Vive la différence!

In den USA arbeitet eine Vielzahl von Nachrichtenportalen. Sie alle leben von Werbung und Sponsoring. Es sind permanente Anstrengungen erforderlich, um auf dem Medienmarkt bestehen zu können. Deshalb sind gute Leute mit der Suche und Aufbereitung von Informationen beschäftigt. Man macht im Stile von BILD aus einem Häufchen Dreck einen journalistischen Leckerbissen. Leider, leider lassen sie sich kaufen. Das ist systembedingt. Prominentes Beispiel ist der Fox News Channel, ein Murdoch-Produkt. Fox hat Trump bis aufs Messer verteidigt und aus Biden einen Stalinisten zu machen versucht.
Immerhin darf sich ein Amerikaner als gut informiert fühlen; schliesslich ist er sogar über den kosmetischen Aufwand für einen optisch präsentablen Präsidenten ausreichend informiert.

Nun blicken wir nach innen. Wie schaut’s für die Deutschen mit Infos über Deutschland und seine Repräsentanten aus?
Der Sprecher der Bundesregierung erhält monatlich 11.500 oiro. Warum so viel? Er hat die Chuzpe, nur Hirsebrei ohne Salz und Pfeffer zu servieren. Und er ist als Schlaftablette toxisch. Eine Dosis von 3 x Seibert ist tödlich! Politische Nachrichten werden durch einen Doppelfilter gejagt (Zensur durch Presseagentur/Redaktion), sodass sie nur den Fakt vermitteln, am Abend sei mit zunehmender Dunkelheit zu rechnen, oder auch, dass ein Dackel vorne mehr hinten als höher gebaut ist, nach BILD eine nobelpreiswürdige Entdeckung der Landwirtschaftsministerin. Die jounalistischen Imitate werden ja auch von unseren Gebühren bezahlt, müssen sich also nicht abrackern, um investigativ zu berichten.

Nehmen wir ein Bild als Hilfe. Nachrichten jeglicher Art sind Faden-Nudeln. 17 Stück wirft man in Wasser und kocht sie ohne Salz und Pfeffer. Dann kriege ich sie in einem Blechnapf serviert, mit einem unfreundlichen Guten Appetit!

Ein Problem: Man ist nicht in der Lage zu differenzieren. Dabei macht es – entschuldigt die drastische Sprache – es macht einen Riesen-Unterschied, ob ich darüber berichte, dass die Merkel Dünnschiss hat, oder dass sie Dünnschiss redet.
Im Fall 1 empfinde ich sehr distanziert nichts weiter als eine stille Freude. Anders der 2. Fall. Das geht mich etwas an, denn die Merkel hat auch zu mir gesprochen, als sie am Mikro stand.

Vor Jahren sprach ein TV-Intendant vor einer Kamera ins Mikro: „Es ist die Aufgabe des deutschen Fernsehns, die Zusachauer zu erziehen.“ Darum die seichten Programme. Er meinte allerdings, man müsse die Zuschauer vollends verblöden.

Zur Erinnerung:

Art. 5. (1) Grundgesetz:

1 Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.

2 Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet.