und es ward Licht

Endlich ist es dem FBI gelungen, den US-Präsidenten richtig zu verstehen, wenn er davon redet, dass Corona nicht schlimmer als ein Schnupfen sei. Mr. Trump hat das Virus für eine Dose gehalten. Und so meinte er, Corona sei am Ende, wenn die Dose leer ist. Hier der Beweis:

Neues aus den USA

Walmart hat in einer Nacht- und Nebelaktion Waffen und Munition aus dem Sortiment genommen und die Bestände unter Bewachung an geheim gehaltenen Orten eingelagert.

Dies ist wirklich bemerkenswert.

Es ist, als könne man in DE bei ALDI Bewaffnung kaufen.

Und: Walmart befürchtet nach der Präsidentenwahl Unruhen mit Gewaltexzessen. Man möchte nicht hineingezogen werden.

Hat Präsident Trump den paramilitärischen Gruppierungen nicht gesagt, sie mögen sich bereithalten?

Es existieren in den USA offenbar einige starke Truppen mit Gewehr bei Fuss. Da sind die Proud boys, die Oath keepers, die Three percents, die Boongaloos, die Militias, die Civil war 2: Electric boongaloos, und andere. Und man hört, die Sicherheitsbehörden hätten jetzt schon die Hosen voll; in 2020 sollen 90% aller Terroranschläge auf das Konto Rechtsradikaler gehen.

Es wäre gut, wenn Trump die Wahl gewinnt. Dann bleibt dieses bewaffnete Gesindel in der Deckung, und ihr Krieg wird nur gespielt.

Wenn Trump verliert, hat man sie dagegen auf der Strasse. Was dann geschieht, ist nicht kalkulierbar.

Hallo, Uncle Sam!

Am 3.11. geht es zur Sache, nicht wahr? Dann wird der Präse gewählt, nicht wahr? Dann entscheidet sich das Schicksal einer grossen Nation, gell?

Ein feuchter Dreck wird es für Euch sein. Trump oder Biden – das ist so was von egal! Gewiss, Du glaubst mir nicht. Ich bin nicht der Messias. Der heisst Trump, denkst Du. Ihm muss man nachrennen und sich vor ihm in den Staub werfen, glaubst Du. Er macht Amerika wieder gross, glaubst Du. Aber ich sage Dir: Trump und Biden sind im Spiel der Kräfte nur die Wirkung einer Ursache, die Ihr nicht kennt – stopp – die Ihr nicht erkennt. Die Ursache des Übels sein Ihr selbst. Ihr wählt einen ausgewiesenen Psychopaten in des Amt des Präsidenten. Das beweist, dass Ihr selbst mehrheitlich Psychos seid, und ich stelle das nicht mit Genugtuung fest, sondern mit Bedauern. Man fährt das Land zurück auf den Stand des 19. Jahrhunderts, und Ihr bemerkt das nicht! Ihr habt täglich 100.000 Covit-Infizierte, der Präse erklärt die Pandemie für beendet – und Ihr werdet ihn wiederwählen. Das ist krank! Und Ihr bemerkt das nicht!

Trump makes America great again? Zum Totlachen. Das Ansehen in der Welt ist auf ein nicht mehr sichtbares Minimum geschrumpft – und Ihr bemerkt es nicht? Amerika ist Trump, und Trump ist eine Lachnummer, ein bis zum Arsch hinunter geschminkter Clown, der als Unternehmer endlos viel Geld verbrannt hat und nur mit Betrug, Lügen und der Mafia existieren kann – und das stört Euch nicht? Die Spaltung der US-Bürgerschaft ist auf Jahrzehnte nicht mehr reparabel, da sie in Euren Köpfen stattfindet, an die auch ein Joe Biden nicht herankommt – und Ihr wisst das nicht? Trump behindert die Wahl, wo immer er und seine Mitstreiter das können, und Ihr lasst das widerspruchslos geschehen? Ihr betet unentwegt zu Gott oder zu Jesus, und ignoriert mit Mehrheit alle christlichen Werte? Und Ihr erwartet vom Rest der Welt Respekt? Ihr kapiert nicht, dass Ihr längst die Demokratie abgeschafft und die Staatsgeschäfte Parasiten wie den Koch-Brüder überlassen habt. Und Ihr erkennt nicht, dass man Euch eine gute Bildung nicht zugesteht, damit Ihr die Welt nicht versteht und man Euch besonders leicht manipulieren kann – und Ihr vermisst ein gutes Bildungsniveau auch nicht – ja, was man nicht kennt, kann man nicht vermissen, nicht wahr?

Wie es scheint, braucht Ihr immer wieder grosse und kleine Katastrophen, um kurz aufzuwachen, etwa wenn ein in 90 Minuten ausgebildeter Polizist einen Schwarzen mit 7 Schüssen in den Rücken umnietet. Dann wacht ein Teil von Euch auf und geht auf die Strasse. Lächerlich. Wenn Trump sich endlich getraut, seinen heiss ersehnten Krieg gegen den Iran anzuzetteln, wird wieder einmal richtig Geld verdient – und Trump wird verbieten, die Toten zu zählen – sind eh nur Underdogs, nicht wahr?

Das Gesicht der USA gleicht dem eines Clowns, dem des bösartigen Pennywise aus dem Film „Es“. Und so ist auch Euer kleiner Bruder zu sehen, den Ihr noch immer verleugnet, das Brexit-geplagte Grossbritannien.

Viel Spass auf dem Rest des Wegs nach unten! Leider begreift Ihr nichts, sonst hättet Ihr ein rostiges Fahrrad zum Präsidenten gewählt und ins Weisse Haus gestellt – das machte wenigstens nichts kaputt.

Pandemie

Man muss es akzeptieren. Hirn-Amputierte trifft man überall. Auch im Deutschen Bundestag. Dort geistern nun welche umher und fordern ein Mitspracherecht bei der Bestimmung von Massnahmen gegen das Covid-Virus.

Was ist, wenn man sie einschaltet, die Abgeordneten? Wieviele Debatten würden sie benötigen, und wie lange würde es dauern, bis der Mindestabstand von 1,5 m auf 1,6 m als Einschränkung eines Grundrechts nach Art 1 GG entschieden werden könnte?

Gestern hatte ich ein kurzes Gespräch mit einer Ärztin, die tatsächlich auf Grundrechtsfragen abhob. Mich hat umgehend die Wut gepackt, und ich musste sie daran erinnern, dass man eine Epidemie nicht mit formalistischen Erwägungen bekämpfen kann, sondern indem man schnell und richtig handelt.

Zugegeben, ich bin alt und verstehe die Welt nicht mehr.

Verstanden habe ich noch den Senator Helmut Schmidt, der sich bei der Sturmflut 1962 in Hamburg über alle bürokratischen Hindernisse hinwegsetzte und Rettungsaktionen organisierte.

durchgeknallt

Ich plane eine Covit-Party für 80+ mit einem Teilnehmer

und suche ein Rezept für gefüllte Schnittlauchröllchen.

Geht das mit Mozarella?

Und wieviele Röllchen muss ich pro Kopf anbieten?

Wer kann helfen?

Der Fall ist dringend, da ich in ca. 3 Wochen aus dem WordPress-System

gefeuert werde !

Böse Gedanken

Der Zerfall menschlicher Gemeinschaften führt zwangsläufig in eine Katastrophe. Das Erleiden einer Katharsis schafft die Voraussetzungenj für den Neuanfang in eine bessere Zukunft. Siehe den Weg der BRD: Nazi-Zeit > Krieg > Zerstörung > Wiederaufbau > Frieden > erneuter Zerfall durch Spaltpilze wie Habgier und Geld.

Alle uns bekannten Kulturen sind auf ähnliche Weise zugrunde gegangen. Die Frage nach dem Grund ist leicht zu beantworten. Ursache war stets der Mensch. Was sonst? Etwa der Goldhamster oder der Brombeerstrauch?

Hoimar von Dithfurt und andere Wissenschaftler haben im Rahmen ihrer Arbeiten zur theistischen Evolutionstheorie darauf verwiesen, dass der Mensch in seiner aktuellen Ausprägung kein Endprodukt, sondern ein Zwischenergebnis der Evolution ist -also alles andere als perfekt.

Wer kann so verwegen denken, von Amerikanern Gutes zu erwarten? Die geistige Kapazität einer deutlichen Mehrheit ist einfach zu gering, um Theorien zu Theismus und Evolution zu einem logischen Modell zusammenzufassen. Deshalb lehnen sie die Evolutionstheorie als unchristliches Gedankengut ab, und vermutlich glauben sie auch noch, dass die Erde eine Scheibe sei. Dabei sind sie allerdings höchst verunsichert und suchen Festigkeit für ihr Weltbild und ihre Existenz in krankhafter Religiosität und in einem ansehnlichen Waffenarsenal.

Lernen ist Erwerb von Wissen, ist Arbeit, und bringt komplexe Ergebnisse. Glauben ist dagegen Erwerb von schlichtem Wissen, kostet keine Mühe, und Ergebnisse müssen nicht verarbeitet werden, da so etwas wie Fastfood. Der Glauben bringt jedoch die Zugehörigkeit in einer Gemeinschaft – im Schwarm fühlt man sich sicher. Das weiss auch die Sardine. (Interessanter Vergleich!)

Dumm, dass diese „gläubige“ Gesellschaft nicht nur bis an die Zähne bewaffnet ist. Nein, sie ist auch in zu viele feindselige Lager zerfallen. Wie lang mag es dauern, bis man in den USA übereinander herfällt, also Bürgerkrieg veranstaltet?Das jedenfalls wäre eine wirksame Katharsis, die den Drecksladen säubert und für einen Neubeginn aufbereitet. Und weil das so kommen sollte, wäre es mehr als schädlich, Donald Trump nicht zu wählen. Dieser Karikatur eines Staatsmannes ist ein Garant für die weiterführende Zerstörung der „Vereinigten“ Staaten (US). Das A steht für ….. sag‘ ich nicht.

Alles wird gut!

Die Engländer werden dankbar vernommen haben, dass Trump die Pandemie beendet hat. Nun können sie ihre Euthanasie-Aktion stoppen. Hatten sie doch damit begonnen, infizierte alte Menschen nicht in Kliniken, sondern in Altenheime einzuweisen, wo sie in Ruhe sterben können!

Hurra !

Was für ein schöner Tag! Ich denke, dass die ganze Welt nun Dankadressen an das White house in Washington schicken wird. Schliesslich hat es der Präsident der USA, dieser Auserwählte vermutlich mit Hilfe der 80 Millionen Evangelikalen geschafft, die Covit-Pandemie zu beenden. Mr. Trump war gestern, am 28.10.2020 so deutlich wie noch nie: „Die Pandemie ist beendet!“

Wer jetzt noch stirbt, hat selbst schuld, und die Verbreitung von Zahlen zur Pandemie sei kriminell, liess er verlauten.

Im 19. Jahrhundert sang man in Österreich „Gott erhalte Franz, den Kaiser!“ Heute sollte die Welt singen „Gott erhalte Trump den Befreier!“ Hat er doch monatelang heroisch gegen das Virus angetwittert und dessen Existenz gegen die Wand geredet! Und nun hast Du ihm den Rest gegeben! Danke, Donald, Du bist der Größte.

Britischer Humor

Man ist nun sehr stolz über ein Handelsabkommen mit Japan. Betrifft „Sojasosse“. Ein Bombenerfolg, wenn das Papier irgendwann unterschrieben wird. Nun können die Briten täglich Hering mit Sojasosse essen!

Ein übellauniger Engländer kritisiert allerdings seine Regierung. Er meint, die verhandeln wie eine Taube beim Schachspiel: Alle Figuren umwerfen, auf das Brett scheissen und dann behaupten, GB habe gewonnen!

Schlaglicht

Friedrich Merz war von 2016 bis Anfang 2020 Aufsichtsratsvorsitzender von BlackRock Deutschland, also ein Lobbyist für diese Gesellschaft.

BlackRock  hat zum Ende des Jahres 2019 weltweit ein Vermögenin Höhe vonrund 7,43 Billionen US-Dollarverwaltet.


„Wir müssen ein bisschen aufpassen, dass wir uns nicht alle daran gewöhnen,

dass wir ohne Arbeit leben können. Wir müssen zurück an die Arbeit.“


Das ist die Sicht von Friedrich Merz zur Corona-Krise. Er ist ein Mann ohne eine Spur von sozialer Intelligenz. Das qualifiziert ihn für den Job als CDU-Vorsitzenden. Er wird diese Partei auf Vordermann bringen!

Anders:

Dem Staatsmann obliegt es, sich in der Phantasie ein Bild von der Zukunft zu entwerfen und sich lange im voraus klar zu machen, welche Zufälle glücklicher und unglücklicher Weise eintreten könnten, und was zu tun sei, wenn etwas Menschliches passiert; aber es nie so weit kommen zu lassen, daß man einmal sagen müßte: „Das hätt‘ ich nicht gedacht“.   Marcus Tullius Cicero (106 – 43 v. Chr.), römischer Redner und Staatsmann
Im Gegensatz  zu Merz war Cicero ein wirklicher Staatsmann. Er ist uns leider vor der Nase weggestorben worden. Auf der Flucht vor seinen Gegnern Octavianus und Lepidus wurde er getötet.
Merzen hat es natürlich zu allen Zeiten gegeben.

Randbemerkung

Die Ignoranz der Schwächen im öffentlichen Leben zieht sich durch die gesamte überschaubare Geschichte der USA. Man ist der Meinung,
Nichtwissen sein genauso wertvoll wie Wissen. Nun lassen sich die Unwissenden leichter lenken als die Intellektuellen. Und sie lassen sich somit auch leichter missbrauchen. Deshalb fragt heute noch, also im Jahr 2020 eine amerikanische Hausfrau, wie es dem deutschen Kaiser geht.

Das hier beschriebene Prinzip ist wesentliche Grundlage der Trilateralen Commission, der Bilderberger, der Republikaner in den USA.

Und: Es beschreibt das Bildungsziel in Deutschland. Ich nenne das – auf einen schlichten Nenner gebracht – Verblöden und Missbrauchen einer Mehrheit der Bürger. Man darf auch von moderner Sklaverei reden.

Unfug

Heute morgen – es war zirka kurz vor 9 Uhr – öffnete ich meine Augen. Irgendwas hatte mir wie so oft den Schlaf genommen. So war ich gezwungen, aufzuwachen. Dabei entwickelt sich vor meinem inneren Auge das Bild der morgentlichen Routine. Routine, das ist „blinde“ Gewohnheit.

In meinem Fall besteht die morgendliche Routine aus einem Ritual. Es beginnt mit dem Ordnen des Bettzeugs und meines Körpers in der technischen Einheit, die wir schlicht „Bett“ nennen. Daran schliesst sich unweigerlich eine kritische Situation. Es muss entschieden werden, ob ich aufstehe oder liegenbleibe. Ich befinde mich damit in einer realen Lose-lose-Situation. Aber noch bevor ich meinen ersten Fluch formulieren kann, hat mich die Routine zu einem Blick zum Fenster gezwungen. Ich musste anerkennen, dass ein Tag die Szene beherrscht. Man weiss, dass das Schliessen der Augen daran nichts zu ändern vermag. Es ist Tag. Und es ist wieder so einer jener Sorte, mit der ich nichts anzufangen weiss.

Ich bin Karl August Demuth von Stängen-Zelerien.

Diese Tage! Sie kommen in der Rohfassung, also absolut unstrukturiert. Ich liege im Bett, bin bei Bewusstsein. Und ich erkenne keinen Weg durch diesen Tag. Es sind zehn und eine halbe Stunde ohne Orientierung. Man ist dem Zufall ausgeliefert. Nichts ist wie früher. Da waren 10 Stunden Rüben hacken angesagt; Mensch und Hacke kannten ihren Weg durch die Zeit. Und heute? Es taktet der Zufall. Nichts ist sicher. Es ist schwierig geworden, den Ereignissen zu folgen. Es werden deshalb Probleme geboren. Der Tag schafft Probleme, und der Mensch soll sie lösen. Nein, normal ist das nicht.

Man hat mir nichts beigebracht.
Man sagt, ich sei ein degenerierter Krautjunker.
Ich und Kraut!

Wieder und wieder schleicht sich der Tag in mein Leben. Ich versuche, ihn zu überlisten. Ich schliesse die Augen und bedecke sie mit einem schwarzen Tuch – vergeblich. Der Tag hat mich wahrgenommen und erobert. So liege ich hellwach in künstlicher Nacht und denke an sie. Es ist das Beste, was ich in dieser Phase des Wechsels vom kleinen Tod zum wirklichen Leben für mich tun kann.

Antonie Edle zu Peters und Silio.

Sie ist eine Frau, die es vermocht hat, dass mir meine Thorsberg-Hose zu eng wurde, als ich sie umarmte. Diese Reaktion lässt meine Gefühle strömen wie ein Wasserfall nach starken Gewittern. Dabei vergesse ich, Liebe und Lust zu unterscheiden. Ich begann tatsächlich, mich nach mittelalterlichen Beinlingen zu sehnen. Ich weiss um Qualitär und Wert solcher Phantasien. Doch die nach historischer Vorlage geschneiderten Beinlinge, auf nackter Haut und so in Antonie’s Baudoir getragen kann nur zwei Effekte bewirken: Unbändige Heiterkeit oder zügellose Wollust.

Ich schäle mich aus meinen Pfühlen und bin bereit. Bereit für die Händel mit dem Neuen. Dem neuen Tag. Dem täglichen Pfuhl.

Heute muss ich unbedingt zum ALDI. Waschpulver und Kartoffel-Chips sind alle.

Weihnachtliches Wettrüsten

Sonntag, 1. Advent um 10:00 Uhr

Im Stadtteil Hamburg – Blankenese lässt sich Gesine F. durch ihren Mann Hanns einen Schwibbogen auf der Fensterbank ihres Wohnzimmers installieren. Die Freude ist gross, und es breitet sich vorweihnachtliche Stimmung aus. Hannes beginnt von Glühwein, oder besser noch von einem ordentlichen Grog zu träumen, und Gesine informiert sich über das Backen von Haseldorfer Nuss-Krokant-Makronen.

Der Schwibbogen erweckt umgehend nachbarliche Aufmerksamkeit, und nebenan beginnt das Grübeln über den Verbleib verschiedenster Gegenstände, wie Schneeschieber, Winterreifen und den Sack Streusalz.

10:14 Uhr

Beim Entleeren des Mülleimers beobachtet Nachbar Stefan U. die provokante Weihnachtsoffensive im Nebenhaus und kontert umgehend mit der Aufstellung seines 10-armigen dänischen Kerzen-Sets zu je 25 Watt pro Kerze, aufgestellt im Küchenfenster, das dem Heim von Gesine und Hannes zugewandt ist. Und es ward Licht, draussen am Gartenzaun. Stunden später , als das Leben auf der Schenefelder Landstrasse erstarb, strahlte das ganze Viertel in besinnlichem Glanz von rund 240 Fensterdekorationen.

19:03 Uhr

In der Schaltwarte Wedel der E.ON Hanse registriert der wachhabende Werner L. irrtümlich einen Defekt der E-Messgeräte für die Bereiche Nienstedten, Rissen und Blankenese, Werner ist aber zunächst arglos.

20:17 Uhr

Den Eheleuten Henry und Heidi gelingt der Anschluss einer Kettenschaltung an das Drehstrom-Netz. Es sind  96 Halogen-Filmleuchten, sie reichen quer durch sämtliche Bäume ihres Obstgartens.

Teile der heimischen Vogelwelt beginnen verwirrt mit dem Nestbau. Die abgestrahlte Wärme lockt Igel aus ihrem Winterlager, sie werden umgehend rollig.

20:17 Uhr

Der Werkstattbesitzer Patrick W. sieht sich genötigt, seinerseits einen Beitrag zur vorweihnachtlichen Stimmung zu leisten und montiert auf dem Flachdach seiner Werkstatt das Laser-Ensemble METROPOLIS, das zu den leistungsstärksten Europas zählt.  Die 200 m entfernte Spitze des Kirchturms hält dem Dauerfeuer  mehrere Minuten stand, bevor sie sich nach einem sanften Bloooob der Erde zuneigt, ohne gänzlich abzustürzen. Im alten Gebälk züngeln Flammen und verbreiten dort oben die wohlige Wärme eines Kamin-Ofens..

21:30 Uhr

Im Trubel einer Weihnachtsfeier in der ständig besetzten Messwarte Wedel verhallt ein Alarm-Signal aus Blankenese ungehört.

21:50 Uhr

Der 88-jährige Rentner Heinrich K. zaubert mit 96 Flak-Scheinwerfern des Typs Xi Song Lu (Volks-armee Shanghai) den Stern von Bethlehem an die tiefhängende Wolkendecke des Hamburgischen Winters. Daraufhin erwartet man auf der anderen Elbseite vergeblich die Geburt eines neuen Messias.

22:12 Uhr

Eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute mit leichtem Gepäck und sommerlicher Bekleidung irrt verängstigt durch die Bahnhofstrasse in Wedel und sucht verzweifelt den Blankeneser Süllberg. Zuvor war eine Boeing 747 der Singapore Airlines mit dem Ziel Sidney / Australien versehentlich in der mit 3.000 bunten Neonröhren geschmückten Firmenzufahrt der Grossbäckerei HARRY-BROT gelandet.

22:37 Uhr

Die NASA-Raumsonde Voyager 7 funkt vom Rande der Milchstrasse Bilder einer angeblichen Supernova in der Nähe der nördlichen Erdhalbkugel.

Die Experten in Houston / Texas und in der Sternwarte Hamburg sind ratlos, weil das, was sie sehen, astronomisch nicht geht. Es ist eher die Stunde der Astrologen. Die Tarock-Karten sind jedoch überfordert.

22:50 Uhr

Ein leichtes Beben erschüttert die Umgebung des Atomkraftwerks Brokdorf. Der Komplex läuft brüllend mit 2037 Megawatt, also um 557 Megawatt = 37,63% über der Belastungsgrenze.

Aber deutsche AKWs sind sicher.

Gleichzeitig arbeiten sich im abgeschalteten AKW Brunsbüttel die Kühlwasser-Pumpen heiss und versagen schliesslich ihren Dienst für die Abkühlbecken.

23:06 Uhr

Im taghell erleuchteten Hasenkamp erwacht der Blankeneser Rentner Rentner Fritz G. und freut sich kurz vor Mitternacht  irrtümlich über einen sonnigen Dezembermorgen. Und so schaltet er um genau 23:12 seine Kaffeemaschine ein.

14 Sekunden später:

In die plötzliche Dunkelheit der gesamten Freien und Hansestadt Hamburg bricht die höllische Explosion des Atomkraftwerks Brokdorf wie Donnerhall.

Durch die stockfinstere Stadt stapfen schlaflos irre oder verwirrte Menschen, Menschen wie Du und ich, denen eine einzelne, brennende Adventskerze einfach nicht genug war  ……………

(Autor: unbekannt)

Abgesang

Dies ist mein Beitrag Nr. 959, und es ist mein Letzter. Ich hatte mich endlich bemüht, ein wenig quer durch den Blog zu lesen. Was ich erlebte, hat mir nicht zugesagt. Zu viel schlechte Qualität, zu viel Dilettantismus. Die einzig mögliche Konseqzenz bietet der Papierkorb.

Es wird wohl noch einige Wochen dauern, bis WordPress die Löschung meiner Daten aus dem laufenden System durchführt.

Wer immer hier liest: Habt Spass am Bloggen, bleibt gesund, und seid herzlich gegrüßt!

Roland Risch

Über Ideale

Das Ideal ist ein Abbild der Wirklichkeit, phantasievoll angereichert mit Wünschen und Sehnsüchten.

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Ideale sind Bilder aus Utopien. Als Ziele fördern sie positives Denken. Benutzt man sie jedoch nur als Mass für die Realität, so können sie verheerend wirken.

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Ein Ideal formt der Einzelne nach seinen Vorstellungen. Definiert seine Gemeinschaft ein Ideal, so ist er zum Kompromiss verdammt.

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Ideale sind Fiktion. Man kann sich ihnen nähern, aber man wird sie nicht erreichen.

Das Viech

Das Viech hat anscheinend die Herrschaft über mein Haus übernommen. Diese zugelaufene Katze, eine Kätzin, ist mittlerweile in allen Räumen zu Hause, ausgenommen sind nur die Feuchträume. Sie stolziert hier herum, fordert dies und das, pennt mit Vorliebe auf einem Tablet oder meinem Keyboard, verlangt Beschäftigung usw. Und wenn sie sich bei irgendetwas gestört fühlt, ist es gut, beide Hände in der Hosentaschen zu verwahren, denn sie fährt dann ihre Krallen aus, haut zu und verbeisst sich, bevorzugt in menschliche Hände. Gestern versuchte sie es wieder mal bei mir. Ich war schnell und habe das Viech sauber von meinem Schreibtisch gefegt.

Sie kroch dann bei meiner Tochter unter. Die spielt mit ihr. Da ist ein Stöckchen mit Federbusch . Wenn man dieses Teil unter ein Tuch legt und bewegt, und ab und zu den Federbusch kurz zeigt, wird das Viech wuschig. Ihr Jagdtrieb geht mit ihr durch, und sie attackiert die Hühnerfedern. Ok, das ist noch völlig im Rahmen. Nun hat diese Katze sich das Stöckchen geschnappt und unter eine Fussmatte geschoben. Dann forderte sie: Spiel mit mir. Und das ist nicht normal. Das Viech hat eine menchliche Handlung nachgeahmt. Muss ich nun damit rechnen, dass die Katze demnächst ihren Thunfisch nur noch mit einem Löffel frisst?

Heute früh hat meine Tochter das Haus verlassen, sie ist 5 Tage auf Reisen.
Die bis jetzt üblichen 5 bis 6 Besuche pro Tag sind ausgeblieben. Das Viech hat wohl das Gepäck gesehen, und sich der Vorsicht halber anderswo einquartiert. Es weiss, ab heute weht in Haus Nr. 18 ein anderer Wind.

Ein Zeitbild – aufgedröselt

Der Egoismus ist eine Ur-Kraft, die allen lebenden Wesen auf den Weg durch die Entwicklungsgeschichte mitgegeben wurde. So hat die Natur für die Arterhaltung durch die Starken gesorgt.

Eine weitere Kraftquelle sind die Emotionen. Menschen und Tiere sind damit ausgestattet. Sie haben eine Lenkungsfunktion in Verbindung mit einer dritten Kraft.

Das ist die Intelligenz. Jedes Lebewesen ist mit einem Minimum davon ausgestattet. Hier ist nur die soziale Intelligenz relevant. Die Intelligenz befähigt zur Anwendung von Verstand und Vernunft.

Und eine vierte Kraft wirkt auf Verstand und Vernunft: Die Lebenserfahrung. Sie reflektiert die Wirkung des menschlichen Handelns in einem Lebensraum.

Diese vier Kräfte sind in unterschiedlicher Ausprägung in jedem menschlichen Individuum angelegt. Wenn der Mensch das Bedürfnis hat, in einer Gemeinschaft mit anderen Menschen zusammenzuleben, so wirkt eine fünfte Kraft auf sein Dasein: Die Regeln der Gemeinschaft. Sie sind unverzichtbar, denn sie geben der Gemeinschaft Sicherheit, Schutz vor dem Egoismus des Einzelnen. Die Akzeptanz der Regeln schränkt die individuelle Freiheit ein. So zahlt man den Preis für die Sicherheit.

Jeder Mensch hat die Freiheit, aus seiner Community auszuscheiden und seinen eigenen Weg zu gehen. Dabei verliert er alle Rechte, die seine Gemeinschaft bietet. Insofern ist seine Freiheit nicht beschnitten. Er kann über seinen Weg bestimmen, aber nicht über den Weg anderer Menschen, wie etwa seine Nachkommen.

Über die Jahrtausende haben sich buchstäblich viele Kulturen entwickelt, die sich zum Teil gravierend unterscheiden. Diese Kulturen sind für ihre Inhaber unverzichtbar geworden und kaum zu beeinflussen. Sie finden ihren Niederschlag vor allem auch in den Regeln für die Gemeinschaften. Treffen sie aufeinander, so entsteht unweigerlich Konfliktpotential. Man muss feststellen, dass es sich bei dem viel gepriesenen Melting pot um eine Fiktion handelt. Gemeinsamkeit kann man nicht herstellen. Sie muss langsam, also über Jahrhunderte wachsen. Alle Versuche zur Beschleunigung richten Schaden an.

Was man nicht hat, ist die dafür benötigte Zeit. Man sagt, die Zeit sei „schnelllebig“. So arbeitet das globale System instabil, und die soziale Sicherheit ist permanent gestört. Misstrauen und diffuse Ängste sind die Folge, und sie führen auf direktem Weg in Zustände des Faschismus, in Nationalismus, in Despotismus.

Amerikaner

Dies ist ein Amerikaner. Schmeckt süss und nach Vanille.

Das ist auch ein Amerikaner. Schmeckt wie Hund hinten.

Was haben die beiden gemeinsam?

An ihnen bleibt jede Dollarnote kleben.

Haiku

Draussen herrscht Kälte,
der Winter steht vor der Tür.
Ein Frosch schaut zum Mond.

Haiku

Milch ist so gesund!
meine Kuh ist gut gefüllt.
Regen tropft vom Ast.