Fehlleistung!

Seit vielen Jahren ist meine Familie im Besitz eines Kaffebechers aus der Kantine des Headquarter eines US-Schlapphüte-Vereins. Dies hier auszubreiten ist eigentlich eine Dummheit, da jeder weiss: Die Schlapphüte kontrollieren auch das Internet. Und es kann sein, dass die immer noch nach ihrem vermissten Kaffeebecher suchen. Wie auch immer: Heute fiel mir dieses Geschirr wieder einmal in die Hände, und ich finde das Stück so bemerkenswert, dass ich kurz davon erzähle. Was also ist dran, an diesem Kaffeebecher? Du glaubst es nicht. Ich stellte fest, dass der Becher oben geschlossen ist. Komplett zu. Statt dessen hat das Ding keinen Boden. Unten ist er also komplett offen. Genau wie dem Schlapp sein Hut. Kannst Du das glauben? Was hat sich der Geschirrdesigner dabei wohl gedacht?

Natürlich habe ich meinen Bestand an Kaffeebechern umgehend kontrolliert. Verdächtig erschienen mir die Trümmer von Starbucks. Der Laden macht im Jahr mehr als 24 Milliarden USD Umsatz und zahlen so ungern Steuern. Ihre Kaffeebecher sind allerdings üppig. Geworfen sind sie tödlich, und der Henkel ist nicht als solcher zu bezeichnen, sondern als Krankheit, mithin ein Angriff auf die Hand, die ihn halten soll. Wie aller Mist ist dieses Geschirr in China gefertigt.

Auch wenn Macau draufsteht – ich fasse solche Dinger nur im Notfall an. Mein Standardgerät kommt aus England, ist ein Handschmeichler, und mit dem Union Jack dekoriert. So werde ich täglich an den Brexit erinnert, und wenn die Briten endlich weg sind, werde ich das freudige Ereignis mit einem 3-fachen Single Malt feiern, den ich genau aus diesem Kaffeebecher trinke. Ohne Milch. Ich freue mich auf das Bild: Die EU im Kreißsaal (engl delivery room), gebiert Grossbritannien unter Schmerzen, und knurrt die Hebamme an: Weg mit dem Bankert!
Verdammte Missgeburt! Soll sich Uncle Donald drum kümmern!

Moment mal, ich war doch beim Kaffeebecher ….. ich wollte zu dem Schlapphüte-Becher nur noch anmerken: Wenn man ihn umdreht, kann man ihn ganz normal benutzen. Ich hab’s ausprobiert.

Warum erzähle ich diesen Unsinn? Nun, heute früh beim Geschirrabwaschen wollte ich in den Becher reinfassen, was nicht ging, weil geschlossen, und ich brauchte einen Moment, bis ich verstand: Umdrehen, Du Hirni! Und nein, so etwas belastet mich keinesfalls. Ich schaute einem Arbeitskollegen genüsslich zu, wie er verträumt seinen Kaffee in seinen Aschenbecher goss; die Gute war nicht 80, sondern 30 Jahre alt!

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