Sandburgen

Ich sitze im Sand,
vor mir der Strom,
und ich baue.
Eine Sandburg entsteht,
ich forme Turm und Zinnen.
Kindliche Freude breitet sich aus
und lädt zum Träumen ein.

Auf dem Strom ist Leben.
Ein Schiff fährt vorbei,
gleitet lautlos durch das Wasser.
Und eine Bugwelle rauscht heran,
überspült Strand und Burg,
alles zerfliesst auf eine Weise,
als wäre nichts gewesen.

Meine Sinne sagen:
Beginne von vorne!
Baue, und baue gut.
Baue schön, es lohnt.
Ich gehorche,
und eine neue Sandburg entsteht.
Aber es nähert sich ein Schiff.

So ist es, wenn man mit Sand baut.
Ich schaue nun über den Strom.
So ist mein Leben.
Neue Ereignisse wirken,
fordern neue Ordnung,
aber neue Ordnung schafft Raum
für neue Phantasien.

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