Cogito, ergo sum

In eine Umgangssprache übersetzt: «Je pense, donc je suis.»
Ja, ich gestehe. Heute ist mir wieder einmal danach, zu prahlen. Ich habe nie Latein gelernt, bin ein sogenannter Neusprachler mit Franz. und Englisch. Egal. Aber ja doch, ich kann auch Deutsch: „Ich denke, also bin ich.“ Mit dieser universell unangreifbaren Feststellung hat damals, im 15. Jahrhundert mein Freund Descartes versucht, die Zweifel an seiner eigenen Erkenntnisfähigkeit zu beseitigen; es hat nicht gewirkt. Ich habe den Knaben ohnehin nie verstanden. Darum ist es nicht opportun, in dieser Richtung weiterzudenken. Aber ich kann nicht umhin, einen weiteren philosophischen Ansatz hinzuzufügen. Ich muss das tun, sonst juckt es mich noch morgen in der Nacht.

„Die Dinge sind, wie sie sind.“

Dies ist der blödeste Spruch, der mir je eingefallen ist. Und dann musste ich feststellen, dass ganze Hundertschaften die gleiche Idee hatten. Natürlich hat sich die Philosophie auch auf diese Formel gestürzt und analysiert, was das Zeug hält.

Dann komme ich, ein Waldmensch aus der Pfalz und entsprechend schlicht gehäkelt, und sage

„Die Dinge sind nicht, wie sie sind, oder die Dinge sind, wie sie nicht sind.“

Und jetzt, Philosoph, mach Dich drüber her und erkläre mir, wie falsch ich denke. Aber im Stillen freue ich mich darüber, dass es mir gelungen ist, die Blödheit deutlich zu steigern. Verzeihug, aber ich muss das nochmal sehen:

„Die Dinge sind, wie sie nicht sind!“

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