Noch eine Bilanz

Mein Blog gleicht einem Flohmarkt, und dies in jeder Beziehung. Mein Krabbeltisch zeigt nun 946 Beiträge aus 20 Monaten. In dieser Zeit hatte ich so an die 60 Follower.

Nun habe ich erlebt, dass meine 946 Beiträge niemanden interessieren, und meine 60 Follower das sind, was ich „Karteileichen“ nenne. Das regte mich an zum Handeln.

Aufhören zu schreiben ist keine Alternative. Ich schreibe vor allem anderen für mich. Ich habe Spass dabei, wenns nicht in Arbeit ausartet.

Also wollte ich so an die 930 Beiträge löschen, ohne meine Domain zu verlieren. Dafür habe ich keine praktikable Prozedur gefunden. Es wird nichts draus.

Anders bei den Followern. Ich bin ein neugieriger Mensch. Also wollte ich wissen, wieviele wiederkommen, wenn ich alle gelöscht habe. Das habe ich dann auch getan.
Und nun rate mal, wieviele wiedergekommen sind, vielleicht weil sie sich an meine Schriebe geöhnt haben? 2. In Worten „zwei“ von 60. Ein interessantes Ergebnis aus einer gelungenen Aktion.

Ich kann mir solche Eskapaden leisten, denn ich bin alles andere als prätentiös, sondern eher rustikal gestrickt. Deshalb gleicht mein Blog auch einem Misthaufen.
Vergiss es! Dies ist kein Fishing for compliments! Das wäre schon wieder Arbeit, Mühe, Frustquelle und was sonst noch! Nicht meins.

Der Wahrheit halber muss ich aber gestehen, dass es mich irgendwie berührt, wenn ein Leser in den USA, in China, oder in Australien sitzt. Da schimmert ein wenig die Faszination des WWW durch.

Ich fasse zusammen: 946 Beiträge, ein Schreiber, zwei Leser, und ab und zu einen Besucher aus dem Ausland. Ein Koch würde sagen, das sei eine Wassersuppe mit etwas Wurstpelle drin. Ich würde entgegnen: Ich habe mal so etwas gegessen, das wie Leitungswasser aussah: Eine Tomaten-Consommée. Traumhaft gut!
Ok, nun übertreibe ich gewaltig. So lecker ist mein Süppchen nicht. Bitte um Nachsicht!

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