Zum sorgf├Ąltigen Studium ­čĄú

Studiert die Werke des Vorsitzenden Mao Tse-tung, 
h├Ârt auf seine Worte und handelt nach seinen Weisungen!

Zur Mao-Bibel ein Text von:
Lin Biao

INHALT ­čśé

I. Die Kommunistische Partei
II. Klassen und Klassenkampf

III. Sozialismus und Kommunismus

IV. Die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke

V. Krieg und Frieden

VI. Der Imperialismus und alle Reaktion├Ąre sind Papiertiger

VII. Hab Mut zu k├Ąmpfen, hab Mut zu siegen

VIII. Der Volkskrieg
IX. Die Armee des Volkes
X. Die F├╝hrung durch die Parteikomitees

XI. Die Massenlinie

XII. Die politische Arbeit

XIII. Die Beziehungen zwischen Offizieren und Mannschaften

XIV. Die Beziehungen zwischen Armee und Volk

XV. Die Demokratie in den drei Hauptbereichen

XVI. Erziehung und Ausbildung

XVII. Dem Volke dienen

XVIII. Patriotismus und Internationalismus

XIX. Revolution├Ąrer Heroismus

XX. Unser Land mit Flei├č und Gen├╝gsamkeit aufbauen

XXI. Selbstvertrauen und harter Kampf

XXII. Denkweise und Arbeitsmethoden

XXIII. Untersuchung und Forschung

XXIV. Berichtigung falscher Ansichten

XXV. Die Einheit

XXVI. Die Disziplin

XXVII. Kritik und Selbstkritik

XXVIII. Die Kommunisten

XXIX. Die Kader

XXX. Die Jugend

XXXI. Die Frauen

XXXII. Kultur und Kunst

XXXIII. Das Studium

Der obige Aufruf des Genossen Lin Biao im Faksimile.

VORWORT ZUR ZWEITEN AUFLAGE

Genosse Mao Tse-tung ist der gr├Â├čte Marxist-Leninist unserer Zeit. In genialer, sch├Âpferischer und allseitiger Weise hat Genosse Mao Tse-tung den MarxismusLeninismus als Erbe ├╝bernommen, ihn verteidigt und weiterentwickelt; er hat den Marxismus-Leninismus auf eine v├Âllig neue Stufe gehoben.

Die Ideen Mao Tse-tungs sind der Marxismus-Leninismus jener Epoche, in welcher der Imperialismus seinem totalen Zusammenbruch und der Sozialismus seinem weltweiten Sieg entgegengeht. Die Ideen Mao Tse-tungs sind eine m├Ąchtige ideologische Waffe im Kampf gegen den Imperialismus, eine m├Ąchtige ideologische Waffe im Kampf gegen Revisionismus und Dogmatismus. Die Ideen Mao Tse-tungs sind das Leitprinzip f├╝r die gesamte T├Ątigkeit der ganzen Partei, der ganzen Armee, des ganzen Landes.

Demzufolge ist es die grundlegendste Aufgabe in der politischen und ideologischen Arbeit unserer Partei, immer das gro├če rote Banner der Ideen Mao Tse-tungs hochzuhalten, das ganze Volk mit den Ideen Mao Tse-tungs zu wappnen und sich unbeirrbar bei jeder T├Ątigkeit von den Ideen Mao Tse-tungs leiten zu lassen. Die breiten Massen der Arbeiter, Bauern und Soldaten sowie die gro├če Masse der revolution├Ąren Funktion├Ąre und der Intellektuellen m├╝ssen die Ideen Mao Tse-tungs wirklich beherrschen; sie alle m├╝ssen die Werke des Vorsitzenden Mao Tse-tung studieren, auf seine Worte h├Âren, nach seinen Weisungen handeln, gute K├Ąmpfer des Vorsitzenden Mao Tse-tung werden.

Man mu├č die Werke des Vorsitzenden Mao Tse-tung im Zusammenhang mit praktischen Fragen studieren, in Verbindung mit der Praxis lernen und das Gelernte in der Praxis anwenden, Studium und Anwendung miteinander verbinden, das zuerst lernen, was am dringendsten gebraucht wird, so da├č rasch Resultate erzielt werden, und gr├Â├čten Nachdruck auf das „Anwenden“ legen. Um die Ideen Mao Tse-tungs wirklich zu meistern, mu├č man viele der grundlegenden Ansichten des Vorsitzenden Mao Tse-tung immer wieder studieren; am besten ist es, einige seiner Sentenzen auswendig zu lernen, sie wiederholt zu studieren und . wiederholt anzuwenden. Die Zeitungen m├╝ssen ├Âfters Zitate aus den Werken des Vorsitzenden Mao Tse-tung in Verbindung mit der Praxis abdrucken, damit die Leser sie studieren und anwenden k├Ânnen. Die Erfahrungen, die von den breiten Massen in den letzten Jahren beim lebendigen Studium und bei der sch├Âpferischen Anwendung der Werke des Vorsitzenden Mao Tse-tung gemacht wurden, beweisen, da├č das Studium einzelner Zitate aus den Werken des Vorsitzenden Mao Tse-tung, die man in Verbindung mit praktischen Fragen ausw├Ąhlt, eine vorz├╝gliche Methode ist, sich die Ideen Mao Tse-tungs anzueignen, eine Methode, bei der es einem leicht f├Ąllt, rasch zu praktischen Ergebnissen zu gelangen.

Um den breiten Massen behilflich zu sein, da├č sie die Ideen Mao Tse-tungs mit noch gr├Â├čerem Erfolg studieren, haben wir die vorliegenden Worte des Vorsitzenden Mao Tse-tung ausgew├Ąhlt und zusammengestellt. Bei der Organisierung des Studiums m├╝ssen die verschiedenen Organisationen und Institutionen in Verbindung mit der gegebenen Lage, den gestellten Aufgaben, der ideologischen Verfassung der Massen und den konkreten Zust├Ąnden bei der Arbeit entsprechende Textstellen f├╝r das Studium ausw├Ąhlen.

In unserem gro├čen Vaterland bricht eine neue ├ära an, in der die Arbeiter, Bauern und Soldaten den Marxismus-Leninismus und die Ideen Mao Tse-tungs meistern. Sobald die breiten Massen die Ideen Mao Tse-tungs beherrschen, werden diese zu einem unversiegbaren Kraftquell und zu einer geistigen Atombombe von unerme├člicher Macht. Die Herausgabe der Worte des Vorsitzenden Mao Tse-tung in Massenauflage ist eine au├čerordentlich wichtige Ma├čnahme f├╝r die Meisterung der Ideen Mao Tse-tungs durch die breiten Massen und f├╝r die F├Ârderung der Revolutionierung des Denkens unseres Volkes. Wir geben der Hoffnung Ausdruck, da├č alle Genossen gewissenhaft und intensiv studieren und im ganzen Land einen neuen Aufschwung des lebendigen Studiums und der sch├Âpferischen Anwendung der Werke des Vorsitzenden Mao Tse-tung herbeif├╝hren werden, da├č sie unter dem gro├čen roten Banner der Ideen Mao Tse-tungs danach streben werden, unser Land zu einem gro├čen sozialistischen Staat mit moderner Landwirtschaft, moderner Industrie, moderner Wissenschaft und Kultur und moderner Landesverteidigung aufzubauen. Lin Biao

16. Dezember 1966

I. DIE KOMMUNISTISCHE PARTEI

Die den Kern bildende Kraft, die unsere Sache f├╝hrt, ist die Kommunistische Partei Chinas.Die theoretische Grundlage, von der sich unser Denken leiten l├Ą├čt, ist der MarxismusLeninismus. Er├Âffnungsansprache auf der 1. Tagung des 1. Nationalen Volkskongresses der Volksrepublik China (15. September 1954)Will man die Revolution, dann mu├č man eine revolution├Ąre Partei haben. Ohne eine revolution├Ąre Partei, die gem├Ą├č der revolution├Ąren Theorie und dem revolution├Ąren Stil des Marxismus-Leninismus aufgebaut ist, ist es unm├Âglich, die Arbeiterklasse und die breiten Volksmassen zum Sieg ├╝ber den Imperialismus und seine Lakaien zu f├╝hren. „Revolution├Ąre Kr├Ąfte der ganzen Welt, vereinigt euch, k├Ąmpft gegen die imperialistische Aggression!“ (November 1948), Auserw├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVOhne die Anstrengungen der kommunistischen Partei Chinas, ohne die chinesischen Kommunisten als festes R├╝ckrad des chinesischen Volkes ist es unm├Âglich, die Unabh├Ąngigkeit und die Befreiung Chinas zu erreichen, und ebenso zu industrialisieren und seine Landwirtschaft zu modernisieren. „├ťber die Koalitionsregierung“ (24. April 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIDie Kommunistische Partei Chinas ist der f├╝hrende Kern des ganzen chinesischen

Volkes. G├Ąbe es keinen solchen Kern, dann k├Ânnte die Sache des Sozialismus nicht siegen. Rede bei dem f├╝r die Delegierten des III. Landeskongresses des Neudemokratischen Jugendverbandes Chinas gegebenen Empfang (25. Mai 1957).Eine disziplinierte Partei, die mit der Theorie des Marxismus-Leninismus gewappnet ist, die Methode der Selbstkritik anwendet und mit den Volksmassen verbunden ist; eine Armee, die unter F├╝hrung einer solchen Partei steht; eine von einer solchen Partei gef├╝hrte Einheitsfront aller revolution├Ąren Klassen und aller revolution├Ąren Gruppen – das sind die drei Hauptwaffen, mit denen wir die Feinde besiegt haben. „├ťber die demokratische Diktatur des Volkes“ (10. Juni 1949). ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVWir m├╝ssen an die Massen glauben; wir m├╝ssen an die Partei glauben: das sind zwei Grundprinzipien. Wenn wir an diesen beiden Prinzipien zweifeln, k├Ânnen wir nichts zuwege bringen. Zur Frage des genossenschaftlichen Zusammenschlusses in der Landwirtschaft (31. Juli 1955)Die mit der Theorie und den Ideen des Marxismus-Leninismus ausger├╝stete Kommunistische Partei Chinas hat dem chinesischen Volk einen neuen Arbeitsstil gebracht, einen Arbeitsstil, der sich haupts├Ąchlich durch die Verbindung von Theorie und Praxis, durch die engste Verbundenheit mit den Volksmassen und durch Selbstkritik auszeichnet. „├ťber die Koalitionsregierung“ (24. April 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIEine politische Partei, die eine gro├če revolution├Ąre Bewegung f├╝hrt, kann nicht siegreich sein, wenn sie ├╝ber keine revolution├Ąre Theorie verf├╝gt, keine Geschichtskenntnisse besitzt, kein tiefes Verst├Ąndnis f├╝r die praktische Bewegung hat. „Der Platz der Kommunistischen Partei Chinas im nationalen Krieg“ (Oktober 1938), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIWie wir gesagt haben, ist die Ausrichtungsbewegung eine „allgemeine marxistische Erziehungsbewegung“. Der Sinn dieser Bewegung besteht darin, da├č die ganze Partei durch Kritik und Selbstkritik den Marxismus studiert. Im Laufe dieser Bewegung werden wir den Marxismus bestimmt noch mehr beherrschen k├Ânnen. Rede auf der Landeskonferenz der Kommunistischen Partei Chinas ├╝ber Propagandaarbeit (12. M├Ąrz 1957)Es ist eine sehr schwierige Aufgabe, das mehrere hundert Millionen Menschen z├Ąhlende chinesische Volk einem gl├╝cklichen Leben zuzuf├╝hren, unser wirtschaftlich und kulturell zur├╝ckgebliebenes Land zu einem reichen, m├Ąchtigen und kulturell hochentwickelten Land aufzubauen. Um diese Aufgabe noch erfolgreicher bew├Ąltigen und um noch besser mit allen au├čerhalb unserer Partei stehenden Menschen zusammenarbeiten zu k├Ânnen, die hohe Ideale besitzen und zu Reformen entschlossen sind, m├╝ssen wir heute wie in der Zukunft Ausrichtungsbewegungen entfalten und st├Ąndig das, was bei uns fehlerhaft ist, ausmerzen. EbendaDie Politik ist der Ausgangspunkt aller praktischen Handlungen einer revolution├Ąren Partei, und sie kommt auch im Verlauf dieser Handlungen und in deren Endergebnis zum Ausdruck. Jegliche Aktivit├Ąt einer revolution├Ąren Partei ist die Durchf├╝hrung ihrer Politik. F├╝hrt sie keine richtige Politik durch, dann betreibt sie eben eine falsche; f├╝hrt sie eine bestimmte Politik nicht bewu├čt durch, dann tut sie das blindlings. Was man Erfahrungen nennt, das sind der Verlauf der Durchf├╝hrung einer Politik und ihr Endergebnis. Nur durch die Praxis des Volkes, d. h. durch die Erfahrungen kann sich erweisen, ob eine Politik richtig oder falsch ist, nur dadurch kann man feststellen, inwieweit sie richtig beziehungsweise falsch war. Es gibt aber keine Praxis der Menschen, insbesondere keine Praxis einer revolution├Ąren Partei und der revolution├Ąren Volksmassen, die nicht mit dieser oder jener Politik verbunden w├Ąre. Daher m├╝ssen wir vor jeder Aktion den Parteimitgliedern und den Massen unsere den Umst├Ąnden gem├Ą├č festgelegte Politik klarmachen. Andernfalls werden die Parteimitglieder und die Massen aufh├Âren, sich von unserer Politik leiten zu lassen, sie werden blindlings handeln und eine falsche Politik durchf├╝hren. „├ťber die Industrie- und Handelspolitik“ (27. Februar 1948), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVUnsere Partei hat sowohl die Generallinie und die allgemeine Politik der chinesischen Revolution wie auch verschiedene konkrete Arbeitsrichtlinien und die jeweilige konkrete Politik festgelegt. Viele Genossen behalten die einzelnen konkreten Richtlinien und die jeweilige konkrete Politik unserer Partei sehr wohl im Ged├Ąchtnis, vergessen jedoch oft ihre Generallinie und allgemeine Politik. Wenn wir wirklich die Generallinie, die allgemeine Politik unserer Partei vergessen, werden wir keine klarsichtigen, vollwertigen, n├╝chtern denkenden Revolution├Ąre sein, werden wir bei der Befolgung einer konkreten Arbeitsrichtlinie und einer konkreten Politik die Orientierung verlieren, werden nach links oder rechts abschwenken und unserer Arbeit schaden. „Rede auf einer Kaderkonferenz im Befreiten Gebiet Schansi-Suiy├╝an“ (1. April 1948), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVPolitik und Taktik sind das Leben der Partei; die f├╝hrenden Genossen aller Ebenen m├╝ssen der Politik und Taktik h├Âchste Aufmerksamkeit zuwenden, d├╝rfen sie unter keinen Umst├Ąnden auf die Leichte Achsel nehmen. „Rundschreiben ├╝ber die Lage“ (20. M├Ąrz 1948), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IV

II. KLASSEN UND KLASSENKAMPF

Im Klassenkampf siegen gewisse Klassen, w├Ąhrend andere vernichtet werden. Das ist der Lauf der Geschichte, das ist die Geschichte der Zivilisation seit Tausenden von Jahren. Erkl├Ąrt man die Geschichte von diesem Standpunkt aus, so hei├čt das historischer Materialismus; nimmt man den entgegengesetzten Standpunkt ein, so ist das historischer Idealismus. „Weg mit den Illusionen, zum Kampf bereit sein!“ (14. August 1949). Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVIn der Klassengesellschaft lebt jeder Mensch in einer bestimmten Klassenlage, und es gibt keine Ideen, die nicht den Stempel einer Klasse tr├╝gen. „├ťber die Praxis“ (Juli 1937), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IDie gesellschaftlichen Ver├Ąnderungen h├Ąngen in der Hauptsache von der Entwicklung der Widerspr├╝che in der Gesellschaft ab, also der Widerspr├╝che zwischen Produktivkr├Ąften und Produktionsverh├Ąltnissen, zwischen den Klassen, zwischen dem Neuen und dem Alten; die Entwicklung dieser Widerspr├╝che treibt die Gesellschaft vorw├Ąrts und gibt den Impuls f├╝r die Abl├Âsung der alten Gesellschaft durch eine neue. „├ťber den Widerspruch“ (August 1937), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IDie grausame wirtschaftliche Ausbeutung und politische Unterdr├╝ckung der Bauernschaft durch die Grundherrenklasse zwangen die Bauern immer wieder zu Aufst├Ąnden, die sich gegen die Herrschaft der Grundherrenklasse richteten . . . In der chinesischen Feudalgesellschaft war nur dieser Klassenkampf der Bauernschaft, waren nur diese Bauernaufst├Ąnde und -kriege die wahren Triebkr├Ąfte der historischen Entwicklung. „Die chinesische Revolution und die Kommunistische Partei Chinas“ (Dezember 1939). Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIBeim nationalen Kampf handelt es sich, wenn man der Sache auf den Grund geht, um einen Klassenkampf. Unter der wei├čen Bev├Âlkerung der USA ist es nur die reaktion├Ąre herrschende Clique, die die Neger unterdr├╝ckt. Diese Clique kann keineswegs als Repr├Ąsentant der Arbeiter, Bauern, revolution├Ąren Intellektuellen und anderen aufgekl├Ąrten Menschen gelten, aus denen die ├╝berw├Ąltigende Mehrheit der wei├čen Bev├Âlkerung besteht. „Erkl├Ąrung zur Unterst├╝tzung der amerikanischen Neger in ihrem gerechten Kampf gegen die Rassendiskriminierung durch den USA-Imperialismus“ (8. August 1963), in: V├Âlker der ganzen Welt, vereinigt euch und besiegt die USA-Aggressoren und alle ihre Lakaien!Wir sind verpflichtet, das Volk zu organisieren. Was die chinesischen Reaktion├Ąre betrifft, so sind wir. verpflichtet, das Volk zu organisieren, damit es sie niederschl├Ągt. F├╝r alles Reaktion├Ąre gilt, da├č es nicht f├Ąllt, wenn man es nicht niederschl├Ągt. Es ist die gleiche Regel wie beim Bodenkehren – wo der Besen nicht hinkommt, wird der Staub nicht von selbst verschwinden. „Die Lage nach dem Sieg im Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression und unser Kurs“ (13. August 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVDer Feind wird nicht von selbst untergehen. Weder die chinesischen Reaktion├Ąre noch die aggressiven Kr├Ąfte des USA-Imperialismus in China werden freiwillig von der B├╝hne der Geschichte abtreten. „Die Revolution zu Ende f├╝hren“ (30. Dezember 1948), Auserw├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs. Bd. IVEine Revolution ist kein Gastmahl, kein Aufsatzschreiben, kein Bildermalen oder Deckchensticken; sie kann nicht so fein, so gem├Ąchlich und zartf├╝hlend, so ma├čvoll, gesittet, h├Âflich, zur├╝ckhaltend und gro├čherzig durchgef├╝hrt werden. Die Revolution ist ein Aufstand, ein Gewaltakt, durch den eine Klasse eine andere Klasse st├╝rzt. „Untersuchungsbericht ├╝ber die Bauernbewegung in Hunan“` (M├Ąrz 1927), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. ITschiang Kai-schek versucht stets, dem Volk jedes Quentchen Macht, jedes Quentchen Vorteil zu entrei├čen. Und wir? Unser Kurs Lautet: jeden Schlag mit einem entsprechenden Gegenschlag beantworten, um jeden Zollbreit Boden k├Ąmpfen. Wir handeln nach der Methode Tschiang Kai-scheks. Tschiang Kai-schek versucht stets, dem Volk den Krieg aufzuzwingen. In der Linken h├Ąlt er ein Schwert, und in der Rechten hat er ebenfalls ein Schwert. Wir machen es ebenso, wir nehmen ebenfalls die Schwerter in die H├Ąnde . . . Da nun Tschiang Kai-schek bereits seine Schwerter wetzt, m├╝ssen auch wir unsere Schwerter wetzen. Die Lage nach dem Sieg im Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression und unser Kurs“ (13. August 1945). Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVWer sind unsere Feinde? Wer sind unsere Freunde? Das ist eine Frage, die f├╝r die Revolution erstrangige Bedeutung hat. Wenn alle bisherigen revolution├Ąren K├Ąmpfe in China nur sehr geringe Erfolge brachten, so lag die Grundursache darin, da├č man es nicht vermochte, sich mit den wahren Freunden zusammenzuschlie├čen, um die wahren Feinde zu bek├Ąmpfen. Eine revolution├Ąre Partei ist der F├╝hrer der Massen, und keine Revolution ist jemals erfolgreich gewesen, wenn die revolution├Ąre Partei die Massen auf einen falschen Weg gef├╝hrt hat. Um sicher zu sein, da├č wir die Revolution nicht auf einen falschen Weg f├╝hren, sondern unbedingt Erfolg haben werden, m├╝ssen wir daf├╝r sorgen, da├č wir uns mit unseren wahren Freunden zusammenschlie├čen, um unsere wahren Feinde zu bek├Ąmpfen. Um die wahren Freunde von den wahren Feinden zu unterscheiden, m├╝ssen wir die ├Âkonomische Lage der verschiedenen Klassen in der chinesischen Gesellschaft und deren jeweilige Einstellung zur Revolution in gro├čen Z├╝gen analysieren. „Analyse der Klassen in der chinesischen Gesellschaft“ (M├Ąrz 1926), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IAlle mit den Imperialisten im Bunde Stehenden – die Milit├Ąrmachthaber, die B├╝rokraten, die Kompradorenklasse und die Klasse der gro├čen Grundherren sowie der zu ihnen geh├Ârige reaktion├Ąre Teil der Intelligenz – sind unsere Feinde. Das Industrieproletariat ist die f├╝hrende Kraft unserer Revolution. Das ganze Halbproletariat und Kleinb├╝rgertum sind unsere engsten Freunde. Was die schwankende mittlere Bourgeoisie betrifft – deren rechter Fl├╝gel unser Feind und deren linker Fl├╝gel unser Freund sein kann -, so m├╝ssen wir stets auf der Hut vor ihr sein und d├╝rfen ihr nicht erlauben, an unserer Front Verwirrung zu stiften. EbendaWer auf der Seite des revolution├Ąren Volkes steht, der ist ein Revolution├Ąr; wer auf der Seite des Imperialismus, des Feudalismus und des b├╝rokratischen Kapitalismus steht, der ist ein Konterrevolution├Ąr. Wer nur mit einem Lippenbekenntnis auf der Seite des revolution├Ąren Volkes steht, jedoch nicht mit seinen Taten, der ist ein Revolution├Ąr in Worten; wer nicht nur in Worten, sondern auch mit Taten auf der Seite des revolution├Ąren Volkes steht, der ist ein vollwertiger Revolution├Ąr. Schlu├čansprache auf der 2. Tagung des 2. Nationalkomitees der Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes (z;. Juni 1950)Ich bin der Meinung, da├č es f├╝r uns sei es f├╝r den einzelnen, f├╝r eine Partei, eine Armee oder eine Schule – schlecht ist, wenn der Feind nicht gegen uns Front macht, denn in diesem Fall w├╝rde es doch bedeuten, da├č wir mit dem Feind unter einer Decke steckten. Wenn wir vom Feind bek├Ąmpft werden; dann ist das gut; denn es ist ein Beweis, da├č wir zwischen uns und dem Feind einen klaren Trennungsstrich gezogen haben. Wenn uns der Feind energisch entgegentritt, uns in den schw├Ąrzesten Farben malt und gar nichts bei uns gelten l├Ą├čt, dann ist das noch besser; denn es zeugt davon, da├č wir nicht nur zwischen uns und dem Feind eine klare Trennungslinie gezogen haben, sondern da├č unsere Arbeit auch gl├Ąnzende Erfolge gezeitigt hat. Wenn der Feind uns bek├Ąmpft, ist das gut und nicht schlecht (26. Mai 1939)Alles, was der Feind bek├Ąmpft, m├╝ssen wir unterst├╝tzen; alles, was der Feind unterst├╝tzt, m├╝ssen wir bek├Ąmpfen. „Gespr├Ąch mit drei Korrespondenten der Zentralen Nachrichtenagentur und der Zeitungen Saodang Bao und Hsinmin Bao“ (16. September 1939) Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIUnser Standpunkt ist der des Proletariats und der breiten Volksmassen. F├╝r die Mitglieder der Kommunistischen Partei bedeutet das, den Parteistandpunkt einzunehmen, dem Parteigeist treu zu bleiben und die Politik der Partei zu vertreten. „Reden bei der Aussprache in Yenan ├╝ber Literatur und Kunst“ (Mai 1942). Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIINachdem die Feinde, die mit Gewehren bewaffnet waren, vernichtet worden sind, wird es immer noch Feinde ohne Gewehre geben, die uns bestimmt bis aufs ├Ąu├čerste bek├Ąmpfen werden, und wir d├╝rfen diese Feinde keinesfalls leichtnehmen. Wenn wir jetzt diese Frage nicht so aufwerfen und begreifen, werden wir ├Ąu├čerst schwere Fehler begehen. „Bericht auf der 2. Plenartagung des VII. Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas“ (9. M├Ąrz 1949), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVDie Imperialisten und die einheimischen Reaktion├Ąre werden sich niemals mit ihrer Niederlage abfinden, sie werden noch bis zuletzt einen Verzweiflungskampf f├╝hren. Nachdem im ganzen Land Ruhe und Ordnung eingekehrt sind, werden sie immer noch mit allen Mitteln Sabotage treiben und Unruhe stiften, sie werden jeden Tag und jede Stunde Versuche unternehmen, ihre Macht in China wiederherzustellen. Das ist unausbleiblich, unterliegt keinem Zweifel, und wir d├╝rfen keineswegs in unserer Wachsamkeit nachlassen. Er├Âffnungsansprache auf der 2. Plenartagung der Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes (21. September 1949)In unserem Lande ist, was das Eigentumssystem betrifft, die sozialistische Umgestaltung im wesentlichen vollzogen und sind die f├╝r die Periode der Revolution charakteristischen umfassenden und st├╝rmischen Klassenk├Ąmpfe der Massen im wesentlichen beendet; ├ťberreste der gest├╝rzten Klassen der Grundherren und Kompradoren sind aber noch vorhanden, die Bourgeoisie besteht noch, und das Kleinb├╝rgertum ist gerade erst im Begriff, sich umzuerziehen. Der Klassenkampf ist noch nicht zu Ende. Der Klassenkampf zwischen dem Proletariat und der Bourgeoisie, der Klassenkampf zwischen den verschiedenen politischen Kr├Ąften und der Klassenkampf zwischen dem Proletariat und der Bourgeoisie auf ideologischem Gebiet wird noch lange andauern und verwickelt sein und zuweilen sogar sehr scharf werden. Das Proletariat trachtet, die Welt nach seiner eigenen Weltanschauung umzugestalten, und die Bourgeoisie tut das gleiche. In dieser Hinsicht ist die Frage „wer wen?“ im Kampf zwischen Sozialismus und Kapitalismus immer noch nicht endg├╝ltig entschieden. ├ťber die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke (27. Februar 1957)

Es wird noch eine ziemlich lange Zeit brauchen, ehe auf ideologischem Gebiet der Kampf zwischen Sozialismus und Kapitalismus in unserem Lande entschieden ist. Das kommt daher, weil der Einflu├č der Bourgeoisie und der aus der alten Gesellschaft stammenden Intelligenz in unserem Land noch lange fortbestehen, als Klassenideologie noch lange existieren wird. Wenn wir das nicht in vollem Ma├če oder gar ├╝berhaupt nicht erkennen, werden wir einen ├╝beraus schweren Fehler begehen und die Notwendigkeit des ideologischen Kampfes ├╝bersehen. EbendaB├╝rgerliche und kleinb├╝rgerliche Ideologien, antimarxistische Ideen werden noch lange Zeit in unserem Land fortbestehen. Wir haben bei uns das sozialistische System im wesentlichen errichtet. Was die Umgestaltung des Systems des Eigentums an den Produktionsmitteln betrifft, haben wir schon den fundamentalen Sieg davongetragen; aber an der politischen und ideologischen Front ist der volle Sieg noch nicht errungen. Auf dem ideologischen Gebiet ist die Frage „wer wen?“, d. h. ob das Proletariat die Bourgeoisie besiegt oder umgekehrt, noch nicht wirklich gel├Âst. Wir werden noch einen langwierigen Kampf gegen die b├╝rgerlichen und kleinb├╝rgerlichen Ideologien zu f├╝hren haben. Diese Sachlage nicht zu verstehen und auf den ideologischen Kampf zu verzichten, w├Ąre ein Fehler. Alle irrigen Gedanken, alles giftige Unkraut und alle finsteren M├Ąchte m├╝ssen kritisiert werden, und wir d├╝rfen unter keinen Umst├Ąnden zulassen, da├č sie sich beliebig ausbreiten. Aber diese Kritik mu├č voller Argumente sein, mu├č Analysen enthalten, mu├č ├╝berzeugen; sie darf nicht grob und b├╝rokratisch oder metaphysisch und dogmatisch sein. Rede auf der Landeskonferenz der Kommunistischen Partei Chinas ├╝ber Propagandaarbeit (12. M├Ąrz 1957)Dogmatismus und Revisionismus sind beide antimarxistisch. Der Marxismus mu├č sich unbedingt vorw├Ąrtsentwickeln, er mu├č sich mit dem Fortschreiten der Praxis weiterentwickeln, er darf nicht stillstehen. Wenn seine Entwicklung aufh├Ârt, wenn er

zur alten Garnitur wird, dann hat er keine Lebenskraft mehr. Aber man darf nicht den Grundprinzipien des Marxismus zuwiderhandeln, anderenfalls begeht man Fehler. Von einem metaphysischen Gesichtspunkt aus an den Marxismus herangehen und ihn als etwas Erstarrtes betrachten – das hei├čt Dogmatismus. Die Grundprinzipien und die allgemeing├╝ltigen Wahrheiten des Marxismus verleugnen das hei├čt Revisionismus. Der Revisionismus ist eine Art der b├╝rgerlichen Ideologie. Die Revisionisten verwischen den Unterschied zwischen dem Sozialismus und dem Kapitalismus, den Unterschied zwischen der proletarischen und der b├╝rgerlichen Diktatur. Das, wof├╝r sie eintreten, ist in Wirklichkeit nicht die sozialistische Linie, sondern die kapitalistische. Unter den gegenw├Ąrtigen Verh├Ąltnissen ist der Revisionismus noch sch├Ądlicher als der Dogmatismus. Eine unserer vordringlichen Aufgaben an der ideologischen Front ist die Entfaltung der Kritik am Revisionismus. EbendaDer Revisionismus oder Rechtsopportunismus ist eine b├╝rgerliche ideologische Str├Âmung, er ist von noch gr├Â├čerer Gef├Ąhrlichkeit als der Dogmatismus. Die Revisionisten oder Rechtsopportunisten geben ein Lippenbekenntnis zum Marxismus ab und greifen dabei auch den „Dogmatismus“ an. Aber das, was sie angreifen, ist gerade das Fundamentalste am Marxismus. Sie bek├Ąmpfen oder entstellen den Materialismus und die Dialektik, sie sind gegen die demokratische Diktatur des Volkes und die f├╝hrende Rolle der Kommunistischen Partei oder suchen sie zu schw├Ąchen. Sie bek├Ąmpfen die sozialistische Umgestaltung und den Aufbau des Sozialismus oder versuchen beides zu schw├Ąchen. Selbst nachdem die sozialistische Revolution in unserem Land im wesentlichen gesiegt hat, gibt es noch Leute, die von der Wiederherstellung des kapitalistischen Systems tr├Ąumen. Sie bek├Ąmpfen die Arbeiterklasse an allen Fronten, einschlie├člich der ideologischen

Front. Und in diesem Kampf sind die Revisionisten ihre besten Helfer. ├ťber die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke (27. Februar 1957)III. SOZIALISMUS UND KOMMUNISMUS

Kommunismus bedeutet das gesamte System der Ideologie des Proletariats und zugleich auch ein neues Gesellschaftssystem. Diese Ideologie und diese Gesellschaftsordnung unterscheiden sich von jeder anderen Ideologie und Gesellschaftsordnung, sie sind das vollkommenste, fortschrittlichste, revolution├Ąrste und vern├╝nftigste ideologische beziehungsweise soziale System in der ganzen Menschheitsgeschichte. Die Ideologie und die Gesellschaftsordnung des Feudalismus sind bereits ins historische Museum gewandert. Die Ideologie und die Gesellschaftsordnung des Kapitalismus befinden sich in einem Teil der Welt – in der Sowjetunion – auch schon im Museum, und wo das noch nicht der Fall ist, gleichen sie „einem Sterbenden, der niedersinkt, – wie die untergehende Sonne hinter den Westbergen“, und sie kommen auch bald ins Museum. Allein die kommunistische Ideologie und Gesellschaftsordnung sind voller Jugendfrische und Lebenskraft, sie gleichen einer allm├Ąchtigen Naturgewalt, die mit unwiderstehlicher Kraft ├╝ber das ganze Erdenrund hinwegfegt. „├ťber die Neue Demokratie“ (Januar 1940), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIDas sozialistische System wird letzten Endes an die Stelle des kapitalistischen Systems treten; das ist ein vom Willen der Menschen unabh├Ąngiges objektives Gesetz. Welche Versuche auch immer die Reaktion├Ąre unternehmen m├Âgen, das Rad der Geschichte aufzuhalten, es wird dennoch fr├╝her oder sp├Ąter die Revolution ausbrechen, die dann unvermeidlich den Sieg davontragen wird. „Rede in der Festsitzung des Obersten Sowjets der UdSSR anl├Ą├člich des 40. Jahrestags der Gro├čen Sozialistischen Oktoberrevolution“ (6. November 1957)Wir Kommunisten machen aus unseren politischen Ansichten niemals ein Hehl. Es steht doch fest und kann nicht im geringsten bezweifelt werden, da├č es unser Programm f├╝r die Zukunft oder Maximalprogramm ist, China zum Sozialismus und Kommunismus zu f├╝hren. Der Name unserer Partei und unsere marxistische Weltanschauung weisen klar auf dieses unendlich strahlende und sch├Âne, dieses h├Âchste Zukunftsideal hin. „├ťber die Koalitionsregierung“ (24. April 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIDie von der Kommunistischen Partei Chinas gef├╝hrte revolution├Ąre Bewegung als Ganzes ist eine revolution├Ąre Bewegung, die sowohl die Etappe der demokratischen Revolution als auch die der sozialistischen Revolution umfa├čt; es handelt sich um zwei ihrem Charakter nach verschiedene revolution├Ąre Prozesse, wobei der Proze├č der sozialistischen Revolution sich erst dann vollziehen kann, nachdem der Proze├č der demokratischen Revolution abgeschlossen ist. Die demokratische Revolution ist die notwendige Vorbereitung der sozialistischen Revolution, w├Ąhrend die sozialistische Revolution die unvermeidliche Tendenz der demokratischen Revolution bildet. Das Endziel jedoch, das alle Kommunisten anstreben, ist die Verwirklichung der sozialistischen und kommunistischen Gesellschaft. „Die chinesische Revolution und die Kommunistische Partei Chinas“ (Dezember 1939), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIDas Ziel der sozialistischen Revolution ist die Befreiung der Produktivkr├Ąfte. Die Verwandlung des individuellen Eigentums in der Landwirtschaft und im Handwerk in sozialistisches Kollektiveigentum und die Verwandlung des kapitalistischen Eigentums in den privaten Industrie- und Handelsbetrieben in sozialistisches Eigentum wird unweigerlich zu einer enormen Freisetzung von Produktivkr├Ąften f├╝hren. So werden die gesellschaftlichen Voraussetzungen f├╝r eine gigantische Entwicklung der Industrie- und Agrarproduktion geschaffen. Rede auf der Obersten Staatskonferenz (25. Januar 1956)Wir vollziehen heute nicht nur eine Revolution in der Gesellschaftsordnung, n├Ąmlich den ├ťbergang vom Privateigentum zum Gemeineigentum, sondern auch eine Revolution in der Technik, n├Ąmlich den ├ťbergang von der handwerklichen Produktion zur modernen maschinellen Gro├čproduktion. Diese beiden Revolutionen sind miteinander verbunden. Auf dem Gebiet der Landwirtschaft mu├č unter den in unserem Land herrschenden Bedingungen (in den kapitalistischen L├Ąndern entwickelt sich die Landwirtschaft auf kapitalistische Weise) zuerst der genossenschaftliche Zusammenschlu├č erfolgen, erst dann k├Ânnen gro├če Maschinen angewendet werden. Daraus folgt, da├č Industrie und Landwirtschaft, die sozialistische Industrialisierung und die sozialistische Umgestaltung der Landwirtschaft unter keinen Umst├Ąnden getrennt, voneinander isoliert betrachtet werden d├╝rfen; keineswegs darf man nur die eine Seite betonen und die andere vernachl├Ąssigen. Zur Frage des genossenschaftlichen Zusammenschlusses in der Landwirtschaft (31. Juli 1955)Die neue Gesellschaftsordnung ist eben erst geschaffen worden, und es bedarf noch einer gewissen Zeit, um sie zu konsolidieren. Man darf nicht glauben, da├č eine neue Gesellschaftsordnung, sobald sie nur errichtet ist, auch schon vollends gefestigt sei, denn das ist unm├Âglich. Die neue Gesellschaftsordnung mu├č schrittweise konsolidiert werden. Ihre endg├╝ltige Festigung erfordert, da├č man au├čer der Verwirklichung der sozialistischen Industrialisierung des Landes und der beharrlichen Weiterf├╝hrung der sozialistischen Revolution an der wirtschaftlichen Front auch an der politischen und ideologischen Front best├Ąndig und unerm├╝dlich den Kampf f├╝r die sozialistische Revolution ausficht und die sozialistische Erziehung durchf├╝hrt. Dazu ist ferner das Zusammenwirken verschiedener internationaler Bedingungen notwendig. Rede auf der Landeskonferenz der Kommunistischen Partei Chinas ├╝ber Propagandaarbeit (12. M├Ąrz 1957)Der Kampf f├╝r die Festigung des sozialistischen Systems, der Kampf zwischen Sozialismus und Kapitalismus um die Entscheidung, wer wen endg├╝ltig besiegt, wird sich bei uns noch ├╝ber eine sehr lange Geschichtsperiode erstrecken. Aber wir alle m├╝ssen einsehen, da├č dieses neue sozialistische System zweifelsohne gefestigt wer

den wird. Wir k├Ânnen bestimmt ein sozialistisches Land mit moderner Industrie, moderner Landwirtschaft und moderner Wissenschaft und Kultur aufbauen. EbendaDie Zahl jener Intellektuellen, die unserem Staat gegen├╝ber feindlich gesinnt sind, ist verschwindend klein. Diese Leute m├Âgen unseren Staat der Diktatur des Proletariats nicht und h├Ąngen an der alten Gesellschaft. Immer, wenn sich eine Gelegenheit bietet, wollen sie Unruhe stiften, versuchen sie; die Kommunistische Partei zu st├╝rzen und das alte China wiederherzustellen. Das sind Menschen, die, vor die Wahl gestellt, ob sie die proletarische oder die b├╝rgerliche, die sozialistische oder die kapitalistische Linie verfolgen wollen, sich eigensinnig f├╝r die zweite Linie entscheiden. Da diese sich praktisch nicht verwirklichen l├Ą├čt, sind sie in der Tat bereit, sich dem Imperialismus, dem Feudalismus und dem b├╝rokratischen Kapital zu ergeben. Solche Leute gibt es in den Bereichen der Politik, der Industrie und des Handels, auf dem kulturellen und Bildungssektor, unter Wissenschaftlern und Technikern sowie in religi├Âsen Kreisen; sie sind ultrareaktion├Ąr gesinnt. EbendaEin ernstes Problem ist die Erziehung der Bauern. Die b├Ąuerliche Wirtschaft ist zersplittert. Nach den Erfahrungen der Sowjetunion wird die Vergesellschaftung der Landwirtschaft eine lange Zeit brauchen und eine umsichtige Arbeit erfordern. Ohne die Vergesellschaftung der Landwirtschaft kann es keinen vollst├Ąndigen, gefestigten Sozialismus geben. „├ťber die demokratische Diktatur des Volkes“ (30. Juni 1949), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVWir m├╝ssen davon ├╝berzeugt sein, da├č: 1. die breiten Massen der Bauern gewillt sind, unter der F├╝hrung der Partei Schritt f├╝r Schritt den sozialistischen Weg zu gehen; 2. die Partei f├Ąhig ist, die Bauern diesen Weg zu f├╝hren. Diese beiden Punkte sind das Wesen der Sache, sie bezeichnen die Hauptstr├Âmung. Zur Frage des genossenschaftlichen Zusammenschlusses in der Landwirtschaft (31. Juli 1955)Der Leitungsapparat der Genossenschaften mu├č so aufgebaut sein, da├č die heutigen armen Bauern und die Unterschicht der neuen Mittelbauern in ihm die Oberhand haben, w├Ąhrend die Unterschicht der alten Mittelbauern sowie die Oberschicht der alten und der neuen Mittelbauern als Hilfskr├Ąfte fungieren; nur so kann man, gem├Ą├č der Politik der Partei, die Einheit der armen und der mittleren Bauern herbeif├╝hren, die Genossenschaften festigen, die Produktion erh├Âhen, die sozialistische Umgestaltung aller D├Ârfer des Landes richtig vollenden. Fehlt aber diese Voraussetzung, dann k├Ânnen sich die Mittelbauern und die armen Bauern nicht miteinander vereinigen, k├Ânnen die Genossenschaften nicht gefestigt werden, kann die Produktion nicht wachsen und l├Ą├čt sich die sozialistische Umgestaltung aller D├Ârfer des Landes nicht verwirklichen. Vorbemerkung zum Artikel „Wie in der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft Wutang (Gemeinde Gaoschan, Kreis Tschangscha) die Kontrolle aus den H├Ąnden der Mittelbauern in die der armen Bauern ├╝berging“ (1955), in: Der sozialistische Aufschwung im chinesischen Dorf, Bd. IIWir m├╝ssen uns mit den Mittelbauern zusammenschlie├čen; es w├Ąre falsch, das nicht zu tun. Auf wen st├╝tzen sich aber die Arbeiterklasse und die Kommunistische Partei im Dorf, wenn sie sich mit den Mittelbauern zusammenschlie├čen und die sozialistische Umgestaltung aller l├Ąndlichen Gebiete verwirklichen wollen? Ganz gewi├č auf niemand anderen als die armen Bauern. So war es, als wir gegen die Grundherren k├Ąmpften und die Bodenreform durchf├╝hrten, und genau so ist es auch jetzt, da wir gegen die Gro├čbauern und andere kapitalistische Elemente k├Ąmpfen und die sozialistische Umgestaltung der Landwirtschaft vollziehen. In diesen beiden revolution├Ąren Perioden verhielten bzw. verhalten sich die Mittelbauern in der Anfangsetappe schwankend. Erst wenn sie die allgemeine Entwicklungstendenz und den nahen Sieg der Revolution erkennen, werden sie auf die Seite der Revolution treten. Die armen Bauern m├╝ssen auf die Mittelbauern einwirken, sich mit ihnen zusammenschlie├čen und sie auf ihre Seite ziehen, damit sich die Revolution von Tag zu Tag ausdehnt, bis sie endg├╝ltig siegt. Vorbemerkung zum Artikel „Die Lehren der ,Mittelbauerngenossenschaft` und der ,Genossenschaft der armen Bauern` im Kreis Fu-an“ (1955), in: Der sozialistische Aufschwung im Chinesischen Dorf, Bd. IIUnter den wohlhabenden Bauern besteht eine ernste Tendenz zum Kapitalismus. Wenn wir w├Ąhrend der Genossenschaftsbewegung und auch noch w├Ąhrend einer sehr langen Periode nachher auch nur ein klein wenig in der politischen Arbeit unter den Bauern nachlassen, kann sich diese Tendenz zum Kapitalismus zu einer Sturmflut auswachsen. Vorbemerkung zum Artikel „Man mu├č gegen die Tendenz zum Kapitalismus einen entschlossenen Kampf f├╝hren“ (1955), in: Der sozialistische Aufschwung im chinesischen Dorf, Bd. IDie Bewegung f├╝r den genossenschaftlichen Zusammenschlu├č in der Landwirtschaft bedeutete von Anfang an einen ernsten ideologischen und politischen Kampf. Keine einzige Genossenschaft kann ins Leben gerufen werden, ohne da├č ein solcher Kampf gef├╝hrt w├╝rde. Wenn ein nagelneues Gesellschaftssystem auf der Basis eines alten Systems errichtet werden soll, dann mu├č diese Basis vorerst saubergefegt werden. ├ťberreste der die alte Ordnung widerspiegelnden alten Ideologie bleiben unweigerlich noch eine lange Zeit hindurch in den K├Âpfen der Menschen haften, r├Ąumen nicht so leicht das Feld. Die Genossenschaften m├╝ssen nach ihrer Errichtung noch sehr viele K├Ąmpfe durchstehen, ehe sie sich festigen k├Ânnen. Und wenn sie bereits gefestigt sind k├Ânnen sie wieder zusammenbrechen, sobald man nur ein wenig in den Kraftanstrengungen nachl├Ą├čt. Vorbemerkung zum Artikel „Eine ernste Lehre“ (1955), in: Der sozialistische Aufschwung im chinesischen Dorf, Bd. IIn den letzten Jahren sind die spontanen Kr├Ąfte des Kapitalismus auf dem Land st├Ąndig gewachsen, ├╝berall sind neue Gro├čbauern auf den Plan getreten und viele wohlhabende Mittelbauern streben danach, ‚ Gro├čbauern zu werden. Viele arme Bauern leiden hingegen aus Mangel an Produktionsmitteln nach wie vor Not, manche sind in Schulden verstrickt, andere verkaufen ihren Boden oder verpachten ihn. Wenn man die Dinge so weiter treiben l├Ą├čt, werden die Polarisierungserscheinungen im Dorf unvermeidlich von Tag zu Tag ernster werden. Jene Bauern, die ihren Boden verloren haben, und jene, die immer noch Not leiden, werden sich beklagen, da├č wir sie nicht vor dem Ruin retten beziehungsweise ihnen nicht bei der ├ťberwindung der Schwierigkeiten helfen. Jene wohlhabenden Mittelbauern, die dem Kapitalismus zusteuern, werden ebenfalls mit uns unzufrieden sein; denn wenn wir nicht beabsichtigen, den kapitalistischen Weg zu gehen, werden wir ihren Forderungen nie nachkommen k├Ânnen. Kann sich unter diesen Umst├Ąnden das B├╝ndnis der Arbeiter und Bauern weiter festigen? Offensichtlich nicht. Das Problem kann nur auf einer neuen Grundlage gel├Âst werden. Das bedeutet, da├č zugleich mit der allm├Ąhlichen Verwirklichung der sozialistischen Industrialisierung, der sozialistischen Umgestaltung des Handwerks, der kapitalistischen Industrie und des kapitalistischen Handels auch allm├Ąhlich die sozialistische Umgestaltung der gesamten Landwirtschaft durchgef├╝hrt wird; mit anderen Worten, man mu├č den genossenschaftlichen Zusammenschlu├č herbeif├╝hren, auf dem Lande das System der Gro├čbauernwirtschaft und das System der Einzelwirtschaft beseitigen, so, da├č die ganze Landbev├Âlkerung gemeinsam zu Wohlstand gelangt. Wir sind der Meinung, da├č das B├╝ndnis der Arbeiter und Bauern nur auf diese Weise gefestigt werden kann. Zur Frage des genossenschaftlichen Zusammenschlusses in der Landwirtschaft (31. Juli 1955)Unter der einheitlichen und umsichtigen Planung . . . ist die Planung f├╝r die 600 Millionen Menschen unseres Landes zu verstehen. Wenn wir Pl├Ąne ausarbeiten, Angelegenheiten regeln und ├╝ber Probleme nachdenken, m├╝ssen wir stets von der Tatsache ausgehen, da├č China eine Bev├Âlkerung von 60o Millionen hat; wir d├╝rfen das niemals vergessen. ├ťber die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke (27. Februar 1957)Neben der F├╝hrung durch die Partei ist die Bev├Âlkerung von 60o Millionen ein entscheidender Faktor. Je zahlreicher die Menschen, desto mehr Ideen, desto h├Âher die Flammen der Leidenschaft, desto gr├Â├čer die Schaffenskraft. Noch nie hat man einen solchen geistigen Aufschwung der Volksmassen erlebt wie jetzt, einen solchen k├Ąmpferischen Enthusiasmus, einen solchen st├╝rmischen Elan. Eine Genossenschaft wird vorgestellt (15. April 1938)Au├čer anderen Besonderheiten hat die sechshundertmillionenk├Âpfige Bev├Âlkerung Chinas eine augenf├Ąllige Besonderheit: sie ist einmal arm, zum andern wei├č wie ein unbeschriebenes Blatt. Das scheint eine schlechte Sache zu sein, ist aber in Wahrheit eine gute Sache. Armut dr├Ąngt zur ├änderung, zur Tat, zur Revolution. Ein wei├čes Blatt Papier ist durch nichts beschwert, auf ihm lassen sich die neuesten und sch├Ânsten Schriftzeichen schreiben, die neuesten und sch├Ânsten Bilder malen. EbendaNachdem die chinesische Revolution im ganzen Land gesiegt hat und das Bodenproblem gel├Âst ist, wird es in China noch immer zwei grundlegende Widerspr├╝che geben. Der erste ist ein innerer Widerspruch, der Widerspruch zwischen der Arbeiterklasse und der Bourgeoisie. Der zweite ist ein ├Ąu├čerer Widerspruch, der Widerspruch zwischen China und den imperialistischen Staaten. Daher darf nach dem Sieg der volksdemokratischen Revolution die von der Arbeiterklasse gef├╝hrte Staatsmacht der Volksrepublik nicht geschw├Ącht, sondern sie mu├č gest├Ąrkt werden. „Bericht auf der 2. Plenartagung des VII. Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas“ (5. M├Ąrz 1949), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. I V„Wollt ihr denn nicht die Staatsmacht beseitigen?“ Jawohl, das wollen wir, aber noch nicht jetzt. Wir k├Ânnen das heute noch nicht. Weshalb? Weil der Imperialismus noch besteht, weil es im Lande noch Reaktion├Ąre, noch Klassen gibt. Unsere Aufgabe besteht gegenw├Ąrtig darin, den Staatsapparat des Volkes – das sind haupts├Ąchlich die Volksarmee, die Volkspolizei und die Volksgerichte – zu st├Ąrken, um die Landesverteidigung zu festigen und die Interessen des Volkes zu sch├╝tzen. „├ťber die demokratische Diktatur des Volkes“ (30. Juni 1949), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVUnser Staat ist ein Staat der demokratischen Diktatur des Volkes, der von der Arbeiterklasse gef├╝hrt wird und auf dem B├╝ndnis der Arbeiter und Bauern beruht. Welche Funktionen ├╝bt diese Diktatur aus? Ihre erste Funktion besteht darin, die reaktion├Ąren Klassen, die Reaktion├Ąre und jene Ausbeuter im Lande, die sich der sozialistischen Revolution widersetzen, und diejenigen, die den Aufbau des Sozialismus sabotieren, niederzuhalten, also die Widerspr├╝che zwischen uns und dem Feind innerhalb des Landes zu l├Âsen. Beispielsweise gewisse Konterrevolution├Ąre festzunehmen und abzuurteilen, den Feudalherren und den Angeh├Ârigen der b├╝rokratischen Bourgeoisie f├╝r eine bestimmte Zeit das Wahlrecht und die Redefreiheit zu entziehen das alles f├Ąllt in den Rahmen der Diktatur. Um die ├Âffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten und die Interessen der breiten Volksmassen zu sch├╝tzen, mu├č sich die Diktatur auch gegen Diebe, Gauner, M├Ârder, Brandstifter, Rowdybanden und andere ├╝ble Elemente richten, die die ├Âffentliche Ordnung ernsthaft st├Âren. Die zweite Funktion der Diktatur besteht darin, den Staat vor einer W├╝hlt├Ątigkeit und einer eventuellen Aggression der ├Ąu├čeren Feinde zu sch├╝tzen. Entsteht eine derartige Lage, ist es Aufgabe der Diktatur, nach au├čen die Widerspr├╝che zwischen uns und dem Feind zu l├Âsen. Ziel dieser Diktatur ist es, unser ganzes Volk bei seiner friedlichen Arbeit zu sch├╝tzen, damit es China zu einem sozialistischen Land mit moderner Industrie, moderner Landwirtschaft, moderner Wissenschaft und Kultur aufbaut. ├ťber die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke (27. Februar 1957Die demokratische Diktatur des Volkes braucht die F├╝hrung durch die Arbeiterklasse; denn die Arbeiterklasse ist am weitsichtigsten und selbstlosesten, sie ist am konsequentesten revolution├Ąr. Die ganze Geschichte der Revolution zeugt davon, da├č die Revolution zum Scheitern verurteilt ist, wenn sie nicht von der Arbeiterklasse gef├╝hrt wird, da├č sie aber unter F├╝hrung der Arbeiterklasse siegreich ist. „├ťber die demokratische Diktatur des Volkes“ (30. Juni 1949), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVDie Basis der demokratischen Diktatur des Volkes ist das B├╝ndnis der Arbeiterklasse, der Bauernschaft und des st├Ądtischen Kleinb├╝rgertums, in erster Linie aber das B├╝ndnis zwischen der Arbeiterklasse und der Bauernschaft, denn diese beiden bilden 8o bis 9o Prozent der Bev├Âlkerung Chinas. Der Imperialismus und die reaktion├Ąre Kuomintang-Clique wurden haupts├Ąchlich durch die Kraft der Arbeiterklasse und der Bauernschaft gest├╝rzt. Der ├ťbergang von der Neuen Demokratie zum Sozialismus h├Ąngt vor allem vom B├╝ndnis dieser beiden Klassen ab. EbendaDer Klassenkampf, der Produktionskampf und wissenschaftliches Experimentieren – das sind die drei gro├čen revolution├Ąren Bewegungen f├╝r den Aufbau eines m├Ąchtigen sozialistischen Landes; sie sind eine sichere Garantie, da├č die Kommunisten imstande sind, frei von B├╝rokratismus zu bleiben, den Revisionismus und den Dogmatismus zu vermeiden und f├╝r immer unbesiegbar zu sein; sie geben die zuverl├Ąssige Gew├Ąhr, da├č das Proletariat im B├╝ndnis mit den breiten Massen der Werkt├Ątigen die demokratische Diktatur aus├╝ben kann. Andernfalls, wenn man Grundherren, Gro├čbauern, Konterrevolution├Ąre, ├╝ble Elemente und anderes Gez├╝cht ├╝berall hervorkriechen l├Ą├čt, wenn unsere Kader durch die Finger schauen, viele von ihnen sogar keine Trennungslinie zwischen uns und dem Feind ziehen, sich mit dem Feind zusammentun, von ihm korrumpiert, zersetzt und demoralisiert werden, und wenn dann unsere Funktion├Ąre ins feindliche Lager hineingezogen sind und sich die Feinde in unsere Reihen eingeschlichen haben, ja sogar viele Arbeiter, Bauern und Intellektuelle der bald weichen, bald harten Taktik des Feindes erliegen, dann wird unvermeidlich in nicht langer Zeit – in einigen Jahren oder in einem Dutzend Jahren, h├Âchstens in einigen Jahrzehnten – die konterrevolution├Ąre Restauration das ganze Land erfassen, die marxistisch-leninistische Partei wird sich in eine revisionistische, in eine

faschistische Partei verwandeln, und ganz China wird die Farbe wechseln. Bemerkung zu den „Sieben ausgezeichneten Materialien der Provinz Tschekiang ├╝ber die Teilnahme der Funktion├Ąre an der physischen Arbeit“ (9. Mai 1963), zitiert in der Brosch├╝re ├ťber den Pseudokommunismus Cruschtschows und die historischen Lehren f├╝r die Welt.Die demokratische Diktatur des Volkes verf├╝gt ├╝ber zwei Methoden. Den Feinden gegen├╝ber bedient sie sich der Methode der Diktatur, das hei├čt, f├╝r eine notwendige Zeitspanne gestattet sie ihnen nicht, sich politisch zu bet├Ątigen, zwingt sie, die Gesetze der Volksregierung zu befolgen, k├Ârperliche Arbeit zu leisten, und erzieht sie durch Arbeit zu neuen Menschen. Den Volksmassen gegen├╝ber wendet sie umgekehrt nicht die Methode des Zwangs an, sondern die der Demokratie, das hei├čt, sie mu├č ihnen die politische Bet├Ątigung gestatten, zwingt sie nicht, das oder jenes zu tun, sondern f├╝hrt mit demokratischen Mitteln eine Erziehungs- und ├ťberzeugungsarbeit unter ihnen durch. Schlu├čansprache auf der 2. Tagung des 1. Nationalkomitees der Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes (23. Juni 1950)Um eine rasche Entwicklung des Sozialismus in China auf einer noch festeren Grundlage zu gew├Ąhrleisten, entfaltet jetzt das chinesische Volk unter F├╝hrung der Kommunistischen Partei eine schwungvolle Ausrichtungsbewegung. Es ist dies eine Bewegung zur Durchf├╝hrung einer das ganze Volk umfassenden, sowohl gelenkten als auch zugleich freien gro├čen Debatte in Stadt und Land ├╝ber die Frage des sozialistischen und des kapitalistischen Weges, ├╝ber das grundlegende System und die wichtigen politischen Richtlinien des Staates, ├╝ber den Arbeitsstil der Partei und Staatsfunktion├Ąre, ├╝ber die Wohlfahrt des Volkes und ├╝ber andere Fragen, wobei Tatsachen und Argumente vorgebracht werden, damit jene aktuellen Widerspr├╝che im Volke, deren unmittelbare L├Âsung erforderlich ist, richtig gel├Âst werden. Es ist dies eine sozialistische Bewegung, bei der sich das Volk selbst erzieht, selbst umformt. „Rede in der Festsitzung des Obersten Sowjets der UdSSR anl├Ą├člich des 40. Jahrestags der Gro├čen Sozialistischen Oktoberrevolution“ (6. November 1957)Um die gewaltige Aufbauarbeit zu leisten, m├╝ssen wir ├Ąu├čerst schwierige Aufgaben bew├Ąltigen. Wir haben zwar ├╝ber zehn Millionen Parteimitglieder, diese sind aber im Vergleich zu der Gesamtzahl der Bev├Âlkerung nach wie vor nur eine sehr kleine Minderheit. In unseren Staatsorganen, ├Âffentlichen Organisationen und Betrieben mu├č eine gro├če Menge Arbeit von Menschen durchgef├╝hrt werden, die nicht der Partei angeh├Âren. Wenn wir es nicht verstehen, uns auf die Volksmassen zu st├╝tzen und mit Menschen zusammenzuarbeiten, die au├čerhalb der Partei stehen, dann sind wir nicht in der Lage, unsere Arbeit gut durchzuf├╝hren. Neben der weiteren St├Ąrkung der Einheit der ganzen Partei m├╝ssen wir gleichzeitig weiterhin die Einheit aller Nationalit├Ąten, aller demokratischen Klassen, aller demokratischen Parteien und aller Massenorganisationen st├Ąrken, weiterhin unsere demokratische Einheitsfront des Volkes festigen und erweitern. Wir m├╝ssen jede ├╝ble Erscheinung an irgendeinem Kettenglied unserer Arbeit, die der Einheit von Partei und Volk schadet, gewissenhaft beseitigen. „Er├Âffnungsansprache auf dem VIII. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas“ (15. September 1956)IV. DIE RICHTIGE BEHANDLUNG DER WIDERSPR├ťCHE IM VOLKE

Wir sehen uns zwei Arten von gesellschaftlichen Widerspr├╝chen gegen├╝ber Widerspr├╝chen zwischen uns und dem Feind sowie Widerspr├╝chen im Volke. Diese beiden Arten von Widerspr├╝chen sind ihrem Wesen nach grundverschieden. ├ťber die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke (27. Februar 1957)Um die beiden verschiedenen Arten von Widerspr├╝chen – gegen├╝ber Widerspr├╝chen zwischen uns und dem Feind sowie Widerspr├╝chen im Volke – richtig zu verstehen, mu├č man sich vor allen Dingen dar├╝ber klarwerden, was unter „Volk“ und was unter „Feind“ zu verstehen ist . . . In der gegenw├Ąrtigen Etappe, in der Periode des Aufbaus des Sozialismus, geh├Âren zum Volk alle Klassen, Schichten, gesellschaftlichen Gruppen, die den Aufbau des Sozialismus billigen, unterst├╝tzen und daf├╝r arbeiten; dagegen sind alle gesellschaftlichen Kr├Ąfte und Gruppen, die sich der sozialistischen Revolution widersetzen, die dem Aufbau des Sozialismus feindlich gesinnt sind und ihn zu untergraben versuchen, Feinde des Volkes. EbendaZu den Widerspr├╝chen im Volke geh├Âren unter den gegenw├Ąrtig in China bestehenden Verh├Ąltnissen: Widerspr├╝che innerhalb der Arbeiterklasse, Widerspr├╝che innerhalb der Bauernschaft, Widerspr├╝che innerhalb der Intelligenz, Widerspr├╝che zwischen der Arbeiterklasse und der Bauernschaft, Widerspr├╝che zwischen Arbeitern und Bauern einerseits und der Intelligenz anderseits, Widerspr├╝che zwischen der Arbeiterklasse und anderen Werkt├Ątigen einerseits und der nationalen Bourgeoisie anderseits, Widerspr├╝che innerhalb der nationalen Bourgeoisie usw. Unsere Volksregierung ist eine Regierung, die wirklich die Interessen des Volkes vertritt und dem Volke dient, doch bestehen auch gewisse Widerspr├╝che zwischen der Regierung und den Volksmassen. Zu diesen Widerspr├╝chen geh├Âren wechselseitige Widerspr├╝che zwischen den Interessen des Staates, der Kollektive und der Einzelpersonen, Widerspr├╝che zwischen Demokratie und Zentralismus, zwischen F├╝hrenden und Gef├╝hrten sowie Widerspr├╝che zwischen gewissen Funktion├Ąren des Staates mit b├╝rokratischem Arbeitsstil und den Massen. All das sind auch Widerspr├╝che im Volke. Im allgemeinen sind die Widerspr├╝che im Volke solche, die auf ‚ dem Boden der grundlegenden Einheit der Interessen des Volkes entstehen. EbendaDie Widerspr├╝che zwischen uns und den: Feind sind antagonistische Widerspr├╝che. Was die Widerspr├╝che im Volk betrifft, sind die unter den Werkt├Ątigen nicht antagonistisch, w├Ąhrend die Widerspr├╝che zwischen den Klassen der Ausgebeuteten und der Ausbeuter neben ihrem antagonistischen auch einen nichtantagonistischen Aspekt haben. EbendaWie soll man im politischen Leben unseres Volkes entscheiden, was an unseren Worten und Taten richtig oder falsch ist? Entsprechend den Grunds├Ątzen unserer Verfassung, dem Willen der ├╝berw├Ąltigenden Mehrheit unseres Volkes und den gemeinsamen politischen Stellungnahmen, die von den verschiedenen Parteien und Gruppen unseres Landes bei zahlreichen Gelegenheiten verk├╝ndet wurden, k├Ânnen daf├╝r unserer Meinung nach ungef├Ąhr folgende Kriterien angegeben werden: Diese Worte und Taten sind richtig, wenn sie 1. dazu beitragen, das aus verschiedenen Nationalit├Ąten bestehende Volk zu einigen, und es nicht spalten;

2. die sozialistische Umgestaltung und den Aufbau des Sozialismus f├Ârdern und nicht sch├Ądigen;

3. dazu beitragen, die demokratische Diktatur des Volkes zu festigen, und sie nicht unterminieren oder schw├Ąchen;

4. dazu beitragen, den demokratischen Zentralismus zu st├Ąrken, und ihn nicht unterminieren oder schw├Ąchen;

5. dazu beitragen, die F├╝hrung durch 1 die Kommunistische Partei zu st├Ąrken, und sie nicht absch├╝tteln oder schw├Ąchen;

6. die internationale sozialistische Einheit und die internationale Solidarit├Ąt aller friedliebenden V├Âlker f├Ârdern und nicht sch├Ądigen.

Die wichtigsten dieser sechs Kriterien sind der sozialistische Weg und die F├╝hrung durch die Partei. EbendaWiderspr├╝che zwischen Gesellschaft und Natur werden mit der Methode der Entwicklung der Produktivkr├Ąfte gel├Âst . . . Die L├Âsung verschiedener Widerspr├╝che mit Hilfe verschiedener Methoden – das ist ein Prinzip, das die Marxisten-Leninisten streng einhalten m├╝ssen. „├ťber den Widerspruch“ (August 1937), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IDa die Widerspr├╝che zwischen uns und dem Feind sowie die Widerspr├╝che im Volk ihrem Wesen nach verschieden sind, m├╝ssen sie auch mit verschiedenen Methoden gel├Âst werden. Kurz gesagt, bei ersteren kommt es darauf an, einen klaren Trennungsstrich zwischen uns und dem Feind zu ziehen, w├Ąhrend es bei letzteren darum geht, zwischen richtig und falsch zu unterscheiden. Gewi├č, auch die Frage der Beziehungen zwischen uns und dem Feind ist eine Frage der Unterscheidung zwischen richtig und falsch. Zum Beispiel ist die Frage, wer recht hat, wir oder die in- und 6z

ausl├Ąndischen Reaktion├Ąre, das hei├čt die Imperialisten, die Feudalherren und die b├╝rokratischen Kapitalisten, schlie├člich auch eine Frage der Unterscheidung zwischen richtig und falsch, aber sie unterscheidet sich ihrem Wesen nach von der Frage, was innerhalb des Volkes richtig oder falsch ist. ├ťber die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke (27. Februar 1957)Probleme ideologischen Charakters oder Streitfragen, die im Volke entstehen, k├Ânnen nur mit der Methode der Demokratie, mit der Methode der Diskussion, Kritik, ├ťberzeugung und Erziehung, nicht aber durch Zwangs- und Unterdr├╝ckungsma├čnahmen gel├Âst werden. EbendaUm erfolgreich produzieren, studieren und in geordneten Verh├Ąltnissen leben zu k├Ânnen, fordert das Volk von seiner Regierung, von den Leitern der Produktion und der Kultur- und Bildungsinstitutionen, da├č sie geeignete administrative Anordnungen obligatorischen Charakters erlassen. Ohne derartige administrative Anordnungen ist die Aufrechterhaltung der ├Âffentlichen Ordnung unm├Âglich, was auch f├╝r den gesunden Menschenverstand begreiflich ist. Die administrativen Anordnungen und die Methode der ├ťberzeugung und Erziehung sind zwei Seiten, die einander bei der L├Âsung von Widerspr├╝chen im Volke erg├Ąnzen. Administrative Weisungen, die f├╝r die Aufrechterhaltung der ├Âffentlichen Ordnung erlassen werden, m├╝ssen von ├ťberzeugungs- und Erziehungsarbeit begleitet sein; denn in vielen F├Ąllen kann man mit administrativen Anordnungen allein nicht vorw├Ąrtskommen. EbendaDie Ideologie der Bourgeoisie und des Kleinb├╝rgertums wird bestimmt zum Ausdruck kommen. Sie wird sich in politischen und ideologischen Fragen mit allen Mitteln hartn├Ąckig kundtun. Es ist unm├Âglich zu verhindern, da├č sie an die Oberfl├Ąche kommt, sich ├Ąu├čert. Wir sollen keine Druckmittel anwenden, damit sie nicht zum Vorschein komme, sondern sie ans Tageslicht treten lassen; bei ihrem Auftreten m├╝ssen wir uns zugleich mit ihr auseinandersetzen und sie entsprechend kritisieren. Es kann nicht den geringsten Zweifel geben, da├č wir falsche Ideen aller Art kritisieren m├╝ssen. Es geht nat├╝rlich nicht, sich der Kritik zu enthalten, unt├Ątig zuzuschauen, wie ├╝berall falsche Ansichten um sich greifen, und zu gestatten, da├č sie das Feld beherrschen. Fehler m├╝ssen kritisiert und Giftpflanzen bek├Ąmpft werden, wo immer sie auftauchen. Aber eine solche Kritik soll nicht dogmatisch sein. Man darf sich dabei nicht einer metaphysischen Methode bedienen, sondern mu├č sich bem├╝hen, die dialektische Methode anzuwenden. Was wir brauchen, ist eine wissenschaftliche Analyse, sind restlos ├╝berzeugende Argumente. EbendaEs ist notwendig, die M├Ąngel im Volk zu kritisieren, . . . aber dabei m├╝ssen wir wirklich auf dem Standpunkt des Volkes stehen, und unsere Worte m├╝ssen von dem hei├čen Bestreben durchdrungen sein, das Volk zu sch├╝tzen und zu erziehen. Die eigenen Genossen wie Feinde behandeln hei├čt den Standpunkt des Feindes beziehen. „Reden bei der Aussprache in Yenan ├╝ber Literatur und Kunst“ (Mai 1942), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIDie Widerspr├╝che und der Kampf sind allgemein, absolut, doch die Methoden zur L├Âsung der Widerspr├╝che, das hei├čt die Formen des Kampfes, sind je nach dem Charakter der Widerspr├╝che verschieden. Manche Widerspr├╝che weisen einen offen antagonistischen Charakter auf, andere nicht. Je nach der konkreten Entwicklung der Dinge werden manche urspr├╝nglich nichtantagonistische Widerspr├╝che zu antagonistischen, dagegen andere, urspr├╝nglich antagonistische, zu nichtantagonistischen Widerspr├╝chen. „├ťber den Widerspruch“ (August 1937), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IUnter gew├Âhnlichen Umst├Ąnden sind Widerspr├╝che im Volk nicht antagonistisch. Aber wenn man sie nicht richtig behandelt oder wenn man die Wachsamkeit verliert, sorglos und nachl├Ąssig wird, kann ein Antagonismus entstehen. In einem sozialistischen Land ist eine solche Entwicklung gew├Âhnlich nur lokaler und zeitweiliger Natur, und zwar weil dort das System der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen abgeschafft worden ist und die Interessen des Volkes im Grunde einheitlich sind. ├ťber die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke (27. Februar 1957)In unserem Land geh├Ârt der Widerspruch zwischen der Arbeiterklasse und der nationalen Bourgeoisie zu den Widerspr├╝chen im Volk. Der Klassenkampf zwischen der Arbeiterklasse und der nationalen Bourgeoisie geh├Ârt im allgemeinen zum Klassenkampf innerhalb des Volkes, da der Charakter der nationalen Bourgeoisie in unserem Land zwiesp├Ąltig ist. In der Periode der b├╝rgerlich-demokratischen Revolution war die nationale Bourgeoisie einerseits revolution├Ąr und andererseits zu Kompromissen geneigt. In der Periode der sozialistischen Revolution beutet sie einerseits die Arbeiterklasse des Profits wegen aus, aber gleichzeitig unterst├╝tzt sie die Verfassung und ist bereit, die sozialistische Umgestaltung zu akzeptieren. Die nationale Bourgeoisie unterscheidet sich von den Imperialisten, der Grundherrenklasse und dem b├╝rokratischen Kapital. Der Widerspruch zwischen der nationalen Bourgeoisie und der Arbeiterklasse, ein Widerspruch zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten, ist an und f├╝r sich antagonistisch. Aber unter den konkreten Bedingungen unseres Landes kann dieser antagonistische Klassenwiderspruch, wenn er richtig behandelt wird, in einen nichtantagonistischen umgewandelt und auf friedlichem Wege gel├Âst werden. Wenn wir ihn jedoch nicht richtig. behandeln und uns gegen├╝ber der nationalen Bourgeoisie nicht der Politik des Zusammenschlusses, der Kritik und der Erziehung bedienen, oder wenn die nationale Bourgeoisie diese Politik nicht akzeptiert, kann sich der Widerspruch zwischen der Arbeiterklasse und der nationalen Bourgeoisie in einen Widerspruch zwischen uns und dem Feind verwandeln. EbendaDie Reaktion├Ąre in einem sozialistischen Lande nutzen im Bunde mit den Imperialisten die Widerspr├╝che im Volke aus, um Zwietracht zu s├Ąhen, Verwirrung zu stiften und ihre t├╝ckischen Pl├Ąne zu verwirklichen. Diese Lehre aus den ungarischen Ereignissen verdient allgemeine Beachtung. EbendaV. KRIEG UND FRIEDEN

Kriege, die es seit dem Entstehen des Privateigentums und der Klassen gibt, sind die h├Âchste Kampfform, die bei der L├Âsung der Widerspr├╝che zwischen einzelnen Klassen, Nationen, Staaten und politischen Gruppen angewendet wird, sobald diese Widerspr├╝che eine bestimmte Entwicklungsstufe erreicht haben. „Strategische Probleme des revolution├Ąren Krieges in China“ (Dezember 1936), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IMit dem Satz „Der Krieg ist eine Fortsetzung der Politik“ wird gesagt, da├č der Krieg Politik ist, da├č der Krieg selbst eine Aktion von politischem Charakter darstellt; seit alters gab es nie einen Krieg, der nicht politischen Charakter getragen h├Ątte . . .

Doch der Krieg hat seine Besonderheiten, und das will sagen, da├č er nicht mit der Politik schlechthin gleichgesetzt werden kann. „Der Krieg ist eine blo├če Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.“ Wenn sich die Politik bis zu einer bestimmten Stufe entwickelt hat, wo sie nicht mehr auf die alte Weise fortgef├╝hrt werden kann, dann bricht der Krieg aus, mit dessen Hilfe die der Politik im Wege liegenden Hindernisse hinweggefegt werden . . . Sobald die Hindernisse aus dem Weg geschafft sind und die Politik ihr Ziel erreicht hat, ging der Krieg zu Ende. Sind aber die Hindernisse nicht g├Ąnzlich beiseite ger├Ąumt, dann mu├č der Krieg fortgesetzt werden, bis das Ziel v├Âllig erreicht ist . . . Man kann deshalb sagen: Die Politik ist Krieg ohne Blutvergie├čen, der Krieg ist Politik mit Blutvergie├čen. „├ťber den langwierigen Krieg“ (Mai 1938), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIDie im Laufe der Geschichte gef├╝hrten Kriege teilen sich in zwei Arten: in gerechte und ungerechte Kriege. Alle Kriege, die dem Fortschritt dienen, sind gerecht, und alle Kriege, die den Fortschritt behindern, sind ungerecht. Wir Kommunisten sind gegen alle den Fortschritt behindernden, ungerechten Kriege, jedoch nicht gegen fortschrittliche, gerechte Kriege. Was letztere betrifft, sind wir Kommunisten nicht nur nicht gegen sie, sondern nehmen auch aktiv an ihnen teil. Ein ungerechter Krieg war zum Beispiel der erste Weltkrieg. Er wurde von beiden Seiten f├╝r imperialistische Interessen gef├╝hrt und deshalb von den Kommunisten der ganzen Welt entschlossen bek├Ąmpft. Man bek├Ąmpft einen solchen Krieg in der Weise, da├č man, ehe er noch ausgebrochen ist, alles tut, um seinen Ausbruch zu verhindern; ist er aber bereits ausgebrochen, dann bek├Ąmpft man, wo immer dies nur m├Âglich ist, den Krieg mit dem Krieg, setzt dem ungerechten Krieg einen gerechten entgegen. EbendaIn der Klassengesellschaft sind Revolutionen und revolution├Ąre Kriege unvermeidlich; es ist sonst unm├Âglich, in der Entwicklung der Gesellschaft einen Sprung zu vollziehen und die reaktion├Ąren herrschenden Klassen zu st├╝rzen, damit das Volk die Macht ergreifen kann. „├ťber den Widerspruch“ (August 1937), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IEin revolution├Ąrer Krieg ist ein Gegengift, das nicht nur das Gift des Feindes vernichtet, sondern auch unseren eigenen Schmutz hinwegs├Ąubert. Jeder gerechte revolution├Ąre Krieg besitzt eine gewaltige Macht und kann viele Dinge umgestalten oder den Weg f├╝r ihre Umgestaltung bahnen. Der Chinesisch-Japanische Krieg wird beide L├Ąnder, China wie Japan, umgestalten; vorausgesetzt, da├č China im Widerstandskrieg ausharrt und an der Einheitsfront festh├Ąlt, wird gewi├č das alte Japan in ein neues Japan, das alte China in ein neues China verwandelt werden, und die Menschen und Dinge in beiden L├Ąndern werden im Verlaufe des Krieges und nach Kriegsende eine Umgestaltung erfahren. „├ťber den langwierigen Krieg“ (Mai 1938), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. II

Jeder Kommunist mu├č diese Wahrheit begreifen: „Die politische Macht kommt aus den Gewehrl├Ąufen.“

„Probleme des Krieges und der Strategie“ (6. November 1938), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIDie zentrale Aufgabe und die h├Âchste Form der Revolution ist die bewaffnete Machtergreifung, ist die L├Âsung des Problems durch den Krieg. Dieses revolution├Ąre Prinzip des Marxismus-Leninismus hat allgemeine G├╝ltigkeit, es gilt ├╝berall, in China wie im Ausland.EbendaIn China k├Ânnte ohne bewaffneten Kampf weder das Proletariat noch das Volk, noch die Kommunistische Partei irgendeine Position innehaben, und die Revolution w├╝rde nicht siegen. Achtzehn Jahre lang vollzog sich die Entwicklung unserer Partei, ihre Festigung und Bolschiwisierung inmitten des revolution├Ąren Krieges; ohne bewaffneten Kampf w├╝rde es die Kommunistische Partei, wie sie heute ist, nicht geben. Kein Genosse in unserer Partei darf diese mit Blut erkaufte Erfahrung vergessen. „Der Zeitschrift Kommunist zum Geleit“ (4. Oktober 1939), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIVom Standpunkt der marxistischen Lehre vom Staat ist die Armee die Hauptkomponente der Staatsmacht. Wer die Staatsmacht ergreifen und behalten will, der mu├č eine starke Armee haben. Manche Leute bezeichnen uns h├Âhnisch als Anh├Ąnger der „Theorie von der Allmacht des Krieges“; jawohl, wir sind Anh├Ąnger der Theorie von der Allmacht des revolution├Ąren Krieges, und das ist nicht schlecht, sondern gut, das ist marxistisch. Die Gewehre der Kommunistischen Partei Ru├člands haben den Sozialismus geschaffen. Wir wollen eine demokratische Republik schaffen. Die Erfahrungen des Klassenkampfes im Zeitalter des Imperialismus lehren uns: Die Arbeiterklasse und die ├╝brigen werkt├Ątigen Massen k├Ânnen nur mit der Macht der Gewehre die bewaffneten Bourgeois und Grundherren besiegen; in diesem Sinne k├Ânnen wir sagen, da├č die ganze Welt nur mit Hilfe der Gewehre umgestaltet werden kann. „Probleme des Krieges und der Strategie“ (6. November 1938), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIWir treten daf├╝r ein, da├č der Krieg abgeschafft wird, wir wollen keinen Krieg; man kann aber den Krieg nur durch Krieg abschaffen, und wenn man will, da├č es keine Gewehre mehr geben soll, mu├č man das Gewehr in die Hand nehmen. EbendaDieser Krieg, dieser Moloch, der die Menschen sich gegenseitig abschlachten l├Ą├čt, wird mit der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft letzten Endes aus der Welt geschafft werden, und zwar in nicht allzu ferner Zukunft. Es gibt aber nur ein Mittel zur Abschaffung der Kriege: Man mu├č den Krieg mit dem Krieg bek├Ąmpfen, dem konterrevolution├Ąren Krieg den revolution├Ąren Krieg, dem nationalen konterrevolution├Ąren Krieg den nationalen revolution├Ąren Krieg, dem konterrevolution├Ąren Klassenkrieg den revolution├Ąren Klassenkrieg entgegensetzen . . . Von dem Zeitpunkt an, da die menschliche Gesellschaft in ihrer fortschreitenden Entwicklung zur Aufhebung der Klassen und des Staates gelangt, wird es auch keinerlei Kriege mehr geben, weder konterrevolution├Ąre noch revolution├Ąre, weder ungerechte noch gerechte, und f├╝r die Menschheit wird dann das Zeitalter des ewigen Friedens beginnen. Wenn wir die Gesetze des revolution├Ąren Krieges studieren, so gehen wir von dem Bestreben aus, alle Kriege abzuschaffen, und das ist die Trennungslinie, die uns Humanisten von allen Ausbeuterklassen scheidet. „Strategische Probleme des revolution├Ąren Krieges in China“ (Dezember 1936), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IUnser Land und alle anderen sozialistischen L├Ąnder brauchen Frieden, alle V├Âlker der Welt brauchen Frieden. Diejenigen, die nach einem Krieg d├╝rsten und den Frieden nicht wollen, sind nur gewisse monopolkapitalistische Gruppen in einigen wenigen imperialistischen L├Ąndern, welche darauf angewiesen sind, sich durch Aggressionen zu bereichern. „Er├Âffnungsansprache auf dem VIII. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas“ (15. September 1996)Um einen dauerhaften Weltfrieden zu erk├Ąmpfen, m├╝ssen wir die Beziehungen der Freundschaft und Zusammenarbeit mit allen Bruderl├Ąndern im sozialistischen Lager weiter entwickeln und die Solidarit├Ąt mit allen friedliebenden L├Ąndern verst├Ąrken. Wir m├╝ssen danach streben, mit allen L├Ąndern, die bereit sind, mit uns friedlich zusammenzuleben, auf der Grundlage der gegenseitigen Achtung der territorialen Integrit├Ąt und Souver├Ąnit├Ąt, der Gleichberechtigung und des gegenseitigen Nutzens normale diplomatische Beziehungen herzustellen. Die Befreiungsbewegung f├╝r die nationale Unabh├Ąngigkeit in den L├Ąndern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas sowie die Friedensbewegung und den gerechten Kampf aller L├Ąnder der Welt m├╝ssen wir aktiv unterst├╝tzen. EbendaWas die imperialistischen L├Ąnder betrifft, so m├╝ssen wir uns auch mit ihren V├Âlkern zusammenschlie├čen, m├╝ssen danach streben, mit diesen Staaten in friedlicher Koexistenz zu leben, Handel zu treiben; wir m├╝ssen einen Krieg, der ausbrechen k├Ânnte, verhindern, d├╝rfen uns aber unter keinen Umst├Ąnden von diesen Staaten irgendwelche unrealistischen Vorstellungen machen. ├ťber die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke (27. Februar 1927)Wir w├╝nschen den Frieden. Wenn aber die Imperialisten darauf bestehen, Krieg zu f├╝hren, dann bleibt uns keine andere Wahl, als fest entschlossen den Krieg auszufechten, um dann mit dem Aufbau fortzufahren. Wenn man sich tagaus, tagein vor dem Krieg f├╝rchtet, was tut man dann, wenn der Krieg dennoch hereinbricht? Ich sagte zuerst, da├č der Ostwind den Westwind ├╝bertrifft, da├č der Krieg nicht ausbrechen wird, und jetzt f├╝ge ich f├╝r den Fall, da├č ein Krieg entstehen sollte, diese Erg├Ąnzungen hinzu; so sind beide M├Âglichkeiten in Betracht gezogen. Rede auf der Moskauer Beratung der kommunistischen und Arbeiterparteien (i8. November 1957)In der ganzen Welt wird jetzt dar├╝ber . diskutiert, ob ein dritter Weltkrieg ausbrechen wird oder nicht. Auf diese M├Âglichkeit m├╝ssen wir innerlich vorbereitet sein und die Dinge analysieren. Wir setzen uns entschieden f├╝r den Frieden und gegen den Krieg ein. Aber wenn die Imperialisten unbedingt einen Krieg entfesseln wollen, brauchen wir ihn auch nicht zu f├╝rchten. Unsere Haltung in dieser Frage ist die gleiche wie zu allen Unruhen: erstens, wir sind dagegen; und zweitens, wir f├╝rchten uns nicht. Auf den ersten Weltkrieg folgte die Entstehung der Sowjetunion mit einer Bev├Âlkerung von 200 Millionen. Der zweite Weltkrieg brachte die Entstehung des sozialistischen Lagers mit einer Gesamtbev├Âlkerung von 900 Millionen. Man kann mit Bestimmtheit voraussagen: Sollten die Imperialisten dennoch einen dritten Weltkrieg entfesseln, werden im Ergebnis des Krieges unausbleiblich weitere Hunderte Millionen Menschen auf die Seite des Sozialismus treten, und dem Imperialismus wird nicht viel Raum mehr bleiben; es kann auch dazu kommen, da├č das gesamte imperialistische System v├Âllig zusammenbricht. ├ťber die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke (27. Februar 1957)Unruhe stiften, scheitern, abermals Unruhe stiften, wieder scheitern und so weiter bis zu ihrem Untergang – das ist die Logik der Imperialisten und aller Reaktion├Ąre in der Welt dem Anliegen des Volkes gegen├╝ber, und sie werden niemals gegen diese Logik versto├čen. Das ist ein Gesetz des Marxismus. Wenn wir sagen: „Der Imperialismus ist bestialisch“, so meinen wir, da├č sich sein Wesen nicht ├Ąndern kann, da├č die Imperialisten bis zu ihrem Untergang ihr Schlachtmesser nie aus der Hand geben werden, sich nie in Buddhas verwandeln k├Ânnen.

K├Ąmpfen, unterliegen, nochmals k├Ąmpfen, wieder unterliegen, erneut k├Ąmpfen und so weiter bis zum Sieg – das ist die Logik des Volkes, und auch das Volk wird niemals gegen diese Logik versto├čen. Das ist ein , anderes Gesetz des Marxismus. Die Revolution des russischen Volkes verlief nach diesem Gesetz, und so entwickelt sich auch die Revolution des chinesischen Volkes. „Weg mit den Illusionen, zum Kampf bereit sein!“ (14. August 1949), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVWir d├╝rfen keineswegs, nur weil wir gesiegt haben, in der Wachsamkeit gegen├╝ber den w├╝tenden revanchistischen Machenschaften der Imperialisten und ihrer Lakaien nachlassen. Wer in dieser Wachsamkeit nachl├Ą├čt, der wird sich politisch entwaffnen und in eine passive Position geraten. „Ansprache an den Vorbereitungsausschu├č der Neuen Politischen Konsultativkonferenz“ (15. Juni 1949), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVDie Imperialisten und ihre Lakaien, die chinesischen Reaktion├Ąre, werden sich mit der Niederlage, die sie auf chinesischem Boden erlitten haben, nicht abfinden. Sie werden sich weiter miteinander verschw├Âren und mit allen m├Âglichen Mitteln das chinesische Volk bek├Ąmpfen. Sie werden beispielsweise ihre Agenten nach China hineinschmuggeln, damit sie hier eine Zersetzungst├Ątigkeit aus├╝ben und Unruhe stiften. Das ist unausbleiblich, nie werden sie eine solche T├Ątigkeit unterlassen. Oder sie werden zum Beispiel die chinesischen Reaktion├Ąre anstiften, Chinas Seeh├Ąfen zu blokkieren, und dazu auch noch ihre eigenen Kr├Ąfte einsetzen. Solange sie die M├Âglichkeit haben, werden sie so verfahren. Ferner werden sie, sofern sie noch auf Abenteuer aus sind, Truppen zum ├ťberfall auf Chinas Grenzgebiete und zu St├Âraktionen entsenden; auch das ist nicht unm├Âglich. All das m├╝ssen wir in vollem Umfang einkalkulieren. EbendaDie Welt schreitet vorw├Ąrts, die Zukunft ist gl├Ąnzend, und niemand kann diese allgemeine Tendenz der Geschichte ├Ąndern. Wir m├╝ssen die Fortschritte in der Welt und die lichten Zukunftsperspektiven st├Ąndig unter dem Volk propagieren, damit es Siegeszuversicht gewinnt. „├ťber die Verhandlungen in Tschungking“ (17. Oktober 1945). Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVDie Kommandeure und K├Ąmpfer der Volksbefreiungsarmee d├╝rfen unter keinen Umst├Ąnden auch nur im geringsten in ihrem Kampfwillen nachlassen; jeder Gedanke, der ein Nachlassen des Kampfwillens verursacht oder eine Geringsch├Ątzung des Feindes bedeutet, ist falsch. „Bericht auf der 2. Plenartagung des VII. Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas“ (5. M├Ąrz ,1949). Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVVI. DER IMPERIALISMUS UND ALLE REAKTION├äRE SIND PAPIERTIGER

Alle Reaktion├Ąre sind Papiertiger. Dem Aussehen nach sind sie furchterregend, aber in Wirklichkeit sind sie nicht gar so m├Ąchtig. Auf lange Sicht haben nicht die Reaktion├Ąre, sondern hat das Volk eine wirklich gro├če Macht. „Gespr├Ąch mit der amerikanischen Korrespondentin Anna Louise Strong“ (August 1956), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVEbenso wie es nichts auf der Welt gibt, das nicht eine Doppelnatur h├Ątte (das ist eben das Gesetz der Einheit der Gegens├Ątze), so haben auch der Imperialismus und alle Reaktion├Ąre eine Doppelnatur: sie sind wirkliche Tiger und zugleich Papiertiger. Im Laufe der Geschichte waren die Sklavenhalterklasse, die Klasse der Feudalherren und die Bourgeoisie vor ihrem Machtantritt und eine Zeitlang nachher voller Lebenskraft, revolution├Ąr und fortschrittlich; sie waren echte Tiger. In der Folgezeit kam es jedoch, da ihr jeweiliger Widerpart die Klasse der Sklaven, die Bauernschaft und das Proletariat – allm├Ąhlich erstarkte und gegen sie einen immer heftigeren Kampf f├╝hrte, nach und nach zu einem Umschlag ins Gegenteil: sie verwandelten sich in Reaktion├Ąre, in R├╝ckst├Ąndige, in Papiertiger und wurden beziehungsweise werden letzten Endes vom Volk gest├╝rzt. Die reaktion├Ąren, r├╝ckst├Ąndigen, verfaulenden Klassen behalten aber auch dann, wenn ihnen das Volk die Entscheidungsschlacht auf Leben und Tod liefert, ihre Doppelnatur bei.

Einerseits sind sie echte Tiger, die Menschen fressen, Millionen und aber Millionen Menschenleben vernichten. Der Kampf des Volkes ist eine Zeit hindurch voller Schwierigkeiten und H├Ąrten, sein Weg voller Windungen und Wendungen. Das chinesische Volk brauchte, um die Herrschaft des Imperialismus, des Feudalismus und des b├╝rokratischen Kapitalismus in China zu liquidieren, mehr als hundert Jahre, und Dutzende Millionen Menschen mu├čten ihr Leben lassen, ehe im Jahre 1949 der Sieg errungen war. Sehen Sie, waren das nicht lebendige Tiger, eisenharte Tiger, echte Tiger? Letzten Endes aber haben sie sich in Papiertiger, in tote Tiger, in butterweiche Tiger verwandelt. Das sind historische Tatsachen. Hat man denn das alles nicht gesehen und geh├Ârt? Wahrlich tausendmal und aber Tausende Male! In Tausenden und Zehntausenden von F├Ąllen! Somit mu├č man von ihrem Wesen her, aus einer langen Perspektive, in strategischer Hinsicht den Imperialismus und alle Reaktion├Ąre als das betrachten, was sie in Wirklichkeit sind als Papiertiger. Darauf m├╝ssen wir unser strategisches Denken gr├╝nden. Anderseits sind sie aber wiederum lebendige, eisenharte, wirkliche Tiger, die Menschen fressen k├Ânnen. Darauf m├╝ssen wir unser taktisches Denken gr├╝nden. Rede auf der Tagung des Politb├╝ros des ZK der KP Chinas in Wutschang (1. Dezember 1958), zitiert in der Anmerkung zum „Gespr├Ąch mit der amerikanischen Korrespondentin Anna Louise Strong“, Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVIch sagte, da├č alle angeblich m├Ąchtigen Reaktion├Ąre nur Papiertiger sind. Der Grund daf├╝r liegt in ihrer Losl├Âsung vom Volk. Sehen Sie, war Hitler nicht ein Papiertiger? Wurde Hitler nicht geschlagen? Ich sagte auch, da├č der Zar, der chinesische Kaiser und der japanische Imperialismus Papiertiger gewesen sind. Wie Sie wissen, wurden sie alle gest├╝rzt. Der USA-Imperialismus ist noch nicht niedergeschlagen. Er hat noch Atombomben. Ich denke, auch er wird niedergeschlagen werden. Er ist auch ein Papiertiger. Rede auf der Moskauer Beratung der kommunistischen und Arbeiterparteien (8. November 1957), in: Genosse `Mao Tse-tung ├╝ber „Der Imperialismus und alle Reaktion├Ąre sind Papiertiger“„Der Stein, den sie erhoben haben, f├Ąllt auf ihre eigenen F├╝├če.“ So kennzeichnet ein chinesisches Sprichwort das Verhalten gewisser Toren. Die Reaktion├Ąre aller L├Ąnder sind solche Toren. Wie sehr sie auch die revolution├Ąren Volksmassen verfolgen, so f├Ârdern sie letzten Endes damit nur die Revolution des Volkes, die dann noch umfassender und noch erbitterter wird. Hatten denn nicht die mannigfaltigen Verfolgungen der revolution├Ąren Volksmassen durch den Zaren und durch Tschiang Kai-schek eine solche f├Ârdernde Wirkung auf die gro├če russische Revolution bzw. die gro├če chinesische Revolution? „Rede in der Festsitzung des Obersten Sowjets der UdSSR anl├Ą├člich des 40. Jahrestags der Gro├čen Sozialistischen Oktoberrevolution“ (6. November 1957)Seit neun Jahren halten die USA-Imperialisten unser Territorium Taiwan besetzt. Vor kurzem haben sie ihre Streitkr├Ąfte zur Besetzung Libanons entsandt. Die USA haben in der ganzen Welt in vielen L├Ąndern Hunderte von Milit├Ąrst├╝tzpunkten errichtet. Das chinesische Territorium Taiwan sowie Libanon und alle amerikanischen St├╝tzpunkte auf fremdem Hoheitsgebiet sind Schlingen um den Hals des amerikanischen Imperialismus. Niemand anderer als die Amerikaner selbst haben diese Schling:: v fabriziert und sie sich um den Hals gelegt. die Enden der Stricke aber dem chinesischen Volk, den V├Âlkern der arabischen L├Ąnder und allen friedliebenden, gegen die Aggression k├Ąmpfenden V├Âlkern der Welt in die Hand gegeben. Je l├Ąnger die amerikanischen Aggressoren in diesen Gebieten verweilen, desto straffer ziehen sich die Schlingen um ihren Hals zusammen. Rede auf der Obersten Staatskonferenz (8. September 1958)Das Leben des Imperialismus wird nicht von langer Dauer sein; denn er begeht alle nur m├Âglichen ├ťbeltaten. Er ist besonders darauf aus, die volksfeindlichen Reaktion├Ąre in den verschiedenen L├Ąndern hochzup├Ąppeln, h├Ąlt gewaltsam eine gro├če Zahl von Kolonien, Halbkolonien und Milit├Ąrst├╝tzpunkten besetzt, bedroht den Frieden mit einem Atomkrieg. Eben dadurch zwingt er mehr als neunzig Prozent der Weltbev├Âlkerung, sich jetzt schon oder in Zukunft gemeinsam zum Kampf gegen ihn zu erheben. Doch sind die Imperialisten derzeit noch am Leben und ver├╝ben immer noch ihre Willk├╝r- und Gewalttaten gegen Asien, Afrika und Lateinamerika. Auch in der westlichen Welt unterdr├╝cken sie nach wie

vor die Volksmassen ihrer eigenen L├Ąnder. Diese Situation mu├č ge├Ąndert werden. Der Aggression und Unterdr├╝ckung seitens des Imperialismus, haupts├Ąchlich des amerikanischen, ein Ende zu setzen, ist die Aufgabe aller V├Âlker der Welt.

Gespr├Ąch mit einem Korrespondenten der Nachrichtenagentur Hsinhua (29. September 1958), in: Genosse Mao Tse-tung ├╝ber „Der Imperialismus und alle Reaktion├Ąre sind Papiertiger“

Dadurch, da├č der USA-Imperialismus ├╝berall Willk├╝r- und Gewalttaten begeht, macht er sich selbst zum Feind der V├Âlker der Welt, bringt er sich selbst in immer gr├Â├čere Isolierung. Die Atom- und Wasserstoffbomben in den H├Ąnden der amerikanischen Imperialisten k├Ânnen niemand einsch├╝chtern, der nicht zum Sklaven werden will. Die Sturmflut der V├Âlker der ganzen Welt gegen die amerikanischen Aggressoren l├Ą├čt sich nicht eind├Ąmmen. Die V├Âlker der ganzen Welt werden in ihrem Kampf gegen den USA-Imperialismus und seine Lakaien sicherlich noch gr├Â├čere Siege erringen. „Erkl├Ąrung zur Unterst├╝tzung des panamesischen Volkes in seinem gerechten patriotischen Kampf gegen den USA-Imperialismus“ (12. Januar 1963), in: V├Âlker der ganzen Welt, vereinigt euch und besiegt die USA-Aggressoren und alle ihre Lakaien!Wenn die monopolkapitalistischen Gruppen der USA darauf beharren, ihre Aggressions- und Kriegspolitik zu betreiben, werden sie zwangsl├Ąufig eines Tages von den V├Âlkern der Welt an den Galgen gebracht werden. Dasselbe Schicksal erwartet die Komplicen der USA. Rede auf der Obersten Staatskonferenz (8. September 1958)F├╝r den Kampf gegen die Feinde haben wir uns im Verlauf einer langen Zeit folgende Auffassung erarbeitet: Strategisch m├╝ssen wir alle Feinde geringsch├Ątzen, taktisch aber m├╝ssen wir sie ernstnehmen. Das hei├čt, im ganzen genommen m├╝ssen wir sie geringsch├Ątzen, in jeder konkreten Frage aber m├╝ssen wir sie ernstnehmen. Wenn wir die Feinde nicht im ganzen genommen geringsch├Ątzen, so werden wir in opportunistische Fehler verfallen. Marx und Engels waren nur zwei Einzelmenschen, aber sie sagten schon zu ihrer Zeit, da├č der Kapitalismus in der ganzen Welt gest├╝rzt werden wird. Wenn wir aber die Feinde in konkreten Fragen, in jeden einzelnen Gegner bei, treffenden Fragen nicht ernstnehmen, verfallen wir in die Fehler des Abenteuertums. Im Krieg kann nur eine Schlacht nach der andern ausgefochten und die Feinde k├Ânnen nur einer nach dem andern vernichtet werden. Fabriken k├Ânnen nur eine nach der andern errichtet werden, und der Bauer kann sein Feld nur Furche f├╝r Furche umpfl├╝gen. Mit dem Essen verh├Ąlt es sich ebenso. Strategisch gesehen, ist die Einnahme einer Mahlzeit kein Problem: Wir k├Ânnen sie ohne weiteres bew├Ąltigen. Aber konkret gesehen, schlucken wir einen Happen nach dem andern. Man kann nicht ein ganzes Festessen auf einmal verschlingen.

Das hei├čt eben: , eins nach dem anderen erledigen. In der milit├Ąrwissenschaftlichen Literatur nennt man das: den Feind einzeln schlagen. Rede auf der Moskauer Beratung der kommunistischen und Arbeiterparteien (18. November 1957), in: Genosse Mao Tse-tung ├╝ber „Der Imperialismus und alle Reaktion├Ąre sind Papiertiger“Meiner Ansicht nach ist gegenw├Ąrtig in der internationalen Lage ein neuer Wendepunkt eingetreten. Es gibt jetzt zwei Luftstr├Âmungen in der Welt: den Ostwind und den Westwind. Ein chinesisches Sprichwort lautet: „Entweder der Ostwind ├╝bertrifft den Westwind, oder der Westwind ├╝bertrifft den Ostwind.“ Ich glaube, die Besonderheit der gegenw├Ąrtigen Lage besteht darin, da├č der Ostwind ├╝ber den Westwind die Oberhand gewonnen hat, das hei├čt, da├č die sozialistischen Kr├Ąfte den imperialistischen Kr├Ąften absolut ├╝berlegen sind. EbendaVII. HAB MUT ZU K├äMPFEN, HAB MUT ZU SIEGEN !

V├Âlker der ganzen Welt, vereinigt euch, besiegt die USA-Aggressoren und alle ihre Lakaien! V├Âlker der ganzen Welt, seid mutig, habt Mut zu k├Ąmpfen, f├╝rchtet keine Schwierigkeiten, st├╝rmt Welle auf Welle vorw├Ąrts und die ganze Welt wird den V├Âlkern geh├Âren. Alle finsteren M├Ąchte werden restlos vernichtet werden. „Erkl├Ąrung zur Unterst├╝tzung des Volkes von Kongo (L) gegen die USA-Aggression“ (28. November 1963), in: V├Âlker der ganzen Welt vereinigt euch und besiegt die USA-Aggressoren und alle ihre Lakaien!Die Kommunistische Partei Chinas gab, gest├╝tzt auf die marxistisch-leninistische Wissenschaft, eine n├╝chterne Einsch├Ątzung der internationalen und inneren Lage; sie wu├čte, da├č alle Angriffe der in- und ausl├Ąndischen Reaktion├Ąre nicht nur zur├╝ckgeschlagen werden mu├čten, sondern auch zum Scheitern gebracht werden konnten. Als sich am Himmel finstere Wolken zeigten, stellten wir fest: Das ist nur eine vor├╝bergehende Erscheinung, die Finsternis wird bald weichen, der Morgen naht. „Die gegenw├Ąrtige Lage und unsere Aufgaben“ (15. Dezember 1947), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVWie die Geschichte der Menschheit zeigt, f├╝hrten stets die hart vor ihrem Untergang stehenden reaktion├Ąren Kr├Ąfte einen letzten Verzweiflungskampf gegen die revolution├Ąren Kr├Ąfte, und es lie├čen sich wiederholt manche Revolution├Ąre eine Zeitlang dadurch irref├╝hren, da├č der innerlich Schwache ├Ąu├čerlich stark erscheint, und sie erkannten nicht das Wesen der Sache, da├č n├Ąmlich der Feind seiner Vernichtung, sie selbst aber ihrem Triumph entgegengingen. „Der Wendepunkt im zweiten Weltkrieg“ (12. Oktober 1942), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIWenn sie [die Kuomintang-Leute] losschlagen, werden wir sie restlos vernichten. Die Sache ist so: Greifen sie an, werden wir sie vernichten, und sie haben dann ihren Willen. Vernichten wir einen Teil von ihnen, werden sie sich teilweise wohl f├╝hlen; vernichten wir noch mehr, wird ihr Wohlbefinden noch gr├Â├čer sein; vernichten wir sie vollst├Ąndig, wird ihnen vollauf wohl zumute sein. Die Probleme Chinas sind kompliziert, und unser Gehirn mu├č auch ein wenig kompliziert arbeiten. Greift uns jemand an, schlagen wir zur├╝ck, aber wir schlagen ihn, um den Frieden zu erringen. „├ťber die Verhandlungen in Tschungking“ (17. Oktober 1945). Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVWenn jemand ├╝ber uns herf├Ąllt und die Umst├Ąnde f├╝r einen Kampf g├╝nstig sind, wird unsere Partei unbedingt zur Selbstverteidigung schreiten und den Angreifer entschlossen, gr├╝ndlich, restlos und vollst├Ąndig vernichten (man darf sich nicht leichtfertig auf einen Kampf einlassen; wenn man den Kampf aufnimmt, dann mu├č er zum Sieg f├╝hren). Wir d├╝rfen uns von dem Get├Âse, das die Reaktion├Ąre machen, absolut nicht einsch├╝chtern lassen. „Rundschreiben des ZK der KPCh ├╝ber die Friedensverhandlungen mit der Kuomintang“ (26. August I945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVWenn es nach unserem Wunsch ginge, w├╝rden wir keinen einzigen Tag Krieg f├╝hren. Aber wenn uns die Umst├Ąnde dazu zwingen, k├Ânnen wir bis zum Ende k├Ąmpfen. „Gespr├Ąch mit der amerikanischen Korrespondentin Anna Louise Strong“ (August 1946), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVWir wollen den Frieden. Solange aber der USA-Imperialismus seine anma├čenden und unberechtigten Forderungen und seine Machenschaften zur Ausweitung der Aggression nicht aufgibt, kann der Entschlu├č des chinesischen Volkes nicht anders sein, als Seite an Seite mit dem koreanischen Volk den Kampf fortzusetzen. Das hei├čt nicht, da├č wir kriegsl├╝stern w├Ąren. Wir sind bereit, sofort die Kriegshandlungen einzustellen und die verbliebenen Fragen einer k├╝nftigen Regelung zu ├╝berlassen. Der USA-Imperialismus ist aber nicht bereit, das gleiche zu tun. Nun recht so, mag dann der Krieg weitergehen. Wir sind darauf vorbereitet, soviel Jahre den Kampf mit dem amerikanischen Imperialismus zu f├╝hren, wieviel er w├╝nscht, bis zu dem Moment, da er bereit ist aufzuh├Âren, bis zu dem Moment, da die V├Âlker Chinas und Koreas den vollen Sieg errungen haben. Rede auf der 4. Tagung des 1. Nationalkomitees der Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes (7. Februar 1953)Wir m├╝ssen unsere Reihen von jeglichen Schw├Ąche- und Ohnmachtgedanken s├Ąubern. Alle Ansichten, in denen eine ├ťbersch├Ątzung der Kr├Ąfte des Feindes und eine Untersch├Ątzung der Kr├Ąfte des Volkes zum Ausdruck kommen, sind falsch. „Die gegenw├Ąrtige Lage und unsere Aufgaben“ (15. Dezember 1947), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVDie unterdr├╝ckten V├Âlker und Nationen d├╝rfen keineswegs ihre Hoffnung auf Befreiung an die „Vernunft“ der Imperialisten und deren Lakaien kn├╝pfen; sie k├Ânnen nur dann den Sieg erringen, wenn sie ihre Einheit st├Ąrken und im Kampf ausharren. „Erkl├Ąrung gegen die Aggression in S├╝dvietnam und die Niedermetzelung seiner Bev├Âlkerung durch die USA-Ngo-dinh-Diem-Clique“ (29. August 1963), in: V├Âlker der ganzen Welt, vereinigt euch und besiegt die USA-Aggressoren und alle ihre Lakaien.Wann immer auch ein B├╝rgerkrieg von gesamtstaatlichem Charakter ausbricht, m├╝ssen wir darauf vorbereitet sein. Wenn er bald, selbst morgen fr├╝h schon ausbrechen sollte, sind wir auch darauf gefa├čt. Das ist der erste Punkt. Bei der gegenw├Ąrtigen internationalen und inneren Lage ist es m├Âglich, da├č der B├╝rgerkrieg zeitweilig dem Ausma├č nach beschr├Ąnkt und lokalisiert bleibt. Das ist der zweite Punkt. Auf Punkt eins bereiten wir uns vor, Punkt zwei besteht schon seit langem. Kurz gesagt, wir m├╝ssen unsere Vorbereitungen treffen. Sind wir vorbereitet, k├Ânnen wir den verschiedenen komplizierten Situationen auf entsprechende Weise begegnen. „Die Lage nach dem Sieg im Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression und unser Kurs“ (13. August 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVVIII. DER VOLKSKRIEG

Der revolution├Ąre Krieg ist ein Krieg der Volksmassen; man kann ihn nur f├╝hren, indem man die Volksmassen mobilisiert, indem man sich auf die Volksmassen st├╝tzt. „K├╝mmern wir uns um das Wohl der Massen, achten wir auf die Arbeitsmethoden“ (27.Januar 1937), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IWas ist denn eine wahrhaft eherne Festung? Die Volksmassen, die Millionenmassen, die ehrlich und aufrichtig die Revolution unterst├╝tzen. Das ist eine wirklich eherne Festung, die keine Kraft zerst├Âren kann, die absolut nicht zu zerst├Âren ist. Die Konterrevolution kann uns nicht zerbrechen, sondern wir werden sie zerbrechen.

Die st├Ąrkste Kraftquelle f├╝r die Kriegf├╝hrung liegt in den Volksmassen. Japan wagt es haupts├Ąchlich deshalb, uns zu terrorisieren, weil die Volksmassen Chinas unorganisiert sind. Wenn dieser Mangel behoben ist, dann wird der japanische Aggressor von unserem Hunderte Millionen z├Ąhlenden Volk, das sich erhoben hat, eingekreist sein – wie ein tollw├╝tiger Stier, der in einen Feuerring geraten ist; wir brauchen ihn nur anzuschreien, und das wird ihm bereits Furcht und Schrecken einjagen; dieser Stier wird unentrinnbar in den Flammen umkommen. „├ťber den Langwierigen Krieg“ (Mai 1938), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIDie Imperialisten terrorisieren uns derma├čen, da├č wir dem ernsthaft begegnen m├╝ssen. Wir brauchen nicht nur eine starke regul├Ąre Armee, sondern m├╝ssen auch ├╝berall Einheiten der Volksmiliz aufstellen. Das wird es den Imperialisten, wenn sie uns ├╝berfallen sollten, schwer machen, sich in unserem Land auch nur einen Zoll weit von der Stelle zu bewegen. Gespr├Ąch mit einem Korrespondenten der Nachrichtenagentur Hsinhua (29. September 1958)Vom Standpunkt des revolution├Ąren Krieges als Ganzes verhalten sich der Partisanenkrieg des Volkes und die Rote Armee als Hauptkraft zueinander wie die linke und die rechte Hand; nur die Hauptkraft, die Rote Armee, einsetzen, nicht aber auch den Partisanenkrieg des Volkes entfalten, hie├če mit einem Arm k├Ąmpfen. Wenn wir von der Bev├Âlkerung der St├╝tzpunktgebiete als einer der Voraussetzungen sprechen, dann meinen wir konkret – besonders wenn von milit├Ąrischen Operationen die Rede ist – das bewaffnete Volk. Das ist auch der haupts├Ąchliche Grund, warum der Feind Angst hat, in die St├╝tzpunktgebiete einzudringen. „Strategische Probleme des revolution├Ąren Krieges in China“ (Dezember 1936), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IEs steht au├čer Frage, da├č Sieg oder Niederlage in einem Krieg in der Hauptsache durch die milit├Ąrischen, politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen sowie die Naturbedingungen bestimmt wird, unter denen die beiden Seiten den Krieg f├╝hren. Doch damit nicht genug. Der Ausgang des Krieges wird auch durch die jeweilige subjektive F├Ąhigkeit bestimmt, die Kriegshandlungen zu leiten. Ein Stratege kann nicht dadurch trachten, den Krieg zu gewinnen, da├č er sich ├╝ber die durch die materiellen Bedingungen gezogenen Grenzen hinwegsetzt; doch innerhalb dieser Grenzen kann und mu├č er den Sieg anstreben. Die Aktionsb├╝hne eines Strategen ruht auf den Pfeilern der objektiven materiellen Bedingungen, doch auf diesen Brettern kann er eine Menge klangreicher und farbenpr├Ąchtiger, kraftvoller und majest├Ątischer St├╝cke inszenieren. EbendaDas Ziel des Krieges besteht in nichts anderem als in der „Selbsterhaltung und Vernichtung des Feindes“ (den Feind vernichten hei├čt ihn entwaffnen oder ihn „seiner Widerstandskraft berauben“, nicht aber ihn bis auf den letzten Mann physisch vernichten). In alten Zeiten f├╝hrte man Krieg mit Speer und Schild: Mit dem Speer griff man an, um den Gegner zu vernichten, mit dem Schild wehrte man ab, um sich selbst am Leben zu erhalten. Noch bis auf den heutigen Tag sind die Waffen eine Weiterf├╝hrung von Speer und Schild. Bomber, Maschinengewehr, Ferngesch├╝tz, Giftgas all das stellt eine Weiterentwicklung des Speeres dar; Luftschutzunterstand, Stahlhelm, Betonbefestigungsanlage, Gasmaske – das alles ist eine Weiterentwicklung des Schildes. Der Panzer ist eine neuartige Waffe, die beides, Speer und Schild, miteinander kombiniert. Der Angriff ist das Hauptmittel zur Vernichtung des Gegners, aber auch die Verteidigung ist unentbehrlich. Der Angriff zielt direkt auf die Vernichtung des Gegners ab, dient aber zugleich auch der Selbsterhaltung; denn wenn man den Feind nicht vernichtet, wird man selbst vernichtet. Die Verteidigung gilt unmittelbar der Selbsterhaltung, doch ist sie gleichzeitig ein Hilfsmittel des Angriffs oder ein Mittel, den ├ťbergang zum Angriff vorzubereiten. Der R├╝ckzug geh├Ârt zur Kategorie der Verteidigung, ist ihre Fortsetzung; die Verfolgung hingegen ist eine Fortsetzung des Angriffs. Man mu├č darauf hinweisen, da├č unter den Kriegszielen die Vernichtung des Feindes die Hauptsache ist und die Selbsterhaltung an zweiter Stelle kommt; denn nur wenn man den Feind in gro├čer Zahl vernichtet hat, kann die Selbsterhaltung gew├Ąhrleistet sein. Daher ist der Angriff als Hauptmittel zur Vernichtung des Gegners prim├Ąr und die Verteidigung als Hilfsmittel f├╝r die Vernichtung des Feindes und als ein Mittel zur Selbsterhaltung sekund├Ąr. Bei der praktischen Kriegf├╝hrung spielt zwar die meiste Zeit die Verteidigung und in der restlichen Zeit der Angriff die Hauptrolle; betrachtet man aber den Krieg als Ganzes, dann ist dennoch der Angriff das Prim├Ąre. „├ťber den langwierigen Krieg“ (Mai 1918), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIAlle leitenden Prinzipien der milit├Ąrischen Operationen fu├čen auf einem Grundprinzip, n├Ąmlich: so weit als nur m├Âglich die eigenen Kr├Ąfte bewahren und die feindlichen vernichten Wie l├Ą├čt es sich dann erkl├Ąren, da├č wir im Krieg zu heroischen Opfern aufrufen? Jeder Krieg fordert seinen Preis, manchmal einen ├Ąu├čerst hohen. Steht das nicht im Widerspruch zur „Selbsterhaltung“? In Wirklichkeit gibt es hier gar keinen Widerspruch; genauer gesagt: Aufopferung und Selbsterhaltung sind Gegens├Ątze, die einander bedingen. Denn solche Opfer sind nicht nur notwendig, um den Feind zu vernichten, sondern auch, um sich selbst am Leben zu erhalten – ein teilweises und zeitweiliges „Sich-nicht-Erhalten“ (die Aufopferung oder die Bezahlung des Preises) ist unerl├Ą├člich, wenn das Ganze f├╝r die Dauer erhalten werden soll. Von diesem Grundprinzip r├╝hrt eine Reihe von Prinzipien f├╝r die Leitung der milit├Ąrischen Operationen her; sie alle sind von dem Geist dieses Grundprinzips durchdrungen – angefangen bei den Prinzipien der Feuerf├╝hrung (da├č man Deckung nehmen und das Feuer entfalten mu├č, das erste zur Erhaltung der eigenen Kr├Ąfte, das zweite zur Vernichtung der gegnerischen Kr├Ąfte) bis hin zu den Grunds├Ątzen der Strategie. Alle technischen, taktischen, operativen und strategischen Prinzipien sind die Bedingungen f├╝r die Realisierung dieses Grundprinzips. Das Prinzip der Selbsterhaltung und der Vernichtung des Feindes ist die Basis aller milit├Ąrischen Prinzipien. „Strategische Probleme des antijapanischen Partisanenkrieges“ (Mai I918), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIUnsere milit├Ąrischen Prinzipien sind:

1. Erst den zersplitterten und isolierten Feind, dann den konzentrierten und starken Feind angreifen.

2. Erst kleine St├Ądte, mittelgro├če St├Ądte und ausgedehnte l├Ąndliche Gebiete, dann die Gro├čst├Ądte einnehmen.

3. Das Hauptziel ist, die lebende Kraft des Feindes zu vernichten, nicht St├Ądte und Gebiete zu halten oder einzunehmen. Die Behauptung oder Einnahme von St├Ądten und Gebieten ist das Ergebnis der Vernichtung der lebenden Kraft des Feindes, und h├Ąufig kann eine Stadt oder ein Gebiet erst endg├╝ltig gehalten oder eingenommen werden, nachdem sie mehrere Male den Besitzer gewechselt hat.

4. F├╝r jede Kampfhandlung mu├č eine absolut ├╝berlegene Truppenst├Ąrke zusammengezogen werden (das Zwei-, Drei oder Vierfache, manchmal sogar das F├╝nf oder Sechsfache der feindlichen St├Ąrke), die feindlichen Kr├Ąfte m├╝ssen l├╝ckenlos umzingelt werden, man mu├č sich bem├╝hen, sie v├Âllig zu vernichten und niemand aus dem Netz entschl├╝pfen zu lassen. Unter besonderen Umst├Ąnden wird die Methode angewandt, den Feind vernichtend zu schlagen, das hei├čt, wir f├╝hren unter Konzentration aller unserer Kr├Ąfte einen Frontalangriff und gleichzeitig auch einen Angriff auf eine oder beide Flanken, mit dem Ziel, den einen Teil seiner Streitkr├Ąfte zu vernichten und den anderen in die Flucht zu schlagen, so da├č unsere Armee ihre Verb├Ąnde rasch zur Zerschlagung anderer gegnerischer Kr├Ąfte einsetzen kann. Wir m├╝ssen auf alle F├Ąlle Ermattungsgefechte vermeiden, bei denen wir mehr verlieren als gewinnen oder sich Gewinn und Verlust gerade die Waage halten. Auf diese Weise sind wir wohl im ganzen gesehen (zahlenm├Ą├čig) unterlegen, aber bei jeder Teilaktion, in jeder konkreten Schlacht sind wir absolut ├╝berlegen, womit uns der Sieg in der Schlacht sicher ist. Mit der Zeit werden wir auch im ganzen gesehen die Oberhand gewinnen und schlie├člich den Feind g├Ąnzlich vernichten.

5. Keine Schlacht darf ohne Vorbereitung geschlagen werden, und man darf sich auf keine Schlacht einlassen, ohne da├č der Erfolg verb├╝rgt ist; wir m├╝ssen alle Anstrengungen unternehmen, Vorbereitungen f├╝r jede Schlacht zu treffen und uns den Sieg bei dem gegebenen Verh├Ąltnis zwischen unseren Bedingungen und denen des Feindes zu sichern.

6. Wir m├╝ssen unseren Kampfstil voll entfalten, d.h. mutig k├Ąmpfen, keine Opfer scheuen, keine Ersch├Âpfung f├╝rchten und unabl├Ąssig K├Ąmpfe f├╝hren (in einem kurzen Zeitraum ohne Ruhepause ein Gefecht nach dem anderen austragen).

7. Alle Anstrengungen sind zu unternehmen, um den Feind, w├Ąhrend er sich noch auf dem Marsch befindet, zu vernichten. Zugleich mu├č auch der Taktik der Angriffe auf befestigte Stellungen Aufmerksamkeit gewidmet, m├╝ssen feindliche St├╝tzpunkte und St├Ądte erobert werden.

8. Was die Angriffe auf St├Ądte betrifft, sind alle nur schwach verteidigten St├╝tzpunkte und St├Ądte dem Feind entschlossen zu entrei├čen. St├╝tzpunkte und St├Ądte, die vom Feind nur mit Kr├Ąften mittlerer St├Ąrke verteidigt werden und deren Einnahme die Bedingungen erlauben, sind im gegebenen Augenblick zu erobern. Bei allen vom Feind stark verteidigten St├╝tzpunkten und St├Ądten soll man warten, bis die Bedingungen herangereift sind, und sie dann erobern.

9. Alle Waffen, die wir dem Feind entrei├čen, und ein Gro├čteil der Soldaten, die wir gefangennehmen, dienen der Erg├Ąnzung unserer eigenen Best├Ąnde. Die wichtigste Quelle von Menschen und Kriegsmaterial f├╝r unsere Armee ist die Front.

10. Die Zeitspanne zwischen zwei Schlachten mu├č gut genutzt werden, um die Truppen ausruhen zu lassen, sie auszubilden und zu konsolidieren. Die Zeit der Ruhe, der Ausbildung und Konsolidierung darf im allgemeinen nicht zu lang bemessen sein, und dem Feind soll nach M├Âglichkeit keine Atempause gegeben werden.

Das sind die haupts├Ąchlichen Methoden der Volksbefreiungsarmee zur Niederwerfung Tschiang Kai-scheks. Diese Methoden entstanden im Feuer der langj├Ąhrigen K├Ąmpfe der Volksbefreiungsarmee gegen die inneren und ├Ąu├čeren Feinde und entsprechen v├Âllig unserer gegenw├Ąrtigen Situation. Unsere Strategie und Taktik baut sich auf dem Volkskrieg auf, und keine volksfeindliche Armee kann unsere Strategie und Taktik anwenden. „Die gegenw├Ąrtige Lage und unsere Aufgaben“ (25. Dezember 1947), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVEine ├ťberlegenheit an Kr├Ąften ist keine echte ├ťberlegenheit, wenn keine Vorbereitungen getroffen worden sind, und man hat dann auch keine Initiative. Wenn man das begriffen hat, kann oft eine unterlegene Streitmacht, die sich vorbereitet hat, durch einen ├ťberraschungsangriff einen ├╝berlegenen Gegner besiegen. „├ťber den langwierigen Krieg“ (Mai I938), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIX. DIE ARMEE DES VOLKES

Gibt es keine Volksarmee, dann gibt es nichts f├╝r das Volk. „├ťber die Koalitionsregierung“ (24. April 1946), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIDiese Armee ist dadurch stark, da├č alle, die ihr beigetreten sind, bewu├čt Disziplin halten; sie haben sich vereinigt und k├Ąmpfen nicht um der Privatinteressen einer Minderzahl oder einer kleinen Gruppe willen, sondern f├╝r die Interessen der breiten Volksmassen und f├╝r die Interessen der gesamten Nation. Fest an der Seite des chinesischen Volkes zu stehen und ihm mit ganzem Herzen zu dienen, ist das einzige Ziel dieser Armee. EbendaDie chinesische Rote Armee ist eine bewaffnete Organisation, die politische Aufgaben der Revolution ausf├╝hrt. Besonders jetzt darf sie sich keinesfalls auf die reine Kriegf├╝hrung beschr├Ąnken; neben den Kriegsoperationen zur Vernichtung der milit├Ąrischen Kr├Ąfte des Feindes sind ihr auch andere wichtige Aufgaben ├╝bertragen, n├Ąmlich, unter den Massen Propaganda zu treiben, sie zu organisieren und zu bewaffnen, ihnen bei der Errichtung der revolution├Ąren Macht zu helfen und Organisationen der Kommunistischen Partei zu gr├╝nden. Die Rote Armee f├╝hrt nicht Krieg um des Krieges willen, sondern um unter den Massen eine Propaganda zu entfalten, sie zu organisieren und zu bewaffnen, ihnen bei der Errichtung der revolution├Ąren Macht zu helfen; losgel├Âst von diesen Zielen, verliert der Krieg seinen Sinn und die Rote Armee ihre Existenzberechtigung. „├ťber die Berichtigung falscher Anschauungen in der Partei“ (Dezember 1949), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IDie Volksbefreiungsarmee wird immer eine Kampftruppe sein. Auch nach unserem Sieg in ganz China wird unsere Armee w├Ąhrend der Geschichtsperiode, in der in unserem Land die Klassen noch nicht beseitigt sind und in der Welt noch das imperialistische System existiert, eine Kampftruppe bleiben. Hier├╝ber darf es keinerlei Mi├čdeutungen oder Schwankungen geben. „Bericht auf der 2. Plenartagung des VII. Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas“ (5. M├Ąrz 1949), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVWir haben Truppen f├╝r die Kriegf├╝hrung und auch Truppen f├╝r die produktive Arbeit. Als kriegf├╝hrende Truppen besitzen wir die Achte Route-Armee und die Neue Vierte Armee; aber auch diese Armeen sollen f├╝r zweierlei Aufgaben eingesetzt werden: f├╝r die Kriegf├╝hrung und f├╝r die Produktion. Da wir diese beiden Arten von Truppen besitzen, wobei die milit├Ąrischen Truppen zu zweierlei Einsatz bef├Ąhigt sind und ├╝berdies noch die F├Ąhigkeit zur Arbeit unter den Massen haben, k├Ânnen wir unsere Schwierigkeiten ├╝berwinden und den japanischen Imperialismus zerschlagen. „Organisieren“ (z9. November i943). Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIUnsere Landesverteidigung wird gefestigt werden, und keinem Imperialisten wird es gestattet sein, nochmals in unser Land einzufallen. Die bewaffneten Kr├Ąfte unseres Volkes, mit der heldenhaften und gest├Ąhlten Volksbefreiungsarmee als Fundament, m├╝ssen aufrechterhalten bleiben und sich weiterentwickeln. Wir werden nicht nur ein machtvolles Heer, sondern auch eine machtvolle Luftwaffe und eine machtvolle Kriegsmarine haben. Er├Âffnungsansprache auf der 2. Plenartagung der Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes (21. September 1949)Unser Prinzip lautet: Die Partei kommandiert die Gewehre, und niemals darf zugelassen werden, da├č die Gewehre die Partei kommandieren. „Probleme des Krieges und der Strategie“ (6. November 1938). Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIAlle unsere Kommandeure und K├Ąmpfer m├╝ssen stets dessen eingedenk sein, da├č wir die gro├če Volksbefreiungsarmee sind, da├č wir die von der gro├čen Kommunistischen Partei Chinas gef├╝hrten Truppen sind. Wenn wir uns stets an die Weisungen der Partei halten, werden wir bestimmt siegen. „Deklaration der Chinesischen Volksbefreiungsarmee“ (Oktober 1947), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IV

X. DIE F├ťHRUNG DURCH DIE PARTEIKOMITEES

Das System des Parteikomitees ist eine wichtige Einrichtung in der Partei, die eine kollektive Leitung gew├Ąhrleistet und verhindert, da├č Einzelpersonen alle Leitungsfunktionen an sich rei├čen. Neulich wurde festgestellt, da├č in einigen leitenden Organen (nat├╝rlich nicht in allen) die ├╝ble Gewohnheit, da├č eine Einzelperson alle Leitungsfunktionen monopolisiert und wichtige Fragen allein entscheidet, stark verbreitet ist. Wichtige Fragen werden nicht in den Sitzungen des Parteikomitees entschieden, sondern von einem einzelnen, und die Mitglieder des Parteikomitees spielen nur noch die Rolle einer Staffage. Meinungsverschiedenheiten unter den Komiteemitgliedern k├Ânnen nicht ausgetragen werden, und man bel├Ą├čt sie lange Zeit ungel├Âst. So wird die ├ťbereinstimmung der Mitglieder des Parteikomitees nur formal und nicht tats├Ąchlich aufrechterhalten. Das mu├č sich ├Ąndern. K├╝nftig mu├č ├╝berall ein solides, vollst├Ąndiges System von Sitzungen des Parteikomitees eingerichtet werden – von den Regionalb├╝ros des Zentralkomitees bis zu den Bezirksparteikomitees von den Frontparteikomitees bis zu den Parteikomitees der Brigaden und der Milit├Ąrbezirke (Unteraussch├╝ssen der Revolution├Ąren Milit├Ąrkommission oder Leitungsgruppen), bei den Parteigruppen der f├╝hrenden Funktion├Ąre in den Regierungsinstitutionen, in den Massenorganisationen sowie in den Nachrichtenagenturen und Zeitungsverlagen. Alle wichtigen Fragen (nat├╝rlich nicht geringf├╝gige Fragen oder solche, ├╝ber die bereits in Sitzungen diskutiert wurde und Beschl├╝sse gefa├čt worden sind, welche nur noch ihrer Durchf├╝hrung harren) m├╝ssen ausnahmslos dem Komitee zur Er├Ârterung ├╝bergeben werden; die anwesenden Komiteemitglieder sollen r├╝ckhaltlos ihre Ansichten ├Ąu├čern und zu eindeutigen Entscheidungen gelangen, die dann von den einzelnen zust├Ąndigen Genossen in die Tat umzusetzen sind. Es mu├č zwei Arten von Sitzungen des Parteikomitees geben, n├Ąmlich die des st├Ąndigen Ausschusses und die Plenarsitzung, und beide sind streng auseinanderzuhalten. Au├čerdem mu├č man im Auge behalten, da├č sowohl die kollektive Leitung als auch die pers├Ânliche Verantwortung gleicherma├čen wichtig sind und weder das eine noch das andere vernachl├Ąssigt werden darf. In der Armee haben die verantwortlichen Befehlshaber w├Ąhrend der Kampfhandlungen oder dann, wenn es die Umst├Ąnde verlangen, das Recht, dringende Entscheidungen zu treffen. „├ťber die St├Ąrkung des Systems des Parteikomitees“ (20. September 1948). Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs. Bd. IVDer Sekret├Ąr des Parteikomitees mu├č es verstehen, ein guter „Gruppenf├╝hrer“ zu sein. Jedes Parteikomitee setzt sich aus zehn bis zwanzig Mitgliedern zusammen; es ├Ąhnelt zahlenm├Ą├čig einer Gruppe in der Armee, und der Parteisekret├Ąr ist einem „Gruppenf├╝hrer“ vergleichbar. Es ist wirklich nicht leicht, diese Gruppe gut zu f├╝hren. Gegenw├Ąrtig unterstehen den Regionalb├╝ros des Zentralkomitees und ihren Zweigstellen sehr gro├če Gebiete, und ihre Aufgaben sind sehr schwer. F├╝hren bedeutet nicht nur, Kurs und Richtlinien festzulegen, sondern auch richtige Arbeitsmethoden auszuarbeiten. Auch bei richtigem Kurs und korrekten Richtlinien k├Ânnen immer noch Schwierigkeiten auftauchen, wenn man mit den Arbeitsmethoden nachl├Ąssig ist. Will ein Parteikomitee seinen F├╝hrungsaufgaben gerecht werden, mu├č es sich auf seine „Mannschaft“ st├╝tzen und seinen Mitgliedern volle Entfaltungsm├Âglichkeit bieten. Um ein guter „Gruppenf├╝hrer“ zu werden mu├č der Sekret├Ąr intensiv lernen und die Probleme gr├╝ndlich studieren. Wenn sich der Sekret├Ąr und sein Stellvertreter um die Propaganda und Organisationsarbeit unter ihrer „Mannschaft“ nicht k├╝mmern, es nicht verstehen, in ihren Beziehungen zu den Komiteemitgliedern richtig vorzugehen, und nicht studieren, wie man erfolgreich Sitzungen abh├Ąlt, wird es ihnen sehr schwerfallen, ihre „Mannschaft“ gut zu befehligen. Wenn diese Mannschaft“ nicht im Gleichschritt marschiert, dann ist gar nicht daran zu denken, da├č sie Millionen von Menschen im Kampf und beim Aufbau f├╝hrt. Die Beziehungen zwischen Sekret├Ąr und Komiteemitgliedern beruhen nat├╝rlich auf der Unterordnung der Minderheit unter die Mehrheit und unterscheiden sich dadurch von den Beziehungen zwischen Gruppenf├╝hrern und Mannschaften, die hier nur als Analogie verwendet wurden. “ Arbeitsmethoden der Parteikomitees“ (10. M├Ąrz 1949), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVFragen m├╝ssen offen aufs Tapet gebracht werden. Das gilt nicht nur f├╝r den „Gruppenf├╝hrer“, sondern auch f├╝r die Mitglieder des Komitees. Man darf nicht hinter dem R├╝cken anderer reden. Wenn Fragen auftreten, mu├č man Sitzungen einberufen, die Fragen zur Diskussion stellen und diese oder jene Beschl├╝sse dazu fassen; so werden die Fragen gel├Âst. Wenn es Fragen gibt und diese Fragen aber nicht aufgerollt werden, ist es m├Âglich, da├č sie lange, sogar mehrere Jahre hindurch ungel├Âst bleiben. Der „Gruppenf├╝hrer“ und die Komiteemitglieder m├╝ssen einander verstehen k├Ânnen. Gegenseitiges Verst├Ąndnis, gegenseitige Unterst├╝tzung und Freundschaft zwischen dem Sekret├Ąr und den Komiteemitgliedern, zwischen dem Zentralkomitee und seinen Regionalb├╝ros sowie zwischen den Regionalb├╝ros und den Gebietsparteikomitees sind wichtiger als alles andere. Ebenda„Austausch von Informationen“. Das hei├čt, alle Mitglieder eines Parteikomitees m├╝ssen einander ├╝ber Dinge, die ihnen zur Kenntnis gelangen, Mitteilung machen und ihre Meinungen dar├╝ber austauschen. Das ist sehr wichtig, wenn man eine gemeinsame Sprache finden will. Manche handeln aber nicht danach, sondern verhalten sich so, wie Lao Dsi sagte: „Man h├Ârt beim andern Hahnenschrei und Hundegebell, verkehrt aber sein Lebtag nicht miteinander“. Infolgedessen mangelt es ihnen an einer gemeinsamen Sprache. EbendaWenn man etwas nicht versteht oder nicht wei├č, mu├č man die Funktion├Ąre der unteren Ebenen fragen, darf man nicht leichthin eine Zustimmung oder Ablehnung ├Ąu├čern . . . Wir d├╝rfen uns auf keinen Fall wissend stellen, wenn wir etwas nicht wissen. Man soll „sich nicht sch├Ąmen, Menschen niederer Stellung zu befragen und von ihnen zu lernen“. Wir m├╝ssen es verstehen, die Ansichten der Funktion├Ąre niederer Ebenen aufmerksam anzuh├Âren. Man mu├č erst Sch├╝ler sein, bevor man Lehrer wird; erst mu├č man sich bei den unteren Funktion├Ąren Rat holen, dann kann man Befehle erteilen. Was die unteren Funktion├Ąre sagen, kann richtig oder falsch sein hat man sie angeh├Ârt, mu├č man eine Analyse vornehmen. Richtige Ansichten mu├č man zur Kenntnis nehmen und nach ihnen handeln . Auch falsche Ansichten, die von unten kommen, mu├č man sich anh├Âren; das kategorisch abzulehnen, w├Ąre unrichtig. Doch darf man nicht nach ihnen handeln, sondern mu├č sie kritisieren. Ebenda„Klavier spielen“ lernen. Beim Klavierspielen m├╝ssen sich alle zehn Finger bewegen; es geht nicht, da├č sich dabei einige bewegen und andere nicht. Wenn jedoch alle zehn Finger gleichzeitig auf die Tasten dr├╝cken, kommt auch keine Melodie heraus. Um gute Musik hervorzubringen, mu├č die Bewegung der zehn Finger rhythmisch und koordiniert sein. Ein Parteikomitee mu├č die zentralen Aufgaben anpacken und festhalten jedoch, mit diesen im Mittelpunkt, gleichzeitig auch die Arbeit auf anderen Gebieten entfalten.

Wir haben uns jetzt um viele Arbeitsbereiche zu k├╝mmern; wir m├╝ssen in allen Gegenden, Truppenteilen und Sparten nach dem Rechten sehen, d├╝rfen nicht lediglich einem Teil der Fragen Aufmerksamkeit schenken, andere aber aus den Augen verlieren. ├ťberall, wo eine Frage auftaucht, m├╝ssen wir diese Taste anschlagen; das ist eine Methode, die wir unbedingt zu meistern haben. Manche spielen gut Klavier, andere schlecht, und die Melodien, die dabei herauskommen, unterscheiden sich stark voneinander. Die Genossen des Parteikomitees m├╝ssen gut „Klavier spielen“ lernen. EbendaMan mu├č „anpacken“. Das hei├čt, das Parteikomitee darf seine Hauptaufgaben nicht blo├č „aufgreifen“, es mu├č sie vielmehr „anpacken“. Wir k├Ânnen ein Ding nur ergreifen, wenn wir es fest packen, ohne den Griff auch nur im mindesten zu lockern. Etwas fassen, ohne es festzuhalten, hie├če soviel wie etwas nicht fassen. Mit gespreizten Fingern kann man nat├╝rlich nichts greifen. Schlie├čt man die Hand, schlie├čt sie aber nicht fest, dann schaut das wie ein Greifen aus, doch hat man das Ding nicht wirklich ergriffen. Manche unserer Genossen greifen zwar die Hauptaufgaben auf, packen sie aber nicht fest an, und so kann die Arbeit nicht gut verrichtet werden. Wenn man nichts aufgreift, kommt nichts dabei heraus; wenn man eine Sache aufgreift, sie jedoch nicht fest anpackt, kommt auch nichts dabei heraus. Ebenda„Zahlen“ im Kopf haben. Das hei├čt, man mu├č die quantitative Seite einer Situation oder eines Problems beachten, mu├č eine grundlegende quantitative Analyse vornehmen. Jede Qualit├Ąt dr├╝ckt sich in einer bestimmten Quantit├Ąt aus, ohne Quantit├Ąt gibt es keine Qualit├Ąt. Viele unserer Genossen verstehen bis jetzt noch immer nicht die quantitative Seite der Dinge zu beachten n├Ąmlich die grundlegenden Statistiken, die wichtigsten Prozentanteile und die quantitativen Grenzen, welche die Qualit├Ąt der Dinge bestimmen; f├╝r nichts haben sie „Zahlen“ im Kopf und machen infolgedessen unvermeidlich Fehler. Ebenda„Bekanntmachung zur Beruhigung der Bev├Âlkerung“. Man mu├č eine Sitzung, ebenso wie man eine „Bekanntmachung zur Beruhigung der Bev├Âlkerung“ anschl├Ągt, den Teilnehmern vorher ank├╝ndigen, damit sie wissen, welche Fragen diskutiert und gel├Âst werden sollen, und sich rechtzeitig darauf vorbereiten k├Ânnen. Es ist manchenorts vorgekommen, da├č vor Funktion├Ąrversammlungen keine Berichte und Resolutionsentw├╝rfe ausgearbeitet worden waren, und erst als die Teilnehmer eintrafen, improvisierte man sie so gut es ging. Das erinnert an das Wort: „Die Truppen und Pferde sind da, doch Proviant und Futter stehen noch nicht bereit.“ So etwas ist nicht gut. Ist man nicht vorbereitet, soll man

sich nicht damit beeilen, eine Sitzung abzuhalten. Ebenda„Weniger Truppen, aber bessere, und eine einfachere Verwaltung“, Reden, Vortr├Ąge, Artikel und Resolutionen sollen einfach und klar sein und den Kern der Sache ; treffen. Man soll auch nicht zu lange Sitzungen abhalten. EbendaEs ist darauf zu achten, da├č man sich mit Genossen, die eine andere Meinung haben, vereinigt und mit ihnen zusammenarbeitet. Darauf mu├č man sowohl in den ├Ârtlichen Verwaltungen und Organisationen als auch in der Armee achten. Das gleiche gilt f├╝r die Beziehungen zu Menschen, die nicht der Kommunistischen Partei angeh├Âren. Wir kommen aus allen Teilen des Landes und m├╝ssen es verstehen, uns nicht nur mit jenen Genossen, die unsere Ansichten teilen, sondern auch mit jenen, die anderer Meinung sind, zu vereinigen und mit ihnen zusammenzuarbeiten. EbendaSich sehr davor in acht nehmen, da├č man ├╝berheblich wird. Das ist von prinzipieller Bedeutung f├╝r die leitenden Genossen und ist auch eine wichtige Voraussetzung f├╝r die Erhaltung der Einheit. Auch wer keine schweren Fehler begangen und sogar gro├če Erfolge in seiner Arbeit errungen hat, darf nicht ├╝berheblich werden. EbendaMan mu├č deutlich zweierlei Trennungs Linien ziehen. Zun├Ąchst ist es die zwischen Revolution und Konterrevolution, zwischen Yenan und Sianl. Manche verstehen. Von Januar 1937 bis M├Ąrz 1947 befand sich der Sitz des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas in Yenan, w├Ąhrend Sian das Zentrum der reaktion├Ąren Kuomintang-Herrschaft in Nordwestchina war. Genosse Mao Tse-tung versinnbildlicht in den beiden St├Ądten Revolution und Konterrevolution, nicht, da├č man diese Trennungslinie ziehen mu├č. Wenn sie z. B. gegen den B├╝rokratismus k├Ąmpfen, dann sprechen sie von Yenan so, als w├Ąre hier „nichts in Ordnung“, vergleichen nicht den B├╝rokratismus in Yenan mit dem B├╝rokratismus in Sian und stellen keine Unterschiede zwischen beiden fest. Damit begehen sie einen grundlegenden Fehler. Sodann mu├č man in den Reihen der Revolution zwischen Richtigem und Falschem, zwischen Erfolgen und M├Ąngeln eine deutliche Trennungslinie ziehen und klarstellen, welches von beiden das . haupts├Ąchliche, welches das sekund├Ąre ist. Machen z.B. die Erfolge drei├čig Prozent oder siebzig Prozent aus? Man darf sie weder schm├Ąlern noch ├╝bertreiben. Die Arbeit eines Menschen mu├č man grunds├Ątzlich danach einsch├Ątzen, ob sie zu drei├čig Prozent als erfolgreich und zu siebzig Prozent als fehlerhaft zu bezeichnen ist, oder umgekehrt. Machen seine Erfolge siebzig Prozent des Gesamtresultats aus, dann mu├č man seine Arbeit im gro├čen und ganzen als positiv bewerten. Sind haupts├Ąchlich Erfolge zu verzeichnen, ist es v├Âllig falsch, die Fehler in den Vordergrund zu stellen. Wenn wir eine Frage behandeln, d├╝rfen wir auf keinen Fall vergessen, diese beiden Trennungslinien deutlich zu ziehen: die zwischen Revolution und Konterrevolution und die zwischen Erfolgen und M├Ąngeln. Wenn wir uns diese beiden Trennungsstriche vor Augen halten, l├Ą├čt sich alles gut erledigen; andernfalls wird man das Wesen des Problems verwirren. Um den Trennungsstrich richtig zu ziehen, ist es nat├╝rlich n├Âtig, sorgf├Ąltige Studien und Analysen vorzunehmen. Wir m├╝ssen uns darauf einstellen, jeden Menschen und jede Angelegenheit zu analysieren und zu studieren. EbendaIn organisatorischer Hinsicht ist ein demokratisches Leben unter zentralisierter F├╝hrung zu gew├Ąhrleisten. Dabei sind folgende Linien einzuhalten:

(1) Die Parteileitungen m├╝ssen eine korrekte richtungweisende Linie festlegen, sie m├╝ssen f├╝r jedes auftauchende Problem eine L├Âsung finden, um so zu f├╝hrenden Zentren zu werden.

(2) Die Parteileitungen auf h├Âherer Ebene m├╝ssen sich mit der Lage in den Parteileitungen auf den unteren Ebenen und mit dem Leben der Massen vertraut machen, um auf diese Weise die objektive Grundlage f├╝r eine richtige F├╝hrung zu erhalten.

(3) Die Parteileitungen aller Ebenen d├╝rfen bei der L├Âsung der Probleme keine un├╝berlegten Entscheidungen treffen. Ist ein Beschlu├č einmal gefa├čt, mu├č er strikt durchgef├╝hrt werden.

(4) Alle wichtigen Beschl├╝sse der oberen Parteileitungen sind den unteren Leitungen und der Masse der Parteimitglieder rasch zur Kenntnis zu bringen.

(5) Die unteren Parteileitungen und die Parteimitglieder m├╝ssen die Anweisungen der oberen Leitungen in allen Einzelheiten diskutieren, um ihren Sinn voll und ganz zu verstehen und die Methoden ihrer Durchf├╝hrung zu bestimmen. „├ťber die Berichtigung falscher Anschauungen in der Partei“ (Dezember 1929). Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IXI. DIE MASSENLINIE

Das Volk und nur das Volk ist die Triebkraft, die die Weltgeschichte macht. „├ťber die Koalitionsregierung“ (24. April 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIDie wahren Helden sind die Massen, wir selbst aber sind oft naiv bis zur L├Ącherlichkeit; wer das nicht begriffen hat, wird nicht einmal die minimalen Kenntnisse erwerben k├Ânnen. „Vorwort und Nachwort zur ,Untersuchung der Verh├Ąltnisse im Dorf` “ (M├Ąrz und April 1941), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IlIDen Volksmassen wohnt eine unbegrenzte Sch├Âpferkraft inne. Sie k├Ânnen sich organisieren und k├Ânnen an jedem Ort und in jeder Sparte, wo es ihnen m├Âglich ist, ihre Kr├Ąfte zu entfalten, einen Vormarsch erzielen; sie k├Ânnen die Produktion in die Tiefe und in die Breite vorantreiben und immer mehr Wohlfahrtswerke f├╝r sich selbst schaffen. Vorbemerkung zum Artikel „Ein Ausweg f├╝r die ├╝bersch├╝ssige Arbeitskraft gefunden“ (1955), in: Der sozialistische Aufschwung im chinesischen Dorf, Bd. IIDer gegenw├Ąrtige Aufschwung der Bauernbewegung ist ein gewaltiges Ereignis. Es dauert nur noch eine sehr kurze Zeit, und in allen Provinzen Mittel-, S├╝d- und Nordchinas werden sich Hunderte Millionen von Bauern erheben; sie werden ungest├╝m und unb├Ąndig wie ein Orkan sein, und keine noch so gro├če Macht wird sie aufhalten k├Ânnen. Sie werden alle ihnen angelegten Fesseln sprengen und auf dem Weg zur Befreiung vorw├Ąrtsst├╝rmen. Sie werden, allen Imperialisten, Milit├Ąrmachthabern, korrupten Beamten, allen ├Ârtlichen Machthabern und ├╝blen „Vornehmen“ das Grab schaufeln. Sie werden alle revolution├Ąren Parteien, alle revolution├Ąren Genossen ├╝berpr├╝fen, um sie entweder zu akzeptieren oder abzulehnen. Soll man sich an ihre Spitze stellen, um sie zu f├╝hren? Soll man hinter ihnen hertrotten, um sie wild gestikulierend zu kritisieren? Oder soll man ihnen in den Weg treten, um gegen sie zu k├Ąmpfen? Es steht jedem Chinesen frei, einen dieser drei Wege zu w├Ąhlen, aber der Lauf der Ereignisse wird dich zwingen, rasch deine Wahl zu treffen. „Untersuchungsbericht ├╝ber die Bauernbewegung in Hunan“ (M├Ąrz 1927), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IDer gegenw├Ąrtige Aufschwung bei den sozialen Umgestaltungen auf dem Lande – d. h. beim genossenschaftlichen Zusammenschlu├č – hat bereits einige Gebiete des Landes ergriffen; bald wird sich dieser Aufschwung ├╝ber das ganze Land ausbreiten. Es ist dies eine sozialistische revolution├Ąre Bewegung von riesigen Ausma├čen, welche die mehr als 600 Millionen Menschen z├Ąhlende Landbev├Âlkerung umfa├čt, eine Bewegung von gr├Â├čter Weltbedeutung. Wir m├╝ssen diese Bewegung tatkr├Ąftig, enthusiastisch und planm├Ą├čig f├╝hren und d├╝rfen sie nicht auf diese oder jene Weise zur├╝ckzerren. In einer solchen Bewegung sind einige Abweichungen nicht zu vermeiden; das ist begreiflich, und es wird auch nicht schwerfallen, sie zu berichtigen. Die M├Ąngel oder Fehler, die bei den Funktion├Ąren und bei den Bauern zu verzeichnen sind, k├Ânnen ├╝berwunden bzw. berichtigt werden, wenn wir ihnen nur dabei tatkr├Ąftig helfen. Zur Frage des genossenschaftlichen Zusammenschlusses in der Landwirtschaft (31. Juli 1955)In den Massen steckt ein gewaltiger Drang zum Sozialismus. Jene Leute, die sich in revolution├Ąren Zeiten nur im gewohnten Trott bewegen k├Ânnen, nehmen diesen Drang gar nicht wahr. Sie sind blind, vor ihren Augen ist nichts als Finsternis. Manchmal versteigen sie sich sogar dazu, die Wahrheit auf den Kopf zu stellen und aus wei├č schwarz zu machen. Sind wir denn nicht genug Leuten von dieser Sorte begegnet? Jene, die nur ausgetretenen Pfaden folgen k├Ânnen, untersch├Ątzen stets den Enthusiasmus des Volkes. Tritt etwas Neues ein, wollen sie dem nie zustimmen, sind sie zuerst einmal, ohne nachzudenken, dagegen. Dann geben sie sich geschlagen und ├╝ben ein wenig Selbstkritik. Kommt es dann wieder zu etwas Neuem, wiederholt sich dasselbe Spiel. Und schlie├člich wird dieses ihr Verhalten zu einer regelm├Ą├čigen Schablone, wann immer sie es mit etwas Neuem zu tun bekommen. Solche Leute sind immer passiv, an einem entscheidenden Wendepunkt bleiben sie immer stehen und k├Ânnen nicht weiter, stets mu├č ihnen ein t├╝chtiger Klaps auf den R├╝cken gegeben werden, ehe sie einen Schritt vorw├Ąrts tun. Vorbemerkung zum Artikel „Diese Landgemeinde wurde in zwei Jahren vergenossenschaftlicht“ (1955), in: Der sozialistische Aufschwung im chinesischen Dorf, Bd.IISeit mehr als zwei Jahrzehnten leistet unsere Partei t├Ąglich Massenarbeit, und seit einem guten Dutzend Jahren spricht sie t├Ąglich von der Massenlinie. Wir vertreten von jeher den Standpunkt, da├č sich die Revolution auf die Volksmassen st├╝tzen mu├č, da├č jedermann dabei Hand anlegen soll, und wir treten stets dagegen auf, da├č man sich lediglich auf einige wenige Leute st├╝tzt, die herumkommandieren. Jedoch in der T├Ątigkeit mancher Genossen hat sich die Massenlinie noch immer nicht durchsetzen k├Ânnen; diese Genossen verlassen sich immer noch auf eine kleine Anzahl von Personen und verrichten die Arbeit in stiller Abgeschiedenheit. Einer der Gr├╝nde daf├╝r liegt darin, da├č sie, was immer sie auch unternehmen, nie gewillt sind, den von ihnen gef├╝hrten Menschen die Dinge klar auseinanderzusetzen, es nicht verstehen, die Initiative und Sch├Âpferkraft der unter ihrer F├╝hrung T├Ątigen zur Entfaltung zu bringen. Subjektiv haben auch sie den Wunsch, da├č jedermann zur Stelle ist und mit Hand anlegt, doch lassen sie die anderen nicht wissen, was zu tun ist und wie es getan werden soll. Wie soll man dann erwarten, da├č die Leute in Bewegung kommen, und wie kann dann die Arbeit erfolgreich geleistet werden? Das Grundlegende bei der L├Âsung dieser Frage besteht nat├╝rlich darin, da├č man die ideologische Erziehung zur Massenlinie durchf├╝hrt. Zugleich mu├č man aber auch die Genossen in den zahlreichen konkreten Arbeitsmethoden unterweisen. „Ansprache an die Redaktionsmitglieder der Zeitung Djin-Sui Ribao“ (2. April 1948), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVDie vierundzwangzigj├Ąhrigen Erfahrungen zeigen uns, da├č alles, was sich in der Aufgabenstellung, den politischen Richtlinien und dem Arbeitsstil als richtig erwiesen hat, immer den Forderungen der Massen zum gegebenen Zeitpunkt und am jeweiligen Ort entsprach und uns mit den Massen verband; umgekehrt lief alles Falsche in der Aufgabenstellung, den politischen Richtlinien und dem Arbeitsstil stets den Forderungen der Massen zum gegebenen Zeitpunkt und am jeweiligen Ort zuwider und l├Âste uns von den Massen los. Der Grund, warum ├╝ble Erscheinungen wie Dogmatismus, Empirismus, Kommandoregime, Nachtrabpolitik, Sektierertum, B├╝rokratismus, ├ťberheblichkeit in der Arbeit unbedingt sch├Ądlich und unzul├Ąssig sind und warum die Menschen die ├ťbel, an denen sie kranken, unbedingt ├╝berwinden m├╝ssen, liegt darin, da├č diese ├ťbel uns von den Massen losl├Âsen. „├ťber die Koalitionsregierung“ (24. April 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIWenn man sich mit den Massen verbinden will, mu├č man den Bed├╝rfnissen und W├╝nschen der Massen entsprechend handeln. Bei jeder Arbeit, die f├╝r die Massen geleistet wird, mu├č man von den Bed├╝rfnissen der Massen ausgehen und nicht von irgendwelchen pers├Ânlichen W├╝nschen, und seien diese noch so wohlmeinend. Es kommt sehr oft vor, da├č die Massen zwar objektiv bestimmter Reformen bed├╝rfen, subjektiv aber sich dessen noch nicht bewu├čt sind, sich noch nicht entschlossen haben oder noch nicht den Wunsch hegen, die Reformen vorzunehmen; dann m├╝ssen wir geduldig abwarten. Erst dann, wenn durch unsere Arbeit den Massen in ihrer Mehrheit das betreffende Bed├╝rfnis zum Bewu├čtsein gekommen ist, wenn sie ihren Entschlu├č gefa├čt haben und selbst den Wunsch hegen, die Reform durchzuf├╝hren, k├Ânnen wir an diese Arbeit schreiten; sonst k├Ânnten wir uns von den Massen losl├Âsen. Jede T├Ątigkeit, bei der die Teilnahme der Massen erforderlich ist, wird zu einer blo├čen Formsache werden und Schiffbruch erleiden, wenn das Bewu├čtsein und der Wille der Massen fehlen. Hier gibt es zwei Prinzipien. Das eine lautet: Man mu├č von den realen Bed├╝rfnissen der Massen ausgehen, nicht aber von solchen, die wir uns einbilden. Das andere besagt: Die Massen m├╝ssen es selbst w├╝nschen, der Entschlu├č mu├č von den Massen selbst gefa├čt werden, nicht aber von uns an ihrer Statt. „Die Einheitsfront in der Kulturarbeit“ (30. Oktober 1944), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIUnser Parteitag mu├č die ganze Partei aufrufen, die Wachsamkeit zu erh├Âhen und darauf zu achten, da├č sich kein Genosse, auf welchem Abschnitt der Arbeit er auch t├Ątig sei, von den Massen losl├Âst. Man mu├č jeden Genossen lehren, die Volksmassen zu lieben, ihrer Stimme aufmerksam zu lauschen; jeder Genosse soll, wohin auch immer er geht, mit den Volksmassen an dem betreffenden Ort verschmelzen, sich nicht ├╝ber sie stellen, sondern in ihnen untertauchen; ausgehend vom gegebenen Bewu├čtseinsgrad der Massen, soll er sie aufkl├Ąren und ihr Bewu├čtsein heben, ihnen helfen, sich nach dem Prinzip der tiefempfundenen Freiwilligkeit schrittweise zu organisieren und nach und nach alle notwendigen K├Ąmpfe zu entfalten, welche die inneren und ├Ąu├čeren Umst├Ąnde zur gegebenen Zeit und am gegebenen Ort erlauben. „├ťber die Koalitionsregierung“ (24. April 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIWenn das Bewu├čtsein der Massen noch nicht geweckt ist und wir dennoch einen Angriff unternehmen, dann ist das Abenteuertum. Wenn wir die Massen stur zu etwas veranlassen, das sie selbst nicht zu tun w├╝nschen, so wird das Ergebnis unweigerlich eine Niederlage sein. Wenn die Massen vorw├Ąrtsmarschieren wollen, wir aber nicht weitergehen, dann ist das Rechtsopportunismus. „Ansprache an die Redaktionsmitglieder der Zeitung Djin-Sui Ribao“ (2. April 1948), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVBei jeder Arbeit ist ein Kommandoregime falsch, denn es bedeutet, da├č man sich ├╝ber den Bewu├čtseinsgrad der Massen hinwegsetzt, dem Prinzip der Freiwilligkeit der Massen zuwiderhandelt, an Fiebrigkeit leidet. Unsere Genossen d├╝rfen nicht annehmen, da├č alles, was ihnen verst├Ąndlich ist, auch von den breiten Massen verstanden werde. Ob die Massen etwas verstanden haben und bereit sind, in Aktion zu treten, kann man nur erfahren, wenn man sich mitten unter die Massen begibt und Nachforschungen anstellt. Wenn wir so verfahren, dann werden wir ein Kommandoregime verh├╝ten k├Ânnen. Bei jeder Arbeit ist auch eine Nachtrabpolitik falsch, denn sie bedeutet, da├č man hinter der Bewu├čtseinsreife der Massen zur├╝ckbleibt, dem Prinzip, die Massen vorw├Ąrtszuf├╝hren, zuwiderhandelt, an Lethargie leidet. Unsere Genossen d├╝rfen nicht annehmen, da├č etwas, was sie selbst nicht verstehen, durchweg auch den Massen unverst├Ąndlich sei. Es kommt oft vor, da├č die breiten Volksmassen uns vorauslaufen, da├č sie dringend einen Schritt vorw├Ąrts ben├Âtigen, da├č unsere Genossen aber nicht imstande sind, sich an ihre Spitze zu stellen, statt dessen die Ansichten von r├╝ckst├Ąndigen Elementen widerspiegeln, ja mehr noch, die Ansichten dieser Elemente f├Ąlschlicherweise f├╝r die Ansichten der breiten Massen halten und hinter den r├╝ckst├Ąndigen Elementen einhertrotten. „├ťber die Koalitionsregierung“ (24. April 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIDie Meinungen der Massen sammeln und konzentrieren, sie wieder in die Massen tragen, damit sie konsequent verwirklicht werden, wodurch sich die richtigen Ansichten der F├╝hrung herausbilden – das ist die grundlegende F├╝hrungsmethode. „Einige Fragen der F├╝hrungsmethoden“ (6. Juni 1947), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIIn der gesamten praktischen Arbeit unserer Partei mu├č eine richtige F├╝hrung stets „aus den Massen sch├Âpfen und in die Massen hineintragen“, das hei├čt: die Meinungen der Massen (vereinzelte und nicht systematische Meinungen) sind zu sammeln und zu konzentrieren (sie werden studiert und in konzentrierte und systematisierte Form gebracht) und dann wieder in die Massen hineinzutragen, zu propagieren und zu erl├Ąutern, bis die Massen sie sich zu eigen gemacht haben, sich f├╝r sie einsetzen und sie verwirklichen; dabei wird die Richtigkeit dieser Meinungen in den Aktionen der Massen ├╝berpr├╝ft. Dann gilt es, die Meinungen der Massen erneut zusammenzufassen und sie erneut in die Massen hineinzutragen, damit diese sie beharrlich verwirklichen. Und so geht es unendlich spiralf├Ârmig weiter, wobei diese Meinungen mit jedem Mal richtiger, lebendiger und reicher werden. Das ist die marxistische Erkenntnistheorie. EbendaWir m├╝ssen in die Massen gehen, von den Massen lernen, ihre Erfahrungen zu besseren, systematisierten Erkenntnissen und Methoden verallgemeinern, diese sodann wieder den Massen ├╝bermitteln (sie propagieren), die Massen aufrufen, diesen Erkenntnissen und Methoden gem├Ą├č zu handeln, und die Probleme der Massen l├Âsen, damit die Massen Befreiung und Gl├╝ck erlangen. „Organisieren I“ (29. November 1943), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIIn manchen unserer ├Ârtlichen Leitungen gibt es Leute, die der Meinung sind, es gen├╝ge, da├č die f├╝hrenden Funktion├Ąre allein die Politik der Partei kennen, die Massen brauchten sie nicht zu kennen. Das ist einer der wesentlichen Gr├╝nde daf├╝r, da├č wir manchmal unsere Arbeit nicht gut verrichten k├Ânnen. „Ansprache an die Redaktionsmitglieder der Zeitung Djin-Sui Ribao“ (2. April 1948), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVBei jeder Massenbewegung mu├č man grundlegend untersuchen und analysieren, wieviel Menschen sie aktiv unterst├╝tzen, wieviel dagegen sind und wieviel eine neutrale Haltung einnehmen, und man darf nicht ohne Unterlagen, subjektiv Fragen entscheiden. „Arbeitsmethoden der Parteikomitees“ (13. M├Ąrz 1949), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IV├ťberall teilen sich die Massen in der Regel in drei Gruppen: die relativ Aktiven, die eine Mittelstellung Einnehmenden und die relativ R├╝ckst├Ąndigen. Deshalb m├╝ssen die leitenden Genossen es verstehen, die kleine Anzahl Aktivisten um die F├╝hrung zusammenzuschlie├čen und, auf sie gest├╝tzt, die Aktivit├Ąt der mittleren Gruppe zu heben und die r├╝ckst├Ąndigen Menschen zu gewinnen. „Einige Fragen der F├╝hrungsmethoden“ (1. Juni 1943), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIEs gut verstehen, die Politik der Partei in die Aktion der Massen umzusetzen und zu bewirken, da├č jede unserer Bewegungen und jeder unserer K├Ąmpfe nicht nur von den leitenden Funktion├Ąren, sondern auch von den breiten Massen begriffen und gemeistert wird – das ist die marxistisch-leninistische F├╝hrungskunst. Und hier liegt auch die Wasserscheide, wo es sich zeigt, ob wir in unserer Arbeit Fehler machen oder nicht. „Ansprache an die Redaktionsmitglieder der Zeitung Djin-Sui Ribao“ (2. April 1948), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVGibt es nur eine Aktivit├Ąt der f├╝hrenden Gruppe, die nicht mit der Aktivit├Ąt der breiten Massen verbunden ist, dann wird es bei fruchtlosen Bem├╝hungen einer Handvoll Menschen bleiben. Aber die Aktivit├Ąt der breiten Massen kann sich weder lange halten noch in der richtigen Richtung entwickeln, noch ein h├Âheres Niveau erreichen, wenn eine starke f├╝hrende Gruppe fehlt, die diese Aktivit├Ąt auf geeignete Weise organisiert. „Einige Fragen der F├╝hrungsmethoden“ (1. Juni 1948), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIDie Produktionst├Ątigkeit der Massen, die Interessen der Massen, die Erfahrungen der Massen, die Stimmungen der Massen – all dem m├╝ssen die f├╝hrenden Kader stets ihre Aufmerksamkeit schenken. Inschrift f├╝r eine Produktionsausstellung, die von direkt dem Zentralkomitee der Partei und seinem Milit├Ąrausschu├č unterstehenden Organisationen veranstaltet wurde. Ver├Âffentlicht am 24. November 1948 in der Yenaner Tageszeitung Jiefang RibaoWir m├╝ssen den Fragen des Alltagslebens der Volksmassen eindringlich unsere Aufmerksamkeit widmen, angefangen von den Fragen des Grund und Bodens und Fragen der Arbeit bis zu solchen Fragen wie Brennmaterial, Reis, Speise├Âl und Salz. Alle diese Fragen des t├Ąglichen Lebens der Volksmassen m├╝ssen auf unsere Tagesordnung gesetzt werden. Man mu├č sie er├Ârtern, Beschl├╝sse dazu fassen, diese Beschl├╝sse in die Tat umsetzen und ihre Durchf├╝hrung kontrollieren. Wir m├╝ssen den Volksmassen klarmachen, da├č wir ihre Interessen vertreten, da├č wir die gleiche Luft atmen wie sie. Wir m├╝ssen ihnen helfen, da├č sie in Anbetracht dessen die von uns gestellten noch gr├Â├čeren Aufgaben, die Aufgaben des revolution├Ąren Krieges, verstehen, damit sie die Revolution unterst├╝tzen und sie ├╝ber das ganze Land ausbreiten, damit sie unseren politischen Aufrufen Folge leisten und f├╝r den Sieg der Revolution bis zum Ende k├Ąmpfen. „K├╝mmern wir uns um das Wohl der Massen, achten wir auf die Arbeitsmethoden!“ (27. Januar 1934), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. I

XII. DIE POLITISCHE ARBEIT

Das in der damaligen Armee eingef├╝hrte System der Parteivertreter und der politischen Abteilungen, das es bis dahin in der Geschichte Chinas nicht gegeben hatte, verlieh der Armee ein neues Aussehen. Die 19z7 gegr├╝ndete Rote Armee und die heutige Achte Route-Armee haben dieses System ├╝bernommen und weiter ausgebaut. „Gespr├Ąch mit dem englischen Journalisten James Bertram“ (25. Oktober 1937), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. II

Gemeint sind die revolution├Ąren Streitkr├Ąfte, die von der Kommunistischen Partei Chinas und , der Kuomintang in den Jahren ihrer Zusammenarbeit w├Ąhrend des Ersten Revolution├Ąren B├╝rgerkrieges (1924-1927) gemeinsam organisiert wurden.

Der ├ťbers.Die Volksbefreiungsarmee hat ihre machtvolle revolution├Ąre politische Arbeit auf der Grundlage des Volkskrieges und der Prinzipien der Einheit zwischen Armee und Volk, der Einheit zwischen Kommandeuren und K├Ąmpfern und der Zersetzung der feindlichen Armee aufgebaut, und diese politische Arbeit ist ein wichtiger Faktor f├╝r unseren Sieg ├╝ber den Feind. „Die gegenw├Ąrtige Lage und unsere Aufgaben“ (25. Dezember 1947)` Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVDiese Armee hat ein System der politischen Arbeit entwickelt, das f├╝r den Volkskrieg erforderlich ist und den Kampf f├╝r die Einheit unserer Armee, f├╝r den Zusammenschlu├č mit den befreundeten Armeen, f├╝r die Einheit mit dem Volk, f├╝r die Zersetzung der gegnerischen Armee und f├╝r die Gew├Ąhrleistung des Sieges im Krieg zur Aufgabe hat. „├ťber die Koalitionsregierung“ (24. April 1946), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIDie politische Arbeit ist der Lebensnerv jeder wirtschaftlichen T├Ątigkeit. Ganz besonders gilt das f├╝r eine Periode, da im sozial-├Âkonomischen System grundlegende Umw├Ąlzungen vor sich gehen. Vorbemerkung zum Artikel „Eine ernste Lehre“ (1955), in: Der sozialistische Aufschwung im chinesischem Dorf, Bd. IEin wichtiger Grund, warum die Rote Armee so harte K├Ąmpfe durchfechten konnte, ohne auseinanderzufallen, liegt darin, da├č „die Grundorganisation der Partei auf Kompanieebene aufgebaut“ ist. „Der Kampf im Djinggang-Gebirge“ (25. November 1928), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IEs gibt drei Grundprinzipien f├╝r die politische Arbeit der Achten Route-Armee, und zwar: Erstens, das Prinzip der Einheit zwischen Offizieren und Mannschaften. Es bedeutet die Liquidierung der feudalen Beziehungen in der Armee, die Abschaffung des Systems der Beschimpfungen und Mi├čhandlungen, die Herstellung einer bewu├čten Disziplin und die Einf├╝hrung einer Lebensweise, bei der Offiziere und Mannschaften Wohl und Wehe miteinander teilen. Dadurch ist die ganze Armee fest zusammengeschlossen. Zweitens, das Prinzip der Einheit von Armee und Volk. Es bedeutet die Aufrechterhaltung einer Disziplin, bei der nicht das geringste Vergehen gegen die Volksmassen geduldet wird, ferner Propaganda unter den Massen, ihre Organisierung und Bewaffnung sowie die Erleichterung ihrer ├Âkonomischen Lasten und die Niederschlagung der Landesverr├Ąter und Kollaborateure, die der Armee und dem Volk Schaden zuf├╝gen. Dadurch ist die Armee fest mit dem Volk zusammengeschlossen und wird ├╝berall von den Volksmassen willkommen gehei├čen. Drittens, das Prinzip der Zersetzung der feindlichen Truppen und der milden Behandlung der Kriegsgefangenen. Unser Sieg h├Ąngt nicht nur von den milit├Ąrischen Operationen unserer Truppen, sondern auch von der Zersetzung der Truppen des Feindes ab. „Gespr├Ąch mit dem englischen Journalisten James Bertram“ (25. Oktober 1937), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIUnsere Truppen m├╝ssen sich in ihren Beziehungen zu den Volksmassen, zu den Machtorganen und zur Partei, in den Beziehungen zwischen Offizieren und Soldaten, in den Beziehungen zwischen der milit├Ąrischen und der politischen T├Ątigkeit sowie in den Wechselbeziehungen unter den Funktion├Ąren an die richtigen Prinzipien halten und d├╝rfen auf keinen Fall an den ├ťbeln des Milit├Ąrmachthabertums kranken. Die Offiziere m├╝ssen sich um die Soldaten k├╝mmern, deren Wohlergehen darf ihnen nicht gleichg├╝ltig sein, eine physische Bestrafung darf nicht vorgenommen werden; die Truppenteile m├╝ssen sich um die Volksmassen k├╝mmern, d├╝rfen nie die Volksinteressen beeintr├Ąchtigen; die Armee mu├č die Machtorgane und die Partei respektieren, darf keine Unabh├Ąngigkeit beanspruchen. „Organisieren“ (25. November 1943), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIWas die Kriegsgefangenen aus den Reihen der japanischen Armee, der Marionettentruppen und der antikommunistischen Einheiten betrifft, mu├č unsere Politik darauf gerichtet sein, sie alle freizulassen, mit Ausnahme jener, die den bitteren Ha├č der Volksmassen auf sich geladen haben, hingerichtet werden m├╝ssen und deren Todesurteil von den h├Âheren Instanzen auch best├Ątigt worden ist. Unter den Gefangenen sollen jene, die zwangsweise zum Kriegsdienst gepre├čt worden sind und mehr oder weniger zur Revolution neigen, in gro├čer Zahl f├╝r unsere Armee gewonnen werden. Die ├╝brigen sind freizulassen; und wenn von ihnen einige abermals gegen uns k├Ąmpfen und erneut in unsere H├Ąnde fallen, sollen sie wiederum freigelassen werden. Man darf sie nicht beleidigen, darf ihnen die pers├Ânlichen Habseligkeiten nicht wegnehmen, darf keine Schuldbekenntnisse von ihnen verlangen, sondern man mu├č sie vielmehr alle aufrichtig und freundlich behandeln. Wie reaktion├Ąr sie auch gesinnt sein m├Âgen, m├╝ssen wir ihnen allen gegen├╝ber diese Politik ‚ durchf├╝hren. Das ist f├╝r die Isolierung des reaktion├Ąren Lagers ungemein wirkungsvoll. „├ťber die Politik“ (25. Dezember 1940), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIWaffen sind im Krieg ein wichtiger Faktor, jedoch nicht der entscheidende; der entscheidende Faktor sind die Menschen, , nicht die Dinge. Das Kr├Ąfteverh├Ąltnis ist nicht nur durch das Verh├Ąltnis der milit├Ąrischen und wirtschaftlichen Kr├Ąfte gegeben, sondern auch durch das Verh├Ąltnis der Menschenreserven und der moralischen Kr├Ąfte der Menschen. Die milit├Ąrischen und wirtschaftlichen Kr├Ąfte m├╝ssen von Menschen gehandhabt werden. „├ťber den langwierigen Krieg“ (Mai 1938), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIDie Atombombe ist ein Papiertiger, mit dem die amerikanischen Reaktion├Ąre die Menschen einsch├╝chtern wollen. Sie sieht f├╝rchterlich aus, aber in Wirklichkeit ist sie es nicht. Nat├╝rlich ist die Atombombe eine Massenvernichtungswaffe. Aber ├╝ber den Ausgang eines Krieges entscheidet das Volk, nicht eine oder zwei neue Arten von Waffen. „Gespr├Ąch mit der amerikanischen Korrespondentin Anna Louise Strong“ (August 1946), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVDas Fundament der Armee sind die Soldaten; wenn diese nicht von einem fortschrittlichen politischen Geist erf├╝llt sind und wenn dieser Geist nicht durch eine fortschrittliche politische Arbeit gepflegt wird, dann ist es unm├Âglich, eine echte Einheit zwischen Offizieren und Mannschaften herbeizuf├╝hren, die Offiziere und Soldaten zu h├Âchster Begeisterung f├╝r den Widerstandskrieg anzufeuern und allen technischen und taktischen Mitteln die bestm├Âgliche Grundlage zu geben, auf der sich ihre gr├Â├čte Wirksamkeit entfalten kann. „├ťber den langwierigen Krieg“ (Mai 1938), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIUnter einem Teil der Genossen in der Roten Armee ist ein rein milit├Ąrischer Gesichtspunkt au├čergew├Âhnlich verbreitet. Er ├Ąu├čert sich folgenderma├čen:

Sie betrachten die milit├Ąrische und die politische T├Ątigkeit als einander entgegengesetzt und erkennen nicht an, da├č die milit├Ąrische T├Ątigkeit nur eins der Mittel zur Erf├╝llung politischer Aufgaben ist. Manche versteigen sich zu der Behauptung: „Wenn milit├Ąrisch alles gut steht, steht selbstverst├Ąndlich auch politisch alles gut; wenn es aber milit├Ąrisch schlecht steht, kann es auch politisch nicht gut stehen.“ Damit wird noch ein Schritt weitergegangen und das Milit├Ąrwesen der Politik gegen├╝ber als f├╝hrend angesehen. „├ťber die Berichtigung falscher Anschauungen in der Partei“ (Dezember 1929), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IDie ideologische Erziehung ist das zentrale Kettenglied, das wir ergreifen m├╝ssen, um die ganze Partei f├╝r die gro├čen politischen K├Ąmpfe zusammenzuschlie├čen. Wird diese Aufgabe nicht gel├Âst, dann kann keine einzige der politischen Aufgaben der Partei erf├╝llt werden. „├ťber die Koalitionsregierung“ (24. April 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIIn der letzten Zeit hat die ideologische und politische Arbeit unter den Intellektuellen und der studierenden Jugend nachgelassen, und es sind einige Abweichungen aufgetreten. Manche Leute meinen anscheinend, man brauchte sich nicht mehr um die Politik, die Zukunft des Vaterlandes und die Ideale der Menschheit zu k├╝mmern. W├Ąhrend der Marxismus in ihren Augen einst gro├če Mode war, ist er jetzt f├╝r sie nicht mehr so modern. Angesichts dieser Lage m├╝ssen wir jetzt unsere ideologische und politische Arbeit verst├Ąrken. Sowohl die Intellektuellen als auch die studierende Jugend m├╝ssen flei├čig lernen. Neben dem Fachstudium m├╝ssen sie sich um ideologische wie auch um politische Fortschritte bem├╝hen, d. h. sie m├╝ssen den Marxismus sowie aktuelle politische Fragen studieren. Keinen richtigen politischen Standpunkt haben bedeutet keine Seele haben. Alle Organisationen m├╝ssen die Verantwortung f├╝r die ideologisch-politische Arbeit auf sich nehmen. Damit haben sich die Kommunistische Partei, der Jugendverband, die zust├Ąndigen Regierungsinstitutionen und erst recht die Schuldirektoren und Lehrer zu befassen. „├ťber die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke“ (17. Februar 1917)Dank der politischen Erziehung besitzen alle Soldaten der Roten Armee Klassenbewu├čtsein, haben sie Grundkenntnisse erworben ├╝ber die Bodenaufteilung, den Aufbau der politischen Macht, die Bewaffnung der Arbeiter und Bauern usw. und wissen sie alle, da├č sie f├╝r sich selbst, f├╝r die Arbeiterklasse und die Bauernschaft den Krieg f├╝hren. Deshalb k├Ânnen sie ohne Murren alle H├Ąrten des Kampfes durchstehen. Jede Kompanie, jedes Bataillon und jedes Regiment hat ein Soldatenkomitee, das die Interessen der Mannschaften vertritt und politische Arbeit sowie Massenarbeit leistet. „Der Kampf im Djinggang-Gebirge“ (29. November 1928), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IDa die Bewegung der ├Âffentlichen Klagef├╝hrung (Klage ├╝ber die Leiden, die die alte Gesellschaft und die Reaktion├Ąre dem werkt├Ątigen Volk zugef├╝gt haben) und der dreifachen ├ťberpr├╝fung (├ťberpr├╝fung der Klassenherkunft, der Arbeitsleistung und des Kampfwillens) richtig durchgef├╝hrt wurde, ist den Kommandeuren und K├Ąmpfern der ganzen Armee bedeutend st├Ąrker zum Bewu├čtsein gekommen, da├č sie f├╝r die Befreiung der ausgebeuteten werkt├Ątigen Massen, f├╝r eine das ganze Land umfassende Bodenreform und f├╝r die Vernichtung des gemeinsamen Feindes des Volkes – der Tschiangkaischek-Bande – den Krieg f├╝hren. Gleichzeitig wurde dadurch die feste Einheit aller Kommandeure und K├Ąmpfer unter der F├╝hrung der Kommunistischen Partei bedeutend gest├Ąrkt. Auf dieser Grundlage erh├Âhte die Armee die Reinheit ihrer Reihen, straffte sich ihre Disziplin, entfaltete sich eine Massenbewegung zur milit├Ąrischen Ausbildung, entwikkelte sich in den Truppenteilen eine v├Âllig geleitet und geregelt durchgef├╝hrte Demokratie auf politischem, wirtschaftlichem und milit├Ąrischem Gebiet. Somit wurde die Armee wie ein Mann zusammengeschlossen, wurde sie zu einer Armee, in der jeder einzelne seine Ideen und Kr├Ąfte beitr├Ągt, die keine Opfer scheut, alle materiellen Schwierigkeiten ├╝berwindet, einen Massenheroismus an den Tag legt und k├╝hn den Feind vernichtet. Eine solche Armee wird unbesiegbar sein. „├ťber den gro├čen Sieg im Nordwesten und die in der Befreiungsarmee entfaltete ideologische Erziehungsbewegung von neuem Typus“ (7. M├Ąrz 1948), ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVW├Ąhrend der letzten Monate haben fast alle Truppeneinheiten der Volksbefreiungsarmee die Kampfpausen zu ihrer weitgehenden Ausbildung und Konsolidierung benutzt. Das ist v├Âllig geleitet und geregelt und mit Hilfe demokratischer Methoden durchgef├╝hrt worden. Dadurch wurde der revolution├Ąre Eifer der gro├čen Masse der Kommandeure und K├Ąmpfer geweckt, sie erkannten klar und deutlich die Kriegsziele, auch wurden dadurch gewisse unrichtige ideologische Tendenzen und ├╝ble Erscheinungen in der Armee beseitigt, die Kader und K├Ąmpfer erzogen und ihre Kampfkraft bedeutend gesteigert. Von jetzt an m├╝ssen wir diese ideologische Erziehungsbewegung in der Armee fortf├╝hren, eine Bewegung von neuem Typus, die demokratischen und Massencharakter tr├Ągt. „Rede auf einer Kaderkonferenz im Befreiten Gebiet Schansi-Suiy├╝an“ (1. April 1958), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVDer p├Ądagogische Kurs der Antijapanischen Milit├Ąrisch-Politischen Akademie lautet: entschlossene und richtige politische Orientierung, harter und schlichter Arbeitsstil, elastische und bewegliche Strategie und Taktik. Diese drei Richtlinien sind f├╝r die Ausbildung revolution├Ąrer Widerstandsk├Ąmpfer gegen die japanische Aggression unentbehrlich. Alle Angestellten, Lehrer und Studenten dieser Hochschule halten sich bei ihrer Erziehungsarbeit beziehungsweise beim Studium an diese drei Richtlinien. Wenn der Feind uns bek├Ąmpft, ist das gut und nicht schlecht (26. Mai 1919)

Unserer Nation ist von alters her ein Stil harten Kampfes eigen, den wir entwikkeln m├╝ssen . Mehr noch, die Kommunistische Partei tritt seit jeher f├╝r eine entschlossene und richtige politische Orientierung ein. Diese Orientierung ist von dem Stil harten Kampfes nicht zu trennen. Ohne eine entschlossene und richtige politische Orientierung kann man keinen Stil harten Kampfes entwickeln, und ohne einen solchen Stil kann man die entschlossene und richtige politische Orientierung nicht beibehalten. „Rede auf der Kundgebung in Yenan zur Feier des internationalen Festtags der Werkt├Ątigen“ (1. Mai 1939)Seid einig, gestrafft, ernst und regsam.

Motto f├╝r die Antijapanische Milit├Ąrisch-Politische Akademie in Yenan.

Was wirklich in der Welt Geltung hat, das ist Gewissenhaftigkeit, und Gewissenhaftigkeit ist das, was sich die kommunistische Partei am meisten angelegen sein l├Ą├čt. Ansprache bei einer Zusammenkunft mit chinesischen Studenten und Praktikanten in Moskau (17.November.1957)XIII. DIE BEZIEHUNGEN ZWISCHEN OFFIZIEREN UND MANNSCHAFTEN

Unsere Armee befolgt stets zwei Richtlinien: Erstens, den Feinden gegen├╝ber m├╝ssen wir schonungslos sein, wir m├╝ssen sie ├╝berw├Ąltigen und vernichten. Zweitens, zu unseren eigenen Leuten, zum Volk, zu den Genossen, zu den Vorgesetzten und zu den Untergebenen m├╝ssen wir liebevoll sein, mit ihnen m├╝ssen wir uns zusammenschlie├čen. Ansprache auf einem vom Zentralkomitee der Kommunistischen Partei gegebenen Empfang f├╝r die Delegierten der vorbildlich Studierenden in den Hinterlandsregimentern der Armee (18. September 1944)Wir sind aus den verschiedensten Gegenden des Landes hergekommen und haben uns um des gemeinsamen revolution├Ąren Zieles willen versammelt . . . Unsere Funktion├Ąre m├╝ssen sich um jeden K├Ąmpfer k├╝mmern; alle Menschen in den Reihen der Revolution m├╝ssen f├╝reinander sorgen, m├╝ssen einander betreuen, einander helfen. „Dem Volke dienen!“ (8. September 1944). Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIMan mu├č in jeder Armee-Einheit eine Bewegung zur Unterst├╝tzung der Funktion├Ąre und Sorge f├╝r die Soldaten durchf├╝hren, das hei├čt die Funktion├Ąre aufrufen, sich f├╝rsorglich um die Soldaten zu k├╝mmern, und zugleich an die Soldaten appellieren, die Funktion├Ąre zu unterst├╝tzen. Sie sollen offen ├╝ber ihre gegenseitigen M├Ąngel und Fehler sprechen, diese rasch beseitigen bzw. korrigieren. Auf diese Weise kann man eine feste innere Einheit erreichen. „Die Aufgaben f├╝r 1945“ (19. Dezember 1944)Wenn es vielen Leuten nicht gelungen ist, die Beziehungen zwischen Offizieren und Mannschaften, zwischen der Armee und den Volksmassen gut zu regeln, meinen sie, es liege an unrichtigen Methoden; ich sage ihnen aber immer, da├č es sich um die grundlegende Einstellung (oder das grundlegende Prinzip) handelt, n├Ąmlich darum, ob man Achtung vor den Soldaten, vor dem Volk hat. Aus dieser Einstellung ergeben sich dann die verschiedenen politischen Richtlinien, Methoden und Handlungsweisen. Kommt man von dieser Einstellung ab, dann sind falsche politische Richtlinien, falsche Methoden und Handlungsweisen die unausbleibliche Folge, dann wird man auf keinen Fall die Beziehungen zwischen Offizieren und Mannschaften sowie zwischen Armee und Volk gut regeln k├Ânnen. F├╝r die politische Arbeit in der Armee gelten drei bedeutsame Grunds├Ątze: erstens, Einheit zwischen Offizieren und Mannschaften, zweitens, Einheit von Armee und Volk, drittens, Zersetzung der feindlichen Armee. Um diese Grunds├Ątze wirksam in die Tat umzusetzen, mu├č man von der grundlegenden Einstellung ausgehen, n├Ąmlich der Achtung vor den Soldaten, der Achtung vor dem Volk und der Achtung vor der Menschenw├╝rde der Kriegsgefangenen, die ihre Waffen gestreckt haben. Jene Leute, die das nicht f├╝r eine Frage der Grundeinstellung, sondern f├╝r eine technische Frage halten, befinden sich f├╝rwahr im Unrecht, und sie sollen ihre Ansicht korrigieren. „├ťber den langwierigen Krieg“ (Mai 1938). Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIDie Kommunisten m├╝ssen demokratische Methoden der ├ťberzeugung und Erziehung anwenden, wenn sie unter den Werkt├Ątigen arbeiten; hierbei sind Kommandoall├╝ren und Zwangsma├čnahmen unter keinen Umst├Ąnden zul├Ąssig. Die Kommunistische Partei Chinas steht treu zu diesem marxistisch-leninistischen Grundsatz. „├ťber die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke“ (27. Februar 1957)Unsere Genossen m├╝ssen verstehen, da├č die ideologische Umerziehung eine auf lange Frist berechnete, mit Geduld und Sorgfalt durchzuf├╝hrende Arbeit ist, und sie sollen nicht damit rechnen, da├č sie durch ein paar Lektionen, durch einige Sitzungen die jahrzehntelang im Leben herausgebildete Ideologie anderer Menschen ├Ąndern k├Ânnten. Man kann andere nur durch Argumente ├╝berzeugen, nicht durch Zwang. Zwangsma├čnahmen haben nur zur Folge, da├č der, gegen den sie angewandt werden, nicht ├╝berzeugt wird. Mit Gewalt kann man nicht ├╝berzeugen. So kann man gegen Feinde vorgehen, nie darf man aber Genossen und Freunden gegen├╝ber solche Methoden anwenden. Rede auf der Landeskonferenz der Kommunistischen Partei Chinas ├╝ber Propagandaarbeit (12. M├Ąrz 1957)Wir m├╝ssen einen deutlichen Unterschied zwischen uns und dem Feind machen, d├╝rfen keineswegs Genossen gegen├╝ber eine feindselige Haltung annehmen und sie wie Feinde behandeln. Man mu├č, wenn man das Wort ergreift, den gl├╝henden Wunsch haben, die Sache des Volkes zu verechten, das Bewu├čtsein des Volkes zu heben, darf aber nicht andere verspotten oder attackieren. EbendaXIV. DIE BEZIEHUNGEN ZWISCHEN ARMEE UND VOLK

Die Armee mu├č mit dem Volk zu einem Ganzen verschmelzen, so da├č sie vom Volk als seine eigene Armee angesehen wird. Eine solche Armee wird unbesiegbar sein. „├ťber den langwierigen Krieg“ (Mai 1938), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIMan mu├č jedem Genossen begreiflich machen, da├č wir nur dann, wenn wir uns auf das Volk st├╝tzen, fest an die unversiegbaren sch├Âpferischen Kr├Ąfte der Volksmassen glauben, wenn wir also dem Volk vertrauen und mit ihm verschmelzen, jegliche Schwierigkeiten ├╝berwinden k├Ânnen; kein Feind wird uns dann niederringen k├Ânnen, wir aber werden alle Feinde ├╝berw├Ąltigen. „├ťber die Koalitionsregierung“ (24. April 1949), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIWo immer unsere Genossen hinkommen, m├╝ssen sie gute Beziehungen zu den Massen herstellen, sich um sie k├╝mmern, ihnen helfen, Schwierigkeiten zu ├╝berwinden. Wir m├╝ssen uns mit den breiten Massen zusammenschlie├čen. Je gr├Â├čer die Massen, mit denen wir uns vereinigen, desto besser. „├ťber die Verhandlungen in Tschungking“ (17. Oktober 1945). Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVIn den Befreiten Gebieten mu├č die Armee die Machtorgane unterst├╝tzen und sich um die Volksmassen k├╝mmern, w├Ąhrend die Organe der demokratischen Macht das Volk bei der Unterst├╝tzung der Armee und Vorzugsbehandlung der Familien der Widerstandsk├Ąmpfer leiten m├╝ssen, um auf diese Weise die Beziehungen zwischen Armee und Volk bedeutend zu verbessern. „├ťber die Koalitionsregierung“ (14. April 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs,

Bd. IIIIn der Armee soll durch die ideologische Erziehung aller Kommandeure und. K├Ąmpfer erreicht werden, da├č sie die Bedeutung der Bewegung „Unterst├╝tzung der Regierung, Sorge f├╝r das Volk“ gr├╝ndlich erkennen. Ist diese Aufgabe seitens der Armee gut gel├Âst, dann werden hierauf auch die ├Ârtlichen Machtorgane und die Volksmassen ihre Beziehungen zur Armee verbessern.„Der Kurs f├╝r die Arbeit in den Befreiten Gebieten im Jahre 1946“ (15. Dezember 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVIm Laufe der Bewegung „Unterst├╝tzung der Regierung, Sorge f├╝r das Volk“ sowie der Bewegung „Unterst├╝tzung der Armee, Vorzugsbehandlung der Familien der Widerstandsk├Ąmpfer“ m├╝ssen sowohl seitens der Armee wie seitens der Partei und der Machtorgane die M├Ąngel und Fehler des Jahres i943 gr├╝ndlich gepr├╝ft und im Jahre 1944 entschieden abgestellt werden. Von da an m├╝ssen solche Bewegungen ├╝berall im ersten Monat eines jeden Mondjahres eingeleitet werden, wobei die gemeinsamen Verpflichtungen zur „Unterst├╝tzung der Regierung und Sorge f├╝r das Volk“ und zur „Unterst├╝tzung der Armee und Vorzugsbehandlung der Familien der Widerstandsk├Ąmpfer“ zu wiederholten Malen verlesen werden sollen. Ebenso mu├č im Falle eines willk├╝rlichen Verhaltens der Armee-Einheiten in den St├╝tzpunktgebieten gegen├╝ber der Partei, den Machtorganen oder dem Volk sowie im Falle einer ungen├╝genden F├╝rsorge f├╝r die Truppen seitens der Partei, der Machtorgane und des Volkes mehrmals ├Âffentlich vor den Massen Selbstkritik ge├╝bt werden (wobei jede Seite nur sich selbst kritisiert, nicht aber die andere Seite), damit diese M├Ąngel und Fehler gr├╝ndlich abgestellt werden k├Ânnen. „Die Bewegungen zur Pachtherabsetzung und Produktionssteigerung sowie zur ,Unterst├╝tzung der Regierung und Sorge f├╝r das Volk` in den St├╝tzpunktgebieten entfalten!“ (1. Oktober 1943), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIXV. DIE DEMOKRATIE IN DEN DREI HAUPTBEREICHEN

Die Armee mu├č bis zu einem bestimmten Grad eine Demokratisierung vornehmen, die in der Hauptsache darin besteht, das feudale Schimpf- und Pr├╝gelsystem abzuschaffen und zu erreichen, da├č Offiziere und Mannschaften Wohl und Wehe miteinander teilen. Wird das verwirklicht, dann wird die Einheit zwischen Offizieren und Mannschaften hergestellt sein, wird sich die Kampfkraft der Truppen bedeutend steigern und wird kein Zweifel daran bestehen, da├č wir den langen und erbitterten Krieg aushalten k├Ânnen. „├ťber den langwierigen Krieg“ (Mai 1938), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIDie Rote Armee vermochte trotz solcher d├╝rftiger materieller Lebensbedingungen und so h├Ąufiger K├Ąmpfe deshalb durchzuhalten, weil abgesehen von der Rolle, die die Partei spielt, in ihren Reihen die Demokratie verwirklicht wurde. Die Offiziere mi├čhandeln nicht die Soldaten; Offiziere und Mannschaften genie├čen gleiche Behandlung; die Soldaten haben das Recht, Versammlungen abzuhalten und ihre Meinung auszusprechen; mit den l├Ąstigen Ehrenbezeigungen wurde Schlu├č gemacht; die Wirtschaftsf├╝hrung ist ├Âffentlich . . . In China braucht nicht nur das Volk die Demokratie, sondern ebenso die Armee. Die demokratische Ordnung innerhalb der Armee ist eine wichtige Waffe f├╝r die Untergrabung der feudalen S├Âldnerarmee. „Der Kampf im Djinggang-Gebirge“ (25. November 1928), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IDie Richtlinie f├╝r die politische Arbeit innerhalb der Truppenteile besteht in einer k├╝hnen Mobilisierung der Soldatenmassen, der Kommandeure und aller anderen Armeeangeh├Ârigen, um durch eine zentral geleitete demokratische Bewegung drei Ziele zu erreichen, n├Ąmlich: maximale politische Einheit, Verbesserung der Lebenshaltung und Hebung des Niveaus der milit├Ąrischen Technik und Taktik. Die Bewegung der „dreifachen ├ťberpr├╝fung“ und „dreifachen Ausrichtung“1, die derzeit in den Einheiten unserer Armee mit Begeisterung durchgef├╝hrt wird, will mit der Methode der politischen und der wirtschaftlichen Demokratie zu den zwei erstgenannten Zielen gelangen.

Was die wirtschaftliche Demokratie betrifft, mu├č den von den Soldaten gew├Ąhlten Vertretern die Befugnis erteilt werden, den Kompaniechefs bei der Handhabung der Verproviantierung und Verpflegung der Kompanie behilflich zu sein (ohne dar├╝ber hinauszugehen).

Was die milit├Ąrische Demokratie betrifft, so mu├č w├Ąhrend der ├ťbungen eine gegenseitige Unterweisung der Offiziere und Soldaten sowie der Mannschaften untereinander durchgef├╝hrt werden; zur Zeit von Kampfhandlungen hat die Kompanie in der vordersten Linie gr├Â├čere oder kleinere Zusammenk├╝nfte verschiedener Art abzuhalten. Unter Anleitung der Kompaniechefs sollen die Massen der Soldaten zu Diskussionen dar├╝ber angeregt werden, wie die feindlichen Stellungen einzunehmen, wie die Kampfaufgaben zu erf├╝llen sind. Bei Gefechten, die mehrere Tage andauern, soll man solche Zusammenk├╝nfte mehrmals veranstalten. Diese milit├Ąrische Demokratie wurde bei der Schlacht von Panlung in Nordschensi und bei der Schlacht von Schidjiadschuang im Schansi-Tschahar Hopeh-Grenzgebiet praktiziert, und zwar mit ausgezeichneten Ergebnissen. Das beweist, da├č diese Demokratie nur Vorteile bringt und nicht im geringsten schadet. „Die demokratische Bewegung in der Armee“ (10. Januar 1948), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IV1 Die Bewegung der „dreifachen ├ťberpr├╝fung“ und „dreifachen Ausrichtung“ war eine wichtige Bewegung zur Festigung der Partei und zur ideologischen Erziehung der Armee. Sie wurde w├Ąhrend des Volksbefreiungskrieges im Zusammenhang mit der Bodenreform von unserer Partei durchgef├╝hrt. Die „dreifache ├ťberpr├╝fung“ bedeutete in den ├Ârtlichen Verwaltungen und Organisationen eine ├ťberpr├╝fung der Klassenherkunft, des ideologischen Bewu├čtseins und des Arbeitsstils, in den Armee-Einheiten eine ├ťberpr├╝fung der Klassenherkunft, der Arbeitsleistung und des Kampfwillens. Die „dreifache Ausrichtung“ bedeutete organisatorische Festigung, ideologische Erziehung und Ausrichtung des Arbeitsstils.

Angesichts des gegenw├Ąrtigen gro├čen Kampfes fordert die Kommunistische Partei Chinas, da├č alle Leitungen sowie alle Mitglieder und Funktion├Ąre ihre Aktivit├Ąt in vollem Ma├če entfalten; nur dadurch kann der Sieg gesichert werden. Diese Aktivit├Ąt mu├č konkret darin zum Ausdruck kommen, da├č die Leitungen, die Funktion├Ąre und die Mitglieder Sch├Âpferkraft, Verantwortungsbewu├čtsein und Arbeitselan zeigen, da├č sie den Mut haben und es verstehen, Fragen aufzuwerfen, Meinungen zu ├Ąu├čern, M├Ąngel zu kritisieren sowie in kameradschaftlicher Weise die T├Ątigkeit der Leitungen und der f├╝hrenden Funktion├Ąre zu kontrollieren. Andernfalls wird die Aktivit├Ąt, von der hier die Rede ist, zu einem leeren Wort. Die Entfaltung dieser Aktivit├Ąt h├Ąngt aber von der Demokratisierung des Parteilebens ab. Wenn es an einem demokratischen Leben in der Partei mangelt, bleibt die Entfaltung der Aktivit├Ąt ein unerreichbares Ziel. Es ist auch nur in einer Atmosph├Ąre der Demokratie m├Âglich, zahlreiche f├Ąhige Menschen heranzubilden. „Der Platz der Kommunistischen Partei Chinas im nationalen Krieg“ (Oktober 1938), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIJedermann, wer immer es auch sei vorausgesetzt, da├č er kein feindliches Element ist und keine b├Âswilligen Angriffe unternimmt -, darf seine Meinung ├Ąu├čern, und es macht auch nichts aus, wenn er etwas Falsches sagt. Die f├╝hrenden Funktion├Ąre aller Ebenen haben die Pflicht, die Meinungen anderer Leute anzuh├Âren. Zwei Prinzipien sind einzuhalten:

1. Wei├čt du etwas, sprich; sprichst du, sage alles.

2. Dem Sprecher nicht zum Tadel, dem Zuh├Ârer zur Lehre. Wenn das Prinzip „Dem Sprecher nicht zum Tadel“ nicht eingehalten wird – und zwar wirklich eingehalten, nicht zum Schein -, dann wird man nicht erreichen k├Ânnen, da├č die Leute sagen, was sie wissen, und alles aussprechen, was sie zu sagen haben. „Die Aufgaben f├╝r 1945“ (18. Dezember 1944)Wir m├╝ssen uns in der Partei mit der Erziehung zur Demokratie befassen, damit die Parteimitglieder begreifen, was ein demokratisches Leben bedeutet, welcher Zusammenhang zwischen Demokratie und Zentralismus besteht und wie der demokratische Zentralismus zu verwirklichen ist. Nur so kann man einerseits die innerparteiliche Demokratie tats├Ąchlich erweitern und andererseits eine extreme Demokratisierung, ein die Disziplin untergrabendes Treibenlassen vermeiden. „Der Platz der Kommunistischen Partei Chinas im nationalen Krieg“ (Oktober 1918), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IISowohl in der Armee als auch in den ├Ârtlichen Verwaltungen und Organisationen soll die innerparteiliche Demokratie der Festigung der Disziplin und der St├Ąrkung der Kampfkraft dienen und nicht ihrer Schw├Ąchung. EbendaDie Wurzeln der extremen Demokratisierung m├╝ssen von der Theorie her beseitigt werden. Vor allen Dingen mu├č man auf die Gefahr der extremen Demokratisierung hinweisen, n├Ąmlich darauf, da├č diese die Parteiorganisation sch├Ądigt oder sogar v├Âllig zerst├Ârt, die Kampfkraft der Partei schw├Ącht oder sogar v├Âllig untergr├Ąbt, so da├č die Partei nicht mehr imstande ist, ihre Kampfaufgaben zu erf├╝llen, wodurch eine Niederlage der Revolution herbeigef├╝hrt wird. Ferner mu├č man feststellen, da├č die Wurzeln der extremen Demokratisierung in der kleinb├╝rgerlichen individualistischen Undiszipliniertheit zu suchen sind. Wenn diese Haltung in die Partei hineingetragen wird, so entwickelt sie sich politisch und organisatorisch zu ultrademokratischen Ansichten. Solche Ansichten sind mit den Kampfaufgaben des Proletariats von Grund auf unvereinbar. „├ťber die Berichtigung falscher Anschauungen in der Partei“ (Dezember 1929), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IXVI. ERZIEHUNG UND AUSBILDUNG

Unser Kurs auf dem Gebiet des Bildungswesens mu├č gew├Ąhrleisten, da├č jeder, der eine Ausbildung erh├Ąlt, sich moralisch, geistig und k├Ârperlich entwickelt und ein gebildeter Werkt├Ątiger mit sozialistischem Bewu├čtsein wird. „├ťber die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke“ (27. Februar 1957)Bei der Ausbildung der Funktion├Ąre sowohl an der Arbeitsst├Ątte wie in Kaderschulen ist darauf Kurs zu nehmen, da├č das Studium der praktischen Probleme der chinesischen Revolution im Mittelpunkt steht und die Grundprinzipien des Marxismus-Leninismus als Richtschnur dienen, dabei mu├č mit der Methode, den Marxismus-Leninismus statisch und isoliert zu studieren, Schlu├č gemacht werden. „Unser Studium umgestalten“ (Mai 1941), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIDas Wichtigste f├╝r eine Milit├Ąrschule ist die Auswahl des Schulleiters und der Lehrkr├Ąfte sowie die Festlegung der Richtlinien f├╝r die Ausbildung.

„Strategische Probleme des revolution├Ąren Krieges in China“ (Dezember 1946), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. I

Eine Schule mit hundert Menschen kann bestimmt nicht gut arbeiten, wenn es keine f├╝hrende Gruppe von einigen oder einem Dutzend und mehr Leuten gibt, die sich auf Grund der gegebenen Verh├Ąltnisse gebildet hat (und nicht k├╝nstlich zusammengezimmert worden ist) und aus den aktivsten, aufrechtesten und gewandtesten Lehrern, Angestellten sowie Studierenden besteht. „Einige Fragen der F├╝hrungsmethoden“ (1. ]uni 1943), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIAlle Kommandeure und K├Ąmpfer unserer Armee m├╝ssen ihr milit├Ąrisches K├Ânnen steigern, f├╝r einen sicheren Sieg im Krieg k├╝hn vorw├Ąrtsschreiten und alle Feinde entschlossen, gr├╝ndlich, restlos und vollst├Ąndig vernichten. „Deklaration der Chinesischen Volksbefreiungsarmee“ (Oktober I947), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd.IVIn dem einj├Ąhrigen Konsolidierungs- und Ausbildungsprogramm, das jetzt begonnen hat, soll der milit├Ąrischen und der politischen Seite gleiche Bedeutung beigemessen werden, und beide sind miteinander zu integrieren. Zu Beginn mu├č man auf die politische Seite Nachdruck legen, darauf, da├č die Beziehungen zwischen Offizieren und Mannschaften verbessert, die innere Einheit gest├Ąrkt und die Massen der Kader und K├Ąmpfer zu einer hohen Aktivit├Ąt mobilisiert werden. Nur auf diese Weise wird die milit├Ąrische Konsolidierung und Ausbildung glatt vor sich gehen, werden bessere Resultate erzielt werden. „Die Aufgaben f├╝r 1945“ (I5. Dezember 1944)Was die Ausbildungsmethode betrifft, m├╝ssen wir eine Massenbewegung entfalten, die darauf abzielt: Die Offiziere lehren die Soldaten, die Soldaten lehren die Offiziere, ein Soldat lehrt den anderen. „Der Kurs f├╝r die Arbeit in den Befreiten Gebieten im Jahre 1946“ (15. Dezember 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVUnsere Losung bei der Truppenausbildung lautet: „Die Offiziere lehren die Soldaten, die Soldaten lehren die Offiziere, ein Soldat lehrt den anderen.“ Die Soldaten haben reiche praktische Kampferfahrungen. Die Offiziere sollen von den Soldaten lernen, und wenn sie sich deren Erfahrungen zu eigen gemacht haben, werden sie ihr K├Ânnen steigern. „Ansprache an die Redaktionsmitglieder der Zeitung Djin-Sui Ribao“ (2. April I948), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVDas Hauptziel der Ausbildungskurse mu├č weiterhin sein, die Technik des Schie├čens, des Bajonettkampfes, des Granatenwerfens und dergleichen auf ein h├Âheres Niveau zu heben. Das zweitwichtigste Ziel ist die Hebung des taktischen Niveaus. Dabei mu├č man auf die Ausbildung f├╝r Nachtgefechte besonderen Nachdruck legen. „Der Kurs f├╝r die Arbeit in den Befreiten Gebieten im Jahre 1946“ (15. Dezember 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVXVII. DEM VOLKE DIENEN

Wir m├╝ssen bescheiden und umsichtig sein, uns vor ├ťberheblichkeit und Unbesonnenheit in acht nehmen und mit Leib und Seele dem Chinesischen Volke dienen. „Zweierlei Schicksal Chinas“ (23. April 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIMit Leib und Seele dem Volk dienen und sich auch nicht f├╝r einen Augenblick von den Massen l├Âsen; sich in allem von den Interessen des Volkes und nicht von den Interessen der eigenen Person oder kleiner Gruppen leiten lassen; sich in gleicher Weise dem Volk wie der Parteileitung gegen├╝ber verantwortlich f├╝hlen das ist unser Ausgangspunkt. „├ťber die Koalitionsregierung“ (24. April 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIDie Staatsorgane m├╝ssen den demokratischen Zentralismus verwirklichen und sich auf die Volksmassen st├╝tzen, ihre Mitarbeiter m├╝ssen dem Volk dienen. ├ťber die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke (27. Februar 1957)Der dem Genossen Bethune eigene Geist der absoluten Selbstlosigkeit und der absoluten Hingabe f├╝r andere fand seinen Ausdruck in einem ├Ąu├čerst tiefen Gef├╝hl der Verantwortlichkeit f├╝r die Arbeit und in einer ├Ąu├čerst warmen Herzlichkeit zu den Genossen und zum Volk. Jeder Kommunist mu├č von ihm lernen.

Wir alle m├╝ssen von ihm den Geist der Selbstlosigkeit und Uneigenn├╝tzigkeit lernen. Davon ausgehend kann man ein Mensch werden, der dem Volke gro├čen Nutzen bringt. Man kann mit gr├Â├čeren oder geringeren F├Ąhigkeiten ausgestattet sein, aber wer nur eine solche Gesinnung besitzt, wird ein edler Mensch mit klarem Charakter und hohen moralischen Qualit├Ąten sein, ein von niedrigen Interessen freier Mensch, der dem Volke n├╝tzlich ist. „Dem Andenken Bethunes“ (21. Dezember 1939), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIUnsere Kommunistische Partei sowie die Achte Route-Armee und die Neue Vierte Armee, die von der Kommunistischen Partei gef├╝hrt werden – das sind die Truppen der Revolution. Diese unsere Truppen widmen sich vollst├Ąndig der Befreiung des Volkes, sie dienen vorbehaltlos den Interessen des Volkes. „Dem Volke dienen!“ (8. September 1944), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIAlle unsere Funktion├Ąre, welchen Rang auch immer sie bekleiden, sind Diener des Volkes, und alles, was wir tun, ist Dienst am Volke. Warum sollten wir dann z├Âgern, etwas, was schlecht an uns ist, abzulegen? „Die Aufgaben f├╝r 1945“ (15. Dezember 1944)Es ist unsere Pflicht, dem Volk gegen├╝ber verantwortlich zu sein. Jedes Wort, jede Handlung, jede politische Richtlinie mu├č den Interessen des Volkes entsprechen; wenn Fehler auftreten, m├╝ssen sie korrigiert werden – das eben hei├čt dem Volk verantwortlich sein. „Die Lage nach dem Sieg im Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression und unser Kurs“ (4. August 1945). Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVIm Kampf gibt es immer Opfer, ist der Tod eines Menschen keine Seltenheit. Uns liegen jedoch die Interessen des Volkes am Herzen, wir denken an die Leiden der gewaltigen Mehrheit des Volkes, und wenn wir f├╝r das Volk sterben, dann sterben wir einen w├╝rdigen Tod. Gewi├č m├╝ssen wir alles tun, um unn├Âtige Opfer zu vermeiden. „Dem Volke dienen!“ (8. September 1944), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIDer Tod ist jedem beschieden, aber nicht jeder Tod hat die gleiche Bedeutung. Der altchinesische Schriftsteller Sima Tji├Ąn, sagte einmal: „Es stirbt ein jeder, aber der Tod des einen ist gewichtiger als der Tai-Berg, der Tod des anderen hat weniger Gewicht als Schwanenflaum.“ Stirbt man f├╝r die Interessen des Volkes, so ist der, Tod gewichtiger als der Tai-Berg; steht ‚ man im Sold der Faschisten und stirbt f├╝r die Ausbeuter und Unterdr├╝cker des Volkes, so hat der Tod weniger Gewicht als Schwanenflaum. EbendaXVIII. PATRIOTISMUS UND INTERNATIONALISMUS

Kann ein Kommunist als Internationalist gleichzeitig auch ein Patriot sein? Wir sind der Meinung, da├č er das nicht nur kann, sondern auch mu├č. Der konkrete Inhalt des Patriotismus wird durch die historischen Bedingungen bestimmt. Es gibt einen „Patriotismus“ der japanischen Aggressoren und Hitlers, und es gibt unseren Patriotismus. Den sogenannten „Patriotismus“ der japanischen Aggressoren und Hitlers m├╝ssen die Kommunisten entschieden bek├Ąmpfen. Die japanischen und die deutschen Kommunisten sind hinsichtlich der Kriege, die ihre L├Ąnder f├╝hren, Def├Ątisten. Es liegt im Interesse sowohl des japanischen wie des deutschen Volkes, mit allen Mitteln darauf hinzuwirken, da├č die Kriege der japanischen Aggressoren und Hitlers mit einer Niederlage enden, und je gr├╝ndlicher deren Niederlage sein wird, desto besser. Denn die von den japanischen Aggressoren und Hitler gef├╝hrten Kriege sind unheilvoll nicht nur f├╝r die V├Âlker der Welt, sondern auch f├╝r die V├Âlker Japans und Deutschlands. China befindet sich in einer anderen Lage, denn es ist Opfer einer Aggression. Deshalb m├╝ssen die chinesischen Kommunisten den Patriotismus mit dem Internationalismus verbinden. Wir sind Internationalisten, und wir sind auch Patrioten; unsere Losung lautet: Kampf zur Verteidigung des Vaterlandes gegen die Aggressoren! F├╝r uns ist Def├Ątismus ein Verbrechen, die Erringung des Sieges im antijapanischen Widerstandskrieg aber eine unabweisliche Pflicht. Denn nur durch den Kampf zur Verteidigung des Vaterlandes k├Ânnen wir die Aggressoren besiegen und die nationale Befreiung erreichen. Und nur wenn die Nation befreit ist, kann die Befreiung des Proletariats, des ganzen werkt├Ątigen Volkes herbeigef├╝hrt werden. Der Sieg Chinas und die Zerschlagung der Imperialisten, die China ├╝berfallen haben, werden auch eine Hilfe f├╝r die V├Âlker der anderen L├Ąnder sein. Deshalb ist der Patriotismus die Verwirklichung des Internationalismus im nationalen Befreiungskrieg. „Der Platz der Kommunistischen Partei Chinas im nationalen Krieg“ (Oktober 1938), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIWelche Gesinnung spricht daraus, wenn ein Ausl├Ąnder, ohne auch nur den geringsten Vorteil zu suchen, die Sache der Befreiung des chinesischen Volkes zu seiner eigenen Sache macht? Das ist die Gesinnung des Internationalismus, die Gesinnung des Kommunismus. Jeder chinesische Kommunist mu├č aus dieser Gesinnung lernen . . . Wir m├╝ssen uns mit dem Proletariat aller kapitalistischen L├Ąnder vereinigen, mit dem Proletariat Japans, Englands, der USA, Deutschlands, Italiens und aller anderen kapitalistischen L├Ąnder; nur auf diese Weise werden wir den Imperialismus st├╝rzen, unsere Nation und unser Volk befreien, alle Nationen und V├Âlker in der ganzen Welt befreien k├Ânnen. Eben darin besteht unser Internationalismus, jener Internationalismus, den wir dem engstirnigen Nationalismus und engstirnigen Patriotismus entgegensetzen. „Dem Andenken Bethunes“ (21. Dezember 1939), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd.IIUm ihre v├Âllige Befreiung zu erringen, verlassen sich die unterdr├╝ckten V├Âlker in erster Linie auf ihren eigenen Kampf und erst in zweiter auf internationale Hilfe. Ein Volk, dessen Revolution bereits gesiegt hat, mu├č den V├Âlkern, die noch um ihre Befreiung k├Ąmpfen, Hilfe erweisen. Das ist unsere internationalistische Pflicht. Gespr├Ąch mit afrikanischen Freunden (8. August 1967)Die sozialistischen L├Ąnder sind Staaten von einem ganz neuen Typus, sind Staaten, in denen die Ausbeuterklassen gest├╝rzt worden sind und die Werkt├Ątigen die Macht in ihre H├Ąnde genommen haben. In den gegenseitigen Beziehungen zwischen diesen Staaten wird das Prinzip der Einheit von Internationalismus und Patriotismus verwirklicht. Durch die gemeinsamen Interessen und gemeinsamen Ideale sind wir engstens miteinander verbunden. „Rede in der Festsitzung des Obersten Sowjets der UdSSR anl├Ą├člich des 40. Jahrestags der Gro├čen Sozialistischen Oktoberrevolution“ (6. November 1957)Die V├Âlker des sozialistischen Lagers sollen sich zusammenschlie├čen, die V├Âlker Asiens, Afrikas und Lateinamerikas sollen sich zusammenschlie├čen, die V├Âlker aller Kontinente sollen sich zusammenschlie├čen, alle friedliebenden L├Ąnder sollen sich zusammenschlie├čen, alle L├Ąnder, die unter der Aggression, der Kontrolle, der Einmischung und der Tyrannei der USA zu leiden haben, sollen sich zusammenschlie├čen; sie sollen die breiteste Einheitsfront herstellen, um die Aggressions- und Kriegspolitik des USA-Imperialismus zu bek├Ąmpfen und den Weltfrieden zu verteidigen. „Erkl├Ąrung zur Unterst├╝tzung des panamesischen Volkes in seinem gerechten patriotischen Kampf gegen den USA-Imperialismus“ (12. Januar 1964), in: V├Âlker der ganzen Welt, vereinigt euch und besiegt die USA-Aggressoren und alle ihre Lakaien!Die Dinge entwickeln sich st├Ąndig. Seit der Revolution von 1911 sind nur 45 Jahre vergangen, und das Antlitz Chinas hat sich v├Âllig ver├Ąndert. Nach weiteren 45 Jahren, d. h. im Jahre 2001, wenn wir ins 21. Jahrhundert eingetreten sein werden, wird sich das Aussehen Chinas noch mehr ver├Ąndert haben. China wird zu einem m├Ąchtigen sozialistischen Industrieland geworden sein. So mu├č es kommen. China ist ein Land von 9,6 Millionen Quadratkilometer Fl├Ąchenausma├č mit einer Bev├Âlkerung von 600 Millionen, es hat daher einen relativ gro├čen Beitrag f├╝r die Menschheit zu leisten. Dieser Beitrag war w├Ąhrend einer langen Periode zu klein. Das ist f├╝r uns bedauerlich.

Wir m├╝ssen aber bescheiden sein, und zwar nicht nur heute, auch nach 45 Jahren, f├╝r alle Zukunft. In den internationalen Beziehungen m├╝ssen die Chinesen den Gro├čmachtchauvinismus entschlossen, gr├╝ndlich, restlos und vollst├Ąndig beseitigen. „Zum Gedenken an Dr. Sun Yatsen“ (November 1956)Niemals d├╝rfen wir die hochm├╝tige Haltung von Gro├čmachtchauvinisten annehmen und wegen des Sieges unserer Revolution und einiger Erfolge bei unserem Aufbau ├╝berheblich werden. Jedes Land, ob gro├č oder klein, hat seine Vorz├╝ge und M├Ąngel. „Er├Âffnungsansprache auf dem VIII. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas“ (1. September 1956)XIX. REVOLUTION├äRER HEROISMUS

Diese Armee besitzt einen unbeugsamen Geist; sie ist entschlossen, jeden Feind zu ├╝berw├Ąltigen, sich selbst aber nie einem Feind zu unterwerfen. Unter beliebigen Schwierigkeiten und Entbehrungen wird sie bis zum letzten Mann im Kampf ausharren. „├ťber die Koalitionsregierung“ (24. April 1949), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIWir m├╝ssen unseren Kampfstil voll entfalten, d. h. mutig k├Ąmpfen, keine Opfer scheuen, keine Ersch├Âpfung f├╝rchten und unabl├Ąssig K├Ąmpfe f├╝hren (in einem kurzen Zeitraum ohne Ruhepause ein Gefecht nach dem anderen austragen). „Die gegenw├Ąrtige Lage und unsere Aufgaben“ (21. Dezember 1947), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd.IVTausende und aber Tausende von Helden sind uns vorangegangen und haben mutig ihr Leben f├╝r die Interessen des Volkes hingegeben. La├čt uns ihre Fahne hochheben und vorw├Ąrtsschreiten auf dem mit ihrem Blut getr├Ąnkten Weg „├ťber die Koalitionsregierung“ (24. April 1945), Auserw├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIFest entschlossen sein, keine Opfer scheuen und alle Schwierigkeiten ├╝berwinden, um den Sieg zu erringen. „Y├╝ Gung versetzt Berge“ (5. Juni 1947), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIGerade im entscheidenden Moment der Entwicklung des Nordfeldzugs . . . wurde die aus der Kuomintang, der Kommunistischen Partei und allen Kreisen der Bev├Âlkerung bestehende nationale Einheitsfront, die die Sache der Befreiung des chinesischen Volkes vertrat, ebenso wie alle ihre revolution├Ąren politischen Richtlinien durch die von den Kuomintang-Beh├Ârden eingeschlagene verr├Ąterische, volksfeindliche Politik der „Parteis├Ąuberung“ und der blutigen Gemetzel zerst├Ârt. Danach trat der B├╝rgerkrieg an die Stelle der Einheit, die Diktatur an die Stelle der Demokratie, ein in Finsternis geh├╝lltes China an die Stelle des lichterf├╝llten China. Die Kommunistische Partei Chinas und das chinesische Volk wurden aber weder eingesch├╝chtert noch bezwungen, noch ausgerottet. Sie erhoben sich wieder, wischten das Blut ab, bestatteten die gefallenen Kameraden und setzten den Kampf fort. Sie hoben das gro├če Banner der Revolution hoch und schritten zum bewaffneten Widerstand. In ausgedehnten Gebieten Chinas schufen sie Organe der Volksmacht, f├╝hrten eine Bodenreform durch, schufen eine Volksarmee – die Chinesische Rote Armee -, bewahrten die revolution├Ąren Kr├Ąfte des chinesischen Volkes und entwickelten sie weiter. „├ťber die Koalitionsregierung“ (24. April 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIIhr habt viele gute Eigenschaften, habt euch gro├če Verdienste erworben, doch m├╝├čt ihr stets daran denken, da├č man nicht ├╝berheblich werden darf. Ihr werdet von jedermann geachtet, und das mit Recht, doch wird man dadurch auch leicht zur ├ťberheblichkeit verleitet. Wenn ihr ├╝berheblich werdet, wenn ihr unbescheiden seid und keine Anstrengungen mehr unternehmt, wenn ihr andere Menschen, die Funktion├Ąre und die Massen nicht achtet, dann werdet ihr aufh├Âren, Helden und Vorbilder zu sein. In der Vergangenheit gab es Leute, die sich so verhielten, und ich hoffe, ihr werdet nicht von ihnen lernen. „Man mu├č es erlernen, auf wirtschaftlichem Gebiet zu arbeiten“ (10. Januar 1948), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIIm Kampf zur Vernichtung der Feinde sowie zur Wiederherstellung und Entwicklung der Industrie- und Agrarproduktion seid ihr mit vielen Schwierigkeiten und Entbehrungen fertiggeworden, habt ihr in hohem Ma├če Wagemut, Klugheit und Initiative an den Tag gelegt. Ihr seid Vorbilder f├╝r die ganze chinesische Nation, ihr seid das R├╝ckgrat beim siegreichen Vormarsch der Sache des Volkes auf allen Gebieten, ihr seid die verl├Ą├člichen St├╝tzpfeiler der Volksregierung und die Br├╝cke f├╝r die Verbindung der Volksregierung mit den breiten Massen. Gru├čbotschaft im Namen des ZK der KPCh an die Landeskonferenz von Vertretern der Helden des Kampfes und der Vorbilder in der Arbeit (25. September 1950)Unsere chinesische Nation ist von dem Geist beseelt, die blutigen K├Ąmpfe gegen ihre Feinde bis zuletzt auszufechten, sie ist entschlossen, ihre verlorenen Gebiete aus eigener Kraft wiederzugewinnen, sie verf├╝gt ├╝ber die F├Ąhigkeit, inmitten der Nationen der Welt auf eigenen F├╝├čen zu stehen. „├ťber die Taktik im Kampf gegen den japanischen Imperialismus“ (27. Dezember 1939), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IXX. UNSER LAND MIT, FLEISS UND GEN├ťGSAMKEIT AUFBAUEN

Alle Funktion├Ąre und das ganze Volk m├╝ssen st├Ąndig daran denken, da├č China ein gro├čes sozialistisches Land und zugleich ein wirtschaftlich r├╝ckst├Ąndiges, armes Land ist. Das ist ein gro├čer Widerspruch. Damit unser Land reich und m├Ąchtig wird, sind einige Jahrzehnte harten Kampfes notwendig; zu diesem geh├Ârt u.a., da├č man beim Aufbau des Landes den Kurs „Flei├č und Gen├╝gsamkeit“ einh├Ąlt, d. h, ein strenges Sparsamkeitsregime durchf├╝hrt und gegen Verschwendung k├Ąmpft.

i „├ťber die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke“ (27. Februar 1957)Mit Flei├č und Gen├╝gsamkeit m├╝ssen die Fabriken und Gesch├Ąftsl├Ąden, alle staatlichen, genossenschaftlichen und sonstigen Unternehmungen betrieben werden. Was auch immer unternommen wird, es mu├č das Prinzip „Flei├č und Gen├╝gsamkeit“ eingehalten werden, das hei├čt das Prinzip der Sparsamkeit, eines der Grundprinzipien der sozialistischen Wirtschaft. China ist ein gro├čes Land, doch es ist derzeit noch sehr arm; damit China ein reiches Land werde, bedarf es eines Zeitraums von mehreren Jahrzehnten. Auch nach Ablauf dieser Zeitspanne wird es erforderlich sein, den Grundsatz „Flei├č und Gen├╝gsamkeit“ weiter zu befolgen; aber ganz besonders in den n├Ąchsten Jahrzehnten, im Laufe der gegenw├Ąrtigen Periode unserer F├╝nfjahrpl├Ąne, mu├č man f├╝r Flei├č und Gen├╝gsamkeit eintreten und auf Sparsamkeit achten. Vorbemerkung zum Artikel „Betrieb einer Genossenschaft mit Flei├č und Gen├╝gsamkeit“ (1945), in: Der sozialistische Aufschwung im chinesischen Dorf, Bd. IWir m├╝ssen ├╝berall mit den Arbeitskr├Ąften und materiellen Ressourcen sehr sorgsam umgehen, d├╝rfen unter keinen Umst├Ąnden blo├č auf den Augenblick schauen und dabei Liederlichkeit und Verschwendung zulassen. Wir m├╝ssen ├╝berall von dem ersten Jahr an, in dem wir zu arbeiten beginnen, mit den vielen kommenden Jahren rechnen; wir m├╝ssen damit rechnen, da├č wir einen langwierigen Krieg auszuhalten haben, da├č unsere Gegenoffensive bevorsteht, da├č wir nach der, Vertreibung des Feindes an den Aufbau ‚ schreiten werden. Einerseits darf es keine Liederlichkeit und Verschwendung geben, andererseits mu├č man sich um die Entwicklung der Produktion bem├╝hen. Fr├╝her kam es uns stellenweise teuer zu stehen, da├č es an einer langfristigen Vorausplanung mangelte, da├č man nicht darauf achtete, mit den Arbeitskr├Ąften und den materiellen Hilfsquellen sparsam umzugehen und die Produktion zu entwickeln. Man mu├č die Lehre daraus ziehen und von nun an darauf achten. „Man mu├č es erlernen, auf wirtschaftlichem Gebiet zu arbeiten“ 20. Januar 1945). Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIUm die Wiederherstellung und Entwicklung der landwirtschaftlichen Produktion und auch der industriellen Produktion in den Kleinst├Ądten zu beschleunigen, m├╝ssen wir im Verlauf des Kampfes um die Beseitigung des Feudalsystems darauf bedacht sein, unser ├äu├čerstes zu tun, um alle nutzbaren Produktions- und Konsumtionsmittel weitestgehend zu erhalten, m├╝ssen wir gegen ihre Zerst├Ârung oder Vergeudung durch wen immer entschlossene Ma├čnahmen ergreifen, gegen Schlemmerei vorgehen und auf Sparsamkeit achten. „Rede auf einer Kaderkonferenz im Befreiten Gebiet Schansi-Suiy├╝an“ (1. April 1948), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVBei den Budgetausgaben mu├č man das Prinzip der Sparsamkeit einhalten. Alle Mitarbeiter der Regierungsinstitutionen m├╝ssen begreifen, da├č Korruption und Verschwendung schwerste Verbrechen sind. Im Kampf gegen Korruption und Verschwendung sind bereits einige Erfolge erzielt worden, doch man mu├č weiterhin energisch dagegen vorgehen. Unser Rechnungswesen ist von dem Prinzip geleitet, da├č jeder Groschen gespart werden mu├č f├╝r den Krieg und die Revolution, f├╝r unseren Wirtschaftsaufbau. „Unsere Wirtschaftspolitik“ (21. Januar 1944), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IGegenw├Ąrtig macht sich unter vielen unserer Funktion├Ąre immer mehr eine gef├Ąhrliche Tendenz bemerkbar, die darin zum Ausdruck kommt, da├č sie nicht gewillt sind, mit den Massen Wohl und Wehe zu teilen, da├č sie auf pers├Ânlichen Ruhm und Vorteil aus sind. Das ist sehr schlecht. Im Verlauf der Bewegung f├╝r Produktionssteigerung und Sparsamkeit fordern wir eine Vereinfachung des Apparats und die Freisetzung von Funktion├Ąren f├╝r ihren Einsatz auf unterer Ebene, so da├č eine betr├Ąchtliche Anzahl Funktion├Ąre zur Produktion zur├╝ckkehren kann. Das ist eine der Methoden zur ├ťberwindung dieser gef├Ąhrlichen Tendenz. „├ťber die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke“ (27. Februar 1957)Der Umstand, da├č die Armee f├╝r den eigenen Bedarf produziert, hat nicht nur die Lebenshaltung der Truppen verbessert, die vom Volk zu tragenden Lasten erleichtert und daher eine Erweiterung der Reihen der Armee erm├Âglicht, sondern auch sofort eine Reihe. anderer unmittelbarer Vorteile mit sich gebracht. Diese Vorteile sind:

1. Bessere Beziehungen zwischen Offizieren und Mannschaften. Die einen wie die anderen arbeiten in der Produktion zusammen und stellen ein br├╝derliches Verh├Ąltnis untereinander her.

2. Eine bessere Einstellung zur k├Ârperlichen Arbeit. Seit die Armee f├╝r ihren Eigenbedarf produziert, hat sich , die Einstellung zur Arbeit gebessert, sind die ├╝blen Gewohnheiten der Faulenzerei beseitigt worden.

3. Eine straffere Disziplin. Weit davon entfernt, die Disziplin im Gefecht und im t├Ąglichen Leben der Armee zu schw├Ąchen, hat die Arbeitsdisziplin bei der Produktion sie umgekehrt gest├Ąrkt.

4. Bessere Beziehungen zwischen Armee und Volk. Da nun die Armee selbst einen „Haushalt“ f├╝hrt, kommt es selten oder ├╝berhaupt nicht mehr zu Eingriffen in das Verm├Âgen der Bev├Âlkerung. Da die Armee und die Bev├Âlkerung einander mit Arbeitskr├Ąften aushelfen und in der Produktion Beistand leisten, haben sich die freundschaftlichen Bande zwischen ihnen noch mehr verst├Ąrkt.

5. Weniger Murren in der Armee ├╝ber die Regierung, bessere Beziehungen zwischen Armee und Regierung.

6 Ein Ansporn f├╝r die gro├če Produktionsbewegung der Bev├Âlkerung. Da sich die Armee mit Produktion befa├čt, wird die Notwendigkeit noch offenkundiger, da├č die Regierungsinstitutionen das gleiche tun, und sie tun dies auch mit gr├Â├čerem Eifer; auch wird nat├╝rlich die Notwendigkeit der allgemeinen Bewegung des ganzen Volkes zur Steigerung der Produktion offenkundiger, und sie geht gleichfalls energischer vonstatten. „├ťber die Produktionst├Ątigkeit der Armee f├╝r ihren eigenen Bedarf und ├╝ber die Bedeutung der beiden gro├čen Bewegungen zur Ausrichtung und zur Produktionssteigerung“ (27. April 1949), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIManche Leute sagen: Wenn sich die Armee mit Produktion befa├čt, ist sie nicht mehr imstande zu k├Ąmpfen und sich auszubilden; wenn sich die Regierungsinstitutionen und andere Organisationen mit Produktion befassen, sind sie nicht mehr imstande, ihre T├Ątigkeit auszu├╝ben. Dieses Argument ist nicht richtig. In den letzten Jahren hat sich unsere Armee im Grenzgebiet in gro├čem Ma├čstab mit der Produktion befa├čt, so da├č sie mit Nahrung und Kleidung reichlich versorgt war, und gleichzeitig wurde sowohl die Ausbildung der Truppen als auch politische Schulung und allgemeine Bildungsarbeit durchgef├╝hrt, und dabei mit gr├Â├čerem Erfolg als zuvor; auch die Einheit innerhalb der Armee sowie die Einheit zwischen Armee und Volk ist st├Ąrker als fr├╝her. An der Front wurde im vergangenen Jahr eine gro├čangelegte Produktionsbewegung durchgef├╝hrt, dennoch wurden in demselben Jahr gro├če Kampferfolge erzielt und setzte ├╝berdies eine umfassende Kampagne zur Truppenausbildung ein. In den Regierungsinstitutionen und sonstigen Organisationen wurde die Lebenshaltung der Mitarbeiter dank ihrer Produktionst├Ątigkeit verbessert, und diese arbeiteten mit gr├Â├čerer Hingabe und gr├Â├čerem Effekt auf ihrem Gebiet; dies gilt sowohl f├╝r das Grenzgebiet wie f├╝r die Front. „Man mu├č es erlernen, auf wirtschaftlichem Gebiet zu arbeiten“ (10. Januar 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIXXI. SELBSTVERTRAUEN UND HARTER KAMPF

Worauf soll unsere Politik beruhen? Auf unseren eigenen Kr├Ąften, und das hei├čt, sich aus eigener Kraft emporarbeiten. Wir sind durchaus nicht isoliert; die L├Ąnder und die V├Âlker der ganzen Welt, die den Imperialismus bek├Ąmpfen, sind unsere Freunde. Trotzdem legen wir Nachdruck auf das Schaffen aus eigener Kraft. Gest├╝tzt auf die von uns selbst organisierten Kr├Ąfte, k├Ânnen wir alle chinesischen und ausl├Ąndischen Reaktion├Ąre besiegen. „Die Lage nach dem Sieg im Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression und unser Kurs“ (1. August 1945), Ausgew├Ąhlte Werke .Mao Tse-tungs, Bd. IVWir treten f├╝r das Vertrauen auf die eigene Kraft ein. Wir hoffen auf Hilfe von ausw├Ąrts, k├Ânnen uns aber nicht von ihr abh├Ąngig machen; wir verlassen uns auf die eigenen Anstrengungen, auf die sch├Âpferischen Kr├Ąfte der ganzen Armee und des gesamten Volkes. „Man mu├č es erlernen, auf wirtschaftlichem Gebiet zu arbeiten“ (10. Januar I945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIDen Sieg im ganzen Land erringen – das ist blo├č der erste Schritt auf einem langen Marsch von zehntausend Meilen … Die chinesische Revolution ist grandios, aber nach der Revolution ist eine noch l├Ąngere Wegstrecke zur├╝ckzulegen, ein noch gr├Â├čeres Werk zu vollbringen, noch h├Ąrtere Arbeit zu leisten. Das mu├č man jetzt der ganzen Partei klarmachen, und man mu├č daf├╝r Sorge tragen, da├č sich die Genossen den durch Bescheidenheit und Umsicht gekennzeichneten, von ├ťberheblichkeit und Unbesonnenheit freien Stil bewahren, da├č sie den Stil harten Kampfes beibehalten. „Bericht auf der 2. Plenartagung des VII. Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas“ (9. M├Ąrz 1949), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVUnter den Funktion├Ąren mu├č man restlos mit allen Vorstellungen aufr├Ąumen, da├č der Sieg m├╝helos, durch gl├╝ckliche Zuf├Ąlle erlangt werden k├Ânnte – ohne harte und bittere K├Ąmpfe, ohne Schwei├č und Blut. „Stabile St├╝tzpunktgebiete im Nordosten errichten“ (28. Dezember 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVWir m├╝ssen die Fortschritte in der Welt und die lichten Zukunftsperspektiven st├Ąndig unter dem Volk propagieren, damit es Siegeszuversicht gewinnt. Wir m├╝ssen zugleich auch dem Volk und unseren Genossen erkl├Ąren, da├č unser Weg Windungen und Wendungen haben wird. Auf dem Weg der Revolution gibt es noch viele Hindernisse, viele Schwierigkeiten. Unser VII. Parteitag rechnete mit vielen Schwierigkeiten, denn wir wollen lieber mehr Schwierigkeiten in Rechnung stellen. Manche Genossen machen sich nicht gern viele Gedanken ├╝ber Schwierigkeiten. Aber Schwierigkeiten sind Tatsachen, man mu├č sie anerkennen, wie viele es auch seien, man darf ihnen gegen├╝ber keine „Politik der Nichtanerkennung“ einschlagen. Wir m├╝ssen die Schwierigkeiten anerkennen, sie analysieren und einen Kampf mit ihnen f├╝hren. Es gibt keinen geraden Weg in der Welt, man mu├č darauf vorbereitet sein, einen Zickzackweg zu gehen, und darf nicht auf bequeme Weise ans Ziel gelangen wollen. Man kann sich doch nicht einbilden, da├č eines sch├Ânen Tages alle Reaktion├Ąre von selbst in die Knie sinken werden. Kurz gesagt, die Zukunftsperspektiven sind gl├Ąnzend, der Weg ist aber voller Windungen und Wendungen. Es liegen noch viele Schwierigkeiten vor uns, die wir nicht ├╝bersehen d├╝rfen. Wenn wir uns mit dem ganzen Volk zusammenschlie├čen und gemeinsame Anstrengungen machen, k├Ânnen wir bestimmt aller Schwierigkeiten Herr werden und unser Ziel, den Sieg, erreichen. „├ťber die Verhandlungen in Tschungking“ (17. Oktober 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVWer nur die Lichtseiten sieht und die Schwierigkeiten nicht wahrnimmt, der wird nicht erfolgreich f├╝r die Erf├╝llung der vor der Partei stehenden Aufgaben k├Ąmpfen k├Ânnen. „├ťber die Koalitionsregierung“ (24. April 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIDer Reichtum der Gesellschaft wird von den Arbeitern, Bauern und werkt├Ątigen Intellektuellen geschaffen. Wenn diese Menschengruppen ihr Schicksal in die eigene Hand genommen haben und wenn sie sich ├╝berdies an eine marxistischleninistische Linie halten und aktiv an die L├Âsung der Probleme herangehen, statt ihnen auszuweichen, dann wird es keinerlei Schwierigkeiten auf der Welt geben, mit denen sie nicht fertig werden k├Ânnten. Vorbemerkung zum Artikel „Der Parteisekret├Ąr leitet, und die ganze Partei arbeitet bei der Gr├╝ndung und Verwaltung der Genossenschaft mit“ (1955). in: Der sozialistische Aufschwung im chinesischen Dorf, Bd. IAlle Genossen in der Partei m├╝ssen dies alles voll und ganz in Rechnung stellen und bereit sein, mit unersch├╝tterlichem Willen planm├Ą├čig jegliche Schwierigkeiten zu ├╝berwinden. Schwierigkeiten haben die reaktion├Ąren Kr├Ąfte ebenso wie wir. Ihre Schwierigkeiten sind aber un├╝berwindlich, weil sie Kr├Ąfte sind, die sich dem Untergang n├Ąhern, keine Zukunft haben. Unsere Schwierigkeiten k├Ânnen ├╝berwunden werden, denn wir sind neuaufstrebende Kr├Ąfte mit einer strahlenden Zukunft. „Dem neuen Aufschwung der chinesischen Revolution entgegen!“ (1. Februar 1947), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVIn Zeiten von Schwierigkeiten m├╝ssen unsere Genossen die Erfolge sehen, die lichte Zukunft vor Augen haben, m├╝ssen wir unseren Mut heben. „Dem Volke dienen!“ (8. September 1944), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIAlles, was neu ins Leben tritt, w├Ąchst unter Schwierigkeiten heran, hat einen Weg voller Windungen und Wendungen zur├╝ckzulegen. Es w├Ąre eine reine Illusion, zu glauben, da├č die Sache des Sozialismus ohne Schwierigkeiten und Zickzackwege, ohne gewaltige Anstrengungen vorank├Ąme, da├č man immer g├╝nstigen Wind und leicht Erfolge haben w├╝rde. „├ťber die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke“ (27. Februar 1957)Im revolution├Ąren Kampf gewinnen manchmal die ung├╝nstigen Bedingungen die Oberhand ├╝ber die g├╝nstigen Bedingungen; dann sind die Schwierigkeiten die haupts├Ąchliche Seite des Widerspruchs, und die g├╝nstigen Bedingungen r├╝cken auf den zweiten Platz. Dank ihren Anstrengungen gelingt es jedoch den Revolution├Ąren, Schritt f├╝r Schritt der Schwierigkeiten Herr zu werden und eine neue, g├╝nstige Situation zu schaffen; an die Stelle der ung├╝nstigen Situation tritt also eine g├╝nstige Situation. „├ťber den Widerspruch“ (August 1937), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IWas ist Arbeit? Arbeit bedeutet Kampf. An diesen Orten gibt es Schwierigkeiten und Probleme, zu deren ├ťberwindung bzw. L├Âsung wir ben├Âtigt werden. Wir gehen dorthin zur Arbeit und zum Kampf, um die Schwierigkeiten zu ├╝berwinden. Nur der ist ein guter Genosse, den es mehr dorthin zieht, wo die Schwierigkeiten gr├Â├čer sind. „├ťber die Verhandlungen in Tschungking“ (17. Oktober 1949), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVEs gibt ein altes chinesisches Gleichnis, die Parabel „Y├╝ Gung versetzt Berge“. Darin wird erz├Ąhlt, da├č in alten Zeiten im Norden Chinas ein Greis aus den N├Ârdlichen Bergen namens Y├╝ Gung („N├Ąrrischer Greis“) lebte. Den Weg, der von seiner Haust├╝r nach S├╝den f├╝hrte, versperrten zwei gro├če Berge: der Taihang und der Wangwu. Y├╝ Gung fa├čte den Entschlu├č, zusammen mit seinen S├Âhnen diese Berge mit Hacken abzutragen. Ein anderer Greis namens Dschi Sou („Weiser Alter“) lachte, als er sie sah, und meinte: „Ihr treibt aber wirklich Unfug, ihr paar Leute k├Ânnt doch unm├Âglich zwei solche riesigen Berge abtragen“ Y├╝ Gung antwortete ihm: „Sterbe ich, bleiben meine Kinder; sterben die Kinder, bleiben die Enkelkinder, und so werden sich die Generationen in einer endlosen Reihe abl├Âsen. Diese Berge sind zwar hoch, aber sie k├Ânnen nicht mehr h├Âher werden; um das, was wir abtragen, werden sie niedriger. Warum sollten wir sie da nicht abtragen k├Ânnen?“ Nachdem Y├╝ Gung die falsche Auffassung Dschi Sous widerlegt hatte, machte er sich. ohne auch nur im geringsten zu schwanken, daran, Tag f├╝r Tag die Berge abzutragen. Das r├╝hrte den Himmelskaiser, und er schickte zwei seiner G├Âtter auf die Erde, die beide Berge auf dem R├╝cken davontrugen. Gegenw├Ąrtig lasten ebenfalls zwei gro├če Berge schwer auf dem chinesischen Volk. Der eine hei├čt Imperialismus, der andere Feudalismus. Die Kommunistische Partei Chinas ist schon l├Ąngst entschlossen, diese beiden Berge abzutragen. Wir m├╝ssen unseren Entschlu├č beharrlich in die Tat umsetzen, wir m├╝ssen unerm├╝dlich arbeiten, und wir werden die Gottheit ebenfalls r├╝hren; und diese Gottheit ist niemand anderer als die Volksmassen Chinas. Und wenn sich das ganze Volk erhebt, um mit uns zusammen diese Berge abzutragen, sollten wir sie da etwa nicht abtragen k├Ânnen? „Y├╝ Gung versetzt Berge“ (2. Juni 1945). Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. III

XXII. DENKWEISE UND ARBEITSMETHODEN

Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte der ununterbrochenen Vorw├Ąrtsentwicklung aus dem Reich der Notwendigkeit ins Reich der Freiheit. Dieser Proze├č findet niemals ein Ende. In jeder Gesellschaft, in der es Klassen gibt, hat der Klassenkampf kein Ende. In einer Gesellschaft, in der keine Klassen mehr bestehen, wird der Kampf zwischen dem Neuen und dem Alten, der Kampf zwischen Richtigem und Falschem niemals zu Ende sein. Im Bereich des Produktionskampfes und des wissenschaftlichen Experimentierens macht die Menschheit eine best├Ąndige Entwicklung durch, entwickelt sich auch unaufh├Ârlich die Natur, werden niemals Menschheit und Natur auf einem gegebenen Niveau stehen bleiben. Infolgedessen haben die Menschen immer wieder ihre Erfahrungen zusammenzufassen, Neues zu entdecken und zu erfinden, zu schaffen und vorw├Ąrtszuschreiten. Alle Ansichten, in denen Stagnation, Pessimismus, Tatenlosigkeit oder ├ťberheblichkeit und Selbstzufriedenheit zum Ausdruck kommen, sind falsch. Sie sind falsch, weil sie weder mit den historischen Tatsachen der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft im Laufe von etwa einer Million Jahren noch mit den geschichtlichen Tatsachen der bisher von uns erkannten Natur (wie sie sich beispielsweise in der Geschichte der Himmelsk├Ârper, der Erde, des Lebens und anderer Naturph├Ąnomene offenbart), ├╝bereinstimmen. Zitiert im „Bericht des Ministerpr├Ąsidenten Tschou En-lai auf der 1. Tagung des 3. Nationalen Volkskongresses der Volksrepublik China ├╝ber die T├Ątigkeit der Regierung“ (21. – 22. Dezember 1964)Die Naturwissenschaft ist eine der Waffen, mit denen sich die Menschen ihre Freiheit erk├Ąmpfen. Um ihre soziale Freiheit zu erringen, m├╝ssen die Menschen mit Hilfe der Gesellschaftswissenschaften die Gesellschaft verstehen lernen, sie umgestalten, die soziale Revolution durchf├╝hren. Um ihre Freiheit im Bereich der Natur zu erlangen, m├╝ssen die Menschen mit Hilfe der Naturwissenschaften die Natur erkennen, sie bezwingen, sie umgestalten und so ihre Freiheit der Natur abringen. Rede in der Gr├╝ndungsversammlung der Gesellschaft f├╝r naturwissenschaftliche Forschung im Grenzgebiet (5. Februar 1940)Die marxistische Philosophie, der dialektische Materialismus, weist zwei am meisten hervorstechende Merkmale auf. Zun├Ąchst ist sie durch ihren Klassencharakter gekennzeichnet: Sie erkl├Ąrt offen, da├č der dialektische Materialismus dem Proletariat dient: Weiter ist sie gekennzeichnet durch ihre Bezogenheit auf die Praxis. Sie betont, da├č die Theorie von der Praxis abh├Ąngt, da├č die Praxis die Grundlage der Theorie bildet und die Theorie ihrerseits der Praxis dient. „├ťber die Praxis“ (Juli 1937), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IDie marxistische Philosophie ist der Ansicht, da├č die wichtigste Frage nicht darin besteht, die Gesetzm├Ą├čigkeiten der objektiven Welt zu verstehen, um die Welt interpretieren zu k├Ânnen, sondern darin, die Kenntnis dieser objektiven Gesetzm├Ą├čigkeiten auszun├╝tzen, um die Welt aktiv umzugestalten. EbendaWoher kommen die richtigen Ideen der Menschen? Fallen sie vom Himmel? Nein. Sind sie dem eigenen Gehirn angeboren? Nein. Die richtigen Ideen der Menschen k├Ânnen nur aus der gesellschaftlichen Praxis herr├╝hren, nur aus dem Produktionskampf, dem Klassenkampf und dem wissenschaftlichen Experiment – diesen drei Arten der gesellschaftlichen Praxis. Woher kommen die richtigen Ideen der Menschen? (Mai 1961)Das gesellschaftliche Sein der Menschen bestimmt ihr Denken. Sobald die richtigen Ideen, die die fortschrittliche Klasse repr├Ąsentieren, von den Massen beherrscht werden, werden sie zur materiellen Gewalt, welche die Gesellschaft und die Welt umgestaltet. EbendaIn ihrer gesellschaftlichen Praxis nehmen die Menschen an verschiedenerlei K├Ąmpfen teil, sammeln sie reiche Erfahrungen, solche von Erfolgen und solche von Mi├čerfolgen. Die unz├Ąhligen Erscheinungen der objektiven Au├čenwelt finden mittels der f├╝nf Sinnesorgane – Augen, Ohren, Nase, Zunge, K├Ârper – ihre Widerspiegelung im menschlichen Gehirn, und das ist zun├Ąchst eine sinnliche Erkenntnis. Hat sich das Material dieser sinnlichen Erkenntnis angeh├Ąuft, so tritt ein Sprung ein, und die sinnliche Erkenntnis verwandelt sich in eine rationale Erkenntnis, d.h. in die Idee. Das ist ein Erkenntnisproze├č. Es ist die erste Etappe des Gesamtprozesses der Erkenntnis, die Etappe des ├ťbergangs von der objektiven Materie zum subjektiven Bewu├čtsein, vom Sein zur Idee. Zu diesem Zeitpunkt ist noch nicht bewiesen, ob das Bewu├čtsein, die Ideen (einschlie├člich der Theorien, politischen Richtlinien, Pl├Ąne, Methoden) die Gesetze der objektiven Au├čenwelt richtig widergespiegelt haben, es kann noch nicht festgestellt werden, ob die Ideen richtig sind. Darauf folgt die zweite Etappe des Erkenntnisprozesses, n├Ąmlich die Etappe des ├ťbergangs vom Bewu├čtsein zur Materie, von der Idee zum Sein, wo man die in der ersten Etappe gewonnenen Erkenntnisse auf die gesellschaftliche Praxis anwendet, um zu sehen, ob diese Theorien, politischen Richtlinien. Pl├Ąne, Methoden usw. zu dem gew├╝nschten Erfolg f├╝hren. Allgemein gesagt, ist richtig, was Erfolg bringt, und falsch, mi├člingt; das trifft besonders auf den Kampf der Menschheit mit der Natur zu. Im gesellschaftlichen Kampf kommt es manchmal vor, da├č die Kr├Ąfte, die die fortschrittliche Klasse repr├Ąsentieren, Mi├čerfolg haben, und zwar nicht etwa, weil ihre Ideen unrichtig w├Ąren, sondern weil sie, wenn man die im Kampf stehenden Kr├Ąfte miteinander vergleicht, zeitweilig noch nicht so stark sind wie die reaktion├Ąren Kr├Ąfte; daher erleiden sie zun├Ąchst Niederlagen, doch werden sie fr├╝her oder sp├Ąter siegen. Mit der ├ťberpr├╝fung der menschlichen Erkenntnis durch die Praxis tritt wiederum ein Sprung ein. Dieser ist von weit gr├Â├čerer Bedeutung als der fr├╝here Sprung. Denn nur der zweite Sprung kann beweisen, da├č der erste Sprung in der Erkenntnis, d.h. die Ideen, Theorien, politischen Richtlinien, Pl├Ąne, Methoden usw., auf die man im Proze├č der Widerspiegelung der objektiven Au├čenwelt gekommen ist, richtig oder falsch war; es gibt keine andere Methode, die Wahrheit zu ermitteln. EbendaZu einer richtigen Erkenntnis gelangt : man oft erst nach einer vielfachen Wiederholung der ├ťberg├Ąnge von der Materie zum Bewu├čtsein und vom Bewu├čtsein zur Materie, das hei├čt von der Praxis zur Erkenntnis und von der Erkenntnis zur Praxis. Das ist die Erkenntnistheorie des Marxismus, die Erkenntnistheorie des dialektischen Materialismus. EbendaKein Mensch kann ein Ding erkennen, wenn er nicht mit ihm in Ber├╝hrung kommt, das hei├čt, wenn sein eigenes Leben (seine Praxis) nicht in dem Milieu dieses Dinges verl├Ąuft. Willst du Kenntnisse erwerben, mu├čt du an der die Wirklichkeit umw├Ąlzenden Praxis teilnehmen. Willst du den Geschmack einer Birne kennenlernen, mu├čt du sie ver├Ąndern, das hei├čt sie in deinem Mund zerkauen. Willst du die Theorie und die Methoden der Revolution kennenlernen, mu├čt du an der Revolution teilnehmen. Alle echten Kenntnisse stammen aus der unmittelbaren Erfahrung.

„├ťber die Praxis“ (Juli 1937), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. 1

Die Erkenntnis beginnt mit der Praxis, die theoretischen Kenntnisse, die man durch die Praxis erworben hat, m├╝ssen wiederum zur Praxis zur├╝ckkehren. Die aktive Rolle der Erkenntnis findet ihren Ausdruck nicht nur in dem aktiven Sprung von der sinnlichen Erkenntnis zur rationalen Erkenntnis, sondern auch, was noch wichtiger ist, in dem Sprung von der rationalen Erkenntnis zur revolution├Ąren Praxis. EbendaWenn man, womit immer man sich besch├Ąftigt, die n├Ąheren Umst├Ąnde der betreffenden Sache, ihren Charakter, ihren Zusammenhang mit anderen Dingen nicht begriffen hat, dann kennt man, wie jedermann wei├č, auch nicht die Gesetzm├Ą├čigkeiten dieser Sache, wei├č nicht, wie an sie heranzugehen, kann sie nicht erfolgreich bew├Ąltigen.

„Strategische Probleme des revolution├Ąren Krieges in China“ (Dezember 1936), Ausgew├Ąhlte Werke, Mao Tse-tungs, Bd. I

Wenn die Menschen Erfolge in der Arbeit erzielen, das hei├čt die erwarteten Ergebnisse erhalten wollen, m├╝ssen sie unbedingt ihre Ideen in ├ťbereinstimmung, mit den Gesetzm├Ą├čigkeiten der objektiven Au├čenwelt bringen, anderenfalls erleiden sie in der Praxis Niederlagen. Wenn sie Niederlagen erleiden, so ziehen sie daraus Lehren, ├Ąndern ihre Ideen, um sie in ├ťbereinstimmung mit den Gesetzm├Ą├čigkeiten der Au├čenwelt zu bringen, und k├Ânnen dann die Niederlagen in Siege verwandeln; diese Wahrheit findet ihren Ausdruck in den Sprichw├Ârtern „Die Niederlage ist die Mutter des Erfolgs“ und „Durch Schaden wird man klug“. „├ťber die Praxis“ (Juli 1937), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. 1Wir sind Marxisten, und der Marxismus lehrt uns, an die Probleme nicht von abstrakten Definitionen, sondern von den objektiven Tatsachen aus heranzugehen und unseren Kurs, unsere politischen Richtlinien, unsere praktischen Ma├čnahmen auf Grund einer Analyse dieser Tatsachen zu erarbeiten. „Reden bei der Aussprache in Yenan ├╝ber Literatur und Kunst“ (Mai 1942), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIDie fundamentalste Arbeitsmethode, die sich alle Kommunisten tief einpr├Ągen m├╝ssen, besteht darin, die Richtlinien f├╝r die Arbeit gem├Ą├č den realen Verh├Ąltnissen festzulegen. Wenn wir die Ursachen der Fehler, die wir begangen haben, untersuchen, zeigt sich, da├č sie alle entstanden sind, weil wir uns von den zur gegebenen Zeit und am gegebenen Ort herrschenden realen Verh├Ąltnissen losgel├Âst und die Richtlinien f├╝r unsere Arbeit subjektiv festgelegt haben. „Rede auf einer Kaderkonferenz im Befreiten Gebiet Schansi-Suiy├╝an“ (1. April 1948), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVMit Idealismus und Metaphysik kommt man in der Welt am leichtesten durch; denn man kann dann soviel Unsinn zusammenschwatzen wie man nur will, ohne sich auf die objektive Realit├Ąt st├╝tzen zu m├╝ssen und ohne der Pr├╝fung durch diese unterworfen zu sein. Materialismus und Dialektik erfordern hingegen Anstrengungen, da mu├č man sich auf die objektive Realit├Ąt st├╝tzen und die Pr├╝fung durch diese bestehen; unternimmt man keine Anstrengungen, dann wird man in Idealismus und Metaphysik abgleiten. Vorbemerkung zu den „Materialien ├╝ber die konterrevolution├Ąre Clique Hu Fengs“ (Mai 1955)Zur Beurteilung eines Dinges mu├č man von seinem Wesen ausgehen, seine ├Ąu├čeren Erscheinungen dagegen darf man nur als Wegweiser betrachten, der zu einer Pforte hinleitet. Ist man durch diese Pforte eingetreten, dann mu├č man das Wesen des Dinges erfassen. Das ist die einzig zuverl├Ąssige, wissenschaftliche Methode der Analyse. „Aus einem Funken kann ein Steppenbrand entstehen“ (5. Januar 1930), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IDie Grundursache der Entwicklung eines Dinges liegt nicht au├čerhalb, sondern innerhalb desselben; sie liegt in seiner inneren Widerspr├╝chlichkeit. Allen Dingen wohnen Widerspr├╝che inne, und diese sind es, die Bewegung und Entwicklung dieser Dinge verursachen. Die Widerspr├╝che, die den Dingen selbst innewohnen, sind die Grundursache ihrer Entwicklung, w├Ąhrend der Zusammenhang und die Wechselwirkung eines Dinges mit

anderen Dingen sekund├Ąre Ursachen darstellen. „├ťber den Widerspruch“ (August 1937), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IDie materialistische Dialektik betrachtet die ├Ąu├čeren Ursachen als Bedingungen der Ver├Ąnderung und die inneren Ursachen als deren Grundlage, wobei die ├Ąu├čeren Ursachen vermittels der inneren wirken. Bei einer entsprechenden Temperatur wird ein Ei zu einem K├╝ken, aber keine W├Ąrme kann einen Stein in ein K├╝ken verwandeln; denn die Grundlage der Ver├Ąnderung ist bei den beiden verschieden. EbendaDie marxistische Philosophie vertritt die Meinung, da├č das Gesetz von der Einheit der Gegens├Ątze das grundlegende Gesetz des Universums ist. Dieses Gesetz gilt ├╝berall, in der Natur, in der menschlichen Gesellschaft und im Denken des Menschen. Zwischen den einander widersprechenden Gegens├Ątzen gibt es sowohl Einheit als auch Kampf, und das bewirkt die Bewegung und Ver├Ąnderung der Dinge. Widerspr├╝che gibt es ├╝berall, jedoch entsprechend den verschiedenen Eigenschaften der Dinge ist auch der Charakter der Widerspr├╝che verschieden. F├╝r jedes konkrete Ding ist die Einheit der Gegens├Ątze bedingt, zeitweilig, vor├╝bergehend und daher relativ, w├Ąhrend der Kampf zwischen den Gegens├Ątzen absolut ist. ├ťber die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke (27. Februar 1957)Die Methode der Analyse ist die dialektische Methode. Eine Analyse bedeutet, da├č die den Dingen innewohnenden Widerspr├╝che analysiert werden. Man kann keine treffende Analyse vornehmen, wenn man mit dem Leben nicht vertraut ist, wenn man die behandelten Widerspr├╝che nicht wirklich verstanden hat. Rede auf der Landeskonferenz der Kommunistischen Partei Chinas ├╝ber Propagandaarbeit (5. M├Ąrz 1957)Lenin sagte, da├č die konkrete Analyse einer konkreten Situation „das innerste Wesen, die lebendige Seele des Marxismus“ ist. Vielen unserer Genossen fehlt ein analytisches Denkverm├Âgen, sie wollen nicht tief in die komplizierten Dinge eindringen, sie nicht wiederholt analysieren und erforschen, sondern ziehen simple Schlu├čfolgerungen vor, die entweder eine absolute Bejahung oder eine absolute Verneinung darstellen . . . Diesem Zustand mu├č f├╝r die Zukunft abgeholfen werden. „Unsere Schulung und die gegenw├Ąrtige Lage“ (12. April 1954), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIDie Methode, mit der diese Genossen an die Fragen herangehen, ist falsch. Sie blicken nicht auf das Wesentliche und Haupts├Ąchliche, sondern betonen die unwesentlichen und nebens├Ąchlichen Dinge. Es mu├č darauf hingewiesen werden, da├č die unwesentlichen, nebens├Ąchlichen Fragen nicht ignoriert werden d├╝rfen; sie m├╝ssen eine nach der anderen gel├Âst werden. Doch d├╝rfen sie nicht als wesentlich und haupts├Ąchlich betrachtet werden, sonst w├╝rden wir die Orientierung verlieren. Zur Frage des genossenschaftlichen Zusammenschlusses in der Landwirtschaft (31. Juli 1945)Die Dinge in der Welt sind kompliziert, sie werden von allen m├Âglichen Faktoren bestimmt. Man mu├č die Probleme von allen Seiten betrachten und nicht nur von einer einzigen. „├ťber die Verhandlungen in Tschungking“ (17. Oktober 1945). Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVDiejenigen, die subjektiv, einseitig und oberfl├Ąchlich an die Fragen herangehen, beginnen nach der Ankunft am neuen Ort sofort, selbstgef├Ąllig Anordnungen zu treffen und Befehle zu erlassen, ohne sich ├╝ber die Lage zu informieren, ohne in die Sache als Ganzes (in ihre Geschichte und ihre gesamten gegenw├Ąrtigen Umst├Ąnde) einzudringen und ohne bis zum Wesen der Sache (ihrem Charakter und ihrem inneren Zusammenhang mit anderen Sachen) vorzudringen – solche Leute werden unweigerlich straucheln. „├ťber die Praxis“ (Juli 1937), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IBeim Studium irgendeiner Frage mu├č man sich vor Subjektivismus, Einseitigkeit und Oberfl├Ąchlichkeit h├╝ten. Subjektivismus – das ist das Unverm├Âgen, an eine Sache objektiv, das hei├čt materialistisch heranzugehen, wor├╝ber ich schon in der Arbeit „├ťber die Praxis“ gesprochen habe. Einseitigkeit besteht darin, da├č man nicht versteht, eine Frage von jeder Seite zu betrachten. Das bedeutet eben, ├╝ber den Teil das Ganze zu vergessen, die einzelnen B├Ąume, aber nicht den Wald zu sehen. Bei einer solchen Vorgangsweise ist es unm├Âglich, die Methoden zur L├Âsung der Widerspr├╝che zu finden, ist es unm├Âglich, die Aufgaben der Revolution zu erf├╝llen, ist es unm├Âglich, die einem aufgetragene Arbeit gut zu verrichten, ist es unm├Âglich, den ideologischen Kampf innerhalb der Partei richtig zu entwickeln. ├ťber die Kriegskunst sagte Sun Dsi: „Kennst du den Feind und kennst du dich selbst hundert Schlachten ohne Schlappe.“ Er sprach von zwei kriegf├╝hrenden Seiten. We Dscheng, der zur Zeit der Tang-Dynastie lebte, tat den Ausspruch: „H├Ârst du alle an, dann bist du dir im klaren, schenkst du nur einem Glauben, wirst du im dunkeln tappen.“ Auch er verstand, da├č Einseitigkeit falsch ist. Unsere Genossen gehen jedoch oft einseitig an die Fragen heran und holen sich dabei immer wieder Beulen. Lenin sagte: „Um einen Gegenstand wirklich zu kennen, mu├č man alle seine Seiten, alle Zusammenh├Ąnge und, Vermittlungen` erfassen und erforschen.

Wir werden das niemals vollst├Ąndig erreichen, die Forderung der Allseitigkeit wird uns aber vor Fehlern und vor Erstarrung bewahren.“ Wir m├╝ssen uns diese Worte Lenins merken. Die Oberfl├Ąchlichkeit besteht darin, da├č man weder die Besonderheiten des Widerspruchs als Ganzes noch die Besonderheiten seiner Seiten in Betracht zieht, da├č man die Notwendigkeit leugnet, tief in das Wesen der Dinge einzudringen und die Besonderheiten des Widerspruchs sorgf├Ąltig zu studieren, da├č man sich mit einer Beobachtung aus der Ferne begn├╝gt, den Widerspruch in groben Umrissen nach der Methode des ├ťber-den-Daumen-Peilens bestimmt und ihn hierauf sofort zu l├Âsen versucht (Frage beantwortet, Meinungsstreitigkeiten entscheidet, Arbeiten verrichtet, milit├Ąrische Operationen leitet. Ein solches Vorgehen kann nur ├╝ble Folge nach sich ziehen . . . Einseitigkeit ist ebenso wie Oberfl├Ąchlichkeit zugleich auch Subjektivismus. Da alle objektiv existierenden Dinge miteinander zusammenh├Ąngen und ihre inneren Gesetzm├Ą├čigkeiten haben, so ist die Methode derjenigen, die diese Tatsache nicht wahrheitsgetreu widerspiegeln, die die Dinge nur einseitig oder oberfl├Ąchlich betrachten und deren wechselseitigen Zusammenhang und innere Gesetzm├Ą├čigkeiten nicht kennen, notwendigerweise subjektivistisch. „├ťber den Widerspruch“ (August 1937), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IEinseitigkeit hei├čt die Dinge in Gedanken verabsolutieren, eine Frage metaphysisch betrachten. Bez├╝glich unserer Arbeit bedeutet es eine Einseitigkeit, wenn man alles bejaht oder alles verneint. Alles bejahen hei├čt nur das Gute wahrnehmen und das Schlechte ├╝bersehen, nur Lob zulassen, nicht aber Kritik. Wenn man sagt, da├č in unserer Arbeit alles gut ist, so entspricht das nicht den Tatsachen. Es stimmt nicht, da├č alles gut ist, es gibt noch M├Ąngel und Fehler. Aber es stimmt auch nicht, da├č alles schlecht ist, denn das entspricht ebenfalls nicht den Tatsachen. Man mu├č die Dinge analysieren. Alles verneinen hei├čt, da├č man, ohne eine Analyse vorzunehmen, alles, was man gemacht hat, f├╝r verfehlt h├Ąlt, als ob es an der gro├čen Sache des sozialistischen Aufbaus, an dem gro├čen Kampf Hunderter von Millionen Menschen nichts Gutes g├Ąbe und alles ein einziges Chaos w├Ąre. Viele von jenen, die eine solche Auffassung vertreten, unterscheiden sich zwar von den Leuten, die dem sozialistischen System feindlich gesinnt sind; aber diese Auffassung ist vollkommen falsch, sehr sch├Ądlich, sie ist nur geeignet, den Menschen die Zuversicht zu nehmen. Bei der Beurteilung unserer Arbeit alles zu bejahen oder alles zu verneinen, ist gleicherma├čen falsch. Rede auf der Landeskonferenz der Kommunistischen Partei Chinas ├╝ber Propagandaarbeit (10. M├Ąrz 1957)Wenn ein Marxist ein Problem behandelt, dann soll er nicht nur die einzelnen Teile, sondern auch das Ganze sehen. Ein Frosch sitzt in einem Brunnen und sagt: „Der Himmel reicht nicht ├╝ber den Brunnenrand hinaus.“ Das ist unrichtig, denn der Himmel beschr├Ąnkt sich nicht auf jenes St├╝ck, das die Brunnen├Âffnung freigibt. H├Ątte der Frosch gesagt: „Ein Teil des Himmels ist so gro├č wie die Umrandung des Brunnens“, dann w├Ąre das richtig, denn dies stimmt mit den Tatsachen ├╝berein. „├ťber die Taktik im Kampf gegen den japanischen Imperialismus“ (27. Dezember 1935), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IWir m├╝ssen es erlernen, die Probleme allseitig zu betrachten, nicht nur die Vorderseite der Dinge zu sehen, sondern auch ihre Kehrseite. Unter bestimmten Bedingungen kann Schlechtes zu guten Ergebnissen und Gutes zu schlechten Ergebnissen f├╝hren. „├ťber die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke“ (17. Februar 1957)Wir erkennen an, da├č im Gesamtverlauf der historischen Entwicklung das Geistige vom Materiellen, das gesellschaftliche Bewu├čtsein vom gesellschaftlichen Sein bestimmt wird; doch gleichzeitig erkennen wir an und m├╝ssen wir anerkennen, da├č das Geistige auf das Materielle, das gesellschaftliche Bewu├čtsein auf das gesellschaftliche Sein, der ├ťberbau auf die ├Âkonomische Basis zur├╝ckwirkt. Damit versto├čen wir nicht gegen den Materialismus, sondern lehnen wir den mechanischen Materialismus ab und verteidigen den dialektischen Materialismus. „├ťber den Widerspruch“ (August 1937), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IJene, die Kriegsoperationen leiten, d├╝rfen nicht im Streben nach dem Sieg die durch die objektiven Bedingungen gezogenen Grenzen ├╝berschreiten; innerhalb dieser Grenzen k├Ânnen und m├╝ssen sie jedoch aktiv den Sieg anstreben. Die Aktionsb├╝hne des Truppenf├╝hrers in einem Krieg mu├č sich auf die objektiven M├Âglichkeiten gr├╝nden; doch auf einer solchen B├╝hne kann er dann viele klangreiche und farbenpr├Ąchtige, viele majest├Ątische und kraftvolle St├╝cke inszenieren. „├ťber den langwierigen Krieg“ (Mai 1918), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIDas Denken der Menschen mu├č sich den ver├Ąnderten Umst├Ąnden anpassen. Nat├╝rlich darf niemand seiner Phantasie freien Lauf lassen, ohne R├╝cksicht auf die durch die objektiven Umst├Ąnde erlaubten Bedingungen seine Handlungen planen, gewaltsam Dinge unternehmen, die praktisch undurchf├╝hrbar sind. Heute geht es jedoch darum, da├č noch immer auf vielen Gebieten rechtsopportunistische konservative Ideen herumspuken, so da├č unsere Arbeit auf diesen Gebieten mit der Entwicklung der objektiven Situation nicht Schritt halten kann. Die Frage steht heute so, da├č viele Leute Dinge f├╝r undurchf├╝hrbar halten, die ohne weiteres vollbracht werden k├Ânnen, wenn man sich darum bem├╝ht. Vorwort zu „Der sozialistische Aufschwung im chinesischen Dorf“ (27. Dezember 1955)In allen Angelegenheiten m├╝ssen wir unser Gehirn gebrauchen und gr├╝ndlich nachdenken. Ein Spruch besagt: „Ziehe die Brauen zusammen, und du kommst auf eine Idee.“ Das hei├čt: Viel Nachdenken gebiert Weisheit. Wenn wir von der in unserer Partei so verbreiteten Praxis des blinden Handelns loskommen wollen, m├╝ssen wir die Genossen ermutigen, nachzudenken, die Methode der Analyse zu erlernen und sich die Gewohnheit des Analysierens anzueignen. „Unsere Schulung und die gegenw├Ąrtige Lage“ (6. April 1944), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIWenn ein Proze├č mehrere Widerspr├╝che enth├Ąlt, mu├č einer von ihnen der Hauptwiderspruch sein, der die f├╝hrende und entscheidende Rolle spielt, w├Ąhrend die ├╝brigen nur eine sekund├Ąre, untergeordnete Stellung einnehmen. Infolgedessen mu├č man sich beim Studium eines zwei und mehr Widerspr├╝che enthaltenden komplizierten Prozesses die gr├Â├čte M├╝he geben, den Hauptwiderspruch herauszufinden. Sobald dieser festgestellt ist, kann man alle Probleme leicht l├Âsen. „├ťber den Widerspruch“ (August 1937), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVon den beiden Seiten des Widerspruchs ist die eine unweigerlich die Hauptseite, die andere die sekund├Ąre Seite. Die Hauptseite ist jene, die im Widerspruch die f├╝hrende Rolle spielt. Der Charakter eines Dinges wird im wesentlichen durch die Hauptseite des Widerspruchs bestimmt, die eine dominierende Stellung einnimmt. Diese Lage ist aber nicht unver├Ąnderlich: die Hauptseite und die sekund├Ąre Seite des Widerspruchs gehen ineinander ├╝ber, worauf sich auch der Charakter des Dinges entsprechend ├Ąndert. EbendaWir m├╝ssen nicht nur Aufgaben stellen, sondern auch die Frage l├Âsen, mit welchen Methoden diese Aufgaben zu erf├╝llen sind. Wenn wir die Aufgabe haben, einen Flu├č zu ├╝berschreiten, k├Ânnen wir das ohne eine Br├╝cke oder ein Boot nicht tun. Wird die Frage der Br├╝cke oder des Bootes nicht gel├Âst, dann ist es m├╝├čig, von einem ├ťbersetzen auf das andere Ufer zu reden. Wird die Frage der Methode nicht gel├Âst, dann ist auch das, was man ├╝ber die Aufgabe sagt, nur leeres Geschw├Ątz. „K├╝mmern wir uns um das Wohl der Massen, achten wir auf die Arbeitsmethoden!“ (27. Januar 1934), Auserw├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs. Bd. IBei jeder Aufgabe ist es ohne allgemeine Appelle, die sich an alle wenden, unm├Âglich, die breiten Massen in Bewegung zu bringen. Aber wenn die leitenden Funktion├Ąre sich auf allgemeine Aufrufe beschr├Ąnken, ohne sich selbst konkret und gr├╝ndlich mit der Arbeit, zu deren Durchf├╝hrung sie aufrufen, in einigen Organisationen zu befassen, um, nachdem sie dort einen Durchbruch erzielt und Erfahrungen gesammelt haben, diese Erfahrungen dann bei der Leitung anderer Organisationen auszunutzen, werden sie nicht nachpr├╝fen k├Ânnen, ob ihre allgemeinen Aufrufe richtig sind; sie werden auch den Inhalt dieser Aufrufe nicht bereichern k├Ânnen, und es entsteht dann die Gefahr, da├č die allgemeinen Appelle in der Luft h├Ąngen bleiben. „Einige Fragen der F├╝hrungsmethoden“ (1. Juni 1941), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIKein leitender Funktion├Ąr kann allen seinen Institutionen eine allgemeine Anleitung geben, ohne bei einzelnen Mitarbeitern und einzelnen Vorkommnissen in den einzelnen ihm unterstehenden Institutionen konkrete Erfahrungen gesammelt zu haben. Diese Methode mu├č ├╝berall gef├Ârdert werden, damit die leitenden Funktion├Ąre aller Ebenen sie anzuwenden erlernen. EbendaIn keinem Gebiet k├Ânnen gleichzeitig mehrere zentrale Aufgaben bestehen; innerhalb eines bestimmten Zeitabschnitts kann es nur eine zentrale Aufgabe geben, die durch andere, zweit- und drittrangige Arbeiten erg├Ąnzt wird. Deshalb mu├č der Hauptverantwortliche unter Ber├╝cksichtigung der Geschichte und der Umst├Ąnde des Kampfes in seinem Gebiet jeder Arbeit den ihr geb├╝hrenden Rang zuweisen; er darf nicht ganz ohne eigene Pl├Ąne handeln und sich, wie gerade die Weisungen von oben eintreffen, un├╝berlegt einer Aufgabe nach der anderen zuwenden, das w├╝rde zu einer Vielfalt von „zentralen Aufgaben“, zu Verwirrung und Unordnung f├╝hren. Die ├╝bergeordneten Organe d├╝rfen ihrerseits den untergeordneten Stellen nicht eine ganze Reihe von Arbeiten gleichzeitig ├╝bertragen, ohne sie nach ihrer Wichtigkeit und Dringlichkeit zu differenzieren und ohne auf das, was im Mittelpunkt steht, hinzuweisen; denn das w├╝rde in der Arbeit der untergeordneten Stellen Verwirrung hervorrufen und es ihnen unm├Âglich machen, die vorgesehenen Ergebnisse zu erzielen. Es geh├Ârt zur F├╝hrungskunst, da├č der leitende Funktion├Ąr in ├ťbereinstimmung mit den historischen Bedingungen und jeweiligen Umst├Ąnden im betreffenden Gebiet sowie unter Ber├╝cksichtigung der Gesamtsituation seine Pl├Ąne ausarbeitet und f├╝r jeden Zeitabschnitt den Schwerpunkt und die Anordnung der Arbeiten richtig bestimmt, sodann diese Entscheidung beharrlich in die Tat umsetzt, wobei er sicherzustellen hat, da├č bestimmte Resultate erzielt werden. EbendaMan mu├č best├Ąndig den Fortgang der Arbeit unter Kontrolle halten, Erfahrungen austauschen, Fehler korrigieren; man darf nicht monatelang, ein halbes Jahr oder gar ein Jahr warten, ehe man eine Versammlung abh├Ąlt, um das Gesamtresultat zusammenzufassen, eine Generalbilanz zu ziehen, alle Fehler auf einmal zu berichtigen. Dann w├Ąre der Schaden zu gro├č, wogegen er geringer ist, wenn man die Korrektur beizeiten vornimmt. „├ťber die Industrie- und Handelspolitik“ (27. Februar 1948), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVWarte nicht, bis sich die Probleme angeh├Ąuft haben und viel Unheil angerichtet ist, um sie erst dann zu l├Âsen. Die Leitung mu├č der Bewegung unbedingt vorangehen, darf nicht hinter ihr zur├╝ckbleiben. Vorbemerkung zum Artikel „Saisonkontrakte“ (1955), in: Der sozialistische Aufschwung im chinesischen Dorf, Bd. IIIWas wir brauchen, ist Begeisterung, aber auch Besonnenheit, ist sowohl intensive wie gut geregelte Arbeit. „Strategische Probleme des revolution├Ąren Krieges in China“ (Dezember 1936), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IXXIII. UNTERSUCHUNG UND FORSCHUNG

Alle, die praktische Arbeit leisten, m├╝ssen Untersuchungen auf den unteren Ebenen vornehmen. Eine solche Untersuchungst├Ątigkeit haben besonders jene, n├Âtig, die nur theoretisch beschlagen sind, aber ├╝ber die realen Verh├Ąltnisse nicht Bescheid wissen; andernfalls werden sie die Theorie nicht mit der Praxis verbinden k├Ânnen. Meine Feststellung „Wer eine Sache nicht untersucht hat, der hat kein [I Recht mitzureden“ wurde zwar als „enger Empirismus“ verlacht; ich bedaure aber auch jetzt nicht, diese Feststellung gemacht zu haben. Mehr noch: Ich beharre fest darauf, da├č jemand, der keine Untersuchungen anstellt, auch kein Mitspracherecht haben kann. Es gibt viele Leute, die, „kaum da├č sie aus dem Wagen gestiegen sind“, einen Riesenwirbel zu machen beginnen, ├╝berall ihre Meinung zum besten geben, das eine kritisieren, das andere tadeln; solche Leute werden aber ausnahmslos Schiffbruch erleiden. Denn diese Meinungen und kritischen ├äu├čerungen, die nicht auf gr├╝ndlichen Untersuchungen beruhen, sind nichts als ein Geschw├Ątz von Ignoranten. Unsere Partei hat durch solche „Allerh├Âchstbevollm├Ąchtigte“ unz├Ąhlige Male Schaden davongetragen. Es wimmelt nur so von diesen Leuten, fast ├╝berall schwirren sie herum. Wie Stalin treffend sagte, „wird die Theorie gegenstandslos, wenn sie nicht mit der revolution├Ąren Praxis verkn├╝pft wird“. Und nat├╝rlich ist es ebenso richtig, da├č, wie er hinzuf├╝gte, „die Praxis blind wird, wenn sie ihren Weg nicht durch die revolution├Ąre Theorie beleuchtet“. Als „enge Empiriker“

darf man nur jene Praktiker bezeichnen, die blind umhertappen, keine Perspektiven haben, nicht weit vorausschauen k├Ânnen. „Vorwort und Nachwort zur ,Untersuchung der Verh├Ąltnisse im Dorf` “ (M├Ąrz und April 1941), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIEine solche Einstellung bedeutet, da├č man die Wahrheit in den Tatsachen sucht. „Tatsachen“ – das sind alle objektiv existierenden Dinge, „Wahrheit“ bedeutet ihren inneren Zusammenhang, d. h. ihre Gesetzm├Ą├čigkeiten, und „Suchen“ hei├čt studieren. Wir m├╝ssen von den konkreten Umst├Ąnden innerhalb und au├čerhalb des Landes, der Provinz, des Kreises, des Unterdistrikts ausgehen, daraus die ihnen innewohnenden – nicht ausgekl├╝gelten Gesetzm├Ą├čigkeiten ableiten, das hei├čt, in den ringsum vor sich gehenden Ereignissen den inneren Zusammenhang finden; und das soll f├╝r uns die Anleitung zum Handeln sein. Deshalb d├╝rfen wir uns nicht auf eine subjektive Einbildung, nicht auf einen augenblicklichen Enthusiasmus und nicht auf die toten Buchstaben in B├╝chern verlassen, sondern m├╝ssen uns auf die objektiv existierenden Tatsachen st├╝tzen, uns das Material im einzelnen aneignen und, geleitet von den allgemeinen Prinzipien des Marxismus-Leninismus, aus diesem Material die richtigen Schlu├čfolgerungen ziehen. „Unser Studium umgestalten!“ (Mai 1941), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIViele Genossen in unserer Partei haben immer noch einen ├Ąu├čerst schlechten Arbeitsstil, der dem grundlegenden Geist des Marxismus-Leninismus v├Âllig widerspricht: „mit verbundenen Augen Spatzen jagen“ oder „blind tastend Fische fangen“, die Arbeit nachl├Ąssig und schlampig verrichten, gro├če Worte im Munde f├╝hren, sich mit Halbwissen begn├╝gen. Marx, Engels, Lenin und Stalin lehren uns, die Umst├Ąnde gewissenhaft zu studieren, von der objektiven Wirklichkeit auszugehen, nicht aber von subjektiven W├╝nschen, viele unserer Genossen handeln jedoch dieser Wahrheit direkt zuwider. EbendaKannst du eine Frage nicht l├Âsen? Nun gut, dann untersuche doch ihren gegenw├Ąrtigen Stand und ihre Geschichte! Hast du diese Frage gr├╝ndlich untersucht, dann findest du auch die Methode zur L├Âsung der Frage. Jede Schlu├čfolgerung ergibt sich, wenn die Untersuchung einer Situation beendet ist, nicht bevor sie angefangen hat. Nur ein T├Âlpel zerbricht sich allein oder mit ein paar herbeigeholten Leuten den Kopf, um „sich eine Methode auszudenken“ oder „auf einen Einfall zu kommen“, ohne die Sachlage zu untersuchen. Doch wohlgemerkt: Er wird sich ├╝berhaupt nichts Rechtes ausdenken, nichts Gescheites einfallen lassen. Gegen die Buchgl├Ąubigkeit (Mai 1930)Eine Untersuchung anstellen hei├čt gleichsam „zehn [Mond-]Monate schwanger gehen“; eine Frage l├Âsen hei├čt gleichsam „an einem Tag geb├Ąren“. In der Untersuchung einer Frage liegt ihre L├Âsung. EbendaMan bedient sich der Theorie und Methode des Marxismus-Leninismus, um systematisch und l├╝ckenlos die Umwelt zu untersuchen und zu erforschen. Bei der Arbeit verl├Ą├čt man sich nicht allein auf den Enthusiasmus, sondern vereinigt, wie Stalin sagt, revolution├Ąren Schwung mit Sachlichkeit. „Unser Studium umgestalten“ (Mai 1941). Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIDie einzige Methode, die Lage kennenzulernen, ist die Sozialforschung, die Untersuchung der Lage der einzelnen Gesellschaftsklassen im realen Leben. F├╝r jene, die mit der Anleitung der Arbeit betraut sind, besteht die fundamentalste Methode zur Erkenntnis der Verh├Ąltnisse darin, sich planm├Ą├čig einige St├Ądte und D├Ârfer vorzunehmen und vom grundlegenden Gesichtspunkt des Marxismus aus, d. h. mit der Methode der Klassenanalyse, eine Reihe gr├╝ndlicher Untersuchungen anzustellen. „Vorwort und Nachwort zur ‚Untersuchung der Verh├Ąltnisse im Dorf‘ “ (M├Ąrz und April 1941), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIF├╝r eine Ermittlungsaussprache braucht man nicht viel Teilnehmer: es gen├╝gt, wenn man dazu drei bis f├╝nf oder sieben bis acht Personen einl├Ądt. Man mu├č sich zu einer solchen Aussprache gen├╝gend Zeit nehmen, ein Untersuchungsprogramm vorbereiten, selber m├╝ndlich die Fragen stellen und eigenh├Ąndig die Antworten notieren, sodann dar├╝ber mit den Anwesenden diskutieren. Folglich kann man ohne eifrige Hingabe an die Sache, ohne feste Entschlossenheit, seinen Blick nach unten zu richten, ohne Wi├čbegier, ohne in den hei├čen Wunsch, sich von dem ├ťbel der Hochn├Ąsigkeit zu befreien und ein lernwilliger Sch├╝ler zu werden, diese Arbeit entweder ├╝berhaupt nicht oder nur schlecht verrichten. EbendaDie richtigen Dispositionen des Truppenf├╝hrers ergeben sich aus seinem richtigen Entschlu├č, dieser wieder aus seiner richtigen Beurteilung der Lage, und sein richtiges Urteil beruht auf der erforderlichen gr├╝ndlichen Aufkl├Ąrung, auf der Erw├Ągung der durch diese Aufkl├Ąrung gewonnenen mannigfaltigen Angaben in ihrem Zusammenhang. Der Truppenf├╝hrer bedient sich aller m├Âglichen und notwendigen Mittel der Aufkl├Ąrung, ├╝berlegt alle durch sie gesammelten Angaben ├╝ber die Lage des Gegners, wobei er die Spreu vom Weizen sondert, das Falsche ausmerzt und das Wahre beh├Ąlt, von dem einen zum anderen, von der Oberfl├Ąche zum Kern gelangt; dann vergleicht er diese Angaben mit der eigenen Lage, studiert die Verh├Ąltnisse auf beiden Seiten und deren Wechselbeziehungen, gelangt dadurch zu einem Urteil, fa├čt seinen Entschlu├č und arbeitet einen Plan aus. Das ist ein ganzer Proze├č, durch den der Stratege eine Erkenntnis der Umst├Ąnde gewinnt, ehe er einen strategischen, operativen oder Gefechtsplan entwirft. „Strategische Probleme des revolution├Ąren Krieges in China“ (Dezember 1936), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IXXIV. BERICHTIGUNG FALSCHER ANSICHTEN

Selbst wenn unsere Arbeit gigantische Erfolge zeitigt, gibt es keinen Grund, ├╝berheblich und eingebildet zu werden. Bescheidenheit bewirkt, da├č man Fortschritte macht; ├ťberheblichkeit f├╝hrt dazu, da├č man zur├╝ckbleibt. Diese Wahrheit sollen wir stets im Ged├Ąchtnis behalten. „Er├Âffnungsansprache auf dem VIII. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas“ (15. September 1956)Mit dem Sieg k├Ânnen in der Partei solche Stimmungen aufkommen wie Hochmut, Pochen auf alte Verdienste, Stillstand und Widerwille gegen ein Vorw├Ąrtsschreiten, Genu├čsucht und Abneigung gegen die Fortf├╝hrung eines harten Lebens. Weil wir den Sieg errungen haben, wird uns das Volk dankbar sein, und auch die Bourgeoisie wird hervortreten, um uns zu schmeicheln. Da├č uns der Feind mit Waffengewalt nicht unterkriegen kann, ist bereits bewiesen worden. Doch mit ihren Schmeicheleien kann die Bourgeoisie die Willensschwachen in unseren Reihen zu Fall bringen. Es mag Kommunisten geben, die sich vom bewaffneten Feind nicht besiegen lie├čen und wegen ihrer Standhaftigkeit verdienen, Helden genannt zu werden; wenn sie aber mit „Geschossen in Zuckerh├╝lle“ angegriffen werden, halten sie nicht stand, und sie werden von den Zuckergeschossen bezwungen. Wir m├╝ssen einer solchen Situation zuvorkommen. „Bericht auf der 2. Plenartagung des VII. Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas“ (5. M├Ąrz 1949), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIEs gibt viele Dinge, die zu einer schweren und einer dr├╝ckenden B├╝rde f├╝r uns werden k├Ânnen, wenn wir ihnen blind anheimfallen und uns ihrer nicht bewu├čt sind. Zum Beispiel: Einer hat Fehler gemacht und glaubt nun, er k├Ânne sich von diesen Fehlern nicht mehr befreien, ist daher niedergedr├╝ckt und mutlos; es kann auch sein, da├č einer keine Fehler begangen hat und nun meint, er w├Ąre fehlerfrei, so da├č er ├╝berheblich wird. Hat einer keinen Erfolg in der Arbeit, kann es sein, da├č er pessimistisch wird und den Kopf h├Ąngen l├Ą├čt; hat er Erfolg, kann es wiederum passieren, da├č er die Nase hochtr├Ągt. Hat jemand wenig Kampferfahrung, so kann auch sein Verantwortungsgef├╝hl gering sein; einem anderen wieder k├Ânnen seine langen Kampferfahrungen zu Kopf steigen. Genossen, die aus der Arbeiterschaft oder aus der Bauernschaft kommen, k├Ânnen aus Stolz ├╝ber ihre Klassenherkunft auf Intellektuelle von oben herabschauen, diese wiederum k├Ânnen, weil sie gewisse Kenntnisse besitzen, die Arbeiter und Bauern geringsch├Ątzig betrachten. Jede spezielle Fachausbildung kann dazu f├╝hren, da├č man sich ├╝ber andere erhaben d├╝nkt und sie mi├čachtet. Sogar die Jahre, die einer z├Ąhlt, k├Ânnen dazu dienen, da├č man ├╝berheblich wird: Ein junger Mensch mag, weil er intelligent und t├╝chtig ist, die Achtung vor ├Ąlteren Menschen missen lassen, w├Ąhrend ├Ąltere Leute wegen ihrer reichen Erfahrungen auf die Jugend geringsch├Ątzig herabschauen k├Ânnten. Alle diese Dinge k├Ânnen, wenn man sich ihrer nicht bewu├čt ist, zu einer dr├╝ckenden B├╝rde, zur Last werden. „Unsere Schulung und die gegenw├Ąrtige Lage“ (16. April 1944), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIManche Genossen in der Armee haben sich ein arrogantes Verhalten zugelegt. Sie benehmen sich den Soldaten, der Bev├Âlkerung, den Machtorganen und der Partei gegen├╝ber grob und r├╝cksichtslos, geben stets die Schuld an dem oder jenem den Genossen, die die lokale Arbeit machen, niemals aber sich selbst. Sie sehen nur ihre Erfolge, nicht aber ihre M├Ąngel, lieben nur Lobhudelei, dulden aber keine Kritik. Die Truppeneinheiten m├╝ssen darauf achten, da├č solche Gebrechen ├╝berwunden werden. „Organisieren“ (29. November 1943), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIEine m├╝hevolle Arbeit ist wie eine TragIast, die vor uns steht und uns gleichsam herausfordert, sie zu schultern. Manche Traglasten sind leicht, andere schwer. Es gibt Leute, die das Leichte w├Ąhlen und vor Schwerem zur├╝ckschrecken, sich selbst die leichtere Last aussuchen und die schwere anderen ├╝berlassen. Das ist keine gute Einstellung. Es gibt auch Genossen, die sich anders verhalten; sie ├╝berlassen anderen das Angenehme und b├╝rden sich selbst die schwerere Traglast auf. Sie sind die ersten, wenn es gilt, M├╝hsal auf sich zu nehmen, und die letzten, wenn man sich einer Bequemlichkeit erfreuen kann. Das sind gute Genossen. Von diesem kommunistischen Geist m├╝ssen wir alle lernen. „├ťber die Verhandlungen in Tschungking“ (17. Oktober 1945)· Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVEs gibt nicht wenig Menschen, die sich verantwortungslos zu ihrer Arbeit verhalten, das Leichte suchen und vor Schwerem zur├╝ckschrecken, anderen die schwere Last aufb├╝rden und selbst die leichte schultern. Was sie auch tun – sie sorgen vor allem f├╝r sich und erst dann f├╝r die anderen. Haben sie sich ein wenig angestrengt, f├╝hlen sie sich schon als Helden, lieben es zu prahlen, da sie bef├╝rchten, da├č man es sonst nicht erfahren w├╝rde. Den Genossen und dem Volk bringen sie keine W├Ąrme entgegen, sondern sind k├╝hl, gleichg├╝ltig, gef├╝hllos. Im Grunde sind solche Menschen keine Kommunisten, oder zumindest k├Ânnen sie nicht als echte Kommunisten gelten. „Dem Andenken Bethunes“ (21. Dezember 1949), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd.IIJene, die nach solcher Art „Unabh├Ąngigkeit“ schreien, sind gew├Âhnlich darauf aus, die eigene Person in den Vordergrund zu stellen, und behandeln in der Regel das Problem der Beziehung zwischen der Einzelperson und der Partei nicht richtig. In Worten beteuern solche Leute zwar ihren Respekt vor der Partei, in Wirklichkeit jedoch stellen sie die eigene Person voran, die Partei aber hinterdrein. Worum rei├čen sich diese Menschen? Sie rei├čen sich um Ruhm und Stellung, wollen sich hervortun. Wenn ihnen irgendein Arbeitsabschnitt unterstellt wird, machen sie gleich ihre „Unabh├Ąngigkeit“ geltend. Zu diesem Zweck ziehen sie die einen zu sich heran und verdr├Ąngen die anderen, tun vor den Genossen gro├č, schmeicheln ihnen, umwerben sie und tragen so die vulg├Ąren Gepflogenheiten b├╝rgerlicher Parteien in die Kommunistische Partei hinein. Durch ihre Unehrlichkeit kommen diese Menschen selbst zu Schaden. Ich denke, wir m├╝ssen die Dinge ehrlich anpakken; denn ohne eine ehrliche Einstellung ist es absolut unm├Âglich, irgend etwas auf der Welt zustande zu bringen. „Den Arbeitsstil der Partei ausrichten“ (1. Februar 1942), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIDie Kommunisten m├╝ssen das Prinzip begreifen, da├č die Erfordernisse eines Teils den Erfordernissen des Ganzen unterzuordnen sind. Wenn irgendein Vorschlag vom Standpunkt eines Teils ausf├╝hrbar, aber vom Standpunkt des Ganzen unausf├╝hrbar ist, mu├č sich der Teil dem Ganzen f├╝gen. Ebenso verh├Ąlt es sich im umgekehrten Fall: Wenn er f├╝r den Teil unausf├╝hrbar, f├╝r das Ganze aber ausf├╝hrbar ist, auch da mu├č sich der Teil dem Ganzen f├╝gen. Das bedeutet, das Ganze im Auge zu behalten. „Der Platz der Kommunistischen Partei Chinas im nationalen Krieg“ (Oktober 1948), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIGenu├čsucht. In der Roten Armee gibt es auch nicht wenige, bei denen der Individualismus als Genu├čsucht in Erscheinung tritt. Sie m├Âchten stets, da├č die Truppen in Gro├čst├Ądte abkommandiert werden. Sie wollen dorthin nicht der Arbeit, sondern der Vergn├╝gungen wegen. Die Arbeit in den roten Gebieten, wo die Lebensbedingungen schwer sind, sagt ihnen gar nicht zu. „├ťber die Berichtigung falscher Anschauungen in der Partei“ (Dezember 1929), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IMan mu├č gegen den Ressortgeist ank├Ąmpfen, gegen die Tendenz, nur die eigenen Interessen zu ber├╝cksichtigen, die der anderen aber zu ignorieren. Wer sich den Schwierigkeiten anderer gegen├╝ber gleichg├╝ltig verh├Ąlt, ihnen eine Bitte um Kader abschl├Ągt oder wenig taugliche Funktion├Ąre zur Verf├╝gung stellt, „des Nachbarn Feld als Abflu├čgraben betrachtet“, sich ├╝ber eine andere Dienststelle, ein anderes Gebiet, einen anderen Menschen keinerlei Gedanken macht, der ist eben ein Vertreter dessen, was man Ressortgeist nennt, dem ist der kommunistische Geist v├Âllig abhanden gekommen. F├╝r solche Vertreter des Ressortgeistes ist es charakteristisch, da├č sie die Interessen der Gesamtheit nicht ber├╝cksichtigen, da├č ihnen andere Dienststellen, andere Gebiete, andere Menschen v├Âllig egal sind. Unter solchen Menschen mu├č man die Erziehungsarbeit verst├Ąrken, damit sie begreifen, da├č dies eine sektiererische Tendenz ist, die sehr gef├Ąhrlich werden kann, wenn man ihre Weiterentwicklung zul├Ą├čt. „Den Arbeitsstil der Partei ausrichten!“ (1. Februar 1942), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIDer Liberalismus hat verschiedene Erscheinungsformen:

Wenn man genau wei├č, da├č jemand im Unrecht ist, und sich doch mit ihm nicht prinzipiell auseinandersetzt, sondern um des lieben Friedens und der Freundschaft willen dar├╝ber hinwegsieht, weil es sich um einen Bekannten, einen Landsmann, einen Schulkameraden, einen intimen Freund, einen, den man liebhat, einen alten Arbeitskollegen oder einen alten Untergebenen handelt, oder wenn man, um das gute Einvernehmen mit ihm zu wahren, die Frage nur fl├╝chtig streift, ohne ihre gr├╝ndliche L├Âsung anzustreben – und aus all dem ergibt sich dann ein: Schaden sowohl f├╝r das Kollektiv wie f├╝r den Einzelnen -, so ist das eine der Erscheinungsformen des Liberalismus.

Andere hinter ihrem R├╝cken verantwortungslos kritisieren, statt sich mit positiven Vorschl├Ągen an die Organisation zu wenden; jemandem seine Meinung nicht offen ins Gesicht sagen, sondern hinter seinem R├╝cken klatschen; statt in der Versammlung das Wort zu ergreifen, hinterher ins Blaue hinein schwatzen; keine Grunds├Ątze des Gemeinschaftslebens achten und sich v├Âllig frei gehen lassen – das ist eine zweite Erscheinungsform.

M├Âglichst weit von sich weg schieben, was einen nicht selbst betrifft; am besten m├Âglichst wenig sagen, selbst wenn man genau wei├č, was falsch ist; um die eigene Haut besorgt sein, nur darauf achten, da├č man nicht getadelt wird – das ist eine dritte Erscheinungsform.

Weisungen nicht befolgen und die eigene Meinung allem voranstellen; an die Organisation nur Anspr├╝che stellen, von ihrer Disziplin aber nichts wissen wollen – das ist eine vierte Erscheinungsform.

Anstatt eine falsche Auffassung zu bek├Ąmpfen oder sich mit ihr auseinanderzusetzen, um der Einheit oder um des Fortschritts willen oder um die Sache in Ordnung zu bringen, andere pers├Ânlich angreifen, einen Streit vom Zaun brechen, seinem Groll Luft machen oder Rache nehmen das ist eine f├╝nfte Erscheinungsform.

Wenn man unter den Massen weilt, aber keine Propaganda macht, nicht agitiert, nicht zu den Massen spricht, den Dingen nicht nachgeht, sich nach nichts erkundigt, sich um das Wohl und Wehe der Massen nicht k├╝mmert und sich ihnen gegen├╝ber gleichg├╝ltig verh├Ąlt; wenn man vergi├čt, da├č man ein Kommunist ist, und sich so verh├Ąlt, als ob ein Kommunist dasselbe w├Ąre wie ein x-beliebiger B├╝rger, so ist das eine siebente Erscheinungsform.

Sich ├╝ber eine Verletzung der Interessen der Massen nicht entr├╝sten, den Schuldigen nicht ermahnen, ihm nicht Einhalt gebieten und das Unrecht seiner Handlungsweise erkl├Ąren, sondern ihn gew├Ąhren Lassen das ist eine achte Erscheinungsform.

Die Arbeit nicht gewissenhaft leisten, sie ohne einen bestimmten Plan, eine bestimmte Orientierung verrichten, alles formell und oberfl├Ąchlich erledigen und nach dem Spruch „Solange einer M├Ânch ist, l├Ąutet er die Glocke“ in den Tag hinein leben das ist eine neunte Erscheinungsform.

Sich f├╝r einen verdienstvollen Revolution├Ąr halten und auf sein Veteranentum pochen; f├╝r wichtige Aufgaben nicht geeignet sein, weniger wichtige aber ablehnen; Gleichg├╝ltigkeit bei der Arbeit und Nachl├Ąssigkeit beim Studium zeigen – das ist eine zehnte Erscheinungsform.

Einen Fehler, den man begangen hat, zwar erkennen, aber nicht daran denken, ihn zu korrigieren; eine liberale Haltung sich selbst gegen├╝ber einnehmen – das ist eine elfte Erscheinungsform. „Gegen den Liberalismus“ (7. September 1937), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIn revolution├Ąren Kollektiven ist der Liberalismus ├Ąu├čerst sch├Ądlich. Er ist ein ├ätzmittel, das die Einheit anfri├čt, den Zusammenhalt lockert, Passivit├Ąt in der Arbeit sowie Zwistigkeiten hervorruft. Er raubt den revolution├Ąren Reihen die straffe Organisation und Disziplin, verhindert die gr├╝ndliche Durchf├╝hrung der politischen Richtlinien und f├╝hrt eine Entfremdung zwischen der Parteiorganisation und den von ihr gef├╝hrten Massen herbei. Das ist eine ernstzunehmende ├╝ble Tendenz. EbendaLiberale betrachten die Grunds├Ątze des Marxismus als abstrakte Dogmen. Sie erkl├Ąren sich zwar f├╝r den Marxismus, sind aber nicht bereit, ihn in die Praxis umzusetzen oder dies in vollem Ma├če zu tun; sie sind nicht bereit, anstelle ihres Liberalismus den Marxismus zu setzen. Diese Leute haben einiges sowohl vom Marxismus als auch vom Liberalismus: Sie f├╝hren den Marxismus im Munde, handeln aber im Sinne des Liberalismus; anderen gegen├╝ber sind sie marxistisch, sich selbst gegen├╝ber aber liberal. Sie f├╝hren beide Sorten von Waren, und jede hat ihren eigenen Verwendungszweck. Das ist die Denkweise gewisser Leute. EbendaDer Staat des Volkes sch├╝tzt das Volk. Nur wenn das Volk seinen eigenen Staat besitzt, kann es mit demokratischen Methoden im Ma├čstab des ganzen Landes und unter Beteiligung aller sich selbst erziehen und umerziehen, sich vom Einflu├č der in und ausl├Ąndischen Reaktion├Ąre freimachen (heute ist dieser Einflu├č noch sehr stark, er wird noch lange bestehen und kann nicht schnell beseitigt werden), die in der alten Gesellschaft erworbenen schlechten Gewohnheiten und Gedanken korrigieren, kann es verh├╝ten, da├č es von den Reaktion├Ąren auf falsche Wege verleitet wird, kann es weiter vorw├Ąrtsschreiten – der sozialistischen und kommunistischen Gesellschaft entgegen. „├ťber die demokratische Diktatur des Volkes“ (30. Juni 1949), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVWenn jemand einmal etwas Gutes tut, so ist das keine schwere Sache; schwer ist es, sein Leben lang Gutes zu tun und niemals etwas Schlechtes, immer im Interesse der breiten Massen, der Jugend, der Revolution zu handeln, Jahrzehnte hindurch Tag f├╝r Tag im harten Kampf zu stehen – das ist das schwerste unter allen Dingen! „Gru├čbotschaft zum 60. Geburtstag des Genossen Wu Y├╝-dschang“ (18.Januar 1940)

XXV. DIE EINHEIT

Einheit des Staates, Geschlossenheit des Volkes und aller Nationalit├Ąten innerhalb des Landes – das sind die grundlegenden Garantien f├╝r den sicheren Triumph unserer Sache. ├ťber die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke (17. Februar 1957)Nur durch die Einheit der Kommunistischen Partei kann die Einheit der ganzen Klasse und der ganzen Nation erreicht werden, und nur durch die Einheit der ganzen Klasse und der ganzen Nation kann der Feind besiegt, k├Ânnen die Aufgaben der nationalen und demokratischen Revolution erf├╝llt werden. „Die Millionenmassen f├╝r die antijapanische nationale Einheitsfront gewinnen“ (7. Mai 1947), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. 1Wir m├╝ssen alle Kr├Ąfte unserer Partei nach den organisatorischen und disziplin├Ąren Prinzipien des demokratischen Zentralismus fest zusammenschlie├čen. Wir m├╝ssen uns mit jedem Genossen zusammenschlie├čen, wenn er nur gewillt ist, das Programm, das Statut und die Beschl├╝sse der Partei einzuhalten. „├ťber die Koalitionsregierung“ (24. April 1944), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIIm Jahre 194z brachten wir diese demokratische Methode der L├Âsung von Widerspr├╝chen im Volke durch die Formel „Einheit – Kritik – Einheit“ konkret zum Ausdruck. Etwas ausf├╝hrlicher ausgedr├╝ckt, bedeutet das: von dem Wunsch

nach Einheit ausgehen, durch Kritik oder Kampf die Widerspr├╝che l├Âsen, um damit eine neue Einheit auf neuer Grundlage zu erreichen. Unsere Erfahrung zeigt, da├č das eine richtige Methode zur L├Âsung der Widerspr├╝che im Volke ist. ├ťber die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke (27. Februar 1940)Diese unsere Armee besitzt eine feste Einheit nach innen und au├čen. Nach innen: Einheit zwischen Offizieren und Mannschaften, zwischen Vorgesetzten und Untergebenen, zwischen der milit├Ąrischen T├Ątigkeit, der politischen T├Ątigkeit und der T├Ątigkeit im Etappendienst; nach au├čen: Einheit zwischen Armee und Volk, zwischen Armee und Regierung, zwischen unseren Truppen und den befreundeten Truppen. Alle Erscheinungen, die dieser Einheit abtr├Ąglich sind, m├╝ssen ├╝berwunden werden. „├ťber die Koalitionsregierung“ (24. April 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIXXVI. DIE DISZIPLIN

Innerhalb des Volkes sind Demokratie und Zentralismus, Freiheit und Disziplin aufeinander bezogen. Es sind dies jeweils zwei widerspr├╝chliche Seiten eines einheitlichen Ganzen; sie widersprechen einander, bilden aber auch eine Einheit, und wir sollen nicht einseitig das eine hervorheben und das andere negieren. Innerhalb des Volkes kann man ohne Freiheit ebensowenig auskommen wie ohne Disziplin, ohne Demokratie ebensowenig wie ohne Zentralismus. Eine derartige Einheit von Demokratie und Zentralismus, von Freiheit und Disziplin ist unser demokratischer Zentralismus. Unter diesem System erfreut sich das Volk weitgehender Demokratie und Freiheit, zugleich aber mu├č es sich auch in ├ťber die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke (27. Februar 1940)Wir m├╝ssen die Parteidisziplin erneut bekr├Ąftigen:

1. Unterordnung des einzelnen unter die Organisation;

2. Unterordnung der Minderheit unter die Mehrheit;

3. Unterordnung der unteren Instanzen unter die oberen;

4. Unterordnung der gesamten Partei unter das Zentralkomitee.

Wer gegen diese Regeln verst├Â├čt, der untergr├Ąbt die Einheit der Partei. „Der Platz der Kommunistischen Partei Chinas im nationalen Krieg“ (Oktober 1948), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIZur Parteidisziplin geh├Ârt auch, da├č sich die Minderheit der Mehrheit f├╝gt. Ist die Ansicht der Minderheit abgelehnt worden, mu├č diese den von der Mehrheit angenommenen Beschlu├č unterst├╝tzen. N├Âtigenfalls kann sie die Angelegenheit in der n├Ąchsten Versammlung erneut zur Sprache bringen; abgesehen davon sind aber alle dem gefa├čten Beschlu├č zuwiderlaufenden Handlungen unzul├Ąssig. „├ťber die Berichtigung falscher Anschauungen in der Partei“ (Dezember 1929). Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IDie drei Hauptregeln der Disziplin lauten :

1. Gehorche dem Kommando in allem; was du tust.

2. Nimm den Massen nicht eine Nadel, nicht einen Faden weg.

3. Liefere alles Beutegut ab.

Die acht Punkte zur Beachtung lauten:

1. Sprich h├Âflich.

2. Zahle f├╝r das, was du kaufst, den angemessenen Preis.

3. Gib zur├╝ck, was du entliehen hast.

4. Bezahle f├╝r das, was du besch├Ądigt hast.

5. Schlage und beschimpfe niemanden.

6. Besch├Ądige nicht die Ackerbaukulturen.

7. Bel├Ąstige nicht Frauen.

8. Mi├čhandle nicht Gefangene. „Instruktion des Oberkommandos der Chinesischen Volksbefreiungsarmee ├╝ber die erneute Bekanntmachung der drei Hauptregeln der Disziplin und der acht Punkte zur Beachtung“ (10. Oktober 1947), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVSie alle Offiziere und Soldaten unserer Armee m├╝ssen den Geist der Disziplin heben, entschlossen die Befehle ausf├╝hren, unsere Politik in die Tat umsetzen, die drei Hauptregeln der Disziplin und die acht Punkte zur Beachtung befolgen; sie m├╝ssen die Einheit zwischen Armee und Volk, zwischen Armee und Regierung, zwischen Offizieren und Soldaten, die Geschlossenheit der ganzen Armee wahren; sie d├╝rfen das Aufkommen irgendwelcher Erscheinungen von Disziplinbruch nicht zulassen. „Deklaration der Chinesischen Volksbefreiungsarmee“ (Oktober 1947), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IV

XXVII. KRITIK UND SELBSTKRITIK

Die Kommunistische Partei hat vor keiner Kritik Angst, weil wir Marxisten sind, weil die Wahrheit auf unserer Seite ist und die Hauptmassen – die Arbeiter und Bauern – zu uns stehen. Rede auf der Landeskonferenz der Kommunistischen Partei Chinas ├╝ber Propagandaarbeit (12. M├Ąrz 1957)Konsequente Materialisten sind unerschrockene Leute, und so hoffen wir, da├č die gemeinsam mit uns k├Ąmpfenden Menschen mutig Verantwortlichkeiten auf sich nehmen, Schwierigkeiten ├╝berwinden, keine Angst vor einem R├╝ckschlag haben, Klatsch und Spott nicht f├╝rchten und ohne Scheu uns Kommunisten kritisieren beziehungsweise uns Vorschl├Ąge machen werden. „Wer keine Angst vor Vierteilung hat, wagt es, den Kaiser vom Pferde zu zerren“; im Kampf f├╝r den Sozialismus und Kommunismus m├╝ssen wir eine solche Furchtlosigkeit haben. EbendaWir verf├╝gen ├╝ber die marxistisch-leninistische Waffe der Kritik und Selbstkritik. Wir sind imstande, einen schlechten Arbeitsstil aufzugeben und den guten zu bewahren. „Bericht auf der 1. Plenartagung des VII. Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas“ (9. M├Ąrz 1949), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVErnsthaft Selbstkritik ├╝ben – das ist ein weiteres markantes Merkmal, das uns von anderen Parteien unterscheidet. Wir haben festgestellt: Man mu├č die Stube st├Ąndig auskehren, sonst wird sich Staub ablagern; man mu├č das Gesicht regelm├Ą├čig waschen, sonst wird das Gesicht schmutzig. Auch in den K├Âpfen unserer Genossen und in der Arbeit unserer Partei kann sich Staub ablagern, auch hier mu├č man fegen und waschen. „Flie├čendes Wasser fault nicht, T├╝rangeln werden nicht wurmstichig“, wie das Sprichwort besagt, weil sowohl das eine wie das andere sich fortw├Ąhrend bewegt und daher beide gegen Mikroben widerstandsf├Ąhig sind, beziehungsweise von anderen Lebewesen nicht angefressen werden. Was uns betrifft, so besteht das einzige wirksame Mittel, um die K├Âpfe unserer Genossen und den Leib unserer Partei gegen jegliche politische Verunreinigung und allerlei politische Mikroben zu immunisieren, darin, best├Ąndig unsere Arbeit zu ├╝berpr├╝fen und dabei den demokratischen Arbeitsstil zu f├Ârdern, keine Angst vor Kritik und Selbstkritik zu haben, die n├╝tzlichen Maximen des chinesischen Volkes zu befolgen: „Wei├čt du etwas, sprich, sprichst du, sage alles“; „dem Sprecher nicht zum Tadel, dem Zuh├Ârer zur Lehre“; „Hast du Fehler gemacht, korrigiere sie, hast du keine gemacht, sei noch mehr auf der Hut“. „├ťber die Koalitionsregierung“ (24. April 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIISt├Ąndig kommt es innerhalb der Partei zur Gegen├╝berstellung und zum Kampf verschiedener Ansichten, und das ist die Widerspiegelung der in der Gesellschaft vorhandenen Widerspr├╝che zwischen den Klassen, zwischen dem Alten und dem Neuen in der Partei. G├Ąbe es in der Partei keine Widerspr├╝che und keinen ideologischen Kampf zur L├Âsung dieser Widerspr├╝che, dann w├╝rde das Leben der Partei aufh├Âren. „├ťber den Widerspruch“ (August 1947), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IWir sind f├╝r einen aktiven ideologischen Kampf, denn er ist die Waffe, mit der wir die Einheit innerhalb der Partei und innerhalb der revolution├Ąren Organisationen

im Interesse unseres Kampfes herbeif├╝hren. Jeder Kommunist und jeder Revolution├Ąr mu├č zu dieser Waffe greifen.

Der Liberalismus aber hebt den ideologischen Kampf auf und tritt f├╝r einen prinzipienlosen Frieden ein; daraus ergibt sich ein modriges, spie├čb├╝rgerliches Verhalten, das zu politischer Entartung gewisser Einheiten und Mitglieder der Partei und der revolution├Ąren Organisationen f├╝hrt. „Gegen den Liberalismus“ (7. September 1947), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIWir m├╝ssen im Kampf gegen Subjektivismus, Sektierertum und Parteischematismus zwei Gebote im Auge haben: erstens, „aus fr├╝heren Fehlern lernen, um k├╝nftige zu vermeiden“, und zweitens, „die Krankheit bek├Ąmpfen, um den Patienten zu retten“. Wir m├╝ssen alle fr├╝her gemachten Fehler schonungslos aufdecken und alles, was in der Vergangenheit schlecht war, wissenschaftlich analysieren und kritisieren, um k├╝nftighin umsichtiger und besser arbeiten zu k├Ânnen. Eben darin liegt der Sinn des Satzes: „Aus fr├╝heren Fehlern lernen, um k├╝nftige zu vermeiden“. Doch wenn wir Fehler aufdecken und M├Ąngel kritisieren, besteht unser Ziel, ebenso wie das des Arztes, der eine Krankheit bek├Ąmpft, einzig und allein darin, den Patienten zu retten, nicht aber ihn zu Tode zu kurieren. Wenn jemand an Appendizitis erkrankt, entfernt der Arzt den Appendix und rettet so dem Patienten das Leben. Wir werden jeden, der einen Fehler gemacht hat, willkommen hei├čen und ihn von seiner Krankheit heilen, damit er ein guter Genosse wird, wenn er seine Krankheit nicht verbirgt, um der Behandlung zu entgehen, wenn er nicht so lange auf seinem Fehler beharrt, bis er nicht mehr zu kurieren ist, sondern ehrlich und aufrichtig den Wunsch zeigt, sich dem Arzt anzuvertrauen und sich zu bessern. Diese Aufgabe kann nicht erfolgreich gel├Âst werden, wenn wir uns gehen lassen und auf ihn dreinschlagen. Bei der Behandlung ideologischer und politischer Krankheiten darf man sich nicht grob verhalten, sondern mu├č ausschlie├člich nach dem Satz vorgehen: „Die Krankheit bek├Ąmpfen, um den Patienten zu retten“ ; nur das ist die richtige und wirksame Methode. „Den Arbeitsstil der Partei ausrichten!“ (1. Februar 1942), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIWas die innerparteiliche Kritik betrifft, ist noch ein weiterer Punkt zu erw├Ąhnen, n├Ąmlich: Einige Genossen richten, wenn sie Kritik ├╝ben, ihre Aufmerksamkeit nicht auf die Hauptsache, sondern nur auf die Nebenumst├Ąnde. Sie begreifen nicht, da├č es Hauptaufgabe der Kritik ist, auf politische und organisatorische Fehler hinzuweisen. Pers├Ânliche M├Ąngel sollen, wenn sie nicht mit politischen oder organisatorischen Fehlern verbunden sind, nicht allzuviel getadelt werden, damit die Genossen nicht in Verlegenheit geraten. Mehr noch, wenn sich eine solche Kritik entfaltet, dann wird sich die Aufmerksamkeit in der Partei ausschlie├člich auf kleine M├Ąngel konzentrieren, die Menschen werden ├Ąngstlich und ├╝bervorsichtig werden und die politischen Aufgaben der Partei vergessen; darin liegt eine gro├če Gefahr. „├ťber die Berichtigung falscher Anschauungen in der Partei“ (Dezember 1925), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IBei der innerparteilichen Kritik hat man sich vor Subjektivismus, Willk├╝r und Vulgarisierung der Kritik zu h├╝ten; jede Meinungs├Ąu├čerung mu├č auf Argumenten beruhen, die Kritik mu├č den politischen Aspekt betonen. EbendaDie innerparteiliche Kritik ist eine Waffe zur Festigung der Parteiorganisation und zur Verst├Ąrkung der Kampff├Ąhigkeit der Partei. In den Parteiorganisationen der Roten Armee tr├Ągt die Kritik jedoch manchmal nicht diesen Charakter, sondern verwandelt sich in pers├Ânliche Angriffe. Das Ergebnis ist, da├č nicht nur einzelne Menschen, sondern auch die Parteiorganisationen Schaden erleiden. Darin ├Ąu├čert sich ein kleinb├╝rgerlicher Individualismus. Die Methode der Berichtigung dieses Fehlers: Man mu├č den Parteimitgliedern begreiflich machen, da├č die Kritik den Zweck hat, die Kampff├Ąhigkeit der Partei zu steigern, um den Sieg im Klassenkampf zu erringen, und nicht als Werkzeug f├╝r pers├Ânliche Angriffe benutzt werden darf. EbendaWeil wir dem Volk dienen, f├╝rchten wir nicht, da├č man, wenn wir M├Ąngel haben, uns darauf hinweist und kritisiert. Jedermann darf unsere M├Ąngel blo├člegen, wer immer es auch sei. Insofern sein Hinweis richtig ist, sind wir bereit, unsere M├Ąngel zu korrigieren. Wenn sein Vorschlag dem Volk zum Wohle gereicht, werden wir danach handeln. „Dem Volke dienen“ (8. September 1944), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIWir chinesischen Kommunisten, deren Ausgangspunkt die h├Âchsten Interessen der breitesten Volksmassen Chinas sind, glauben an die absolute Gerechtigkeit unserer Sache, scheuen vor keinem pers├Ânlichen Opfer zur├╝ck und sind jederzeit bereit, unser Leben f├╝r die Sache hinzugeben. K├Ânnen wir da noch etwa z├Âgern, jene Ideen, Gesichtspunkte, Meinungen und Methoden aufzugeben, die den Forderungen des Volkes widersprechen? K├Ânnen wir da noch guthei├čen, da├č irgendein politischer Schmutz unser reines Antlitz befleckt, da├č irgendwelche politische Mikroben unseren gesunden K├Ârper anfressen? Wenn wir, die am Leben Gebliebenen, schmerzerf├╝llt an die zahllosen Helden der Revolution denken, die ihr Leben f├╝r die Interessen des Volkes hingegeben haben, kann es denn da noch irgendwelche pers├Ânliche Interessen geben, die wir nicht opfern, irgendwelche Fehler, die wir nicht ausmerzen wollten? „├ťber die Koalitionsregierung“ (24. April 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIWir d├╝rfen uns nicht selbstzufrieden mit dem jeweiligen Erfolg begn├╝gen. Wir m├╝ssen die Selbstzufriedenheit niederhalten und best├Ąndig an unseren eigenen M├Ąngeln Kritik ├╝ben, ebenso wie wir, um immer sauber zu sein und den Staub zu entfernen, t├Ąglich unser Gesicht waschen und den Fu├čboden fegen. „Organisieren!“ (29. November 1943), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIKritik soll zur rechten Zeit erfolgen. Man darf sich nicht angew├Âhnen, erst dann zu kritisieren, wenn etwas passiert ist. Zur Frage des genossenschaftlichen Zusammenschlusses in der Landwirtschaft (31.Juli.1955)Wir sind durch die Fehler und R├╝ckschl├Ąge belehrt, sind kl├╝ger geworden, arbeiten besser. Fehler sind in jeder Partei und bei jedem Menschen schwer zu vermeiden, aber wir wollen m├Âglichst wenige begehen. Wenn ein Fehler begangen wurde, mu├č er korrigiert werden, und je schneller und gr├╝ndlicher das geschieht, um so besser. „├ťber die demokratische Diktatur des Volkes“ (10. Juni 1949), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IV

XXVIII. DIE KOMMUNISTEN

Ein Kommunist soll offenherzig, ehrlich und aktiv sein, das Interesse der Revolution mu├č ihm teurer sein als sein eigenes Leben, er hat seine pers├Ânlichen Interessen den Interessen der Revolution unterzuordnen; er soll immer und ├╝berall an den richtigen Grunds├Ątzen festhalten und einen unerm├╝dlichen Kampf gegen alle falschen Ideen und Handlungen f├╝hren, um so das kollektive Leben der Partei und die Verbindung zwischen der Partei und den Massen zu festigen; er mu├č sich mehr um die Partei und um die Massen k├╝mmern als um die eigene Person, mehr um andere Menschen als um sich selbst. Nur dann kann er als Kommunist angesehen werden. „Gegen den Liberalismus“ (7. September 1947), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIMan mu├č jedem Genossen klarmachen, da├č das oberste Kriterium f├╝r die Worte und Taten eines Kommunisten darin liegt, ob sie den h├Âchsten Interessen der breitesten Volksmassen entsprechen und deren Zustimmung finden. „├ťber die Koalitionsregierung“ (24. April 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIINiemals und nirgends darf ein Kommunist seine pers├Ânlichen Interessen an die erste Stelle setzen; er mu├č sie den Interessen der Nation und der Volksmassen unterordnen. Deshalb sind Selbstsucht, Passivit├Ąt und L├Ąssigkeit, Bestechlichkeit, Geltungsdrang usw. h├Âchst ver├Ąchtlich; dagegen sind Selbstlosigkeit, Aktivit├Ąt und Eifer, Selbstaufopferung f├╝r das Gemeinwohl und z├Ąhe, harte Arbeit achtunggebietend. „Der Platz der Kommunistischen Partei Chinas im nationalen Krieg“ (Oktober 1938), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIDie Kommunisten m├╝ssen jederzeit bereit sein, sich f├╝r die Wahrheit einzusetzen, denn die Wahrheit stimmt mit den Volksinteressen ├╝berein; die Kommunisten m├╝ssen jederzeit bereit sein, ihre Fehler zu berichtigen, denn jeder Fehler l├Ąuft den Volksinteressen zuwider. „├ťber die Koalitionsregierung“ (24. April 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIWorauf auch der Kommunist st├Â├čt, er mu├č stets fragen: „Warum?“ Er mu├č es allseitig und selbst├Ąndig durchdenken; er mu├č ├╝berlegen, ob es der Realit├Ąt entspricht und wirklich wohlbegr├╝ndet ist; man darf in keinem Fall blindlings mitlaufen und sklavischen Gehorsam f├Ârdern. „Den Arbeitsstil der Partei ausrichten!“ (1. Februar 1942), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIWir m├╝ssen daf├╝r eintreten, da├č die Interessen der Gesamtheit ber├╝cksichtigt werden. Jedes Parteimitglied, die Arbeit an jedem Abschnitt, jede ├äu├čerung und Handlung mu├č von den Interessen der ganzen Partei ausgehen. Ein Versto├č gegen dieses Prinzip darf in keinem Fall geduldet werden. EbendaDer Kommunist mu├č ein Vorbild sowohl an Realit├Ątssinn wie an Weitblick sein. Denn nur wenn man die Wahrheit in den Tatsachen sucht, kann man die gestellten Aufgaben l├Âsen; und nur wenn man weit vorausschauen kann, verliert man beim V├Ârw├Ąrtsschreiten nicht die Orientierung. „Der Platz der Kommunistischen Partei Chinas im nationalen Krieg“ (Oktober 1948), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIDie Kommunisten m├╝ssen am meisten weitsichtig sein, den h├Âchsten Grad von Opferbereitschaft aufweisen, die gr├Â├čte Standhaftigkeit an den Tag legen, mit maximaler Unbefangenheit eine Situation erfassen k├Ârnen; sie m├╝ssen sich auf die Mehrheit der Volksmassen st├╝tzen, die Unterst├╝tzung durch die Volksmassen erlangen. „Die Aufgaben der Kommunistischen Partei Chinas in der Periode des antijapanischen Widerstandskrieges“ (3. Mai 1947), ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IDie Kommunisten m├╝ssen auch beim Lernen ein Vorbild sein: Sie sollten zu jeder Zeit sowohl die Lehrer der Massen als auch ihre Sch├╝ler sein. „Der Platz der Kommunistischen Partei Chinas im nationalen Krieg“ (Oktober 1938), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIEin in den Massenbewegungen t├Ątiger Kommunist mu├č ein Freund der Volksmassen sein und darf sich nicht als ihr Vorgesetzter aufspielen; er mu├č als ihr unerm├╝dlicher Lehrer auftreten, nicht aber als b├╝rokratischer Politiker. EbendaDie Kommunisten d├╝rfen sich niemals von der Mehrheit der Volksmassen losl├Âsen, sie d├╝rfen niemals vorschnell eine fortgeschrittene Minderheit abgesondert vorw├Ąrtsf├╝hren, ohne auf den Zustand der Mehrheit R├╝cksicht zu nehmen; sie m├╝ssen vielmehr daf├╝r sorgen, da├č zwischen den fortgeschrittenen Menschen und den breiten Massen eine enge Verbindung hergestellt wird. Das eben hei├čt auf die Mehrheit R├╝cksicht nehmen. EbendaWir Kommunisten sind wie Samenk├Ârner, und das Volk ist wie das Erdreich. Wohin wir auch kommen, m├╝ssen wir uns mit den Volksmassen vereinen, im Volk Wurzel schlagen und in seiner Mitte aufbl├╝hen. „├ťber die Verhandlungen in Tschungking“ (17. Oktober 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVWir Kommunisten m├╝ssen imstande sein, uns in allen Dingen mit den Massen zu verbinden. Wenn unsere Parteimitglieder das ganze Leben hindurch in ihren vier W├Ąnden hocken und nicht hinausgehen, um sich einmal den Sturmwind um die Ohren pfeifen zu lassen und zu erfahren, wie es in der Welt zugeht – welchen Nutzen bringen sie dann eigentlich dem chinesischen Volk? Gar keinen, und wir brauchen solche Menschen nicht in unserer Partei. Wir Kommunisten m├╝ssen uns St├╝rme um die Ohren pfeifen lassen, m├╝ssen kennenlernen, wie es drau├čen in der Welt aussieht; diese St├╝rme, das sind die gewaltigen St├╝rme der Massenk├Ąmpfe, und diese Welt, das ist die gro├če Welt des Kampfes der Massen. „Organisieren“ (29. November 1943), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIDie Rolle der Kommunisten als Vorhut und Vorbild ist von gr├Â├čter Bedeutung. Die Kommunisten in der Achten Route-Armee und in der Neuen Vierten Armee m├╝ssen ein Vorbild an Tapferkeit im Kampf und ein Vorbild bei der Ausf├╝hrung der Befehle sein, sie m├╝ssen vorbildlich Disziplin halten und politische Arbeit leisten, und sie m├╝ssen auch bei der Wahrung der inneren Einheit und Geschlossenheit als Vorbild dienen. „Der Platz der Kommunistischen Partei Chinas im nationalen Krieg“ (Oktober 1938), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIEin Kommunist darf niemals von sich selbst eingenommen sein und hochm├╝tig auf andere herabsehen, in dem Wahn, da├č bei ihm alles gut, bei den anderen alles schlecht sei; er darf sich niemals in seinen vier W├Ąnden abkapseln, darf nicht prahlen und sich selbst r├╝hmen, darf nicht ├╝ber andere dominieren. „Rede in der Konsultativ-Versammlung des Schensi-Kansu-Ningsia Grenzgebiets“ (20.November 1951), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIDie Kommunisten m├╝ssen die Ansichten der au├čerhalb der Partei stehenden Menschen aufmerksam anh├Âren, m├╝ssen ihnen Gelegenheit geben, sich auszusprechen. Wenn das, was die anderen sagen, richtig ist, dann m├╝ssen wir es begr├╝├čen und von den Vorz├╝gen der anderen lernen; auch dann, wenn das, was die anderen sagen, unrichtig ist, m├╝ssen wir sie ausreden lassen und ihnen danach ihren Irrtum geduldig auseinandersetzen. EbendaDie Kommunisten d├╝rfen jene Menschen, die in ihrer Arbeit Fehler begangen haben – mit Ausnahme unverbesserlicher Elemente -, nicht von sich sto├čen, sondern sie m├╝ssen durch ├ťberzeugung auf sie einwirken, damit sie sich von Grund auf zum besseren wandeln, das Alte ablegen und von neuem beginnen.

„Der Platz der Kommunistischen Partei Chinas im nationalen Krieg“ (Oktober 1918), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. II

Die Kommunisten d├╝rfen r├╝ckst├Ąndige Menschen nicht geringsch├Ątzig oder ver├Ąchtlich behandeln, sie m├╝ssen sich vielmehr ihnen ann├Ąhern und mit ihnen zusammenschlie├čen, sie ├╝berzeugen und sie ermutigen vorw├Ąrtszuschreiten. Ebenda

XXIX. DIE KADER

Um zu gew├Ąhrleisten, da├č unsere Partei und unser Land nicht die Farbe wechseln, m├╝ssen wir nicht nur eine richtige Linie und eine richtige Politik haben, sondern auch Millionen von Fortsetzern der revolution├Ąren Sache des Proletariats erziehen und heranbilden. Im Grunde genommen handelt es sich bei der Frage der Heranbildung von Fortsetzern der revolution├Ąren Sache des Proletariats darum, ob es Menschen gibt, die die von der ├Ąlteren Generation der proletarischen Revolution├Ąre begonnene revolution├Ąre Sache des Marxismus-Leninismus fortsetzen werden, ob die F├╝hrung unserer Partei und unseres Staates auch weiterhin in der Hand proletarischer Revolution├Ąre liegen wird, ob unsere Nachkommen und die n├Ąchsten Generationen auch weiterhin auf dem richtigen Weg des Marxismus-Leninismus vorw├Ąrtsschreiten k├Ânnen, also ob wir in der Lage sind, eine Wiederholung des Chruschtschow-Revisionismus in China wirksam zu verh├╝ten. Kurz, das ist eine ├Ąu├čerst wichtige Frage, eine Schicksalsfrage unserer Partei und unseres Landes, eine Frage um Leben oder Tod. F├╝r die revolution├Ąre Sache des Proletariats ist das eine Frage von fundamentaler Bedeutung f├╝r hundert, tausend, ja f├╝r zehntausend Jahre. Auf Grund der in der Sowjetunion vor sich gegangenen Ver├Ąnderungen hegen die imperialistischen Propheten die Hoffnung auf eine „friedliche Evolution“ der dritten oder vierten Generation in der chinesischen Partei. Wir werden die Prophezeiung der Imperialisten zuschanden machen. Wir werden von oben nach unten, ├╝berall und st├Ąndig unsere Aufmerksamkeit auf die Erziehung und Heranbildung der Fortsetzer der revolution├Ąren Sache lenken.

Welche Voraussetzungen werden von w├╝rdigen Fortsetzern der revolution├Ąren Sache des Proletariats verlangt?

Sie m├╝ssen wahre Marxisten-Leninisten sein, nicht aber Revisionisten wie Chruschtschow, der den Marxismus-Leninismus nur als Aush├Ąngeschild benutzt.

Sie m├╝ssen Revolution├Ąre sein, die mit Leib und Seele der ├╝berw├Ąltigenden Mehrheit der Volksmassen in China und in der Welt dienen, nicht aber Leute wie Chruschtschow, der im eigenen Land den Interessen einer hauchd├╝nnen privilegierten Bourgeois-Schicht und im internationalen Ma├čstab den Interessen der Imperialisten und Reaktion├Ąre dient.

Sie m├╝ssen proletarische Politiker sein, die sich mit der erdr├╝ckenden Mehrheit der Menschen zur gemeinsamen Arbeit zusammenschlie├čen k├Ânnen. Sie sollen sich nicht nur mit denjenigen vereinigen, die dieselbe Meinung wie sie haben, sondern m├╝ssen es auch verstehen, sich mit jenen zusammenzuschlie├čen, die anderer Meinung sind, sogar mit solchen, die gegen sie aufgetreten waren, deren Fehler aber durch die Praxis bewiesen wurden. Dabei mu├č man jedoch ├Ąu├čerst wachsam gegen├╝ber Karrieristen und Verschw├Ârern wie Chruschtschow sein und verh├╝ten, da├č Halunken dieser Art auf verschiedenen Ebenen die F├╝hrung in Partei und Staat an sich rei├čen.

Sie m├╝ssen vorbildlich bei der Verwirklichung des demokratischen Zentralismus der Partei sein, die F├╝hrungsmethode „Aus den Massen sch├Âpfen, in die Massen tragen“ meistern und sich den demokratischen Arbeitsstil aneignen, indem sie es verstehen lernen, auf die Meinung der Massen zu h├Âren. Sie d├╝rfen nicht wie Chruschtschow den demokratischen Zentralismus der Partei untergraben, sich selbstherrlich benehmen, mir nichts, dir nichts ├╝ber Genossen herfallen, willk├╝rlich vorgehen und eine pers├Ânliche Diktatur aufrichten:

Sie m├╝ssen bescheiden und umsichtig sein, sich vor ├ťberheblichkeit und Unbesonnenheit in acht nehmen. Sie m├╝ssen Selbstkritik ├╝ben k├Ânnen und den Mut haben, M├Ąngel und Irrt├╝mer in der eigenen Arbeit zu berichtigen. Sie d├╝rfen auf keinen Fall wie Chruschtschow die eigenen Fehler verdecken, alle Verdienste f├╝r sich in Anspruch nehmen und alle Schuld anderen zuschieben.

Die Fortsetzer der revolution├Ąren Sache des Proletariats gehen aus den K├Ąmpfen der Massen hervor, im revolution├Ąren Sturm st├Ąhlen sie sich und wachsen sie. In den langj├Ąhrigen K├Ąmpfen der Massen mu├č man die Funktion├Ąre pr├╝fen und kennenlernen und dabei Nachfolger ausw├Ąhlen und ausbilden. Zitiert in: ├ťber den Pseudokommunismus Cruschtschows und die historischen Lehren f├╝r die Welt (19. Juli 1964)Wir m├╝ssen die Parteiorganisationen ├╝ber das ganze Land ausdehnen, wir m├╝ssen zielbewu├čt Zehntausende Funktion├Ąre heranbilden, wir brauchen Hunderte erstklassiger F├╝hrer der Massen. Diese Funktion├Ąre und F├╝hrer sollen den Marxismus-Leninismus verstehen, politische Weitsicht haben, f├Ąhig sein ihre Arbeit zu leisten, Opferbereitschaft besitzen, imstande sein selbst├Ąndig Probleme zu l├Âsen, bei Schwierigkeiten nicht schwanken, treu und ergeben der Nation, der Klasse und der Partei dienen. Gest├╝tzt auf solche Kader verbindet sich die Partei mit ihren Mitgliedern und mit den Massen, und gest├╝tzt auf die entschlossene F├╝hrung der Massen durch diese Kader wird die Partei ihr Ziel, den Feind niederzuschlagen, erreichen. Solche Kader m├╝ssen frei sein von Selbstsucht, Neigung zu individuellem Heldentum und Geltungsdrang, von Tr├Ągheit, Passivit├Ąt und ├╝berheblichem Sektierertum, sie m├╝ssen uneigenn├╝tzige Helden ihrer Nation und ihrer Klasse sein; das sind die Eigenschaften und der Stil, die von den Kommunisten und den Funktion├Ąren und F├╝hrern der Partei verlangt werden. „Die Millionenmassen f├╝r die antijapanische nationale Einheitsfront gewinnen!“ (7. Mai 1937), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. INachdem die politische Linie festgelegt worden ist, werden die Kader zum entscheidenden Faktor. Deshalb ist die planm├Ą├čige Heranbildung zahlreicher neuer Kader unsere Kampfaufgabe. „Der Platz der Kommunistischen Partei Chinas im nationalen Krieg“ (Oktober 1938), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIn der Kaderpolitik der Kommunistischen Partei m├╝ssen folgende Kriterien gelten: entschlossene Durchf├╝hrung der Parteilinie, Einhaltung der Parteidisziplin, enge Verbundenheit mit den Massen, F├Ąhigkeit zu selbst├Ąndiger Arbeit, Arbeitseifer und Uneigenn├╝tzigkeit; das eben ist die Linie „Betraue den Geeigneten“. EbendaDas System, nach dem die Funktion├Ąre an der kollektiven Produktionsarbeit teilnehmen, mu├č unbedingt beibehalten werden. Die Funktion├Ąre unserer Partei und unseres Staates sind gew├Âhnliche Arbeitsmenschen und keine Herren, die auf dem R├╝cken des Volkes reiten. Durch ihre Teilnahme an der kollektiven Produktionsarbeit unterhalten die Funktion├Ąre maximal umfassende, kontinuierliche und enge Beziehungen zu den Werkt├Ątigen. Im System des Sozialismus ist das eine gro├če Sache von grundlegender Bedeutung. Sie tr├Ągt dazu bei, den B├╝rokratismus zu ├╝berwinden und den Revisionismus und Dogmatismus zu verh├╝ten. Zitiert in: ├ťber den Pseudokommunismus Cruschtschows und die historischen Lehren f├╝r die Welt (14. Juli 1964)Man mu├č die Kader einzusch├Ątzen verstehen. Ein Funktion├Ąr darf nicht nur danach beurteilt werden, was er zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einer bestimmten Angelegenheit getan hat, sondern man mu├č auch seine ganze Vergangenheit, seine gesamte T├Ątigkeit pr├╝fen. Das ist die Hauptmethode bei der Beurteilung eines Funktion├Ąrs. „Der Platz der Kommunistischen Partei Chinas im nationalen Krieg“ (Oktober 1938), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIMan mu├č die Kader einzusetzen verstehen. Die Pflichten des Leiters laufen in der Hauptsache auf zwei Aufgaben hinaus: Ideen zu entwickeln und die Kader richtig einzusetzen. Zum Begriff „Ideen entwickeln“ geh├Âren die Ausarbeitung von Pl├Ąnen und Resolutionen, die Erteilung von Anordnungen und Hinweisen u. a. Um dies alles in die Tat umzusetzen, mu├č man die Kader zusammenschlie├čen und sie zur Durchf├╝hrung der Arbeit in Bewegung bringen; das geh├Ârt zum Begriff „Kader einsetzen“. EbendaMan mu├č die Kader zu hegen verstehen. Die Sorge um die Kader umschlie├čt folgende Ma├čregeln: Erstens, sie anleiten. Das hei├čt, man l├Ą├čt ihnen freie Hand bei ihrer Arbeit, damit sie Mut zur Verantwortung haben; zugleich aber gibt man ihnen auch rechtzeitig Hinweise, damit sie, geleitet von der politischen Linie der Partei, ihre sch├Âpferischen F├Ąhigkeiten entfalten k├Ânnen. Zweitens, ihr Niveau heben. Das hei├čt, man gibt ihnen die M├Âglichkeit zu lernen und erzieht sie, damit sie ihr theoretisches Wissen vermehren und ihre Leistungsf├Ąhigkeit steigern. Drittens, man kontrolliert ihre Arbeit und hilft ihnen ihre Erfahrungen zusammenfassen, ihre Erfolge vergr├Â├čern und ihre Fehler korrigieren. Wenn man einen Auftrag erteilt, dessen Durchf├╝hrung aber nicht kontrolliert, sondern erst dann aufmerksam wird, wenn ernste Fehler begangen worden sind, so ist das keine richtige Ma├čnahme der Sorge f├╝r die Kader. Viertens, man wendet jenen Funktion├Ąren gegen├╝ber, die Fehler begangen haben, in der Regel die Methode der >;├ťberzeugung an und hilft ihnen bei der Korrektur der Fehler. Die Methode des Kampfes ist nur gegen├╝ber Leuten anzuwenden, die ernste Fehler begangen haben und sich nicht anleiten lassen wollen. Hier ist Geduld n├Âtig; es w├Ąre falsch, Menschen leichthin als „Opportunisten“ abzustempeln und unbesonnen die Methode der „Kampfentfaltung“ anzuwenden. F├╝nftens, man k├╝mmert sich f├╝rsorglich um ihre N├Âte. Wenn ein Funktion├Ąr erkrankt, oder wenn er materielle Sorgen, famili├Ąre Probleme oder andere Schwierigkeiten hat, mu├č man ihm im Rahmen des M├Âglichen aufmerksame F├╝rsorge angedeihen lassen. Das sind die Ma├čnahmen der Sorge f├╝r die Kader. EbendaEine wirklich fest zusammengeschlossene und mit den Massen verbundene f├╝hrende Gruppe kann sich nur im Kampf der Massen, nicht losgel├Âst von ihm, nach und nach herausbilden. Wenn sich ein gro├čer Kampf entfaltet, soll und kann w├Ąhrend seines gesamten Verlaufs, d. h. in der Anfangs-, der Mittel- und der Endetappe, die Zusammensetzung der f├╝hrenden Gruppe meistens nicht ganz dieselbe sein; man mu├č die Aktivisten, die im Laufe des Kampfes gewachsen sind, unaufh├Ârlich f├Ârdern und durch sie jene Teilnehmer der f├╝hrenden Gruppe ersetzen, die ihnen gegen├╝ber weniger geeignet sind oder aus der Art schlagen. „Einige Fragen der F├╝hrungsmethoden“ (1. Juni 1943), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIWenn unserer Partei eine eintr├Ąchtige Zusammenarbeit der Massen der neuen Kader mit den alten Kadern fehlt, wird unsere Sache auf halbem Weg Schiffbruch leiden. Deshalb m├╝ssen alle alten Kader den neuen Kadern aufs w├Ąrmste entgegenkommen und sich um sie k├╝mmern. Gewi├č, die neuen Kader haben ihre M├Ąngel: erst seit kurzem nehmen sie an der Revolution teil, es fehlt ihnen an Erfahrung, manchen von ihnen haften unvermeidlich noch ├ťberreste der ├╝blen Ideologie der alten Gesellschaft an, das hei├čt, die ├ťberbleibsel der Ideologie des kleinb├╝rgerlichen Individualismus. Aber durch Erziehungsarbeit und revolution├Ąre St├Ąhlung k├Ânnen diese M├Ąngel nach und nach ├╝berwunden werden. Die Vorz├╝ge der neuen Kader bestehen, wie Stalin feststellte, eben darin, da├č sie ein feines Gef├╝hl f├╝r das Neue haben und sich somit durch einen hohen Grad von Enthusiasmus und Aktivit├Ąt auszeichnen. Und das ist es gerade, was manchen alten Kadern fehlt. Die neuen und die alten Kader m├╝ssen einander achten, voneinander lernen, ihre Unzul├Ąnglichkeiten ├╝berwinden, indem die einen die positiven Eigenschaften der anderen ├╝bernehmen; so werden sie sich f├╝r die gemeinsame Sache zusammenschlie├čen und sektiererische Tendenzen verh├╝ten. „Den Arbeitsstil der Partei ausrichten“ (1. Februar 1942), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIINicht nur um die Kader, die Parteimitglieder sind, sondern auch um die nicht der Partei angeh├Ârenden Kader mu├č man sich k├╝mmern. Au├čerhalb der Partei gibt es viele f├Ąhige Leute, und die Kommunistische Partei darf sie nicht ignorieren. Jeder Kommunist hat die Pflicht, die hochm├╝tigen All├╝ren einer Exklusivit├Ąt abzulegen, die F├Ąhigkeit zur guten Zusammenarbeit mit den Kadern, die nicht der Partei angeh├Âren, zu entwickeln, ihnen aufrichtig an die Hand zu gehen, ein herzliches Kameradschaftsverh├Ąltnis zu ihnen zu pflegen und ihre Aktivit├Ąt auf die gro├če Sache des antijapanischen Widerstandskrieges und des Aufbaus des Landes zu lenken. „Der Platz der Kommunistischen Partei Chinas im nationalen Krieg“ (Oktober 1948), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. II

XXX. DIE JUGEND

Die Welt ist euer, wie sie auch unser ist, doch letzten Endes ist sie eure Welt. Ihr jungen Menschen, frisch und aufstrebend, seid das erbl├╝hende Leben, gleichsam die Sonne um acht oder neun Uhr morgens. Unsere Hoffnungen ruhen auf euch.

Die Welt geh├Ârt euch, Chinas Zukunft geh├Ârt euch. Ansprache bei einer Zusammenkunft mit chinesischen Studenten und Praktikanten in Moskau (17. November 1947)Wir m├╝ssen es der ganzen Jugend beibringen, da├č unser Land gegenw├Ąrtig noch sehr arm ist und da├č man diese Lage nicht in kurzer Zeit von Grund auf ├Ąndern kann. Die L├Âsung dieser Aufgabe h├Ąngt voll und ganz davon ab, da├č die Jugend und das ganze Volk, im Kampf vereint, innerhalb weniger Jahrzehnte mit eigenen H├Ąnden aus China ein reiches und starkes Land machen. Die Errichtung unserer sozialistischen Ordnung hat uns den Weg gebahnt, der zu der Welt unserer Ideale f├╝hrt, doch die Verwirklichung dieser idealen Welt h├Ąngt von unserer emsigen Arbeit ab. ├ťber die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke (27. Februar 1957)Da einem gro├čen Teil der Jugendlichen die Erfahrung im politischen und gesellschaftlichen Leben fehlt, sind diese Jugendlichen nicht f├Ąhig, einen richtigen Vergleich zwischen dem alten und dem neuen China zu ziehen. Es f├Ąllt ihnen schwer, gr├╝ndlich zu begreifen, welch unglaublich harten und schweren Kampf unser Volk durchzustehen hatte, ehe es sich vom Joch des Imperialismus und der Kuominteng-Reaktion├Ąre befreien konnte, und welch langj├Ąhrige harte Arbeit notwendig ist, um eine bl├╝hende sozialistische Gesellschaft aufzubauen. Deshalb mu├č unter den Massen st├Ąndig eine lebendige und wirksam politische Erziehungsarbeit geleistet werden; man mu├č den Massen st├Ąndig die auftauchenden Schwierigkeiten wahrheitsgetreu erl├Ąutern und zusammen mit ihnen Ma├čnahmen zur ├ťberwindung dieser Schwierigkeiten ermitteln. EbendaDie Jugend ist die aktivste und lebendigste Kraft der Gesellschaft. Sie ist am meisten begierig zu lernen, am wenigsten konservativ im Denken, und dies besonders im Zeitalter des Sozialismus. Wir hoffen, da├č die ├Ârtlichen Parteiorganisationen gemeinsam mit den Organisationen des Jugendverbandes aufmerksam pr├╝fen werden, wie man insbesondere der Energie der Jugendlichen freie Entfaltungsm├Âglichkeit geben kann; sie d├╝rfen die Jugendlichen nicht nach einer allgemeinen Schablone behandeln, d├╝rfen ihre Besonderheiten nicht verwischen. Nat├╝rlich m├╝ssen die Jugendlichen von den alten Leuten und allen anderen Erwachsenen lernen, m├╝ssen sich die gr├Â├čte M├╝he geben, mit deren Einverst├Ąndnis auf allen Gebieten eine n├╝tzliche Aktivit├Ąt zu entfalten. Vorbemerkung zum Artikel „Eine jugendliche Sto├čbrigade der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft Nr. 9 in der Gemeinde Hsinping, Kreis Dschungschan“ (1955), in: Der sozialistische Aufschwung im chinesischen Dorf, Bd. IIIWas denn soll das Kriterium daf├╝r sein, ob ein junger Mensch revolution├Ąr ist? Wie kann man das feststellen? Es gibt nur ein Kriterium: Will er sich mit den breiten Massen der Arbeiter und Bauern verbinden und tut er das auch tats├Ąchlich oder nicht. Wenn er sich mit den Arbeitern und Bauern verbinden will und das tats├Ąchlich tut, ist er revolution├Ąr; andernfalls ist er nicht revolution├Ąr oder konterrevolution├Ąr. Wenn er sich heute mit den Massen der Arbeiter und Bauern verbindet, ist er heute ein Revolution├Ąr. Wenn er aber morgen nicht mit ihnen verbunden ist oder umgekehrt das einfache Volk unterdr├╝ckt, wird er ein Nichtrevolution├Ąr oder ein Konterrevolution├Ąr sein. „Die Orientierung der Jugendbewegung“ (4. Mai 1939), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IISolange sich die Intellektuellen nicht, mit dem revolution├Ąren Kampf der Massen identifiziert haben, solange sie nicht entschlossen sind, den Interessen der Massen zu dienen und sich mit ihnen zu verbinden, neigen sie oft zu Subjektivismus und Individualismus, erweisen sich ihre Ideen h├Ąufig als inhaltslos und ihre Handlungen als inkonsequent. Daher sind, obwohl die breiten Massen der revolution├Ąren Intellektuellen Chinas die Rolle einer Vorhut und eines Bindeglieds spielen, nicht alle diese Intellektuellen imstande, bis zuletzt revolution├Ąr zu sein. Ein Teil von ihnen wird in kritischen Augenblicken die Reihen der Revolution verlassen und passiv werden, w├Ąhrend ein geringer Teil sogar zu Feinden der Revolution werden kann. Diese M├Ąngel k├Ânnen die Intellektuellen nur in langwierigen Massenk├Ąmpfen ├╝berwinden. „Die chinesische Revolution und die Kommunistische Partei Chinas“ (Dezember 1949), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIDer Jugendverband mu├č weiterhin seine Arbeit mit der zentralen Aufgabe der Partei koordinieren und au├čerdem sein eigenes T├Ątigkeitsgebiet haben, das den Besonderheiten der Jugend entspricht. Das neue China mu├č an die Jugendlichen denken, es mu├č sich um das Heranwachsen der jungen Generation k├╝mmern. Die Jugendlichen m├╝ssen lernen und arbeiten, doch ist die Jugendzeit eine Periode des k├Ârperlichen Wachstums. Daher mu├č man in vollem Umfang beide Seiten ber├╝cksichtigen: sowohl die Arbeit und das Studium der Jugend als auch ihre kulturelle Freizeitgestaltung, sportliche Bet├Ątigung und Erholung. Instruktion, gegeben beim Empfang f├╝r das Pr├Ąsidium des II. Landeskongresses des Jugendverbandes (10. Juni 1953)

XXXI. DIE FRAUEN

Die M├Ąnner Chinas werden gew├Âhnlich von drei systematisch gegliederten Gewalten (politische Gewalt, Sippengewalt, religi├Âse Gewalt – Die Red.) beherrscht. Was die Frauen betrifft, so werden sie au├čer von diesen drei Gewaltensystemen auch noch von ihren Ehem├Ąnnern beherrscht (Gattengewalt). Diese vier Gewalten politische Gewalt, Sippengewalt, religi├Âse Gewalt und Gattengewalt – bilden die Verk├Ârperung der Gesamtheit der feudalpatriarchalischen Ideologie und des feudalpatriarchalischen Systems; das sind die vier dicken Stricke, mit denen das chinesische Volk, insbesondere die Bauernschaft, gefesselt ist. Oben wurde geschildert, wie die Bauern die politische Macht der Grundherren auf dem Lande gest├╝rzt haben. Die politische Gewalt der Grundherren ist das R├╝ckgrat aller anderen Gewaltensysteme. Sobald diese Gewalt gest├╝rzt ist, beginnen auch die Gewalten der Sippe, der Religion und des Ehegatten zu wanken. Was die Gattengewalt betrifft, so war diese bei den armen Bauern stets schw├Ącher, weil ihre Frauen infolge der wirtschaftlichen Notlage mehr arbeiten mu├čten als die Frauen, die den wohlhabenden Klassen angeh├Ârten, und daher mehr berechtigt waren, in Familienangelegenheiten mitzusprechen, ja sogar mitzuentscheiden. Mit dem in den letzten Jahren zunehmenden Ruin der l├Ąndlichen Wirtschaft wurde die Grundlage f├╝r die Herrschaft des Mannes ├╝ber die Frau untergraben. Und mit der Entstehung der Bauernbewegung begannen in der letzten Zeit die Frauen in vielen Orten l├Ąndliche Frauenb├╝nde zu gr├╝nden; auch f├╝r sie ist die Zeit gekommen, ihr Haupt zu erheben, und die Gattengewalt wird mit jedem Tag wackliger. Kurz, mit dem Anwachsen der Bauernmacht sind die feudal-patriarchalische Ideologie und das feudal-patriarchalische System in ihrer Gesamtheit ins Wanken geraten. „Untersuchungsbericht ├╝ber die Bauernbewegung in Hunan“ (M├Ąrz 1927), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs. Bd. ISchlie├čt euch zusammen, nehmt teil an der Produktion und an der politischen T├Ątigkeit, damit die wirtschaftliche und politische Stellung der Frauen verbessert wird. Widmung f├╝r die Zeitschrift Die Frau des neuen China, Nr. 1, 20. Juli 1949Man mu├č die Interessen der Jugend, der Frauen und der Kinder sch├╝tzen, den ihrer Ausbildungsm├Âglichkeit beraubten Jugendlichen Hilfe erweisen, den Jugendlichen und Frauen helfen, sich zu organisieren, damit sie gleichberechtigt an allen T├Ątigkeiten teilnehmen k├Ânnen, die f├╝r den antijapanischen Widerstandskrieg und den sozialen Fortschritt von Nutzen sind; man mu├č die Freiheit der Eheschlie├čung sowie die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau gew├Ąhrleisten und den Jugendlichen und Kindern eine n├╝tzliche Bildung erm├Âglichen. „├ťber die Koalitionsregierung“ (24. April 1945), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIUnsere grundlegendste Aufgabe auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen Produktion besteht darin, auf organisierte Weise die Arbeitskr├Ąfte rationell einzusetzen und die Frauen f├╝r die Teilnahme an der Produktionsarbeit zu mobilisieren. „Unsere Wirtschaftspolitik“ (21. Januar 1944), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IUm eine gro├če sozialistische Gesellschaft zu erbauen, ist es ├Ąu├čerst wichtig, die breiten Massen der Frauen f├╝r die Teilnahme an der Produktionst├Ątigkeit zu mobilisieren. In der Produktion mu├č bei M├Ąnnern und Frauen der Grundsatz „Gleicher Lohn f├╝r gleiche Arbeit“ verwirklicht werden. Nur im Proze├č der sozialistischen Umgestaltung der Gesellschaft als Ganzes ist eine echte Gleichberechtigung der M├Ąnner und Frauen realisierbar. Vorbemerkung zum Artikel „Die Frauen sind an die Arbeitsfront gegangen“ (1955), in: Der sozialistische Aufschwung im chinesischem Dorf, Bd. INach der Vergenossenschaftlichung versp├╝ren viele Genossenschaften einen Mangel an Arbeitskr├Ąften, und es ist erforderlich, die breiten Massen jener Frauen, die bisher nicht an der Feldarbeit teilgenommen haben, in Bewegung zu setzen, damit sie sich in die Arbeitsfront eingliedern. Die Frauen Chinas bilden eine riesige Arbeitskraftreserve. Man mu├č diese Reserve f├╝r den Kampf um den Aufbau eines gro├čen sozialistischen Landes erschlie├čen. Vorbemerkung zum Artikel „Durch Mobilisierung der Frauen f├╝r ihre Eingliederung in die Produktion die Schwierigkeit des Arbeitskr├Ąftemangels beseitigen“ (1955), in: Der sozialistische Aufschwung im chinesischen Dorf, Bd. IIDie Forderung, da├č sich alle arbeitsf├Ąhigen Frauen nach dem Prinzip „Gleicher Lohn f├╝r gleiche Arbeit“ in die Arbeitsfront einreihen, mu├č in m├Âglichst kurzer Frist verwirklicht werden. Vorbemerkung zum Artikel „Projekt des Demokratischen Frauenbundes

‚ des Kreises Hsingtai ├╝ber die Entfaltung der Arbeit unter den Frauen in der landwirtschaftlichen Genossenschaftsbewegung“ (1955). in: Der sozialistische Aufschwung im Chinesischen Dorf, Bd. I

XXXII. KULTUR UND KUNST

In der Welt von heute ist jede Kultur, jede Literatur und Kunst einer bestimmten Klasse zugeh├Ârig, einer bestimmten politischen Linie verpflichtet. Eine Kunst um der Kunst willen, eine ├╝ber den Klassen stehende Kunst, eine Kunst, die neben der Politik einherginge oder unabh├Ąngig von ihr w├Ąre, gibt es in Wirklichkeit nicht. Die proletarische Literatur und Kunst sind ein Teil der gesamten revolution├Ąren Sache des Proletariats oder, wie Lenin sagte, „R├Ądchen und Schr├Ąubchen“ des Gesamtmechanismus der Revolution. „Reden bei der Aussprache in Yenan ├╝ber Literatur und Kunst“ (Mai 1948), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIDie revolution├Ąre Kultur ist f├╝r die breiten Volksmassen eine machtvolle Waffe der Revolution. Vor der Revolution ist sie eine ideologische Vorbereitung f├╝r die Revolution; w├Ąhrend der Revolution ist sie ein notwendiger und wichtiger Frontabschnitt innerhalb der allgemeinen revolution├Ąren Front. „├ťber die Neue Demokratie“ (Januar 1940), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIUnsere Literatur und Kunst dienen den Volksmassen, vor allem den Arbeitern, Bauern und Soldaten, werden f├╝r die Arbeiter, Bauern und Soldaten geschaffen, von ihnen benutzt. „Reden bei der Aussprache in Yenan ├╝ber Literatur und Kunst“ (Mai 1948), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIUnsere Literatur- und Kunstschaffenden m├╝ssen diese Aufgabe erf├╝llen und ihren Standpunkt wechseln, sie m├╝ssen allm├Ąhlich auf die Seite der Arbeiter, Bauern und Soldaten, auf die Seite des Proletariats ├╝bergehen, indem sie mitten unter die Massen der Arbeiter, Bauern und Soldaten gehen, sich in den praktischen Kampf st├╝rzen, den Marxismus und die Gesellschaft studieren. Nur auf diese Weise werden wir eine Literatur und eine Kunst haben k├Ânnen, die den Arbeitern, Bauern und Soldaten wirklich dienen – eine wahrhaft proletarische Literatur und Kunst. EbendaMan mu├č es dazu bringen, da├č sich Literatur und Kunst als ein integrierender Bestandteil in den Gesamtmechanismus der Revolution gut einf├╝gen, da├č sie zu einer machtvollen Waffe f├╝r den Zusammenschlu├č und die Erziehung des Volkes, f├╝r die ,Schl├Ąge gegen den Feind und dessen Vernichtung werden, da├č sie dem Volk helfen, mit vereinten Kr├Ąften gegen den Feind zu k├Ąmpfen. EbendaIn der Literatur- und Kunstkritik gibt es zwei Kriterien: ein politisches und ein k├╝nstlerisches. Es gibt also ein politisches und ein k├╝nstlerisches Kriterium. Wie ist nun die Beziehung zwischen beiden? Zwischen Politik und Kunst darf man ebensowenig ein Gleichheitszeichen setzen wie zwischen der allgemeinen Weltanschauung und den Methoden des k├╝nstlerischen Schaffens und der Kunstkritik. Wir bestreiten nicht nur, da├č es ein abstraktes, absolut unver├Ąnderliches politisches Kriterium gibt, sondern auch, da├č es ein abstraktes, absolut unver├Ąnderliches k├╝nstlerisches Kriterium gibt; in jeder Klassengesellschaft hat jede Klasse ihre eigenen politischen und k├╝nstlerischen Kriterien. Aber in jeder Klassengesellschaft stellt jede Klasse immer das politische Kriterium an die erste und das k├╝nstlerische an die zweite Stelle. Wir fordern jedoch die Einheit von Politik und Kunst, die Einheit von Inhalt und Form, die Einheit von revolution├Ąrem politischem Inhalt und m├Âglichst vollkommener k├╝nstlerischer Form. Kunstwerke, denen es an k├╝nstlerischem Wert mangelt, sind, wie fortschrittlich sie politisch auch sein m├Âgen, kraftlos. Darum sind wir sowohl gegen Kunstwerke, die falsche politische Ansichten enthalten, als auch gegen die Tendenz des sogenannten „Plakat- und Schlagwortstils“, der nur richtige‘ politische Ansichten ausdr├╝ckt, aber k├╝nstlerisch kraftlos ist. In Fragen der Literatur und Kunst m├╝ssen wir einen Zweifrontenkampf f├╝hren. EbendaDie Richtlinie, hundert Blumen bl├╝hen und hundert Schulen miteinander wetteifern zu lassen, soll dem Aufbl├╝hen der K├╝nste und dem Fortschritt der Wissenschaft, dem Gedeihen einer sozialistischen Kultur in unserem Lande dienen. Unterschiedliche Formen und Stilarten k├Ânnen sich in der Kunst frei entwickeln, und unterschiedliche wissenschaftliche Schulen k├Ânnen frei miteinander wetteifern. Unserer Meinung nach w├╝rde es f├╝r die Entfaltung von Kunst und Wissenschaft sch├Ądlich sein, wenn durch administrativen Zwang ein bestimmter Kunststil oder eine bestimmte Schule durchgesetzt wird und andere verboten werden. Was in Kunst und Wissenschaft richtig oder falsch ist, soll durch freie Diskussion unter K├╝nstlern und Wissenschaftlern und in der praktischen k├╝nstlerischen und wissenschaftlichen Arbeit entschieden werden. Es darf nicht auf simple Weise geregelt werden. ├ťber die richtige Behandlung der Widerspr├╝che im Volke (27. Februar 1957)Eine Armee ohne Kultur ist eine unwissende Armee, und eine unwissende Armee kann den Feind nicht besiegen. „Die Einheitsfront in der Kulturarbeit“ (30. Oktober 1944), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. III

XXXIII. DAS STUDIUM

Die Arbeit, die wir zu bew├Ąltigen haben, um China aus einem r├╝ckst├Ąndigen Agrarland in ein fortgeschrittenes Industrieland zu verwandeln, ist ├╝beraus schwer, und unsere Erfahrungen sind bei weitem unzureichend. Deshalb m├╝ssen wir es verstehen, zu lernen. „Er├Âffnungsansprache auf dem VIII. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas“ (15. September 1956)Die Umst├Ąnde ├Ąndern sich st├Ąndig, und wenn unsere Gedanken stets der neuen Lage entsprechen sollen, m├╝ssen wir studieren. Auch solche Menschen, die mit dem Marxismus relativ gut vertraut sind, die einen verh├Ąltnism├Ą├čig festen proletarischen Standpunkt vertreten, m├╝ssen noch weiter lernen, die neuen Dinge in sich aufnehmen, die neuen Probleme studieren. Rede auf der Landeskonferenz der kommunistischen Partei Chinas ├╝ber Propagandaarbeit (12. M├Ąrz 1957)Wir sind imstande, das zu erlernen, was wir vorerst nicht wissen. Wir verstehen es nicht nur, die alte Welt zu zerst├Âren, sondern wir werden es auch verstehen, eine neue aufzubauen. „Bericht auf der 2. Plenartagung des VII. Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas“ (5. M├Ąrz 1949). Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVEs gibt zwei verschiedene Einstellungen zum Lernen. Die eine ist dogmatisch. Sie besteht darin, alles zu ├╝bernehmen, sei es f├╝r die Verh├Ąltnisse unseres Landes geeignet oder nicht. Das ist keine gute Einstellung. Die andere besteht darin, beim Studium den Geist anzustrengen und alles das zu erlernen, was den Bedingungen unseres Landes entspricht, das hei├čt, alle f├╝r uns n├╝tzlichen Erfahrungen auszuwerten. Wir brauchen eben diese Einstellung. ├ťber die richtige Behandlung des Widerspr├╝che im Volke (17. Februar 1937)Die Theorie von Marx, Engels, Lenin und Stalin hat universelle Geltung. Wir d├╝rfen aber ihre Theorie nicht als ein Dogma, sondern m├╝ssen sie als eine Anleitung zum Handeln betrachten. Man darf sich nicht mit dem Erlernen der marxistisch-leninistischen Terminologie begn├╝gen, sondern mu├č den Marxismus-Leninismus als die Wissenschaft von der Revolution studieren. Es gen├╝gt nicht, wenn wir die Schlu├čfolgerungen betreffend die Allgemeinen Gesetzm├Ą├čigkeiten begreifen, die Marx, Engels, Lenin und Stalin auf Grund eines umfassenden Studiums des realen Lebens und der revolution├Ąren Erfahrungen gezogen haben, sondern wir m├╝ssen uns auch ihren Standpunkt und ihre Methode bei der Betrachtung und L├Âsung der Probleme zu eigen machen. „Der Platz der Kommunistischen Partei Chinas im nationalen Krieg“ (Oktober 1938), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIWenn man ├╝ber eine richtige Theorie verf├╝gt, sie aber nur als etwas behandelt, wor├╝ber man einmal schwatzt, um es dann in die Schublade zu legen, jedoch keineswegs in die Praxis umzusetzen, dann wird diese Theorie, so gut sie auch sein mag, bedeutungslos. „├ťber die Praxis“ (Juli 1937), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IMan mu├č imstande sein, die marxistische Theorie zu beherrschen und sie anzuwenden; man meistert sie einzig und allein zu dem Zweck, sie anzuwenden. Wenn du imstande bist, vom Gesichtspunkt des Marxismus-Leninismus aus eine oder zwei praktische Fragen zu kl├Ąren, dann wird man dir Anerkennung zollen und das als einen gewissen Erfolg anrechnen. Und je mehr Fragen du kl├Ąrst und je umfassender und tiefsch├╝rfender du das tust, desto bedeutsamer wird der Erfolg. „Den Arbeitsstil der Partei ausrichten!“ (1. Februar 1942), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIIWie verbindet man denn die marxistischleninistische Theorie mit der Praxis der chinesischen Revolution? Man kann das mit einem allgemein verst├Ąndlichen Satz ausdr├╝cken: „Den Pfeil abschie├čen mit einem Ziel vor Augen.“ Wenn man einen Pfeil abschie├čt, mu├č man genau nach der Zielscheibe visieren. Die Beziehung zwischen dem Marxismus-Leninismus und der chinesischen Revolution gleicht der zwischen Pfeil und Ziel. Manche Genossen aber „schie├čen den Pfeil ohne Ziel ab“, sie schie├čen aufs Geratewohl. Solche Menschen k├Ânnen der Revolution leicht Schaden zuf├╝gen. EbendaWer ├╝ber Erfahrungen in der praktischen Arbeit verf├╝gt, mu├č die Theorie studieren und gewissenhaft B├╝cher lesen; erst dann wird es m├Âglich sein, da├č seine Erfahrungen einen systematischen, synthetischen Charakter annehmen und auf das Niveau der Theorie gehoben werden, erst dann wird er seine Teilerfahrungen nicht f├Ąlschlicherweise f├╝r allgemeing├╝ltige Wahrheiten halten und keine Fehler empiristischer Art begehen. EbendaLesen ist Lernen, aber die praktische Bet├Ątigung ist auch ein Lernen, und zwar eine noch wichtigere Art des Lernens. Das Kriegf├╝hren durch den Krieg selbst erlernen – das ist unsere Hauptmethode. Wer keine Gelegenheit hatte, eine Schule zu besuchen, kann gleichfalls das Kriegf├╝hren erlernen, n├Ąmlich im Kriege selbst. Ein revolution├Ąrer Krieg ist Sache der Volksmassen; meistens ist es so, da├č man nicht zuerst lernt, um dann zu handeln, sondern zuerst handelt und dabei lernt; Handeln hei├čt eben schon Lernen. „Strategische Probleme des revolution├Ąren Krieges in China“ (Dezember 1946),Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IZwischen einem Zivilisten und einem Soldaten besteht ein Abstand, doch ist dieser nicht die Chinesische Mauer, er kann rasch ├╝berwunden werden, und die Methode zur ├ťberwindung dieses Abstands ist die Teilnahme an der Revolution am Krieg. Wenn wir sagen, es sei nicht leicht, zu lernen und das Erlernte anzuwenden, so meinen wir, da├č es schwer ist, etwas gr├╝ndlich zu lernen und das Erlernte mit Geschick anzuwenden. Wenn wir sagen, da├č Zivilisten rasch Soldaten werden k├Ânnen, so meinen wir, da├č es nicht schwer ist, die Schwelle zu ├╝berschreiten. Um die beiden Aussagen zusammenzuf├╝gen, k├Ânnte man das alte chinesische Sprichwort heranziehen: „F├╝r Menschen starken Willens gibt es auf der Welt nichts Schwieriges.“ Die Schwelle zu ├╝berschreiten ist nicht schwer, und auch Meisterschaft zu erlangen ist m├Âglich, wenn man einen starken Willen hat und zu lernen versteht. EbendaWir m├╝ssen von allen Fachleuten – wer es auch sein mag – lernen, die Wirtschaft zu handhaben. Wir m├╝ssen bei ihnen in die Lehre gehen und von ihnen respektvoll und gewissenhaft lernen. Wenn wir etwas ‚ nicht wissen, m├╝ssen wir das zugeben, d├╝rfen nicht so tun, als w├╝├čten wir es. ├ťber die demokratische Diktatur des Volkes“ (10. Juni 1949), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IVKenntnisse geh├Âren zur Wissenschaft, und bei der Wissenschaft ist nicht die geringste Unehrlichkeit oder ├ťberheblichkeit statthaft, da bedarf es entschieden gerade des Gegenteils – der Ehrlichkeit und Bescheidenheit. „├ťber die Praxis“ (Juli 1947), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. ISelbstzufriedenheit ist der Feind des Studierens, und wenn man etwas gewissenhaft lernen will, mu├č man damit beginnen, da├č man mit sich selbst unzufrieden ist. Selber „uners├Ąttlich im Lernen“, anderen Gegen├╝ber „unerm├╝dlich im Lehren“ – das m├╝ssen unsere Verhaltensregeln sein. „Der Platz der Kommunistischen Partei Chinas im nationalen Krieg“ (Oktober 1938), Ausgew├Ąhlte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IIEs gibt Menschen, die einige marxistische B├╝cher gelesen haben und sich selbst f├╝r gelehrt halten; aber sie haben sich in Wirklichkeit nicht in das Studium vertieft, das Erlernte hat in ihren K├Âpfen keine Wurzeln geschlagen, und sie verstehen daher nicht, es anzuwenden; auch ihr Klassengef├╝hl ist noch das alte geblieben. Es gibt wieder Leute, die sehr hochm├╝tig sind. Kaum haben sie einiges gelesen, halten sie sich schon f├╝r au├čergew├Âhnlich und tragen die Nase hoch; aber wenn die Zeitl├Ąufte st├╝rmisch werden, erweist sich ihr Standpunkt als sehr verschieden von dem der Arbeiter und der gro├čen Mehrheit der werkt├Ątigen Bauern: Sie sind schwankend, die Arbeiter und Bauern aber sind fest; sie verhalten sich zweideutig, die Arbeiter und Bauern hingegen unmi├čverst├Ąndlich. Rede auf der Landeskonferenz der kommunistischen Partei Chinas ├╝ber Propagandaarbeit (5. M├Ąrz 1957)Man soll den Marxismus nicht nur aus B├╝chern studieren, sondern haupts├Ąchlich durch den Klassenkampf, die Arbeitspraxis und die enge F├╝hlung mit den Arbeiter und Bauernmassen; dadurch kann man ihn erst wirklich erlernen. Wenn unsere Intellektuellen einige marxistische B├╝cher gelesen und hierauf dank ihrem lebendigen Kontakt mit den Arbeiter- und Bauernmassen sowie ihrer praktischen Arbeit schon etwas verstanden haben, dann haben wir alle eine gemeinsame Sprache, und zwar nicht nur hinsichtlich des Patriotismus und des sozialistischen Systems, sondern wahrscheinlich auch hinsichtlich der kommunistischen Weltanschauung. Sobald dies der Fall ist, werden wir alle unsere Arbeit viel besser verrichten. Ebenda


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