Alltägliches aus der IT

Ich glaub es nicht! Aber immer, wenn ich ein wenig Politik ins Spiel bringe, verduftet mein Cursor und legt sich in der rechten unteren Ecke des Monitors schlafen. Ich mache ihn dann tot, und hole mir einen anderen, vermutlich einen Sohn, der dieselbe Krankheit hat. Und ich bin ratlos. Und zu faul. Sonst würde ich alle Software shreddern und mein System neu aufbauen. Vor Jahren hatte ich dazu noch den Mumm dazu. Das „Aus/Ein oh, da isser wieder!“ geht schneller und ist bequemer.

Neuerdings würgt meine Kabelkiste auch an einem der berühmt-berüchtigten Microsoft-Win 10-Updates. Dann kriege ich bereits beim Booten einen blauen Todesschirm. Später frisst sie meine Eingaben, Wörter oder ganze Texte, oder dreht durch beim Blättern in grossen Dateien, indem sie selbstvergessen losrennt und erst durch das Datei-Ende zum Anhalten kommt.

So kenne ich Software, die aus den USA kommt. Sie passt so richtig in deren gesellschaftspolitische Landschaft, zusammen mit den giftigen Chlor-Hühnern. Das ist`s, was die USA gross macht. Glauben sie, diese Bocks, Frankfurter und Wiener.

Und nun verrate ich, was ich als wirklich gut, sprich zuverlässig erlebt habe: Die IBM-Lochkartenmaschinen! Mechanik statt Elektronik! Gewiss, auch die Mechanik ging kaputt, aber der IBM-Techniker war immer erreichbar, der Fehler eindeutig, und mit ein wenig Schrauben zu beheben. Versuch das mal mit Windows 10.

Schon gut! Ich weiss es. Das ist nur träumerische Polemik eines alten IT-Trottels. Aber man gönnt sich ja sonst nichts!

Demos krátos (Staatsvolk Herrschaft)

pinterest.de

Demokratie ist ein Versprechen, die Bürger in der Politik bestimmen zu lassen. Sie nehmen diese Fiktion hin, wohl wissend, dass nichts eingelöst werden könnte, selbst wenn die herrschenden Kräfte dies zuliessen.

Ein Sommertag

Wiesenblumen blühn.
Jede Blüte ein Wunder!
Der Gast trinkt sein Bier.

Statusse

Zu WordPress – Blog:

Ich habe nachgerechnet. 805 Beiträge stehen im Netz. 260 Beiträge habe ich in 2 Aktionen vernichtet. Also habe ich meinen 1000. Beitrag glatt verpasst. Mein Blog besteht seit 15 Monaten. Ergo habe ich pro Monat 71 Beiträge produziert. Fast alle wurden von mir selbst verfasst.

Das sieht nach irgendeiner Krankheit aus.

Zur Ernährung:

Nach dem Tod meiner Frau bin ich hinübergeglitten in die Welt des Fastfood. Essen ja, Aufwand nein. Eine Dose Hühnersuppe habe ich in einer Minute auf dem Tisch, dank der Booster-Funktion meines Herds.Tiefkühl- und Dosenfutter haben meine „Küche“ bestimmt, aber ich halte das nicht durch. Habe alles versucht, und nur die NVA-Erbsensuppe von Kelle verdient ein Prädikat. Alles andere hängt mit zum Hals heraus. Alles! Die Konsequenz: Ich muss wieder kochen. Nur für mich. Das Problem: Ich mag nicht, und ich kann nicht kochen. Ich kann nicht mal einkaufen. Ich habe nicht genug Lagerfläche zum Bunkern von Zutaten. Wenn ich kochen soll, muss ich penibel organisieren. Und genau davon habe ich die Schnauze voll. Prozesse gestalten gehörte anno dunnemals zu meinem Job.
Beim Kochen ist Mis en place ein Muss. Aber selbst wenn ich es so weit geschafft habe, ich koche nicht gerne. Da sind immer noch Geschirrberge abzuwaschen, 3 qm Fläche mit Fettspritzern zu reinigen und und und. Gut. Ich koche dann für zwei Tage. Schon siehts freundlicher aus. Dann kommt meine Tochter, die ausdrücklich betont, nicht mit mir essen zu wollen, sodass ich mit zwei Portionen rechne, und sie futtert dann heimlich meine Näpfe leer. Meine Vorräte schaffen es also nicht bis in den Gefrierschrank.

So stelle ich für mich und im Stillen fest, dass die gesamte Gemengelage ein wenig chaotisch geworden ist und ich – gewiss selbstverschuldet – nichts in den Griff kriege. Sicher ist nur, dass in meiner Familie noch keiner verhungert ist, und ich werde ganz gewiss nicht der erste sein.

Zu meinem Spezi Donald:

Mag die Welt glauben, er sei erledigt. Ich gehöre nicht dazu. Seine Wiederwahl steht lediglich auf der Kippe. Die Wirkung der Proteste gegen Rassismus (nicht gegen Trump!) wird nicht bis in den November anhalten können. Und für die Strippenzieher in den USA bleibt Donald ein nützlicher Idiot. Man gibt ihm sein Dope, und er tut, was man ihm sagt. Ein solches Pflänzchen verdient, dass man es pflegt, und nicht zertritt.

Zur Weltpolitik:

Es ist noch nicht erkennbar, was die Hintermänner Trumps beabsichtigen, wenn sie die USA mehrfach spalten und isolieren. Bündnisse wie die NATO zerfallen, Strukturen lösen sich auf, und sie werden schwächer. Vielleicht liegt dort der Nutzen, und vielleicht steckt die Trilaterale
Kommission dahinter, die wie man weiss (!) die Weltherrschaft anstrebt und deshalb mit blöden Ideen wie Demokratie nichts am Hut hat.

Zum Brexit:

Mit Begriffen wie „harten“ Brexit versucht man, die Bürger zu ängstigen. Im Moment sieht es danach aus, als würde man erst einmal garnichts unternehmen. Das bedeutet, dass alles so weiterläuft wie vor dem Brexit. Einziger Unterschied: Die Amerikaner haben mit GB und Nordirland eine offene Tür für den Absatz ihrer vergifteten Chlor-Hühner und anderer Sauereien. Und in der EU-Kasse wird Geld fehlen.
Ansonsten sehe ich nur Vorteile. Man hat endlos Zeit für Einzelregelungen, und wenn man über Fischereirechte verhandelt, wird das nicht mit anderen Problemen wie Airbus etc. belastet.

Mein Weinvorrat:

Ist = Soll. Wunderbar.

Mein Kaffee-Konsum:

Heute früh bekam ich aus Versehen einen Becher Milchkaffee vorgesetzt. Nun schwankt meine Hütte – oder ich. War sehr angenehm zu trinken. Auch ohne Zucker. Soll ich von schwarz auf braun umsteigen? Ich bin da ein wenig ideologisch vorbelastet …..

Und nochmal zum Auto:

Ich kann nicht mehr ein Auto lenken. Ich müsste zur Sicherheit anderer so fahren, dass die Polizei mich nicht blitzt, sondern als Aquarell malt. (Dieser Spruch stammt nicht von mir! Aber er ist schön!)

“ Leonie, bring schon mal die Kinder rein! Da vorne kommt Roland! In einer halben Stunde fährt er hier vorbei! Dann kannst Du sie wieder rauslassen!“

Wir sind das Volk!

Je weiter sich eine politische Elite von ihrer Basis,

den Bürgern entfernt,

desto freier und sicherer ist sie in ihrem Handeln.

Ein Stadtteil im Wandel

Dauth-Schneider

Neulich fand sich durch Zufall die Gelegenheit zu einer Reminiszenz über ein Stück Frankfurter Kultur, die Insider mit dem Namen des damit verbundenen Stadtteils benennen: Sachsenhausen. Am Südufer des Mains gelegen war Sachsenhausen beliebt und bekannt für seine Apfelwein-Kneipen, die zudem deftiges Mahlzeiten anboten – ich kann nicht umhin, mit einem Anflug von Trauer an die Rippchen und Schäufelchen mit Kraut zu denken, das ist Schwein am Knochen, gepökelt, aber nicht geräuchert, und mit Sauerkraut aufgehübscht.

Nun war das so. Wenn man einen Gast hatte, so schleppte man ihn an einem Spätnachmittag nach Sachsenhausen, und landete – so erging es mir – oft bei Dauth-Schneider, einer grossen Gaststätte in der Klappergass. Dort war immer gute Stimmung, die Bude voll, das Essen gut, und der Apfelwein dito. Man suchte und fand PLatz für vier Leute, wo kein Platz war, und das erste Glas Apfelwein stand rasch auf dem Tisch. Der unkundige Gast probierte vorsichtig und zuckte erschrocken zurück, blickte stumm klagend um sich, nur um festzustellen, dass alle dieses seltsame Getränk vor sich stehen hatten und trotzdem guter Stimmung zu sein schienen. Da muss was dran sein! Also tapfer ausgetrunken! Aufmerksame Beobachter stellen fest: Na also. Es geht doch. Und der Kellner kommt mit einem riesigen Steingut-Krug an und giesst nach. Der gequälte Gast hat das dringende Bedürfnis, zu gehen. Das geht aber nicht, denn plötzlich steht sein Abendbrot vor seiner Nase. Rippchen mit Kraut und Brot. Das bekommt er aber nicht trocken runtergewürgt. Er winkt dem Kellner und bestellt ein Wasser. Das ist ein schwerer Fehler. Aber der Kellner ist heute gut zuwege und teilt in moderatem Ton mit, Wasser sei aus. Also wird am Apfelwein genippt. Naja, geht so, denkt der Geplagte, um später festzustellen, dass sein Sauerkraut saurer schmeckt als sein Apfelwein. Nun trinkt er sein Glas in einem Zug leer. Nagt ein wenig an dem Knochen, geniesst die letzte Gabel Sauerkraut und fühlt sich plötzlich wie ein ….. na, wie ein Eingeborener. Der Kellner hat längst nachgeschenkt. Nun muss man wissen, dass vor dem Vollrausch die Erkenntnis kommt, dass man Apfelwein durchaus geniessen kann, wenn er gut gekühlt ist, fruchtig und erfrischend schmeckt. Im Angewiderten wendet sich das Blatt, plötzlich findet er alles prima und wird sofort in die Tischgesellschaft integriert, bekommt gute Hinweise zur Frankfurter Küche, in Sonderheit zur Grünen Soss, zur Rindswurst von Gref-Völsing in der Hanauer, zur Dibbemess (Topfmesse, ein Volksfest) und zum Wäldschestag, einem Fest ohne Dibbe im Stadtwald beim Eintracht-Stadion. Wer dort landet, wird nicht geschont. Er muss über die Schlachten annotobak informiert werden, in denen sich die Eintracht mit den Kickers aus Offenbach in die Wolle kriegten, Lokalderbys vom Feinsten.
Nun wird der Gast dreist. Winkt dem Kellner und bestellt einen Bambel Äppelwoi. Der Kellner bleibt ungerührt. Die Bambel seien aus, obs auch ein Bembel sein darf? An dieser Stelle wird dem Gastgeber plötzlich klar, dass sich der Heimweg ein wenig kompliziert gestalten wird. Andererseits. Sieben Viertel, und dann noch allein zum Klo gehen und zurückkommen – eine respektable Leistung für einen Anfänger.

Und der Gastgeber? Er hat sich zwei Gläser Apfelwein gegönnt und ist dann auf Wasser umgestiegen. Er weiss: In Sachsenhausen ist Wasser nur für Autofahrer verfügbar. Anderen weist man den Weg zum Main, dort gäbe es Wasser satt!

So. Das hier geschilderte ist weitestgehend authentisch. Und es ist nicht wiederholbar. Die Apfelwein-Kultur in Sachsenhausen ist untergegangen, soll heissen, sie ist ausländischen Gastronomen gewichen. Pizza, Nasi goreng und Paella dominieren. Futter, das man auch bei REWE kaufen und zu Hause zubereiten kann. Natürlich bedauern wir Alten diese Entwicklung, beklagen einen Verlust. Nicht so die Jungen. Sie können nicht verlieren, was sie nie besassen – zum Beispiel das alte Sachsenhausen, wo sich die halbe Stadt traf, um die Last des Tages ein wenig zu erleichtern.

Und nein, es war kein Ort, an dem Alkoholiker gezüchtet werden. Im Normalfall ging man per pedes über den Eisernen Steg dorthin, gönnte sich zwei oder drei Gläser Apfelwein und eine gute Mahlzeit und war zur Tagesschau um acht zu Hause. Alles halb so wild!

Verirrung

Ich wünschte, ich wäre heute so schlank

wie in meiner Jugend,

als ich glaubte,

zu dick zu sein.

Wege ins Unbekannte

Der Lebensweg durch die Wirklichkeit ist wenig komfortabel oder interessant. Alles ist planbar, vorhersehbar, alltäglich, so normal. Überdruss breitet sich aus wie die Faden-Algen im Koi-Teich. Und das Leben wird schwer, wie mit Blei beladen. Schwache Menschen suchen Erlösung durch eine Flucht in das Verbotene, finden Gesuchtes, und verlieren es wieder. Melancholie breitet sich aus und eskaliert.

Starke Menschen erkennen ihr Dilemma rechtzeitig und suchen nach Wegen zur Befreiung. Es mag ein wenig dauern, aber irgendwann setzt sich die triviale Erkenntnis durch, dass man Negatives reduzieren und Positives vermehren muss, um einen positiven Saldo zu erzielen.

An diesem Punkt angekommen, trifft man auf einen Verführer, einen Seelenfänger. Er zeigt den Weg ins Paradies, in die Welt der Phantasie und der Illusionen. Wer diesem Weg folgt, wird dort ankommen, wo die Schwachen zurückgeblieben sind.

Die wirklich starken Persönlichkeiten nutzen die Phantasie, um sie Realität werden zu lassen. Der Weg dahin erfordert Bescheidenheit, Zielstrebigkeit, Disziplin, Flexibilität, und einen Sinn für jene Wirklichkeit, die verändert, verbessert werden soll.

Auch hier gilt: Nur harte Arbeit bringt einen guten Ertrag.

Schatten über der Neuen Welt

Die halbe Welt erregt sich über einen psychisch kranken US-Präsidenten. Zu Recht. Man versteht jene US-Bürger nicht, die zu Trump loyal stehen, obschon er sich unentwegt Entgleisungen leistet.

Man sagt, dieser Mann sollte umgehend in eine Therapie geschickt werden. Das wäre gut für ihn, und für die USA. Diese Auffassung ist vermutlich falsch. Wenn ein Mensch narzisstisch ist, unter einer dissozialen Persönlichkeitsstörung leidet und alle Anzeichen einer Schizophrenie zeigt, so ist er wahrscheinlich nicht therapierbar, aber er wäre immerhin dort, wo er hingehört, und für mehrere Jahre aus dem Verkehr gezogen.

Nun gibt es Menschen, die an vieles zu glauben gewohnt sind. Sie glauben auch, das soziale Problem der USA sei gelöst, wenn der Kranke von der Spitze entfernt sei.
Ihnen sei ins Stammbuch geschrieben:

Die Gemeinschaft der US-Bürger wurde über viele Jahre und durch viele Regierungen zerstört. Trump hat diesen Weg nur fortgesetzt, und dies auf seine sehr spezielle Art. Eine imperialistische Denkweise hat den Blick nach innen verstellt, und erst zwei Krisen, nämlich Trump und Corona bringen die Versäumnisse in den sichtbaren Bereich, verdeutlichen die Risse zwischen Arm und Reich, Nord und Süd, Schwarz und Weiss usw.

Wer nun glaubt, diese Risse könnten geschlossen werden, täuscht sich. Zur Erinnerung: Vor 155 Jahren wurde Abraham Lincoln umgebracht, jener Präsident, der sich entschieden gegen die Sklaverei gewandt hatte – die Afroamerikaner werden noch heute benachteiligt. Man hat 6 Generationen lang über den Rassismus eine hübsche Decke gezogen – mehr nicht. Dieses Beispiel zeigt die Unfähigkeit, die Gesellschaft moralisch aufzurüsten.

Der US-Bürger wurde zu einem Egoismus erzogen, der auf dem Märchen basiert, jeder könne alles werden – auch reich. Für die Verwirklichung dieser Fiktion, so glaubt er, brauche er jede Freiheit. Und die Zugehörigkeit zu einer Solidargemeinschaft macht – das ist korrekt – in einem gewissen Umfang unfrei. Man hat schliesslich die Regeln der Gemeinschaft zu beachten.

Für die Tragik ihrer Situation ist ihnen ideologisch der Blick genommen. Sie glauben daran, dass jeder seines Glückes Schmied sei. Für Geld und Status opfern sie humanistische Grundwerte und nehmen den Zerfall ihrer Nation in Kauf. Sie rufen „Demokratie“ und hinter vorgehaltener Hand flüstern sie, man wäre auf dem Weg in eine Diktatur. Und in ihrem erbärmlichen Zustand machen sie geltend, führende Weltmacht zu sein. Mit einem Donald Trump an der Spitze.

Gibt es einen besseren Beweis für die Feststellung, dass eine ganze Nation krank werden kann?

Ja, aber! Da sind die Demonstrationen! Tausende gehen auf die Strasse! Und dann kommt ein Realist daher und stellt fest: Wenn 1 Million auf der Strasse sind und gegen Rassismus demonstrieren, so ist das 1/330-tel der Gesamtbevölkerung. Anders: 0,33 % stehen draussen, und 99,67 % bekommst Du nicht zu sehen. Und sind 10.000 auf der Strasse, macht das 0,0033% – in der Tat wenig beeindruckend, dieser plakative Idealismus.

Fehlversuch

Ich mag den Schlaf, ich mag die Nacht.
Ein neuer Tag! Ich bin erwacht,
schon droht des Tages Einerlei,
und mit dem Träumen ist’s vorbei.
Ich will zurück in meinen Traum,
und klage, doch man hört es kaum.
Das wahre Leben fordert mich …..

It’s rubbish! Es ist einfach Stuss! Hier schreibt kein Poet. Nein, es ist ein Pfuscher. A botcher. Es ist …… gut, ich versuche es mit einer vergleichenden Betrachtung. Man gebe mir eine Handvoll Plastilin mit der Aufgabe, eine Rose zu kneten. Ich vertiefe mich in den Job, vergesse Raum und Zeit und knete wie der Teufel. Am Ende des dritten Tags präsentiere ich meine Rose. Die Allgemeinheit begutachtet das Werk, um danach festzustellen: Sieht ein bisschen aus wie eine Kloschüssel!

Und nun, sofern Du mutig bist, lies diesen meinen Vers noch einmal. Spürst Du wie der holpert? Der ist so holperig wie ein Ochsenkarren aus den 20-er Jahren des letzten Jahrhunderts. Und schon fällt mir ein Witz aus meiner Kindheit ein, der älter ist als 70 Jahre, also beinahe fossil!

Tünnes und Schäl, Kölner Originale stehen auf einer Rheinbrücke. Tünnes schlägt vor, ein wenig zu dichten, und formuliert: Ich stehe auf des Rheines Brücke, weit schweifen meine Blicke! Schäl ist nicht beeindruckt und sagt: Ich stehe auf des Rheines Brücke, und stecke mir einen Gummiknüppel hinten rein. Tünnes merkt an: Das reimt sich jetzt aber nicht. Und Schäl erklärt: Aber es dichtet!

Merke: Poesie schreiben ist kein Hantieren mit Wörtern. Poeten haben eine besondere Sprache zur Hand, sie ist wie eine Fremdsprache zu sehen. Wer nicht sprachbegabt ist, kann sich abmühen wie ein Sklave – was er schreibt, rumpelt und eiert.

Was wir verhinderten Poeten allerdings hervorragend können: Die Bedienungsanleitung für Waschmaschinen schreiben. Leider sind diese Jobs wieder an Falsche vergeben, an die Ingenieure. Die schreiben wieder nicht gut genug für den Bedarf der Hausfrauen und -männer. Die Poesie der Techniker ist schon sehr, sehr speziell.

In der Gobi

Wenn Ihr unterwegs seid,
die Wüste zu erkunden
Du und Dein Kamel,:
Bedenke, z w e i Kamele
sind noch keine Karawane!

Mike Batt: „Caravan on the move“

Nachgedacht beim Bier

Reich wird man erst durch Dinge,
die man nicht begehrt,


sagte Mahatma Mohandas Karamchand Gandhi. (Mahatma Gandhi = Gandhi mit grosser Seele)

Ich begehre keinen Pfefferminztee.
Und? Keine Spur von Reichtum!
Also habe ich es mit Vollkornbrot probiert.
Nichts!
Wie soll das gehen,
wenn ich Reichtum nicht begehre?
Der Logik folgend werde ich nun reich?
Ich habe wohl etwas nicht verstanden.

Für Herrn Gandhi war Reichtum nicht
identisch mit materiellen Werten.
Vielleicht geht es ihm um den
Reichtum einer reinen Seele?

Ich weine nun ein wenig in mein Bierglas.

Sehnsucht

Der Mond und die Siebensterne
sind unter; um Mitternacht ist’s.
Vorüber ist nun das Stündlein
und ich bin allein gelagert.

Sappho, 6, Jhrh. v. Chr.

Gescheit? Nein, gescheitert!

Was nützt es, wenn man über sein Leben nachdenkt, und dabei der Versuchung nicht widerstehen kann, ein wenig tiefer zu graben, als man das normalerweise tut, wenn man überhaupt willens und in der Lage ist, dort zu graben, wo man Nuggets, oder auch nur rostige Nägel findet?

Im Laufe eines langen Lebens hat man eine Vielzahl von Ereignissen erlebt, die man als positiv oder als negativ bewertet und im Gedächtnisspeicher archiviert hat. Nehmen wir uns heute ein Erlebnis aus der Kindheit vor, das als positiv gilt. Vergessen, oder verdrängen wir es, so verbuchen wir einen Verlust. Wenn wir negative Situationen vergessen oder verdrängen, so sieht es nach einem Gewinn aus.

Nun analysieren wir unser ganzes Leben und trennen dabei Positives und Negatives. Vielleicht kommen wir dann zu einem Ergebnis, ein gutes Leben geführt zu haben? Das wäre dann ein Riesengewinn! Dies nicht zu bemerken wäre ein Riesenverlust.

Zu dieser Erkenntnis stehe ich. Aber das hier benutzte Denkschema ist zu primitiv, um das Thema weiterzuspinnen. Nein, es ist unbrauchbar. >Schon beim summarischen Negativum ist das Eis zu dünn.

Bleibt anzumerken, dass bei der eingangs angestellten Betrachtung alle Werturteile subjektiv sind. Das ist so auch richtig; wenn ein Mensch mit seinem Leben zufrieden ist, haben wir einen Idealfall vorliegen. Die Bewertung durch andere ist verzichtbar.

Aber was, wenn der selbstzufriedene Mensch ein schlimmer Finger ist? Ein subjektives Ideal und zugleich eine objektive Katastrophe? Hier droht schon wieder Unheil. Nichts wie weg, bevor das Gedankengebäude ganz zusammenkracht!

Sitzen geblieben! 6!

Man stelle sich vor, um das Jahr 1600 gelebt zu haben. Der technische wie der soziale Wandel vollzog sich in kleinen Schritten und in langsamem Tempo. Die Menschen jeden Alters waren in der Lage, diese Schritte mitzugehen, sie zumindest zu verstehen.

Nun leben zur Zeit Menschen mit dem Geburtsjahr 1935, oder sagen wir, sie wurden Mitte des letzten Jahrhunderts geboren. Sie mussten mit ansehen, wie die Fortschrittskurve extrem steil anstieg. Die Welt, so auch ihre eigene kleine Welt veränderte sich in rasantem Tempo – während sie alt und älter wurden, und demzufolge irgendwann ihre Leistungsfähigkeit maximal für das 17. Jahrhundert geeignet war, aber nicht für das 20. Jahrhundert. Die Alten bleiben irgendwann auf der Strecke, sie können nicht mehr folgen.

Dies bedeutet, man lebt festgefahren auf dem Status quo. Die Bemühung, der Entwicklung nach oben zu folgen, werden eingestellt, und man pflegt den Status quo, so gut es geht.

Gesellschaftlich lebt man als alter Mensch mit dem Etikett, ein alter Trottel zu sein. Selbst wenn dieses Prädikat zutrifft, fühlt man sich beleidigt und unter Wert gehandelt. In diesem unglücklichen Zustand verharrt man, bis sich eine Gelegenheit zum Zurückschlagen ergibt: „Ich habe allmählich die Schnauze voll vom Online banking! Die haben wohl einen alten C64 als Server installiert, und ich brauche eine halbe Stunde, um eine Überweisung abzusetzen!“
Dann schaut man erwartungsvoll in die Runde, nur um festzustellen, dass das Jungvolk weder weiss, was ein C64 ist, noch wie Online banking geht, weil sie eh nicht genug Kohle haben, damit sich die Online-Verwaltung lohnen würde. Und wenn doch: Der Alte hats doch drauf! Und der holt sich rasch eine Dose Bier aus der Küche, zieht sie auf und trinkt sie genüsslich in einem Zug leer, auch wenns weh tut. Dann lehnt er sich zurück, grinst still in sich hinein. Und einer der Jungspunde wird sich erheben und fragen, ob er noch ein Bier besorgen soll.

Wie? Ja, das ist eine Fiktion. Was ich damit sagen will? Merke: Wo immer Du in der Lernkurve hängen geblieben bist – achte auf Deinen Status quo! Du hast zwar nichts Besseres, aber er ist es wert, geschätzt zu werden. Du hast die meiste Zeit Deines Lebens daran gearbeitet!

Neues aus den USA – 9 –

Eigentlich wollte ich mit dieser Serie Schluss machen. Aber das Thema ist so verdammt ergiebig, und ich lasse mich zu gerne verführen – erst Trump, dann Schoko-Eis mit Eierlikör …..

Man glaubt, man dürfe amüsiert sein, wenn der US-Präsident sich in die Hose scheisst und in einem Bunker verschwindet, um abzuwarten, bis die nun laufende Revolte den Weg alles Irdischen gegangen ist. So wartet man gespannt, wann er wieder ans Tageslicht kommt.

Man findet auch lustig, dass er in Pearl Harbor die Wracks der US-Schiffe besichtigte und fragte, was zum Teufel hier geschehen sei. Er wusste einfach nichts vom japanischen Überfall auf die US-Flotte im Jahr 1941.

Man grinst süffisant, wenn man kolportiert, der US-Präse könne weder richtig lesen noch richtig schreiben, sei ein totaler Schulversager gewesen, und die mit Diplomen geschmückte Kulisse sei von seinem Papa zusammengekauft worden.

Aber ist es auch lustig, wenn man erkannt hat, dass alle wichtigen Tweets von Ghostwritern geschrieben werden, die unter Trumps Namen Lügen verbreiten, und dass der Präse selbst nicht verstehen kann, was ihm untergeschoben wird?

Ist es spassig, dass die Dunkelmänner im Hintegrund, Leute wie Mercer, Pompeo und Pence Trump wie eine Marionette steuern, um sich selbst und ihrer Klientel gewaltige Vorteile zu verschaffen?

Macht der Gedanke fröhlich, dass die USA bis an die Zähne bewaffnet sind? Es ist, als würde man einem 6-jährigen Kind eine halbautomatische Waffe in die Patsch-Händchen drücken und ihm zeigen, wie man damit schiesst. Denn:

Selbst Amerikaner, die halbwegs wach sind, sprechen von einer zerbrochenen Gesellschaft, deren Gemeinsamkeit unter der Fiktion des Sternenbanners beginnt – und dortselbst auch endet. Die Realität: Die USA sind ein grosses Raubtier-Gehege. Dort dominiert der skrupellose Kampf um die Fleischtöpfe.

Von Fleischtöpfen zu reden ist zynisch. Man schaut zu, wie US-Familien im Daimler vorfahren, um sich von einer Food bank, also einer Tafel eine warme, kostenlose Mahlzeit zu besorgen, weil im Eigenheim der Külschrank leer ist. Amüsant, nicht wahr?

Und es ist lustig, zuzuschauen, wie die US-Bürger ihre Demokratie verteidigen! Sie haben noch nicht bemerkt, dass die Clique in Washington die Demokratie längst wirksam bekämpft, und dies erfolgreich tun kann, weil sie, die Bürger nicht wissen, was eine Demokratie eigentlich ist.

Jaaa, aber die Amerikaner haben jede Möglichkeit, den gleichen Weg zu gehen wie zum Beispiel Steve Jobs, einer der Apple-Gründer! Diese beispielhafte Leuchte der amerikanischen Gesellschaft, milliardenschwer gesegnet, zahlt für den Unterhalt seiner beiden Töchter monatlich 300 Dollars, verweigert die Übernahme der Ausbildungskosten, kaufte die armselige Hütte, die seine Ex bewohnte und schmiss diese Frau einfach raus. Warum lacht hier keiner?

Bevor ich vergesse, es zu sagen: Joe Biden ist auch nicht die hellste Kerze auf dem Kuchen.
Deshalb kann Trump gerne im Amt bleiben. Im Gegensatz zu Biden ist er wenigstens für lustige Fehlleistungen gut. Trump knochentrocken wäre nicht zu ertragen!

Und noch etwas zum Nachdenken: Es wird ca. 10 Jahre dauern, bis die Tränen in Berlin unsere BRD soweit hingerichtet haben, dass wir amerikanische Verhältnisse beklagen müssen. Ich bin dann fein raus – nämlich Asche.