Zum Brexit – 11 –

After the deadline is before the deadline!

Im Brexit-Verfahren hat man dies offenbar längst zum Prinzip aufgewertet. Die Anzahl der Ziellinien wurden nie gezählt – der neue Umfaller heute, am 13.12.2020 ist dennoch nur noch peinlich.

Unbefanhene Beobachter erkennen, die britische Strategie. Die Brexitiers habern endlöich bemerkt, was sie angerichtet haben. Nun sind sie bemüht, ihren Pfusch zu kaschieren. Sie agieren wie die Katzen im Katzenklo: Scheisse bauen, begucken, und ganz schnell verbuddeln. Danach ist man wieder ganz entspannt.
Die Briten warten darauf, dass die EU-Entscheider die Nerven verlieren und Zugeständnisse machen.

Auf der anderen Seite, in Brüssel also, lässt man sich am Nasenring durch die Manege führen. Nun soll die Überbrückungsphase für die Briten erneut verlängert werden, und man hat dazugelernt; eine neue Deadline wird erst garnicht festgelegt. Die Blindgänger in London haben wieder Zeit gewonnen. Sie nennen es „eine letzte Anstrengung“.

Und die Wirtschaft? Die Unternehmensbosse gucken dumm aus der Wäsche und wissen nicht mehr, wo es für sie lang geht, worauf sie sich einzurichten haben.

Und die Experten in Brüssel machen aus dem Brexit eine „unendliche Geschichte“ – wobei sie Michael Ende wohl nicht richtig verstanden haben.