Bin ich ein Arschloch (A)?

Hm.
Wenn ich diesen ordinären Begriff wähle, dann tue ich das mit Bedacht. Ich möchte vermeiden, dass man Selbstverliebtheit unterstellt. Ich mag keine Leute, die sich allzu wichtig nehmen. Gehörte ich dazu, so wäre das ziemlich ….. Du weisst schon.

Also: Was geht hier ab?

Vorhin las ich, der US-Präse Trump habe geklagt, dass man ihn nicht mag. Und er setzte hinzu, das läge wohl an seiner Persönlichkeit. Wenn man zum Polemisieren aufgelegt ist, stimmt man zu. Der Mann ist 70 Jahre alt, ein echtes (A) und seine Persönlichkeit ist die Ursache dafür. Aber so wird man nicht geboren. Seine Lebensumstände haben ihn dazu gemacht. Ich erspare uns das Anlisten der Details.

Lassen wir den Mann in seiner Ecke schmoren! Ich verallgemeinere. Wir alle sind durch unser Leben, wie immer es verlief, geformt. Das ist nicht neu. Wer es schafft, in einer stillen Stunde über sich nachzudenken, profitiert, sollte ihm diese Feststellung in den Sinn kommen. Anders: Es nützt, diese Erkenntnis aus der Grube des Unterbewusstseins zu holen und an die Oberfläche zu bringen. Es könnte geschehen, dass sich das Selbstbild verändert, gar ein wenig korrigiert.

Selbsterkenntnis: Ja, ich habe mich zeitweise wie ein (A) verhalten. Bin ich deshalb eines, oder habe ich mir nur Entgleisungen geleistet? Wenn letzteres, wie kam’s? Da hast Du Kinder, die sich als Terroristen entpuppen, 7 Jahre alt sind und versuchen, Dich fertigzumachen. Und es hat Dich Dein Job im Würgegriff. Deine Kohle reicht noch immer nicht für ein Motorrad! Und der Doktor verbietet Dir das Rauchen ….. Du bist einfach überfordert, und andere kriegen das zu spüren.

Irgendwann hast Du Dein Motorrad, ausreichend Kapital, und gehst in Rente. Das (A) in Dir verliert langsam an Wirkung. Deine Terroristen haben sich beruhigt und sind ausgezogen. Und Du spürst einen Hauch von Freiheit. Du lässt Dich scheiden, oder schliesst mit Deiner Partnerin einen Burgfrieden, indem man sich auseinander dividiert, wo immer ein Solo zweckmässig ist – und die letzten Brocken fallen von Dir ab wie die Lehmform von der Bronze. Du erstrahlst nun in Deinem Umfeld heller als der Polarstern! Alles ist schön, Deine Persönlichkeit hat sich zum Positiven entwickelt, und

….. ja, dann triffst Du einen alten Bekannten, der Dich als (A) kannte. Er brüllt los:“ Na, Du altes (A)! Wie geht es Dir denn heute? Lebt Deine Frau noch, oder hast Du sie …..“ und so fort. Und nun? Du lächelst weise, und Du bittest, das Brüllen sein zu lassen und reinzukommen auf ein Glas Roten. Und Du freust Dich über diesen Besuch.
Wenn Du das schaffst, hast Du es geschafft. Das Humanforming war erfolgreich.

  1. Ich denke, ich bin auch ein A… und bin es gerne! Bleibt nur die Frage, war ich es schon immer oder haben die Menschen eines aus mir gemacht?
    VG 😉

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