Nicht lesen!

Ein seltsamer Tag, dieser Dienstag. Ich schreibe das Wort „Dienstag“ mit 3 Tippfehlern. Staunend stelle ich fest, damit eine neue Höchstleistung geliefert zu haben. In meiner Phantasie feiere ich dieses Ereignis mit einem Schluck Champagner. Aber nun treibt mich meine Neugierde zu der Frage, wie es dazu kommen konnte. Wie habe ich das nur geschafft? Ich schaue auf meine Finger. Sie sind es gewesen, es bestehen keine Zweifel an dieser Feststellung. Ich erkenne, dass Klärungsbedarf besteht, und lege beide Hände auf die Schreibtischplatte, betrachte meine Fingernägel. Sie sind so, wie ich „gepflegte Hand“ definiere – es fehlen einige Feinheiten. Ich vermisse sie keinesfalls. Oben sind die Hände in Ordnung. So stelle ich das in meiner Sprache fest. Nun ist da eine zweite Seite. Das Unten. Ich drehe meine Hände um und sehe das Unten. Irritiert schaue ich aus dem Fenster, denn nun ist das Unten oben, und damit habe ich ein Problem. Ich liebe Klarheit in allen Lebenslagen und strebe beständig nach diesem Ideal. Der Gedanke, dass das Oben nun unten ist, verwirrt mich vollends. Touchez! Ich schaue aus dem Fenster, und erkenne eine neue Dimension. Mit Handschuhen besteht doch das selbe Problem, oder? Ich verdränge diese ungeklärte Sichtweise und wende mich wieder meinen Händen zu, indem ich den Begriff „Innenhand“ ins Spiel bringe. Man weiss, dass Innenhand dort ist, wo man keine Fingernägel sieht. Die damit geschaffene Eindeutigkeit befriedigt ….. genau bis zu jenem Punkt, der erkennen lässt: Eine Aussenhand kennt die Sprache nicht. Schon hat man dem glasklaren Blick Risse zugefügt. Zu allem Unglück gesellen sich Vorhand und Rückhand dazu, obschon man im Tennis nicht mit Händen, sondern mit Schlägern spielt, wobei Schläger nicht Rabauken sind, sondern ….. ich sollte wohl den Mund halten und den PC abschalten.

Eigentlich wollte ich an einem ganz anderes Thema herumschrauben. Aber ich bin alt genug, dass ich mir Verwirrungen und Verirrungen gönnen darf. Offen ist die Frage, ob ich dabei entstandene Machwerke in meinem Blog veröffentlichen sollte. Nach kurzer Prüfung komme ich zu einem uneingeschränkten „JA“ – als warnendes Beispiel für Höheren Blödsinn.

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