Brexit – 27 –

britischer Freibeuter-Kapitän (historisches Kostüm)

Es verblüfft immer wieder, wie egomanisch die britische Gesellschaft zu sein scheint. Ihre Denkweise ist so schlicht, dass man es kaum zu glauben wagt. Sie wollen alles, was ihnen und ihrem UK gut täte. Sie wollen nehmen, aber nichts geben. Einkaufen, ohne zu bezahlen. That’s all.

Sie denken, das steht ihenen zu. Sie sind die Führungselite in Europa. Ihre Qualifikation: Sie sprechen Englisch (das wurde wirklich so gesagt), und sie seien erstklassige Diplomaten.
Das United Kingdom sei ohnehin an Attraktivität nicht zu überbieten. So das Selbstbild der Briten – auch in weiten Teilen der Bevölkerung.

Nun regt sich der Verdacht, dass man beabsichtigte, eine Achse USA/GB zu bilden und in der EU die Führungsrolle zu übernerhmen. Ein Plan dieser Art ist ihnen gründlich misslungen, daher: Austritt aus der EU.

Nun sind sie auch damit „auf die Fresse geflogen“. Ihr extrem aufpoliertes Selbstbild zerbröselt derzeit wie ihr Haferkeks unter einem Schmiedehammer. GB mutiert zu einer alt gewordenen Hure, die sich anbieten muss wie Tropfbier, und mit der keiner ins Bett will, es sei denn, man kann sie plündern.

Nun lässt die Natur Gnade walten. Sie sorgt dafür, dass die Briten ihre weltpolitisch missliche Lage nicht in vollem Umfang begreifen. Man spürt intuitiv, dass man irgendwie am Haken hängt, und man sucht nach einem Weg, sich zu befreien. Dabei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Deshalb kam jetzt einer auf die folgende Idee:

Der auf Papier erklärte Austritt aus der EU ist nicht nur eine Kündigung, sondern – jetzt pass auf! – sondern ein Rahmenvertrag! Der sei nun mit Einzelverträgen zu füllen. Der nun vorliegende Text würde nicht ausreichen. Man müsse also weiterverhandeln. In meinen Kreisen war man sich bereits in 2017 einig, dass ein Brexitvertragsmonster nicht zustande kommt und man versuchen wird, alles Nötige mit Einzelverträgen zu ordnen. Und so wird es kommen. Erste Unstimmigkeiten aus dem gefakten Deal 2020 deuten sich bereits an. Wenns dumm läuft, braucht man 3 Jahre, bis ein Schiedsgericht steht und sich die strittigen Fälle vornehmen kann.

Ich denke, man wird es nicht zu einem Chaos kommen lassen. Alles wird so weiterlaufen wie vor dem Brexit, bis Einzelverträge verhandelt sind. Und das wird etliche Jahre andauern.

Fürchtet die Regelungswut des Riesenheeres der EU in Brüssel! Sie werden sogar einen Vertrag für Herren-Unterhosen entwerfen, der den Briten gestattet, den Eingriff vorne für die linke Hand anzulegen ….. wegen dem Linksverkehr. Und die Eingriffshöhe darf 3,47 inches nicht überschreiten, da sonst das Geschirr herauspurzelt.