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Man ist guter Dinge, kommt daher und schaut, schaut, und verweilt verwundert bei einem Bild von aussergewöhnlicher Intensität. Man sieht plötzlich eine Welt in Endzeitstimmung, und im Vordergrund posiert die erbärmliche Figur eines menschenähnlichen Wesens, das man auf der Strasse einen geistigen Kleingärtner zu nennen pflegt, eine Figur, die uns zu dem Stossgebet verführt, der Herr möge Hirn regnen lassen.

Aufgeklärte Menschen wissen um Hintergründe. Ein Mensch wird geboren, erfährt in seiner Kindheit keine Liebe, und ist als Erwachsener Karikatur eines Menschen, unfähig zu lieben und Empathie zu empfinden, aber immer in der Lage, sich mit Phantasien in eine für ihn erträgliche Scheinwelt zu flüchten – er betet Gott an, oder dessen Stellvertreter, den Dollar.

Aufgeklärte Menschen wissen um das Problem der dissozialen Persönlichkeitsstörung, erkennen diese und akzeptieren ihre Wirkung als Krankheitssymptome, und sie erteilen Absolution.

Nun hat man allerdings eine Schmerzgrenze, und man bekommt sie zu spüren, wenn der geistige Kleingärtner jedes Mass der Fairness ignoriert und die Welt fortgesetzt verletzt. Man beginnt, Verachtung zu empfinden und das Verständnis für den Kranken zu verlieren. Und man fragt sich, warum Linke wie Lumumba, Allende und Olof Palme umgebracht wurden, und diese Kreatur lustvoll weiterleben darf.

Ist Gott etwa rechtsradikal?