Besondere Erfahrung

Wie das Leben so spielt! Man wird um eine Gefälligkeit gebeten, und man glaubt, den kleinen Job ohne grossen Aufwand erledigen zu können. Mit entsprechendem Optimismus gesegnet greift man arglos nach dem Faden, dessen Endstück griffbereit und verlockend präsentiert ist und glaubt, es sei bei Theseus mit dem Ariadnefaden und gegen den Minotaurus gut gegangen, also wird es auch heute gut gehen, denn Theseus hatte den Minotaurus getötet, also kann er nicht auf der Lauer liegen, und der rote Wollfaden wird wohl auch nicht in ein Labyrinth führen.
Alles ist unkomplizierter, man muss auch nicht irgendwo hineinkriechen, sondern das zur Joberledigung Erforderliche mit dem Faden ans Tageslicht befördern, und ruckzuck ist man damit fertig – wie man sich täuschen kann!

Man zieht an dem Faden und erwischt als erstes das Ende eines Seils, wie es die Bergsteiger zur Sicherung verwenden. Also zieht man – immer noch gut gelaunt – an diesem Seil und fördert Müll zutage. Stück um Stück bildet sich ein Häufchen, das zum Hügel anwächst und irgendwann zum Berg geworden ist. Aber das Gesuchte taucht nicht auf. Und wenn man das andere Seilende zusehen bekommt, ist der akzeptierte Job nicht erledigt, und an seiner Stelle hast Du einen anderen.

Diese andere Aufgabe brachte 25 Säcke à 120 Liter Hausmüll und Altkleider, die zu guterletzt auch noch entsorgt werden mussten, und erhebliche Kosten. Es wurde darüber hinaus Material für geschätzt weitere 8 Säcke gesichtet, und gereinigt ist nach kompletter Entsorgung noch kein Quadratmeter Wohnfläche.

Beim Teutates! Das ist keine Geschichte aus dem Schatzkästlein keltischer Sagen und Märchen, sondern Realität aus einer Familie von nebenan.