Zum Brexit – 2 –

In Grossbritannien macht sich unversehens Panik breit. Plötzlich erschliessen sich den Briten Alltagsprobleme, für die sie keine Lösung anzubieten haben.

Man rechnet zum Beispiel mit LKW-Staus; man redet von 7.000 Trucks. Ich habe ein wenig nachgerechnet. 7.000 Standard-LKWs mit 26 Tonnen Nutzlast und einer Länge von 16,5 m auf 5 Achsen bilden eine Schlange von 123 km Länge. Nun werden Grundstücke enteignet, um LKW-Stellplätze anzulegen. Den Bürgern der Grafschaft Kent geht allmählich der Spass am Brexit verloren.

Und noch eines. Kent ist ein Vorzeige-Ländle mit Rosamunde-Pilcher-Flair. An der Landesgrenze grüssen Schilder mit „Willkommen in Kent, der Garten von England“.
Nun haben Brexit-Gegner korrigiert. Dort steht nun „Willkommen in Kent, der Toilette von England“. Der Grund: Man hat längst damit begonnen, aus den Strassengräben längs der Hauptverkehrsstrasse nach Dover Pinkelflaschen und Fäkalientüten aufzusammeln und zu entsorgen.

Nun wurde beschlossen, die Einreise ausländischer Trucks so zu vereinfachen, dass alles schneller abgewickelt werden kann. Die Frage, wie die Leute wieder ausreisen können, bleibt unbeantwortet. Man kalkuliert unter der Hand mit Wartezeiten von 3 Tagen. Nun weiss man, dass Standzeit keinen Verdienst bringen. Also werden Stimmen laut und lauter, GB erst garnicht mehr anzufahren.

Man wird den Verdacht nicht los, dass sich in den nächsten Wochen ein Chaos anbahnt.
Aber was wird geschehen? Zum Beispiel dieses: Ein ganz Schlauer hatte nun die geniale Vorstellung entwickelt, das Toilettenproblem mittels Dixie zu lösen. Nun bieten sich diverse Möglichkeiten zur Realisierung an. Die britische: Ein hoher Beamter wird beauftragt. Der hat einen Kumpel, Bäcker von Beruf. Dort werden 200 Dixie-Klo’s bestellt.
Der Bäcker kauft sie ein zum Preis von x und verkauft sie weiter an den Staat zum Preis von Y. Den Gewinn teilen sich Beamter und Bäcker. Die Toiletten werden allerdings nicht benutzt, weil man versäumt hat, die Reinigung zu organisieren. Das ist Pech.

Es ist doch so: Dem gesellschaftlichen Rang in der Welt entsprechend fühlt man sich zu einer Führungsrolle berufen! Zum Scheisshaus putzen hat man Halb- und Untermenschen aus den Kolonien! Irgendwer wirds damit schon richten!

Übrigens habe die Trucker reichlich Zeit dafür, wenn sie 3 Tage in der lieblichen Landschaft Kents herumstehen. Wer ferkelt, muss halt auch putzen.

3 Antworten auf “Zum Brexit – 2 –”

    1. Keine Sorge, Martina. Es wird dauern, aber man wird die gewohnte Ordnung wiederherstellen. Ein Chaos ist nicht für die Ewigkeit gemacht, weil es die Chaoten auch nicht sind. Irgendwann wird irgendwer schon aufräumen.

      Liken

Kommentare sind geschlossen.