Im Yosemite National Park (gereimter Unsinn)

Manch Park-Besucher ist recht dumm,
befolgt nicht guten Rat
der Schilder, denn die bleiben stumm.
Manchmal folgt dann die böse Tat.

Und so geschah es auch vor Tagen.
Da waren welche extraklug.
SchwarzbĂ€ren – ist nur Hörensagen!
FĂŒr alle gibt es Raum genug!

So packten sie fĂŒrs Picknick aus
und lagerten leger im Gras.
Der BĂ€r, ein Schwarzer spielte Maus
und nahm schon mal das rechte Mass.

Dann hob er plötzlich ab, und stand,
wo er die Leckereien sah.
Die Menschen rannten durch den Sand
ein wenig abseits, doch recht nah.

So konnten sie den BĂ€ren sehn,
wie er den Apfelkuchen frass.
Das Viech wĂŒrde noch weiter gehn,
in Dosen gab es kĂŒhles Nass.

Der BĂ€r griff sich die erste Dose
biss drauf und hatte richtig Spass.
Er setzte sich in grosse Pose
und machte sich mit Bierschaum nass.

Dann stutze er und schmeckte,
und war durchaus ganz angetan,
da ihm das Bierchen wirklich schmeckte.
So fing die Sauferei erst an.

Beissen, schlucken, Dose spucken –
rasch wurde das Routine.
Die Menschen wĂŒrden ihn nicht jucken.
Er soff Starkbier wie eine Maschine.

Nach Dose 11 fiel er dann um.
Lag da wie’n BĂ€renfell.
Betrunken sind auch BĂ€ren dumm.
Ein haariges Gestell!

Die Menschen kamen nun heran.
Man griff nach einer Tatze.
Er rĂŒhrte sich tatsĂ€chlich nicht.
Nun lÀuft er rum mit Glatze.

Mein ist die Rache, meint ein Mann
und griff zum Werkzeug seiner Zunft.
Und wie er Haare schneiden kann!
Der BĂ€r lernt heut‘ fĂŒr die Zukunft.

Kein Fell macht einen kĂŒhlen Kopf.
Die kalten NĂ€chte zeigen:
So schön er ist, der haarige Schopf,
Das Hirn darunter wird vergeigen.

Drum lauert unser schwarzer BĂ€r
gespannt im Yosemite-Revier.
Die bange Frage lastet schwer:
Wann kommen sie mit Dosenbier?