ich habe sie zu dulden. Da trifft es sich gut, dass ich wahrlich ein Tierfreund bin. Es gibt nur eine Sorte Tier, die ich erbarmungslos töte. Das ist die Stubenfliege, die unentwegt mein Gesicht attackiert. Das macht mich so figeliensch, dass ich zur Klatsche greife. (Sommers trage ich eine gelbe am Gürtel)

Ich habe doch schon herausgestelllt, dass ich ein Tierfreund bin? Ok. Da lümmeln jetzt zwei Getigerte im Haus herum. Meine Tochter liebt sie, und sie lieben meine Tochter. Ich allerdings denke, die drei haben einen Dachschaden. Und ich stelle gelassen fest, dassmich keiner liebt.Wenigstens werde ich in meinem eigenen Haus noch geduldet. Und als Freund flacher Hierarcien ignoriere ich die neue Rangfolge Titi > Cilla > Tochter > ich. Wo ich bin, ist ganz unten. Nun muss ich der Wahrheit die Ehre geben. Ganz unten ist immer noch ziemlich weit oben, aber eben nicht ganz! Es fällt mir schwer, aber ich muss gestehe: Es geht mir immer noch gut, ich bin zufrieden, solange die Katzen nicht auf mir herumturnen, und ich brauche keine Hilfe von ausserhalb, etwa Polizei und Nationalgarde. Die sollen mal schön dem Trump vom Topf runterhelfen und ihn sicher verwahren. Der weiss nur nicht, wie gut er es bei den Psychos hätte. Ich dagegen schaufele Katzenscheisse. Lustig geht anders.

2 Antworten auf “Katzenjammer – 1 –”

    1. Diese Viecher sind in der Tat multivalent. Eben hat man Dir eine verpasst, weil Du sie am Bauch gestreichelt
      hast, und 5 Minuten später hockt man auf Deiner Schulter und wartet auf die bequeme Schlafmulde an Deinem Bauch. Wirklich interessant ist, wer von beiden Katzen sich wie schrittchenweise nähert, bis sie die Scheu verloren haben. Es braucht Zeit, aber es wird.

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