Barbados

Queen Elizabeth II dient unter anderem als Staatsoberhaupt von Antigua und Barbuda, Australien, Bahamas, Barbados, Belize, Kanada, Grenada, Jamaika, Neuseeland, Papua-Neuguinea, St. Kitts und Nevis, St. Lucia , St. Vincent und die Grenadinen, Salomonen und Tuvalu.

Diese von der Königin geführten Nationen sind als “ Commonwealth Realms “ bekannt. Der Commonwealth of Nations ist umfangreicher.

Ich habe lange, lange darüber gegrübelt, wie ich diese Bezeichnung ins Deutsche übersetzen könnte.

Common = gemeinsam
wealth = Besitz, Reichtum
Realm = Königreich

Vielleicht geht es so: Alle Nations tanzen nach derselben Musik, die im Vereinigten Königreich, also in London gespielt wird. Man wird besitzt, ist aber nicht besessen, sondern besetzt. So ist für die „Zentrale“ sichergestellt, dass man aus diesem Konglomerat herausquetschen kann, was immer von Wert ist. Dabei ist der Glanz der Queen die Camouflage zum Verdecken von Wunden. Das zumindest war Ziel zu Zeiten, als man zu Recht vom Britischen Empire sprach; London hatte sich rund ein Viertel der Welt angeeignet. Doch bereits um 1840 begann der Zerfall, den man später „Dekolonisation“ nannte, und dieser schmerzhafte Prozess endete erst um 1997. Verständlich, dass die Briten ihre im Empire gepflegte Denk- und Handlungsweise noch immer nicht zu korrigieren vermögen, wie die BREXIT-Verhandlungen gezeigt haben. Vereinfacht: Sie glauben berechtigt zu sein, zu fordern, zu nehmen, aber nichts zu geben.

Und nun kommt Barbados daher. Ein Inselchen über dem Wind, in den Kleinen Antillen gelegen, mit etwas mehr als 400 qkm und knapp 300.000 Einwohnern, und für Urlauber ein Traumziel. Die Staatsform ist eine Parlamentarische Monarchie – und plötzlich wollen sie Republik werden, also die Monarchie abstreifen wie eine kaputte Wollsocke. Man spricht nun weltweit davon, dass Barbados die Scheidung von der Queen fordert. Was für ein Hammer!

Nun kann alle Welt mit Spekulationen Furore machen. Zerfällt das Commonwealth of Nations in seine 54 Teile? Oder ist Barbados nur ein Ausrutscher? Muss die Queen verhungern, wenn ihre Apanage aus Barbados ausbleibt? Werden nun andere Nations ermutigt, hinzuschmeissen, allen voran die Schotten mit und ohne Unterhosen unter dem Kilt, die nur Öl und Whiskey haben und mit Felsen und Bäumen um sich werfen, während man in London feinsinnige Methoden zur Geldwäsche austüftelt? Was um des Himmels Willen wird?

Nobody knows !