Wege ins Unbekannte

Der Lebensweg durch die Wirklichkeit ist wenig komfortabel oder interessant. Alles ist planbar, vorhersehbar, alltäglich, so normal. Überdruss breitet sich aus wie die Faden-Algen im Koi-Teich. Und das Leben wird schwer, wie mit Blei beladen. Schwache Menschen suchen Erlösung durch eine Flucht in das Verbotene, finden Gesuchtes, und verlieren es wieder. Melancholie breitet sich aus und eskaliert.

Starke Menschen erkennen ihr Dilemma rechtzeitig und suchen nach Wegen zur Befreiung. Es mag ein wenig dauern, aber irgendwann setzt sich die triviale Erkenntnis durch, dass man Negatives reduzieren und Positives vermehren muss, um einen positiven Saldo zu erzielen.

An diesem Punkt angekommen, trifft man auf einen Verführer, einen Seelenfänger. Er zeigt den Weg ins Paradies, in die Welt der Phantasie und der Illusionen. Wer diesem Weg folgt, wird dort ankommen, wo die Schwachen zurückgeblieben sind.

Die wirklich starken Persönlichkeiten nutzen die Phantasie, um sie Realität werden zu lassen. Der Weg dahin erfordert Bescheidenheit, Zielstrebigkeit, Disziplin, Flexibilität, und einen Sinn für jene Wirklichkeit, die verändert, verbessert werden soll.

Auch hier gilt: Nur harte Arbeit bringt einen guten Ertrag.

3 Antworten auf “Wege ins Unbekannte”

  1. Hallo Roland, das Leben ist nicht planbar. Es beginnt so plötzlich, wie es endet.
    Besteht ‚das Paradies‘ aus Phantasie und Illusion? Ich denke, man darf auch schwach sein im Leben. Liebe Grüße von Gisela

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    1. Grüß Dich, Gisela! Das Leben ist planbar. Selbst das Leben als Entität kann man planen, indem man das Lebensende plant. Geht alles. Nur sind nicht alle Pläne realisierbar, wegen der Zufälle, und wegen äusserer Umstände.

      Das Paradies besteht nicht aus Fantasie und Illusion. Aber aus beidem kann man sich ein Paradies konstruieren. Leider bleibt es immer, was es ist – eine Fiktion.

      Natürlich darf man im Leben auch schwach sein. Selbst starke Typen haben ihre schwachen Phasen. Aber Schwache bleiben in ihrer Entwicklung irgendwann stehen. Sie bleiben zurück, der D-Zug fährt ohne sie ab. Ich muss es wissen, denn ich bin alt und krank, mithin Betroffener, und kriege die Konsequenzen zu spüren.

      Herzlich
      Roland

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      1. Roland, da muss ich Dir teilweise widersprechen. Was ist denn Wissenschaft und Entwicklung? Der ‚Baum der Erkenntnis‘ ist den meisten Menschen viel zu hoch.
        Der Tod ist nicht planbar…selbst das Gelingen des Selbstmordes ist es nicht. Zufälle kommen doch immer von oben und Schicksal ist m. E. von den Lernaufgaben der Seele vorgegeben. Nur wird man hin- und her gerichtet, um den Sackgassen und Stolperstellen entfliehen zu können. Das Leben besteht aus Saat und Ernte. Nichts geschieht ohne Grund. Wichtig ist, es bewusst zu erleben und zu lernen, es besser zu machen.

        Auch ich bin alt und krank, habe mich den vergehenden Äußerlichkeiten abgewandt und mich dem Innen zugewandt. Auch dort kannst Du Paradies und Gott treffen, wenn Du das Weltliche außen vor lässt.

        ♥herzlichst
        Gisela

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