Wie so oft glauben wir

„Die Ewigkeit dauert lange. Besonders gegen Ende.“
So gab Woody Allen der Sorge um seine ferne Zukunft Audruck.
Als ein Mensch mit Bildung und Phantasie hat er vermulich das Bild der Ewigen Jagdgründe
und den Verbleib seiner Seele an diesem Ort im Sinn.

Menschen wie ich sind dagegen Pragmatiker, trocken bis auf die Knochen. Sie können mit dem Wissen umgehen wie mit Feststoffen, der Glaube ist jedoch wie Flüssiges; er macht irgendwie nass, bleibt aber nicht kleben und verflüchtigt sich.
Und genauso, wie mit Wasser geht dieser Kopfgesteuerte mit dem Begriff der Seele um.

So wird der Phantast als hirnlos empfunden, und der Hirnlose nennt seinen Opponenten herzlos. Man möchte mit Sokrates dagegenhalten, der vom Lernen sprach und mit der Feststellung endete, dass der Dumme alles besser weiss. Ich selbst bin so etwas wie eine Missgeburt, ich bin herzlos und weiss nichts.

Ich weiss es nicht, aber ich glaube, dass Goethe am 25.12.1779 zu Mittag Königsberger Klopse gegessen hat.
Ich weiss es nicht, aber ich glaube, eine unsterbliche Seele zu haben, die nach Shangri la heimkehrt und auf eine Wiedergeburt wartet.
Ich weiss, dass Obama eine Wirtschafts- und Arbeitsmarktreform durchgesetzt hat, von der Trump profitiert, aber ich glaube, Trump ist der beste US-Präsident aller Zeiten.

Ich weiss es nicht, aber ich, ein militanter Atheist glaube an den Herrn, und bete deshalb:

Herr, lass Hirn regnen!


Ich glaube, Du hast gepfuscht! Ich weiss:
Dem Oktopus hast Du 9 Hirne und ein kurzes Leben gegeben.
Dem Menschen gabst Du nur ein Hirn, und ein langens Leben!
Ehrlich, ich bin geneigt, mich nach § 166 StGB ins Unrecht zu setzen, indem ich Dir endlich einmal auf meine rustikale Art erkläre, weshalb ich Deine Exixtenz verleugne, Du ….. Du ……Hmmm.

Lehrer Lämpel:
Glaube ist die feste Überzeugung von nicht beweisbarer Richtigkeit eines Sachverhalts.
Ich definiere anders:
Glaube ist ein Hilfsmittel wie mein Rollator.