Heute mal als Sarkast unterwegs

Der Mensch handelt gott-gleich, jeder auf seine Weise und nach seinen Möglichkeiten. Auf diese Weise ist sein Leben sehr komplex und hochsensibel geworden. Jede Krise wird für ihn gefährlich und existenzbedrohend. Deshalb hat er sich zunächst stählerne Ellenbogen verschafft, um zu dominieren. Schliesslich hat ihm das Virus Materialismus einen goldenen Ganzkörper-Panzer wachsen lassen. So steht er glänzend in der Sonne, ein unbedeutender dummer August, gekleidet in Trompetenblech.

Die Säulen der Erde glänzen nicht. Sie stehen im Schatten und tragen den Globus gemeinsam auf ihren Schultern wie der Titan Atlas, und sie übersehen den Treibsand zu ihren Füssen. Und in diesen Treibsand setzen sie ihre Mauern – sowohl ideologische als auch solche aus Metall und Beton.
Aber Mauern bauen gilt immer noch als patriotisch. Welch ungesunde Geisteshaltung!
Im Hamburger Tierpark Hagenbeck lebt eine relativ grosse Kolonie von Pavianen hinter Mauern. Wer sich die Zeit nimmt und lange genug beobachtet, wird sich darüber freuen, dass in diesem Affengehege eine gesunde Gesellschaft lebt. Die kriegen das hin. Die draussen, die Besucher – nicht. Offenbar liegen zu viele davon intellektuell noch weit unter dem Niveau der Pavian-Horde.

Ja, das ist Sarkasmus pur. Das Folgende auch:
Das Geschwisterpaar Quandt/Klatten ist mit BMW derzeit 34 Milliarden schwer. In 2019 haben sie eine Dividende von mehr als 1 Milliarde kassiert. Und BMW denkt über einen massiven Stellenabbau nach.

Nun lach‘ doch mal!

Soviel ich weiss, brauchen die Hamburger Paviane keine Milliarden Oiro. Sie sind mit ihrem Futter zufrieden, und ihr Highlife ist auch nicht von schlechten Eltern. Arbeiten muss nicht sein.
Und die BMW-Erben? Sie müssen an ihrer 35. Milliarde basteln. Wozu auch immer. Ist wohl Therapie gegen Langeweile. Ach ja, dazu gehört auch, der Merkel oft genug in den Hintern zu treten – die schrumpft dann temporär auf die Grösse der Zwergseidenäffchen, wo sie hingehört. Sie kriegt ja auch nur 250.000 pro Jahr plus Spesen. Kriegt sie – aber ob sie es auch verdient? Da gibt es grosse Zweifel.

Genug geätzt. Ich widerstehe der Versuchung, richtig loszulegen. Steht mir eh nicht zu, ich bin nur ein politischer Blindgänger.