Zum Brexit – 15 –

Das Thema Brexit hängt mir zum Halse heraus. Es ist wie eine üble Suppe – geschmacklos, und riecht auch noch schlecht. Warum schreibe ich dazu überhaupt noch? Nun, meine Infos sind so etwas wie Glutamat. Ein Löffel davon, und etwas Grünzeug reingeschmissen, und schon hat man ein Gemüsesüppchen für kalte Tage!

Hier also wieder ein wenig Grünes. Es betrifft die Fischereirechte und den Umstand, dass man sich selbst zu diesem albernen Thema nicht einig wird. Jetzt pass mal auf!

Reiche Familien kontrollieren die UK-Fischereiquote. Sie haben ihre Rechte verleast, da sie sich für Fisch und Fischer nicht interessieren, sondern nur für Geld.
Vier dieser fünf Familien sind Briten und sehr reich.
Ein fünfter Shareholder ist Tochterunternehmen einer niederländischen, multinationalen Gesellschaft, sie kontrolliert rund ein Viertel der UK-Fangquote.
Rund die Hälfte der gesamten UK-Quote gehört den Niederlanden, Island und Spanien.
In toto betrachtet scheint die Fischerei in den UK-Gewässern weitgehend privatisiert zu sein. Man hat sie gekauft, oder geerbt. Wenn man den Versuch unternimmt, die Quoten zu addieren, ist man auf glattem Eis. Möglich, dass man die UK-Gesamtquote mehrfach verhökert hat, was bedeutet, dass auch „schwarz“ gefischt wird.

Offenbar hat nun die Regierung den Versuch unternommen, im Rahmen des Brexit aufzuräumen und die Fischereirechte neu zu ordnen, sie quasi free of charge zurückzubekommen. Sie sitzt nun auf einem Pferd, das keinen Schritt nach vorne macht.
Der Gaul wurde vermutlichaus einem Granitblock gemeisselt.

Und die Shareholder? Da gibt es zu viel Geld, also ungesunde Machtverthältnisse. Es sind welche in EU-Ländern zu Hause, und deren Interessen werden durch die EU gschützt. Deshalb pocht man in Brüssel darauf, die Fischereirechte erst garnicht anzufassen.

Übrigens sind die meisten der 12.000 britischen Fischer Angestellte der Shareholder, also nicht selbständige Unternehmer.

Es ist schon interessant, was zum Vorschein kommt, wenn man hinter den Vorhang blickt.