Dampfgeplauder

Es ist faszinierend, wenn man seinen eigenen Krempel durchblättert und viele Schwächen bemerkt.

Signifikant ist das „Problemchen“ gerade beim Bloggen. (Das Wort Bloggen mag ich nicht. Keine Ahnung, warum.) Wie auch immer, ich schreibe meine Beiträge selbst. Selten, dass ich irgendwo abkupfere. Und wenn, dann gebe ich meinen Senf dazu. Sonst wird die Veranstaltung allzu langweilig.

Wenn ich also Text formuliere, dann ist in meinem Hirn alles schön. Schliesslich kommt der Befehl „Hirn an Hand“, und es sind viele Tasten zu drücken. Leider arbeitet meine Schreib- (Tipp-)Hand nicht zu 100% synchron zu meinem Hirn. Dieses dumme Körperteil, die Hand natürlich tippt gelegentlich Tasten, die garnicht gefragt waren. Geübte Leser erkennen sofort, dass hier ein Tippfehler vorliegt. Weniger Geübte beginnen zu rätseln, was der Autor mit dem seltsamen Wortungetüm ausdrücken wollte.

Eine andere Schwachstelle sind missglückte Formulierungen. Hier haben wir Fehlleistungen des Gehirns als Ursache auszumachen – eine Peinlichkeit für den ambitionierten Autor, oder eine Quelle des Vergnügens für den schreibenden Hanswurst. Leider tragen wir beide Figuren in uns, und so kanns auch für den Hanswurst mal peinlich werden, oder spassig für einen Ehrgeizling.

Dann haben wir noch die Situation, dass der Autor einen ausgemacht schwachsinnigen Text geschrieben hat, nur um zu sehen, was man aus einem unsinnigen Thema rausholen kann. Diese Macke ist bei mir ein wenig ausgeprägt. Ich schreibe irgendeinen Mist zusammen, bin dann damit durch, und stelle fest, dass ich ihn nicht wegwerfen mag. Warum? Manchmal ist es verdammt mühevoll, etwas über nichts zusammenzutragen. Also raus damit. WordPress frisst alles, ohne zu klagen.

Nun könnte ich mich bemühen, so zu „arbeiten“, wie man es von Semi-Professionellen erwartet. Was zu tun wäre, nennt man glaube ich Korrekturlesen. Genau dies findet bei mir nicht statt. Weder bin ich mein eigenes Lektorat, noch habe ich die Fähigkeiten zu diesem Job. Was also geschieht?

Ich lade meine fehlerhaften Texte unkorrigiert hoch – und vergesse sie. Irgendwann muss ich – warum auch immer – nachlesen, was ich geschrieben habe, und das ist der Anlass, Korrekturen durchzuführen. Das geschieht relativ häufig, da ich meine Titel als solche immer noch erkenne, aber nicht mehr weiss, was ich dazu geschrieben habe. Ist wohl altersbedingt. Das gilt auch für die Tatsache, dass ich auf meiner Tastatur ständig Wörter suche und nur Buchstaben finden kann. Mein System ist hier sehr unkomfortabel – gut, ich habe auch nicht viel Geld dafür ausgegeben. Es ist nur mühsam, ständig zu googeln, nur weil ich nicht weiss, wie man „Bodyplethismographie“ schreibt.

Und was haben wir hier und heute, mit diesem Beitrag? Nix haben wir.
Der ist so notwendig wie ein Furunkel am Hintern – biiitte! Ich drücke mich doch gewählt aus! Sollte ich ihn „deleten“? Aber ja doch! Nur, ich denke nicht daran. Er ist immerhin eine Rechtfertigung für meine schlampige Federführung (Federführung = Metapher!).

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