Der Rucksack

Na, wie isses? Wollen wir mal bei Luis Trenker reinschauen? Nein? Du weisst nicht, wer das ist? Gut, ich mach’s kurz. Er war Bergsteiger und Filmmann. Lebte von 1892 bis 1990. Südtiroler. Karrierehöhepunkt vor und in der Nazi-Zeit. Zwischen 1933 und 1945 hatt er politisch und wirtschaftlich mit überreichlich Opportunismus versucht, seine Schäfchen ins Trockene zu bringen und ist deshalb auf der Schwarzen Liste der Reichstheaterkammer gelandet; man wusste nicht mehr, wo man ihn einordnen solle.

Wieso sollte Luis Trenker heute noch relevant sein?

„Sohn, in Deiner Bude sieht es aus wie bei Luis Trenker im Rucksack!“

Da hast Du die Relevanz. An den Mann erinnert man sich kaum – wohl aber an seinen Rucksack. Aber wir, die Nachwelt können sicher sein, dass dort Ordnung herrschte. Wenn man in der Wand hängt, und man braucht eine Seilklemme, so muss man blind zugreifen können. Im Rucksack hat die weiss Gott nichts verloren, wohl aber Dinge wie Regenumhang, Brot und Salami, die Wasserflasche und so weiter, und wohlgeordnet, damit alles Nötige verstaut werden konnte.

So kann man festhalten, dass Mama’s Griff in den Rucksack ein Missgriff ist. Ein Glücksfall für altkluge Jungstars in Diskutierlaune! Als Starter erste Sahne, weil Mama den Trenker auch nicht kennt.

Angesagt sind dann 20 Minuten „Meinungsaustausch“, und dann natürlich 120 Minuten KlarSchiff machen. Ein guter Plan!