Blick über den Ärmelkanal

Es steht ausser Frage, dass der Brexit den Handel europäischer Staaten mit Grossbritannien massiv behindern wird. Die Insulaner sind allerdings weder willens noch in der Lage, Grenzkontrollen einzurichten. Und so macht der Gedanke die Runde, dass sich dort eine neue Schmuggelkultur entwickeln muss. Die USA werden so oder so bekommen, was sie wollen: Ein Riesentor, nämlich Nordirland, durch das sie ihren Dreck, den sie Food nennen, in den EU-Markt einschleusen können. Der Verbraucher wird vermutlich nicht erkennen, dass er ein Chlorhuhn im Topf hat – die Foodbranche ist im Um-Etikettieren sehr geübt.

Derartiges war für die Gruppe um B. Johnson von Beginn an der Plan, und der Rest nur Theaterdonner. So hat man z. B. mittlerweile mehr als ein Dritten des Gesundheitswesens, der NHS also „privatisiert“, also verhökert ….. der Deal läuft weiter, und Kranksein wird unbezahlbar. Wir kennen die Abzockerei aus der Praxis im guten alten Germany, nicht wahr? Nein? Zahlen wir für manche Pillen nicht das Zehnfache des Preises in den USA? Vergiss es. Unser Gesundheitssystem ist trotz des Ausplünderns der Kassen für uns Bürger noch immer ok. Noch.

Eigentlich war ich im Geiste bei den Briten, und ich wollte auf einen Aspekt hinweisen, der in der öffentlichen Diskussion um deren Verhalten in der Welt nicht gewürdigt wird. Die Transparenz der Internet hat einiges offengelegt und ein neues, vermutlich wahres Bild dieser Insulaner gezeichnet:

Sie sind heute Neofaschisten, aber die wahren Demokraten.
Sie haben die Demokratie erfunden. Pfeif auf das antike Griechenland mit seinem Polis.
Sie haben ihren Kolonien die Demokratie gebracht. Ausbeutung ist ein böses Gerücht.
Sie haben ihren Kolonien den Fortschritt gebracht.
Sie haben den Weltkrieg II gewonnen.
Sie sind den USA seelenverwandt, beinahe Staat Nr. 51, besser Staat Nr. 1!
Sie haben nie einen Krieg begonnen. Stimmt nicht. Sie haben Hitler gefördert, damit er auf die Russen losging. Siehe bei Winston Churchill!
Ihr Status in der zivilisierten Welt berechtigt sie zu fordern, was immer sie wollen.
Korruption kennt man, aber nicht als verwerfliches Handeln, sondern als zweckmässige Selbstverständlichkeit-
Besonders von den Nazis (das sind wir, Du und ich). Da ist immer noch eine Kriegsschuld einzutreiben, und das unbefristet und so lange, bis Germany deutlich kleiner ist als GB, also nicht am Boden, sondern darunter. Dann hat jeder anständige Brite seinen Orgasmus!

Schluss mit Beispielen. Nun mögen sich Linguisten mit derartigen Sprachmüll beschäftigen und alles Bösartige eliminieren. Was übrig bleibt, wird in GB über das Bildungssystem von Generation zu Generation weitergegeben – ein ziemlich schräges Selbstbild der britischen Upperclass. Die Leute haben diese Macke, und man möchte sie einen Erbschaden nennen, einen hausgemachten Gen-Defekt. Und mit dieser Krankheit behaftet agieren die Briten meisterhaft als Parasiten der Weltgemeinschaft – wie auch als Mitglied der EU.

Die hier skizzierte Denkweise der Briten gleicht einem stark kariösen Zahn, der raus muss. Und was wird diese Zahnextraktion bewirken? Etwa auf die Ruine einreden?
MKitnichten. Einen Gesinnungswandel schafft nur die Katastrophe. Das war schon immer so. Das Alte muss niederbrennen, wenn Neues entstehen soll.
(Jetzt lege bitte die Streichhölzer zurück in die Schublade! „Brennen“ geht nur in Köpfen mit Hirn).