Bekennerschreiben

Es fällt mir nicht schwer, Kritik wegzustecken. Und ich gestehe freimütig, dass ich in Polit-Dingen ein inkompetenter Besserwisser bin. Wäre ich nicht ich, ich würde über diesen Typen Gift und Galle ausschütten.

Bei allem Getue ist mir stets bewusst, dass mir das Thema Politik keinen Spass macht; dennoch lasse ich mich immer wieder dazu hinreissen, in diesen Gülle-Kübel zu greifen, und ich weiss bis heute nicht, was ich dort suche. Vielleicht ist die Sehnsucht nach einer einzigen guten Nachricht von Gewicht. Null arme Kinder in der BRD, oder ähnlches. Aber Gutes aus der Gülle? Was bitte soll das in der Wirklichkeit sein?

Vielleicht ist meine Abneigung dieses „Metiers“ auch entstanden, als ich gelernt habe: Die da oben tun nie, was ich will. Niemals. Man kann sich denken, dass dies ein wenig frustriert.

Ich brauche vermutlich eine Pfälzer Therapie: „Weck, Worscht un Woi“ genannt. Für Fremdsprachler: Brötchen, Wurst und Wein. Hilft immer aus der Dunkelheit ans Tageslicht.