Blick in die Zukunft – 3 –

Es ist genug. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich meine Einschätzung zur Entwicklung im Gesellschaftssystem der BRD niederschreiben soll – ich werde es nicht tun. Nur so viel:

Wenn ich alles zusammenfasse, was ich in einem halben Jahrhundert, also seit 1970 an negativen Veränderungen erlebt habe, so entsteht ein Gesamtbild, das mich das Fürchten lehren könnte – hätte ich Enkel und Urenkel.

Ich hatte das Glück, nie betroffen zu sein. Meine Kinder stehen schon schlechter da. Und was danach kommt, möchte ich mir nicht vorstellen müssen.

Weiterer Abbau der Sozialsysteme
Zurückentwicklung in die Lohnsklaverei
Vernachlässigung des Bildungssektors
Zerstörung der Struktur in der Landwirtschaft
Zerstörung von Lebensraum
Verlust der Freiheit durch staatliche Kontrollen
Abbau von Arbeitsplätzen
Angebot falscher und halb falscher Informationen
Verschweigen von gewollten und ungewollten Systemschäden
(hier insbes. durch die Digitalisierung der Arbeitswelt)
Geldverschwendung für Rüstung und Subventionen
Förderung der Migration zur Stärkung des Binnenmarkts
(der durch geringen Lohn geschwächt wird)
Verlagerung von Arbeitsplätzen in Billiglohnländer

und so fort. Das alles geschieht bereits. Man weiss das, man hat jede Position meiner Liste irgendwie registriert, aber nie alles zusammengefasst begriffen. Aber nur das Gesamtbild vermittelt den Eindruck, dass unsere Karre absichtlich gegen die Wand gefahren wird.

Ich ein Verschwörungstheoretiker? Und wenn schon, ich bin in guter Gesellschaft:
Wolfgang Schäuble forderte schon vor vielen Jahren den Einsatz der Bundeswehr im Inneren wegen befürchteter sozialer Unruhen. Und Buffet erzählte in 2006, die Reichen würden den Krieg gegen mich gewinnen, was ich sofort glaube. Ich bin nur ein Schaf – in einer riesigen Schafherde. Nur kriegen werden „die“ mich nicht. Bis „die“ richtig wach sind und das Schlachten an Tempo gewinnt, bin ich längst im Ofen gewesen.