Büschen Speelkrom

Ich glaube, ich höre das Gras wachsen.
Ich spinne.
Hochgradig.
Dieser Jungvogel nervt.
„Futter! Futter!“
Unentwegtes Quietschen.
Niemals „Vater! Vater!“
Der latscht zu Fuss über die Wiese.
Mutti schuftet.
Jagt Würmer, Raupen und Maden.
Quietscht der Jungvogel „Danke, Mama!“?
Niemals.
Frisst, und kackt ins Nest.
Mama machts weg.
Vati putzt seinen gelben Fressapparat.
Mehr nicht.
Er braucht seine Ruhe.
Hatte wieder und wieder Nachtschicht.
Morgens um halb vier beginnt er zu arbeiten.
Sagt er.
Singt aber nur.
Hockt im Baum und singt 90 Minuten.
Am Stück.
Dann ist er fertig mit der Welt.
Fällt entkraftet vom Ast.
Hält den Schnabel, endlich!
Latscht zu Fuss in eine Deckung.
Wegen der Katze.
Es herrscht Ruhe im Garten.
Es ist fünf Uhr.
Ich drehe mich um.
Endlich wieder Schlaf.
Bis der Kaffee duftet.
So um acht.
Ich arbeite.
Mich aus dem Bett,
und hinein in eine Hose.
Wie abends, nur umgekehrt.
So gehe ich dann auf die Suche.
Wo ist der Kaffee?
Der Amselkerl sucht auch.
Glaubt, er braucht nun ein Frühstück.
Findet einen grossen Tauwurm.
Würgt den Dicken runter.
Kann jetzt nicht mehr.
Rülpst.
Hört sich an wie:
„Alle Vöglein sind schon da!“
Ich ergänze:
„Alle Vöglein, aaalle!“
Und gut ists.
Der Jungvogel ist endlich vollgefressen.
Gibt erschöpft auf.
Ist ruhig.
Seine Mama sucht sich was zum Essen.
Wie immer in freier Natur.
Findet reichlich.
Der Alte hat genug übrig gelassen.
Ist eingepennt.
Schläft wie immer auf dem Rücken.
Mutter schaut hin.
Denkt über einen Liebhaber nach.
So’n strammen Amsel-Hahn.
Mit richtig starken Füssen.
Denkt:
Es ist überall das Gleiche.
Schnabel aufreissen, fressen, schlafen.
Schlappschwänze!
Alles eine Wichs!
Kuscheln mit der Nachbarin!
So löst man Probleme!
Es ist zwölf.
Der Morgen ist geschafft.
Mutti macht sich schön.
Hat noch etwas vor.
Der Alte schläft schon wieder.
Bizarr, wie der da liegt.
Mutter assoziiert.
Bratpfanne!
Wäre auch eine Lösung.
So, wie der da liegt.
Abgang!

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