Lock down wg. Pandemie

Es ist nicht zu begreifen. Dennoch kommen jetzt unerwartet Klagen aus einer Ecke, die kein Mensch auf dem Zettel hatte: Es sind Klagen der Tiergärten, die man auch Zoos nennt.
Die Lockdown-Anordnung beeinträchtigt das Leben der im Zoo eingesperrten Tiere!

Und – verflucht nochmal – die Tierwärter klagen zu Recht! Die Viecher langweilen sich zu Tode, weil ihnen das Publikum fehlt!

Gut, es wird sich wohl kaum ein Grottenolm nach einer Schulklasse 7-jähriger sehnen. Aber es sind die Primaten, tropische Grosstiere wie Elefanten, die Raubtiere, es ist alles Viehzeug, das auf natürliche Weise mit schneller und genauer Wahrnehmung der Umgebung ausgestattet ist, jenes Getier, das den Besucherbereich in sein visuelles Revier eingeordnet hat. Man hat ihnen mit dem Lockdown ein wichtiges Stück Lebensbereich weggenommen.

Die Tierpfleger sehen sich nun gezwunden, in Sonderschichten für die notwendige Abwechslung zu sorgen, damit ihre Pfleglinge nicht an Hospitalismus leiden.

(Als psychischer Hospitalismus werden psychische Störungsbilder bezeichnet, die im Rahmen von mangelnder Zuwendung, Kommunikation und Mitgestaltung im Rahmen eines längeren stationären Aufenthaltes in Kliniken auftreten. Vernachlässigte Tiere können diese Krankheit entwickeln. Siehe Bären im Käfig, die stundenlang den Schädel hin und her bewegen.)

Sachen gibt’s !