Shame on you, old man!

Während ich vor meiner Tastatur sitze, und Buchstabentasten drücke in der Hoffnung, dass sich Wort, Satz und Sinn bilden, läuft nebenan, so um 150 cm entfernt, eine TV-Serie mit dem Titel „The oath“, also „Der Eid“.

Keine Sorge, ich werde ich zu diesem Schinken nicht weiter äussern. Es war eine Szene, die mich zum Nachdenken bewegte:

Eine krebskranke Frau, ein hoffnungsloser Fall, wird erschossen.

Gedanke 1: Hurra, der Krebs hat nicht gewonnen!
Gedanke 2: Ein schneller Tod ist ein Glücksfall.
Gedanke 3: Eine negative Handlung bringt ein positives Ergebnis.
Gedanke 4: Dann funktioniert auch der umgekehrte Fall.

Die Sache hat einen Haken. Irgendwo. Diese Betrachtung ist sehr schlicht, beinahe idealisiert. Aha, Objektivität schlägt Subjektivität. Hier: Aber keiner hat die Krebskranke gefragt, wie sie es haben möchte.

Gedanke 5: Billig, aber korrekt.
Gedanke 6: Ein Killer als Schicksal. Genauso billig.
Gedanke 7: Was steckt hinter dieser Denkweise?
Gedanke 8: Ich vermute „wertende Emotionen“.
Gedanke 9: Das ist jetzt aber hässlich!
Gedanke 10: Missbrauchsgefahr!

„Hallo Mary! Sag an: Möchtest Du jetzt von mir erschossen werden? Das geht schnell, tut nicht so weh wie Dein Krebs, Du wirst nichts spüren!“

Garstig, nicht wahr? Rückzug!

Der Rucksack

Na, wie isses? Wollen wir mal bei Luis Trenker reinschauen? Nein? Du weisst nicht, wer das ist? Gut, ich mach’s kurz. Er war Bergsteiger und Filmmann. Lebte von 1892 bis 1990. Südtiroler. Karrierehöhepunkt vor und in der Nazi-Zeit. Zwischen 1933 und 1945 hatt er politisch und wirtschaftlich mit überreichlich Opportunismus versucht, seine Schäfchen ins Trockene zu bringen und ist deshalb auf der Schwarzen Liste der Reichstheaterkammer gelandet; man wusste nicht mehr, wo man ihn einordnen solle.

Wieso sollte Luis Trenker heute noch relevant sein?

„Sohn, in Deiner Bude sieht es aus wie bei Luis Trenker im Rucksack!“

Da hast Du die Relevanz. An den Mann erinnert man sich kaum – wohl aber an seinen Rucksack. Aber wir, die Nachwelt können sicher sein, dass dort Ordnung herrschte. Wenn man in der Wand hängt, und man braucht eine Seilklemme, so muss man blind zugreifen können. Im Rucksack hat die weiss Gott nichts verloren, wohl aber Dinge wie Regenumhang, Brot und Salami, die Wasserflasche und so weiter, und wohlgeordnet, damit alles Nötige verstaut werden konnte.

So kann man festhalten, dass Mama’s Griff in den Rucksack ein Missgriff ist. Ein Glücksfall für altkluge Jungstars in Diskutierlaune! Als Starter erste Sahne, weil Mama den Trenker auch nicht kennt.

Angesagt sind dann 20 Minuten „Meinungsaustausch“, und dann natürlich 120 Minuten KlarSchiff machen. Ein guter Plan!

Wir erinnern uns

Der Chilene Salvador Allende hatte von 1970 bis 1973 das Amt des Staatspräsidenten inne. Er versuchte, auf demokratischem Weg eine sozialistische Gesellschaft zu etablieren. Die Idee war gut, sein Plan war schlecht. Unbedacht und voller Idealismus veränderte er das Land in einer Weise, die in eine schwere Wirtschaftskrise führte. Der CIA benutzte auf subversive Weise die Defizite, um Chile zu destabilisieren, indem sie an der Organisation eines Putsches der Militärs mitarbeitete. Es galt, amerikanische Unternehmen, die an der Ausbeutung Chiles Geld verdienten, zu verteidigen. Ranghöchster Rädelsführer war Henry Kissinger, den man mit dem Friedensnobelpreis auszeichnete. Allende hat sich nach der Machtübernahme durch die Militärs selbst erschossen. Und ein General Augusto Pinochet übernahm als USA-höriger Diktator die Regierungsgeschäfte. Sein Regime, das von Terror und Gewalt lebte, kostete in 17 Jahren ca. 4.000 Regimegegnern das Leben.

Warum erzähle ich diese alte Geschichte? Ist doch längst vorbei! Ist doch aufgewärmter kalter Kaffee! Immer diese Scheißsozialisten! Können keine Ruhe geben!

Nun, die Menschheit ist heute noch immer genau so weit von einem humanistischen Gesellschaftsideal entfernt wie vor 40 Jahren. Deshalb wiederholt sich die Geschichte beständig.

Da sind die Chinesen mit den Uiguren, die Isrealis mit den Palästinensern, die Türken mit den Kurden, die USA mit der halben Welt, ja, auch die Briten mit den Europäern und die Polen mit den Deutschen – scheinbar gibt es überall das gleiche Problem –

das kurioserweise von Politikern gelöst werden müsste, die selbst Problem sind.

Man darf sich fragen, was dabei herauskommen soll. Nun, die Antwort offenbart kein Geheimnis: Probleme. Andere. Zusätzliche. Wird noch interessant.

Vergiss es! Ich: Nööö. Geht nicht.

Du wirst es nicht glauben, aber es gab eine Zeit in DE, da hatte nur jede 10. Familie ein Auto zur Verfügung. Aber nach dem unseligen WK II wuchs das Bedürfnis nach Erleben, und man wollte tatsächlich DE sehen. Deshalb bemühten sich die örtlichen Vereine, um Tagesreisen per BUS zu organisieren. Die nähere Umgebung wurde Opfer von Busladungen à 52 Teilnehmern – und die Organisatoren erlitten dabei ein ganz spezielles Schicksal. Sie mussten das Menschsein bis zur Neige auskosten.

Es ging los beim Einsteigen. Eine Person passt durch die Tür, aber 10 drängelten.
Als Reiseleiter löst man behutsam den Menschenknäuel auf und achtet auf die Formation „Gänsemarsch“. In einen Omnibus! Die ersten 5 wieselten duchs Gestühl und besetzten die Rückbank, ein beliebter Platz wegen der Beinfreiheit. Die nächsten 5 kommen herein, sehen das und schon ist der Tag für sie gelaufen – denkt man. Aber sobald die ersten Weinflaschen kreisten, schwoll die Stimmung an bis zum Übermut. Dann wurde es der Hedwig übel. Karl, halt an! S’Hedwig kotzt gleich! Nun waren Kotztüten nur feinen Leuten vorbehalten, die in fliegenden Bussen reisten.
Also hielt Karl auf dem Standstreifen der Autobahn an und führte s’Hedwig an die Leitplanke. 9 andere kamen hinterher, trennten sich sauber nach Mann und Frau, und man pinkelte sauber den ersten Liter Müller-Thurgau in die Landschaft. Dann hockten sich drei davon auf die Leitplanke und dachten, man könne jetzt eine Raucherpause dranhängen. Im Halteverbot. Karls Geduld war am Ende, und er scheuchte die Meute zurück in seinen Bus. Mitten ins Rauchverbot. Die Aschenbecher hatte er vorsorglich ausgehängt und zu Hause gelassen.

Irgendwann kam man irgendwo an. Das Ziel war niemandem bekannt, was allerdings unwichtig war. Nur der Gasthof interessierte, und man war gespannt, ob man dort wirklich 106 Leute mit einer guten Mahlzeit versorgen konnte. Ja, die Truppe hatte sich verdoppelt, der zweite Bus war schon angekommen, und alle Fensterplätze waren bereits besetzt. Sehr ärgerlich, denn man liebt den Blick nach draussen, über die Kartoffeläcker. Man knurrte nur wenig darüber; das Knurren hatte der Magen übernommen.

Schliesslich wurde das Essen aufgetragen. Ein Riesen-Schnitzel auf dem Teller, Fritten in grossen Schüsseln, und ein wenig Kopfsalat in Joghurtdressing, jenes eine Sünde! Und die Stimmung bei Tisch tendierte gegen Null – bei 100 Leuten. Gesprächsfetzen: Welcher Arsch hat das hier ausgesucht? ….. Schnitzel zäh wie meine Schuhsohlen! Fritten nicht kross, sondern labberig, und Ähnliches, sowie zwischendurch die Stimme der Vernunft: Zu Hause fressen sie den Kitt von ihren Fenstern, und hier spielen sie sich auf!

Seltsam. Saufrass angeboten, und dennoch alles aufgegessen! Ich schaute wissend in die Runde und brüllte los: Leute, bitte nur die Getränke bezahlen! Der Rest ist bereits erledigt! Ja das versöhnt dann doch, und so schlecht war das Essen wirklich nicht! Kaum einer hatte mitbekommen, dass das Drachenfutter im Reisepreis enthalten war, den sie gezahlt hatten. Und es machte Freude zuzuschauen, wie deshalb üppig Trinkgeld an den Service floss.

Die Details des Nachmittags sind mir weitgehend entfallen. Konnte gerade noch einem Burnout entgehen, weitgehend mit dem Wissen, dass dieser noch nicht erfunden war. Ich weiss noch vom Odenwald, von einer Burg Lindenfels, und von jenen Buttercremetorten der Vollfettstufe, die die Kaffeepause verschönten und im Nachgang die ganze Bagage im Bus schlafen legte. Erst kurz vor Zuhause wurde es wieder munter. Man sang. Melodie: Warum ist es am Rhein so schön ….
Text: Was ist hinten am Schwein so schön …. ? Ich wusste keine Antwort, und es war mir egal. Ich wollte nur noch in den Kohlenkeller, wo keine Leute sind.
Besser 7 Tage lang Briketts stapeln als nochmal mit der Meute losziehen.

Angemerkt: Alles wahr. Unterwegs ging dann unser 2. Bus verloren. Es gab noch keinen CB-Funk, kein Navi – nur einen unerfahrenen Chauffeur. 54 Leute verschollen, vielleicht sind die Russen in die französische Besatzungszone eingedrungen und haben jetzt Geiseln ….. schon gut. Davon versteht Ihr Jungen nichts. Der Russe kommt! Das war US-gesteuert Propaganda in DE, die CDU mit Kampfblatt BILD versuchte damit Angst und Schrecken zu verbreiten – und keiner hat’s geglaubt.

Wieder im Dreck gewühlt

Wer immer mutig genug ist, in die britische History zu greifen, sollte wissen, dass er sich dort dreckige Finger holt. Verstehst Du? Dreckig, nicht schmutzig!

Leider ist mir das Vergnügen, das lustvoller Hass bietet, versagt geblieben. Ich bin dazu nicht geschaffen. Aber meine Verachtung für das Krebsgeschwür GB ist grenzenlos, und bekommt immer wieder Futter geliefert.

Schauen wir in den Mittleren Osten der Jahre 1914 bis 1918. Man hatte einen Völkerverbund zum Osmanischen Reich unter der Führung eines Sultans, und dies gefiel den Briten nicht. Sie wollten das Osmanische zerschlagen und sich an den Bodenschätzen bereichern. Also organisierten sie einen Raubzug gegen die Osmanen, und liessen die Araber unter Lawrence von Arabien für sich kämpfen. Den Arabern hat man einen Teil der osmanischen Territoriums als Lebensraum zugesagt.
Nach dem Sieg über die Osmanen teilten sie sich den osmanischen Raum mit Frankreich, und die Araber gingen leer aus.

Lawrence von Arabien wurde für seine Glanztat, seinen Sieg hoch geehrt. Aber er war ein Ehrenmann, und schämte sich bis zu seinem Tod.

Offenbar muss man eine schmierige Type sein, um in GB’s Regierungssystem Karriere zu machen. Man spielt mit der Macht und betrügt nach Kräften. Man ist unseren Dumpfbacken in der EU haushoch überlegen, man zeigt das, und keiner in Resteuropa kann die Zeichen deuten.

Nun möchten die Türken unter Erdogan das Osmanenreich wieder herstellen – irre!

Spielende Kinder

In den Weiten des Ozeans,
der endlos scheinenden Wüste
aus nichts denn aus Wasser
wurde sie geboren.
Ihre Mutter ist die See,
und ihr Vater ist der Wind.
In kindlicher Unschuld
vergnügt sie sich
mit ihren Schwestern,
Nereiden-gleich verspielt
in des Windes sanftem Wirken.
Doch eines Tags geschah,
dass Jupiter, der Sturmgott
sein Regiment übernahm,
und er trieb die Kinder des Winds
über die See und hin zum Land.
Seine Kraft trieb sie voran,
und sie wurden grösser und schöner,
empfanden Freude am rauhen Spiel,
bauten sich auf und versprühten Schaum,
um endlich mit Getöse
im Sand einer Küste zu enden.
Ein Mensch schaute zu,
und träumte von Göttern und Nymphen.

Bekenntnisse eines Halbidioten

Vorwurfsvoll: Lass den Quatsch, Du Depp!

Zur Computerei, also zu Hard- und Software habe ich ein ziemlich entkrampftes Verhältnis. Die Hardware geniesst mein volles Vertrauen. Für die Software gilt das Gegenteil. Zuverlässig arbeitet noch der Binärcode – im Dualsystem bedeutet „1101“ nicht tausend einhundert eins, sondern 13. Das Dualsystem kennt halt nur Einsen und Nullen. Damit wird ein Computer fertig. Aber Software wird von Menschen geschrieben, und die sind nicht derart vollkommen. Die Suche nach einem Programmfehler hat mich mal einen halben Tag gekostet; irgendwo war ein Hochkomma nicht gesetzt.

Derartiges hat mich geprägt. Darum habe ich keine Bedenken, wenn es mich überkommt und ich Unbekanntes ausprobieren will. Keine Ahnung, wie oft ich mein System zerschossen habe. Unter 8 Stunden habe ich den Neuaufbau nie geschafft. Diesen Unfug unterlasse ich mittlerweile, weil er mich langweilt. Aber dieses echt amerikanische WordPress-Ding juckt mich. Ich mag die miese Masche der Amerikaner nicht, ihre IT-Produkte auf den Markt zu bringen und die User mit der Fehlersuche zu belasten.

Ich will nicht ungerecht sein. WordPress hat zwar eine wirre Struktur und ist wenig benutzerfreundlich, aber im Normalbetrieb läuft alles fehlerfrei. Ich vermisse Funktionen, und beim Experimentieren habe ich einiges kaputtgemacht und dann erst bemerkt, dass es kein Recovery gibt. Tja, so ist das. Auch ich kann ganz schön dämlich sein, wenn sich eine gute Gelegenheit ergibt. Aber ich kann damit gut leben. Bin halt kein Auserwählter und so unfehlbar wie Donald Trump.

Glücksmoment

Als Ex-IT-Profi habe ich ein besonders lockeres Verhältnis zu Computer-Kram. Aber ich musste erst lernen, dass die Menschen, die vor dem Monitor sitzen, nicht zu diesem Kram gehören, sondern von ganz anderer Art sind. Im Umgang mit ihnen muss man den ganzen Profi beiseite lassen und wie diese Laien denken.

„Lass mal, ich mach das mit dem Mann!“ So übernahm ich die Aufgabe, einem Hilfsarbeiter das Buchen von Materialverbrauch in der Produktion via Industrieterminal beizubringen. Nach 3 Versuchen an 3 Tagen war ich gescheitert.
Was der Mann in seine Tasten gedrückt hatte, war nicht mehr feierlich. Dann kam Tag 4, und der IT-Profi musste dazulernen. Mein unfähiger Arbeiter sah mich kommen, rief mich zu sich, und setzte eine saubere Buchung ab. Er endete mit „So! Fertig!“ Und seine Augen strahlten Stolz und Zufriedenheit aus – in diesem Moment hätte ich weinen können. Es war ein Moment des Glücks. Glücklich sein mit fast nichts …..

Ich fragte meinen Mann, was wohl über Nacht passiert sei. Er erzählte, sein Ältester hätte ihn auf den Topf gesetzt: Papa, das musst Du machen und das kannst Du machen. Das ist die neue Zeit …. usw. Sohnemann hat eine psychologische Sperre gelöst, die Angst vor dem Unbekannten war überwunden, der Kopf wurde klar, und leim-beklebte Finger konnten längst verfügbares Wissen umsetzen.

Und ich? Ich hatte eine Lektion erhalten. Mein Versagen hat sein Sohn ausgebügelt.
Und ich hatte wieder einmal etwas zu verarbeiten. Getröstet hat mich, dass der Sohn deutlich besser für den Job konditioniert war als ich.

CANZUK

Ein britischer Seefahrer des 16. Jahunderts hatte sich einen Namen gemacht. Mit Raub und Mord raffte er ein Vermögen zusammen und konnte die englische Königin Elisabeth I. mit Gold beglücken. Francis Drake machte Karriere.

Interessant ist, dass sich diese Art von Kriminalität bis ins 21. Jahrhundert fortgesetzt hat – nur die Methoden sind modern. Ein Vorteil des Bewusstseins um britische Tradition!

Glaubse nicht?

Die britischen Medien berichten über Kickback-Geschäfte. Und dazu hier ein Beispiel aus dem Leben:

Man ordert Schutzartikel wegen des Covid-Virus. Leider hat man ein unbrauchbares Unternehmen erwischt, es stellt Zeugs zur Insektenvernichtung her. Nun kommt die Regierung an, meint, der Laden sei so gut wie jeder andere, und macht einen Liefervertrag über 160 Mio. Pfund. Das ist – bekäme man Schutz gegen Covid, viel zu teuer. Aber man zahlt 160 Mio. aus der Staatskasse. Eine Kickbackvereinbarung sagt, dass 40 Mio. zurückerstattet werden müssen. Also vagabundieren 40 Mio. Steuergeld durch die Bücher, bis eine barmherzige Seele bestimmt, wieviel davon in die Parteikasse der Tories fliessen soll, und wieviel dann in privaten Taschen landen.

Anmerkung: Die Zahlen sind fiktiv. Man kennt sie nicht. Die Methode ist echt. Sie ist ein alter Hut. Kickback-Geschäfte sind Betrug. Und: Nicht vergessen, hier steht die britische Regierung am Pranger. Strafrechtliche Folgen? Vergiss es.

Die Engländer definieren „Sozialismus“ mit dem Raub vom Geld des Bürgers!
Sind sie nicht allerliebst, unsere Parasiten? Nun möchten sie auch noch durch die EU aus dem Brexit-Desaster, da sie selbst erzeugt haben, gerettet werden!

Die Mentalität dieser Betrüger wird deutlich, weil sie nun schon wieder vom Commonwealth träumen. Das bedeutet, dass sie Opfer zum Abziehen suchen: Zu diesem Zweck hat man bereits eine Flagge entworfen (siehe oben).

Das Projekt heisst CANZUK und sieht den Zusammenschluss von Kanada, Neu Seeland, Australien und Grossbritannien vor. Nur: Man muss sich nicht vor einer neuen Supermacht fürchten. Die Truppe in London hat noch nichts hingekriegt. Alles Bäckergesellen. Sie sind gut im Versemmeln!

Zur Kunst

Wer sich mit Leidenschaft der Kunst widmet,
ist auf der Suche nach seiner Seele.

Frei nach Alejandro Jodorowski
Autor von DUNE, der Wüstenplanet

Die Episode mit Jupp

quelle MOPO

Wir kriegten die Meldung rein, dass in den Passagen ein Mann randalierte. Ich entschied, mit zwei meiner Leute nach dem Rechten zu sehen, und nach knapp 5 Minuten waren wir vor Ort. Ein Mann von der Security nahm uns in Empfng und brachte uns an jenen Platz, wo Jupp tobte. Jupp war uns gänzlich unbekannt – ein unbeschriebenes Blatt, wie man so sagt. Dennoch versuchte er gerade, das Drahtgestühl niederzureissen, also jene Möbel, die zum Ausruhen der Passanten gedacht sind. Jupp war voll beschäftigt und nahm die Polizei zunächst nicht zur Kenntnis.

Ich wies meine beiden Kollegen an, sich zurückzuhalten, näherte mich dem Randalierer und fasste ihn an die Schulter. Schwerer Fehler, wie es sich erwies. Jupp holte aus und setzte mir einen kapitalen Schwinger mitten ins Gesicht. Einer meiner Kollegen stellte sofort fest, dass, wie er erklärte, der Schlag voll auf die Glocke ging.

Nun kam, was kommen musste. Ich schmeckte Blut, meine beiden Mitarbeiter griffen sich Jupp und drehten ihm seine Arme auf den Rücken. Der Mann geiferte noch einen kurzen Moment, bis ich ihm mit einem bedingten Reflex und mit hart geschnürtem Stiefel mit aller Kraft zwischen die Beine trat.

Jupp wurde bleich, er vergass zu atmen und winselte zum Gotterbarmen, aber: Ab sofort herrschte Ruhe an der Front. Wir kümmerten uns fürsorglich um den Scheintoten und halfen ihm schliesslich auf seine eigenen Füsse. Nun war er mit Handschellen geschmückt und durfte mit aufs Revier.

Der Tobsucht war nun Sturheit gefolgt. Angaben zur Person wurden verweigert. Ich setzte mir den Mann zurecht, griff ihm zwischen die Beine und knetete, was ich dort fand, und unter Schmerzen wisperte er: Ich bin Jupp! Dann betrachtete er sein Werk in meinem Gesicht, schien mit sich und der Welt versöhnt zu sein und fragte mich grinsend: Sind wir jetzt quitt?

Ich habe in der Folge den Jupp noch oft getroffen und ein freundschaftliches Verhältnis zu ihm entwickelt. Aber er hat mir nie offenbart, was ihn seinerzeit in Raserei versetzt hatte.

Drüber gestolpert, und aufgepickt

„Die zeitgenössische Geschichte bietet ein Modell dafür, die italienische Vergangenheit zu begreifen: es gibt heute ein europäisches Kulturbewusstsein, und es gibt eine Reihe von Äußerungen von Intellektuellen und Politikern, welche die Notwendigkeit einer europäischen Union behaupten: man kann auch sagen, dass der historische Prozess zu dieser Union hinstrebt und es viele materielle Kräfte gibt, die sich nur in dieser Union werden entfalten können: wenn es in x Jahren diese Union geben wird, wird das Wort ‚Nationalismus‘ die gleiche archäologische Bedeutung haben wie das Wort ‚Munizipalismus‘.“

Dies schrieb Gramsci im Jahr 1930 in eines seiner Gefängnishefte; er war von den Faschisten über mehrere Jahre seines kurzen Lebens inhaftiert.

Für uns, die Menschen des 21. Jahrhunderts hatte er gar eine Weissagung in petto:

„Die alte Welt stirbt, und die neue Welt kämpft darum, geboren zu werden: Jetzt ist die Zeit der Monster.“

In der Tat, jetzt ist die Zeit der Monster!

Antonio Gramsci, marxistischer Philisoph, 1891 bis 1937

Eine Persiflage

Man sagt: „Wenn man als Werkzeug nur einen Hammer hat, so sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.“

Man sagt nicht: „Wer andauernd auf Nägel klopft, kann Funken erzeugen und riskiert damit Brände.“

Und man sollte wissen: „Mit einem Hammer kann man keinen Brand löschen. Da kann man klopfen, bis man schwarz wird und der Kittel brennt.“

Dumme Sache. Ein brennender Kittel ist ein Problem! Und nun?

Der Kittel brennt! Wo ist mein Hammer?

Dunkle Zeiten

Armageddon ?

Zur Zeit hocke ich dumm rum und gucke Wetter. Der kleine Zeiger meiner Uhr zeigt auf die zwölf. Der Tag wird warm, denn draussen scheint die Sonne. Aber hier drinnen, in meinem Office herrscht Finsternis – falsch. In meiner Gesinnung herrscht Dunkelheit.

Es ist wie Regenwetter. Davon vertrage ich sieben Wochen, dann fange ich an zu leiden. Nun haben wir es nicht mit Regen zu tun, sondern mit einer besonderen Form von Weltuntergang. Gut, Eure Welt geht nicht unter. Aber meine Welt. Und das geschieht auf unterschiedliche Weisen. Zum Beispiel verändert sich mein Menschenbild, und damit kann ich einfach nicht umgehen. Ich weiss nicht mehr, ob ich lachen oder weinen soll, wenn ein US-Präsident den Chef der Post austauscht, damit dieser die Briefwahl sabotiert – die Briefwähler sind mehrheitlich Demokraten und gefährden die Wiederwahl.

Nun ist es unsinnig, sich über den Irren aus dem White House aufzuregen. Was wirklich entsetzt, ist das Schweigen ringsum. Covid-19 ist vergleichsweise harmlos gegen das Virus, das weltweit schlimmste Schweinereien hervorruft und gar verhindert, dass sich die Europäische Union vor Grossmächten wie USA und China mit einer langfristigen Strategie zur Konsolidierung schützt. Im Gegenteil – dieses unbekannte Virus verblödet den Menschen. Darum akzeptiert er sogar, uninformiert zu bleiben. So weit ist der geistig-moralische Zerfall fortgeschritten.

Ein Glück, dass ich schon sehr alt bin. Nach mir die ….. Du weisst schon!

Ein Epilog

Das Leben kennt nur eine Richtung: Vorwärts!
Es führt uns in gute Zeiten,
aber auch durch schlechte Phasen,
oder durch das weite Feld der Belanglosigkeit.
Auf dem Zielband aber steht:
Toll, dabei gewesen zu sein.

Alltag

Es ist immer noch heute. Mittlerweile zeigt meine Uhr 13 Uhr 30, und es haben sich doch 2 Besucher im Netz verirrt und sind in meinem Blog notgelandet. Aufgeschlagen sind sie bei meinerm Haiku zum „Sport“, eines der schlechten, das dort nur steht, weil ich nicht auf Klasse, sondern auf Masse abhebe. Ja, ich stehe dazu, ein Fiesling zu sein und hinterhältig genug, mit subtilen Mitteln zu haten, statt richtig ordinär zu werden.

Vielleicht ist es aufgefallen, dass ich niederschreibe, was so und wie es aus mir herausquillt. Ich kann es nicht anders, weil ich nichts Besseres zur Verfügung habe. Lediglich gebietet mir meine altruistische Grundhaltung, mich kurz zu fassen – eine besondere Herausforderung. Neulich ist mir eine 5-seitige wissenschaftliche Abhandlung auf dem Monitor erschienen. Ich bin vor Schreck in die Küche geflüchtet und habe dort zur Beruhigung einen Reparatur-Seidel geleert, das ist ein grosses Bier.

Mag sein, ich habe nichts Besseres, aber was ich habe, kann gut sein. Gut ist, dass ich mit dem Staubsauger unterwegs war. Es ist einer der letzten mit 2.000 Watt Leistung, der saugt auch ein Schnitzel ein, wenn er nichts Besseres findet. Jedenfalls sind die Fussböden in Bad und Büro wieder fusselfrei. Leider bin ich selbst auch fuselfrei, weil meine Scotch-Flasche leer ist. Das nebenbei.

Der Glanz in meiner Hütte hat mich dazu angeregt, endlich das Shirt zu wechseln. Das Leibchen kriegte gestern noch eine Ladung Rhabarbergrütze mit Vanillesosse ab, und das Kesselgulasch nebenan war noch immer nicht verblasst – es musste sein. Ich habe ausgeschaut wie eine Muttersau nach dem Abferkeln.

Staub saugen ist nicht so mein Ding. Ich rede nicht davon, wie es mir danach geht. Aber hinschreiben kann ich, wie es einer meiner Nachbarn nach Gartenarbeit so charmant formulierte: „Oh, wat dait mi dat Krüz so weih!“

Es lebt sich so vor sich hin

Es ist jetzt halb zehn. Ich schaue kurz bei WP rein und konstatiere „scheintot“.
Alle Zähler für Traffic stehen auf Null. „Nullen für die Null“, das passt. Aber es ist nicht gut. Auch nicht schlecht. Es ist mir gleichgültig. Ich bin dabei, mich zu emanzipieren. Das bedeutet hier, mich frei zu machen von Abhängigkeiten. So habe ich nun die Funktionen des Following und des Likens abgeschaltet. Nun sieht meine Website schön aufgeräumt aus. Ich mag das.

Aufgeräumt? Das gilt nicht für mein kleines Büro, das mein Lebensmittelpunkt ist. Der Zustand des Fussbodens (Laminat) mit seinen süssen Flecken (Limonat) und sonstigem Schmutz gibt preis, dass hier der Bär tobt. Meine Füsse passen in keinen Pantoffel, so trage ich dort Wollsocken, und mit diesen Ungetümen gehe ich durch das Haus, sammle Schmutzpartikel auf und lade sie in meiner kleinen Bude ab. Ich bezweifle, dass das einen Sinn hat. Offenbar gehört irrationales Handeln zu meinen Stärken. Rational wäre, genau jetzt den Staubsauger zu holen.

Weil ich gerade beim Dreck bin: Die Briten beginnen zu merken! Ein unglaublicher Vorgang! Sie stellen fest, welche Nutzen der EU-Mitgliedschaft ihnen nun verloren gehen. Bis dato hatten sie diese Nutzen als Selbstverständlichkeit weggebucht und nicht mehr beachtet, und die Pflichten bejammert. Nun mehren sich die Stimmen, die darauf hoffen, dass ihnen die EU noch einen Rettungsring zuwirft. Aber Brüssel ist wohl zu Recht darauf aus, die Briten ihre schmerzenden Fehler auskosten zu lassen – so lernen sie am besten. (Wenn überhaupt, was bezweifelt werden darf)

Der Gedanke an schmerzhafte Fehler führt mich direkt zu meinem heutigen Frühstück. Die Brötchen muss ich als solche bezeichnen. Genauer: Der Bäcker macht Fehler, und mich schmerzt sein Produkt. Ich ringe mit einer Formulierung. Die Semmeln sind innen…..die Konsistenz ist einfach nicht wahrnehmbar, bis man die Menge im Mund aus 4 bis 5 Bissen zusammengebracht hat, dann bildet sich in Verbindung mit dem Speichel ein unverdaulicher Kloss. Den drückt man breit, teilt ihn in Stücke, und schluckt Stück für Stück runter. Was der Verdauungsapparat damit macht, ist noch nicht erforscht. Das Äussere, auch Kruste genannt, hat die Farbe „hellschwarz“ angenommen. Man beisst rein, und sofort baut sich vor dem geistigen Auge das Bild eines Stubenbesens auf. Prinzip ist beim Zubeissen: Ein Drittel im Mund, ein Drittel auf dem Teller, ein Drittel gekrümelt auf dem Fussboden. Tröstlich ist, dass es bei der Semmel kein viertes Drittel gibt. Ich wüsste nicht, wohin damit.

Was ist das für ein Sch ….. tag, der so zu laufen beginnt?

Eine Überraschung

Was für ein Tag! Was für ein Start in diesen Tag! Ich kam krumm wie ein Hund auf die Füsse, der Rücken schmerzt höllisch, und im Kopf kreist die ganze Schlafkammer um sich selbst – ich habe mich an einem Türpfosten festgehalten- fast wäre ich umgefallen wie ein Baum. Tröstlich, dass ich wusste, es könne nur besser werden. Und der Tag, besser ich in diesem Tag habe mich rasch erholt, und nach dem Einwerfen der täglichen Pillenration konnte ich beschwingt wie ein junger Gott und krumm wie ein Fleischerhaken in die Küche schlurfen, um dort festzustellen, dass ich keinen Bock auf Kaffee hatte. Das dringendste Problem habe ich dann mit einer Handvoll Weintrauben gelöst, und während ich so Trauben pflückte, dämmerte mir:
Dies ist ein besonderer Tag! Wie konnte ich das nur ignorieren!

Dieser Tag, der heutige ….. ist der erste Tag vom Rest meines Lebens.

Dieser Tag verdient besondere Beachtung und Würde.
Wie konnte ich das nur vergessen?

Absurdes

Herrschaften, ich predige das Folgende
heute zum siebten, und zum  letzten Male.
Wer’s dann nicht drauf hat,
ist bei der Kartoffelernte gut aufgehoben, klar?
 
„Der Basisauswahlsatz
ist ein elementarer Lehrsatz
der Linearen Algebra.
 
Der Satz lautet wie folgt – Z u h ö r e n, v e r d a m m t :
 
In jedem Vektorraum V {\displaystyle V} V
über einem beliebigen Körper K {\displaystyle K} K
lässt sich aus einem endlichen erzeugenden System
stets eine Basis auswählen. Insbesondere hat jeder
endlich erzeugte Vektorraum eine endliche Basis.

J e d e r !“
 
J e e e d e r !

Mein Name ist „Hase“

….. ich weiss von nix! Vielmehr: Ich will nix wissen. Oder von nix etwas.

Manchmal reitet uns der Teufel, und wir tun oder unterlassen etwas – und handeln dabei nicht sehr klug. Dazu lieferte der heutige Vormittag einen Beweis. Wir, das sind meine Tochter und ich hatten einen zweistündigen Diskurs über weltpolitische Machtverhältnisse und die Interessenslage einzelner Grossmächte. Das lief dann so ab, dass Thesen im Raum standen, die man mit Fakten zu stützen versuchte.

Es wäre gescheiter gewesen, diese Veranstaltung zu vermeiden. Ein Versuch, die gesellschaftspolitischen Hotspots in einem Bild komplett darzustellen. Dumm, dass dieser Versuch geglückt ist. Das Ergebnis ist für Jugendliche unter 65 Jahren nicht geeignet. Man muss wie ich über die 80 hinweggealtert sein, um sich nicht vor der Zukunft zu fürchten. Beispiele: China will sich Australien aneignen und hat ca. die Hälfte des Wegs dahin bereits geschafft. Deutschland ist bei den Türken begehrt, auch bei den Arabern des Mittleren Ostens. Die Amis wollen Grönland, das derzeit dänisch ist, und so fort. Die Druckmittel sind nicht militärisch, sondern ökonomisch.
Man kauft so lange, bis man als Wirtschaftsmacht die Politik bestimmen kann. Und das funktioniert. Die Briten haben es mit ihrer ausbeuterischen Kolonialpolitik bewiesen.

Zusammengefasst stelle ich fest, dass die Politik von Huren der schlimmsten Sorte bestimmt wird, eine asoziale, unmoralische, gewissenlose „Elite“. Sie kooperiert mit der Wirtschaft, hier aber mit Grosskonzernen wie Nestlé, Siemens usw. Sie sorgen dafür, dass der eigene Schornstein weiter raucht, und der Rest interessiert einen Dreck. Und der Bürger glaubt, mit einer Ein-Mann-Lichterkette genug protestiert zu haben und widmet sich seinem Feierabendbier.

Ich meine hier die Deutschen. Sie werden ihren eigenen Tod verschlafen. Sie sind unfähig, zu erkennen, dass sie jenes Land zu verteidigen haben, in dem ihre Kinder und Enkel leben sollen. Und ich bin ganz sicher, dass es sie nicht sonderlich berührt, wenn Erdogan den Kölner Dom in eine Moschee umgewandelt hat. Der Grund für die Malaise:

Wohlstand macht träge.