Eine Bitte um sehr viel Mitleid

Vor nunmehr 24 Jahren hat man mich aus einer Privatklinik abgeschoben, damit ich anderswo sterbe.

Vor nunmehr 23 Jahren meinte ein Arzt des Mediz. Dienstes der Krankenkassen, die Liste meiner Erkrankungen reiche für 7 Leben.

Fragte man mich, wie es mir heute geht, so würde ich immer behaupten, es gehe mir gut. Ich meine damit, dass es mir relativ gut geht, relativ zu meinem Gesamtzustand.

Absolut gut geht es mir nicht, in Relation zu einem Gesunden gesetzt.

Es geht mir relativ gut, weil ich meine Erwartungen an das Leben rigoros zusammenstrich. Ich habe genug von der Welt gesehen, und die Welt kommt nun zu mir in mein kleines Büro, das ich „Butze“ nenne. Keine Ahnung warum.

Auf meinem Schreibtisch ist immer Platz genug. Da ist Raum für ein Porterhouse-Steak von 800 Gramm und eine Flasche ordentlichen Bordeaux. Die Beilagen dazu schaue ich mir dann per Youtube an. So sind sie bekömmlich und machen nicht dick.

Das Aufhübschen einer Situation funktioniert auch mit Grillhaxe und einer Mass gutem bayrischen Lagerbiers. Aber man hüte sich vor dem Radi, dem Rettich. Damit kann man Stallhasen vergiften.

Wenn mir mein CD-Player noch „Das Lied vom Tod“ dazuspielt, so habe ich perfekte 2 Stunden vor der Nase.
Der Alltag kehrt erst zurück, wenn die Weinflasche leer ist.

Dann herrscht groooße Leere …..