Corona nützt!

Die Corona-Pandemie deckt so einiges auf.

Man sagt: Die Wirtschaft kollabiert, wenn sie gezwungen ist, auf die Herstellung von nutzlosem Zeug zu verzichten. Man schaue sich den Verzicht auf Wintersport in den Alpen an: Die Wirkungskette reicht vom Hotelier zurück bis zum Gemüsebauern, der seinen Kopfsalat nicht mehr los wird.

Man sagt: Die Umwelt gesundet von selbst, wenn die Industrie und Handel auf das Nötige beschränkt wird. Diese Erfahrung haben die Venezianer sehr frühzeitig gemacht. Seit der Verkehr mit Wasserfahrzeugen wegen Corona stark reduziert ist, können die Menschen wieder die Fische in den Kanälen sehen – das Wasser ist nahezu sauber. Und in Asien ist man verblüfft, weil man nachts einen Sternehimmel über sich zu sehen bekommt, wo früher die Dunstglocke hing.

Und man sagt: Bestleistung in der Wirtscvhaft bringen nur die Niedriglöhner. Dieser Aussage stimme ich nicht zu. Leistungsorientiert ist jeder, der aufsteigen oder seinen Platz in der Wirtschaft verteidigen will. Anders herum gesagt: Wer gesättigt auf seinem Bierarsch sitzt, arbeitet nur so viel, wie es braucht, um den Schein zu wahren. Sein Augenmerk richtet sich nicht auf das Unternehmen, sondern auf den Shareholder.