Polemisches über SPD

Gibt es sie noch? Hat irgendwer die beiden gesehen? Sind sie gesund? Arbeiten sie? Wenn ja, woran? Wo sind die beiden überhaupt?

Ich meine Esken und Walter-Borjans. In meinem Blickfeld sind sie monatelang nicht aufgetaucht. Dann sah ich sie im TV, sie sagten kurz, sie seien gegen …. vergessen, was das war. Und wusch – warten sie wieder weg für Wochen. Dann unterstellt Esken der Polizei pauschal Rassismus. Sie agiert also wieder gegen etwas. Dies ist das Gesicht der Partei, wie ich sie wahrnehme.

Ich versuche mich in Fairness, möchte herausfinden, wofür die SPD steht, warum ich sie also wählen soll. Ich finde das Parteiprogramm und kriege einen Lachanfall. Das können sie auf Klopapier drucken lassen. Dann finde ich Handfestes: Die Merkel-Politik. Diese schliesst für den Koalitionsfrieden Zugeständnisse der Union als notwendige Übel mit ein. Es ist kein Verdienst der Sozis erkennbar, aber die sehen das halt anders. Und das war’s. Mehr sehe ich nicht. Und ich frage mich erneut, warum ich eine solche Partei wählen soll.

Ich muss das jetzt abkürzen. Die SPD-Führung besteht aus drei Dilettanten. Anscheinend wissen sie nicht, was Öffentlichkeitsarbeit ist, wie sie gemacht werden muss, welchen Nutzen man ansteuern soll usw. Sie werden wohl arbeiten und sich das Hemd zerreissen, indem sie gegen interne Probleme ankämpfen, die ihnen die Altherren-Riege verursacht. Von den Jungen, die sich Juso’s nennen, hört man auch nichts, resp. nur, dass ein Mann wie Kühne Verantwortung ablehnt. Man erwartet als Sozialist einen Vulkanausbruch mit allem, was dazugehört, und bekommt statt dessen ….. eine lauwarme Tasse Milchkaffee.

Und nun die Krönung der Fragestunde:

Wie wollen diese Schnarchnasen aus ihrer 15%-Falle entkommen?

Der Irre …..

….. im Weissen Haus und sein Nutzen für die US-Bürger.

Um mit der prominenten Plattitüde zu beginnen: Er nützt sich selbst, seiner Familie und seinen Hintermännern, indem sie die USA plündern. Die Dollars strömen auf vielfältige Weise durch das Land, oder in dasselbe. Ein Negativ-Beispiel: Wenn die Deutschen Gas bei den Russen kaufen, kann die US-Clique nicht in eine Kasse greifen, um sich zu bereichern. Das frustet diese kriminelle Gruppe.
Der klägliche Rest vom Bürgertum, rund 330 Millionen Menschen können nicht einmal Panem et circenses geniessen. Das Brot muss in einem harten Alltag selbst verdient werden, und den Circus Trump findet nicht jeder unterhaltsam. Das ist wenig, sehr wenig Nutzen für alle.

Einfach, nicht wahr?

Schwieriger ist es, die Trump-Anhänger zu begreifen. Der Irre nützt ihnen nicht, und sie wissen um seinen Geisteszustand. Dennoch beharren sie auf seiner Wiederwahl. Leider muss man aus dieser Grundhaltung schliessen, dass auch sie irre sind. Beispiel aus der Tierwelt: Ein Schlachtschwein sieht den Schlachter mit seinem Bolzenschuss-Apparat kommen und begrüsst ihn freudig. Diese Sau ist offenbar durchgeknallt und leidet unter Realitätsverlust.

Zurück zu den Trumpisten. Sie wissen, dass ihr Idol psychisch krank ist und unentwegt Fehlleistungen abliefert. Sie greifen alles Negative auf und werfen es hinter sich, damit es die Zukunft nicht belastet. Haben sie irgendwann genug von diesem Spiel? Nein, sie halten eisern durch. Warum?

Sie sehen, dass es mit den USA bergab geht. Die weltpolitische Bedeutung und die Kredite sind verspielt. „Bald sind wir nichts mehr!“ So lautet die Befürchtung. Damit geht einher, was wir unter Identitätsverlust verstehen. „Die Welt lehnt mich ab! Wer oder was bin ich jetzt noch?“ So lautet die nicht ausgesprochene, bange Frage. In einer so fatalen Situation sucht man ….. sucht jedermann nach einem Griff, an dem man festmachen kann, um nicht gänzlich abzusaufen. Ein solcher „Griff“ ist der „starke Mann an der Spitze“. Ein anderer ist die Religion. Insbesondere die Sekten leben von instabilen Menschen. Und nun kommen die Trumpisten und machen ihren vermeintlich starken Mann zum Idol, und ihr Verhältnis zu diesem Popanz nimmt die Qualität des Sektierertums an. Das Idol wird unantastbar, sein Handeln unwichtig, und es existiert auf einer imaginären höheren Ebene. Wir Deutsche kennen das. Ich erinnere an Hitler und seine schlimmen Handlanger in der Zeit von 1933 bis 1939.

Wir wissen: Gegen Sektierer haben die Realität und das Sachargument keine Chance. Für die Profiteure ist das hier geschilderte Defizit allerdings ideal. Man kann sich gut dahinter verstecken und verdienen, während sich das verdummte Prekariat abmüht, ihr Idol auf Höhe zu halten.

Zur Trump-Affaire gibt es eine Steigerungsmöglichkeit. Man stelle sich vor, es käme ein Mensch ins Weisse Haus, der genauso psychopathisch ist wie Trump, aber zusätzlich auch noch intelligent!

Gespenstisches

Mein Bett ist bewohnbar, und ich bewohne es tatsächlich täglich während einiger Stunden. Ich weiss, andere Menschen tun ein Gleiches, ohne darüber zu reden. Warum sollte man auch? Man hält sich dann in seiner zweiten Welt auf, in jener finsteren Ecke, wo Verstand und Vernunft nicht gefragt sind, sondern Bewusstlosigkeit die Zeit dominiert. Es ist aber auch jene Ecke, in der ein Speicher-Chip unendlich viele Informationen gespeichert hat, und wo während besagter Bewusstlosigkeit überkochende Emotionen aus dem Unterbewusstsein mit diesen Informationen spielen – der Mensch nennt dies dann „Träumen“.

Das alles ist so alltäglich wie ein Schluck Wasser. Wenn ich mich dennoch darüber auslasse, so aus bestimmtem Grund:

Heute früh zwischen 7:00 Uhr und 8:00 Uhr träumte ich irgendein Kauderwelsch, an das ich mich nicht erinnern kann – mit einer Ausnahme. Das Wort „tagsüberblind“ blieb in meinem Gedächtnis kleben, und ich hatte es nach dem Aufwachen noch immer präsent. Dabei hatte ich es noch nie gehört. Mein seltsames Hirn hat es „erfunden“. Grund genug, zur Sicherheit nachzuschauen, ob ein solches Wort existiert.

Nun, „tagsüberblind“ kennt der Duden nicht. Wohl aber „tagesblind“. Tagesblinde sind tagsüber blind. Genauer gesagt sind sie sehbehindert wegen die Helligkeit des Tags. Ich hatte davon noch nie gehört; die Info ist für mich neu.

Wieso träumte ich dennoch davon?

Ich bin kein Spökenkieker; so nennt man an der Küste die Gespensterseher. Mag sein, dass mir tagesblind irgendwann mal untergekommen ist und dann gänzlich vergessen wurde. Immerhin habe ich – dies vorausgesetzt – im Schlaf aus tagesblind ein neues Wort gebildet, das tagsüberblind. Eine bemerkenswerte Leistung eines alten Hirns!

Genial!

Weitsicht

Wie sollte ein so rascher Ruhm nicht einen so leeren Kopf beduseln?

Stefan Zweig, Schriftsteller (1881 bis 1942) – Die Schachnovelle –

Korruption

Wenn die Politiker aus jedem Laden,
für den sie gegen Entgelt arbeiten,
einen Aufnäher auf der Anzugjacke tragen müssten,
so würden sie wie Formel 1-Fahrer daher kommen.

(Verfasser unbekannt)

Glücksspiel

Die Natur pokert ständig um erfolgreiche Schöpfungen.
Mit der Schaffung des Menschen hat sie einen schweren Verlust hinnehmen müssen.

Im Garten

Diese Blüte dort
wendet ihr Köpfchen zu mir.
Tau benetzt das Gras.

Zynismus (böse Gedanken)

Als zynisch gilt eine gefühllose, mitleidlose, menschenverachtende Haltung. Nun bin ich mit allem gebotenen Ernst in mich gegangen, um zu prüfen, ob ich ein Zyniker bin. Und ich habe ein Ergebnis: Ich bin. Wie wir alle. Wir sind mit negativen Emotionen ausgestattet, die einem Trigger folgend gelegentlich zum Vorschein kommen, in der Regel aber „in der Werkzeugkiste“ gut verwahrt bleiben. Ich denke, dass negative Gefühle nützlich sind, solange sie nicht missbraucht werden. Sie auszuleben bedeutet, seelischen Druck abzubauen. Man sagt, Gewitter reinige die Luft.

Und nun gönne ich mir eine zynische Bemerkung zum Zustand der USA. Der erinnert mich an eine Rolle Klopapier, die unserem Berner Sennhund in die Pfoten geriet. Diese verdammte Töle hatte richtig Spass beim Zerpflücken, und ich keinen Spass beim Reinigen der Bude.

Mein Vergleich hinkt ein wenig. Unser Hund war absolut gutmütig und seinen Menschen zugewandt, von Zynismus keine Spur. Dagegen sind der US-Präsident und seine Entourage ausgesprochen bösartig. Sie sind allesamt Zyniker. (Siehe Satz 1)

Auch ich bin zynisch mit meinem Klopapier-Vergleich. In den USA leben 330 Millionen Zweibeiner, und zirka die Hälfte davon sind Menschen, deren Würde nicht angetastet werden darf. Die andere Hälfte hat ihre Würde freiwillig im Weissen Haus abgeliefert und sich auf das Niveau ihres Präsidenten fallen lassen. Dazu fällt mir ein passender Vergleich ein – ich habe nicht den Mut, ihn hier niederzuschreiben.

Von allem abgesehen fürchte ich um meinen Geisteszustand. Ich habe stets einen grossen Bogen um Depotgift gemacht – und dennoch hat sich in mir einiges angesammelt, was ich dringend los werden muss. Ich denke, ich gehe in unseren Garten und in einen Dialog mit einem Gänseblümchen. Jaaa, nenne es halt Meditation! Ist mir egal! Ich muss nur darauf achten, dass ich das Blümchen nicht rupfe und aufesse. Darum, und vorausschauend sollte ich wohl eine Bockwurst auf die Wiese mitnehmen. Oder ein Beißholz. Wegen der Pfunde.
Hainbuche ist gut für Beißholz. Hart wie Eisen. Das können die Urenkel noch beißen.

Gütiger! Jetzt habe ich mich wieder einmal in der Welt der Psychopathen verirrt. Ich höre die Sturmglocke. Das bedeutet Alarm. Das bedeutet auch: Back to normal! Ja, ja, ja! Schon gut!

Gegen das Dunkle

Es gibt Tage, die uns vor besondere Aufgaben stellen. Eine dieser Besonderheiten ist die Monotonie. Die Tage vergehen scheinbar gleichförmig, und auf den ersten Blick sind sie es auch. Soweit die negativ geprägte Sicht einer Lebensphase. Optimisten werden widersprechen. Für sie haben die Tage Struktur. Ich glaube, so nennen sie Tagesverläufe, die durch die Uhr und die Pflichten bestimmt werden.

Tatsächlich spielen solche Betrachtungen keine Rolle. Was immer man als Monotonie erlebt, erschwert das Leben. Eine negative Emotion lastet wie ein Stein auf der Seele. Und eine neue Frage baut sich turmhoch auf: Wie kriegt man Farbe in sein Dasein?

Keine Frage, man muss einen Weg finden, sein eigenes Leben wiederzubeleben. Wenn sich der Blick verengt hat und in einen dunklen Tunnel gerichtet ist, wenn man also nicht mehr wahrnimmt, wie bunt die Welt ist, wenn die Melancholie den Tag dominiert, dann sollte man sich den Details zuwenden, die uns umgeben. Dann sind alle Sinne gefordert, und jedes Detail verlangt volle Aufmerksamkeit. Schon ein brennendes Streichholz kann faszinieren. Die olfaktorische Wahrnehmung einer Pfanne Bratkartoffeln kann belebend wirken und Musik kann berauschen – sofern man seine Sinne bewusst und konzentriert einsetzt, wenn man sich also frei macht von Störendem. Es ist wie beim Weintrinken. Je teurer der Wein ist, desto mehr Aufmerksamkeit beim Trinken wird verlangt.

Fundort für die hier gepriesenen „Miniaturen“ ist die ganze Welt. Wo immer man hinschaut finden sich geeignete Objekte. Nimmt man sie unter der Lupe als Buntes wahr, so entsteht beim intuitiven Zusammenfügen anstelle des dunklen Tunnels ein grosses, buntes Bild.

Man darf zweifeln. Es gibt mehrere gute Gründe, weshalb dieses Kochrezept nicht immer funktioniert. Aber ausprobieren kann man es schon.

Und nicht vergessen: Die Welt ist auch dann noch bunt, wenn wir schwarzsehen!