Alltägliches aus der IT

Ich glaub es nicht! Aber immer, wenn ich ein wenig Politik ins Spiel bringe, verduftet mein Cursor und legt sich in der rechten unteren Ecke des Monitors schlafen. Ich mache ihn dann tot, und hole mir einen anderen, vermutlich einen Sohn, der dieselbe Krankheit hat. Und ich bin ratlos. Und zu faul. Sonst würde ich alle Software shreddern und mein System neu aufbauen. Vor Jahren hatte ich dazu noch den Mumm dazu. Das „Aus/Ein oh, da isser wieder!“ geht schneller und ist bequemer.

Neuerdings würgt meine Kabelkiste auch an einem der berühmt-berüchtigten Microsoft-Win 10-Updates. Dann kriege ich bereits beim Booten einen blauen Todesschirm. Später frisst sie meine Eingaben, Wörter oder ganze Texte, oder dreht durch beim Blättern in grossen Dateien, indem sie selbstvergessen losrennt und erst durch das Datei-Ende zum Anhalten kommt.

So kenne ich Software, die aus den USA kommt. Sie passt so richtig in deren gesellschaftspolitische Landschaft, zusammen mit den giftigen Chlor-Hühnern. Das ist`s, was die USA gross macht. Glauben sie, diese Bocks, Frankfurter und Wiener.

Und nun verrate ich, was ich als wirklich gut, sprich zuverlässig erlebt habe: Die IBM-Lochkartenmaschinen! Mechanik statt Elektronik! Gewiss, auch die Mechanik ging kaputt, aber der IBM-Techniker war immer erreichbar, der Fehler eindeutig, und mit ein wenig Schrauben zu beheben. Versuch das mal mit Windows 10.

Schon gut! Ich weiss es. Das ist nur träumerische Polemik eines alten IT-Trottels. Aber man gönnt sich ja sonst nichts!