Super Felidae

Neulich habe ich erwähnt, dass uns eine grau getigerte Katze zugelaufen ist, die unsere Wohnstatt für sich in Besitz genommen hat. Sie hat einen Namen: Viech.

Nun hat selbst der Teufel manchmal einen Schalk im Nacken sitzen. Eine zweite Katze ist um unser Zuhause bemüht. Diese hat ein orangefarbenes Fell, besteht penetrant auf Teilhabe, und klaut Gegenstände, die sie dann aus dem Haus trägt und irgendwo draussen versteckt. Wenn sie zusammengerollt herumliegt und schläft, sieht sie aus wie ein Zwilling des Teils, das Trump auf seinem kahlen Schädel trägt. Also was liegt näher, die Orangefarbene „Donald“ zu nennen?

Das Viech und Donald sind noch nicht in einen offenen Konflikt geraten. Das mag daran liegen, dass das Viech ziemlich dumpfbackig ist, also nicht bemerkt, wenn Donald schon wieder ein Baldriankissen wegschleppt – diese stinkenden kleinen Päckchen scheinen eine Katzendroge zu enthalten. Bei Baldrian rastet Donald aus, als hätte er eine Überdosis Crystal Meth genommen.

Ich gestehe, genervt zu sein. Nun schleicht neuerdings eine dritte Katze ums Haus, Sie ist grau getigert und hat weisse Füsse. Sollte die sich hier auch breit machen wollen, so schmeisse ich die gesamte Katzenbande raus, und den dann folgenden Zoff mit meiner Tochter werde ich auch überstehen.

Nur um das zu klären: Ich bin Tierfreund. Aber wenn ich an meinem Schreibtisch sitze, und mit geschlossenen Augen nachdenke (das kommt vor, und nicht nur an Weihnachten), ich öffne meine Klüsen und vor meiner Nase hockt ein Katzenvieh mit dem Hintern auf meiner Tastatur, dann reagiere ich etwas sensibel. Das Problem: Man hört die Viecher nicht kommen. Sie springen aus dem Stand vom Fussboden auf die Tischplatte! Wenn ich das versuche, werde ich mir einen Oberschenkelhalsbruch einfangen.

Neuerdings tobt des Nachts draussen ein Igel durch den Garten. Ich bin gespannt, wann der sich in unserer Küche einfindet.

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