Monochrome Weltsicht

Ich starre aus dem Fenster.
GrĂŒn schlĂ€gt andere Farben,
und ich schließe die Augen.
Nun bestimmen Gedanken.
Sie gewinnen die Herrschaft
ĂŒber mich und meine Zeit.
Chaos hat sich ausgebreitet.
Bilder entstehen und vergehen,
hinterlassen Reste aus Farben
und aus Worten, unausgesprochen,
ein seltsames Kaleidoskop regiert,
nutzlos, und doch so vertraut.
Ich spĂŒre leises Unbehagen,
und ich öffne die Augen,
starre auf das kriegerische GrĂŒn
da draußen, wo man Natur vermutet,
und ich spĂŒre das Grau
meines Alltags auf meiner Haut.
Ein Wunsch greift um sich,
vielfingerig und dringend.
Ich möchte beten, zu allen Göttern,
die mir auf irgendeine Weise begegnet sind:
Bringt endlich Farben in das Draußen
und in das Drinnen,
wo mein Leben stattfindet!