Sieben

7 Leben !

Hast Du schon mal ein Bügeleisen an der heissen Sohle angefasst? Oder Du hast Dich auf einer heissen Herdplatte abgestützt? Du kennst also Brandblasen? Wie schön! Dann weisst Du, wie es mir heute ergangen ist. Ich übertreibe natürlich. Korrekt gesagt: Wie es mir beinahe ergangen wäre. Und Du wirst es nicht glauben. Das heisse Eisen war für mich die 7. In Worten: Die Sieben! Das glaubsu nicht? Doch, doch. Ich kann das. Ich bin an der 7 gescheitert. Das musst Du erst mal hinkriegen!

Also, was war? Heute früh, ich lag noch im Bette, kam mir die Idee, ich sollte mal etwas über die Zahl 7 schreiben. Nun bin ich nicht gehirn-amputiert. Also fragte ich zurück, warum dies. Und ich antwortete mir: Weil ich das will. Sofort kam der berechtigte Einwand: Aber das interessiert doch keinen Menschen! Ich entgegnete: Sicher! Aber ich ….. ich will. Basta!

Klar. Das Thema „7“ ist Unfug. So dachte ich. Im Kopf schwirrte Peter Maffay umher, der mir so dringend empfiehlt, über sieben Brücken zu gehn und sieben dunkle Jahre auszuhalten. Oder der Siebenschläfer, dieser mauskleine Nager, und die Woche mit ihren sieben Tagen wie die Menora mit ihren sieben Kerzen, das Siebengebirge und das Siebentel – die Verwendung der 7 ist schier endlos, und das hat mich neugierig gemacht. Ich bin also eingestiegen, umher gesurft – und abgesoffen. Bei den buddhistisch-tantrischen 7 Chakras und 7 Lokas stieg ich aus. 7 Chakras, das sind so etwas wie Energiezentren längs der Wirbelsäule, habe ich nicht, und die 7 Lokas, das sind so etwas wie persönliche Welten oder Ebenen mit spezieller Funktion, die man auf gut tantrisch zusammenfasst in einer Samastah, der Gesamtwelt.

Ja, ich habe aufgegeben. Über die sieben Todsünden bin ich nicht hinausgekommen. Was drüber liegt, ist mir zu hoch. Oder ….. sagen wir mal, hinter der Tom kha gai-Suppe mit Huhn ist Schluss; bei vegan bin ich bereits überfordert.

Um die 7 wurde über die Jahrtausende ein mystisches Gebäude errichtet, das mir so fremd bleibt wie das verschwundene Bernsteinzimmer. Ich habs halt eher mit einer Leberkäs-Semmel.

Oder ich versuche es mal mit der 8. Aber vermutlich gilt „neue Zahl – altes Problem“. Die 8 ist die chinesische Glückszahl. Ein Bau-Unternehmer aus Hongkong hat für das Kfz.-Kennzeichen 8888 genau 30.000 Hongkong-Dollars hingeblättert! Ich blättere für die Zahl „00“ maximal 50 Cent hin. Ok, dafür kriegt man kein Mysterium. Aber etwas Nützliches.