Diese Schwaben!

Da stolpere ich doch aus Versehen über Nonnenfürze! Das stelle man sich mal bildlich vor!
Es geht physikalisch überhaupt nicht.

Natürlich wollte ich wissen, was tatsächlich so benannt wird, und siehe da: Es passt. Es passt in die Fastnachtszeit und nach Schwaben und dem Allgäu. Man meint kleine wie Berliner in der Friteuse ausgebackene Krapfen aus luftigem Brandteig! Die gibt es schon, seit man Mittelhochdeutsch sprach, also ca. ab 1100 n. Chr. Damals hiessen die kleinen luftigen Kügelchen noch Nunnen-vürzelîn! Echte Flatulenzen nach einem deftigen Bohneneintopf im Dormitorium waren schwerer.

Was für ein Tag! Habe ich doch glatt mein Thema vergessen, bin über eine Einleitung nicht hinausgekommen, und diese ist auch noch anrüchig! Blähungen im Nonnenkloster! Wie gut, dass mir zu diesem rätselhaften Zustand eben noch die Lösung mit dem Gebäck eingefallen ist, sonst könnte ich das Ganze in die Tonne treten.

Immerhin biete ich ein Stückchen Kultur der deftigen Art, wie sie die mittelalterlichen Bänkelsänger mit stillem Vergnügen verbreitet haben.
Ausserdem sind diese Brandteigperlen lecker, mit viel Kruste und ohne Marmelade drin …..
also ohne Erdbeerflecken auf dem Chemisette. Ganz hervorragend, und unverzichtbar für jeden, der sich auf den Winterschlaf vorbereiten muss, also Fettreserven anzulegen hat.

Es ist nicht die feine Art, sich über die uniformierten Mädels lustig zu machen.

Das ist auch Atheisten nicht gestattet. Ich empfinde Hochachtung für jene Ordensschwestern, die sich unentwegt um das Gemeinwohl bemühen – was immer ihr Motiv dafür sein mag.

Martin Luther war ziemlich unsensibel, und auf dem Niveau des Götz von Berlichingen. Ich bin dagegen zurückhaltend und schreibe nur über ein Schmalzgebäck. Das geht doch, oder?