Lage an der Front – 2 –

Jeder kämpft auf seine Weise gegen das Corona-Virus!

Längst Vermutetes wird nun bestätigt. Das Covid-19 Virus, ich nenne es kurz einfach C, wird nicht nur per Tröpfchen und Schmieren verbreitet, sondern auch mit Aerosolen, die der Mensch ausatmet. Zahl und Arten dieser Teilchen sind vielfältig, und alltäglich.
Man nehme Wasserdampf. Die kleinste Einheit davon ist ein Aerosol. Es besteht aus einer Mischung von Gas und Flüssigstoff (Wasser).

Man weiss, dass freigesetzte Aerosole nicht sofort zu Boden sinken. Je kleiner sie sind, desto mehr verhalten sie sich wie ein Gas. Sie haben also eine lange Verweildauer im Schwebezustand und sind leicht zu verwirbeln, also zu verteilen. Zur Grösse ist zu erzählen, dass – wie wir alle erfahren haben – der Feinstaub über der Strasse für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar ist, es sei denn, er hat sich irgendwo in Masse niedergelassen. C ist nun ein wenig kleiner, bringt ein Hundertstel des Feinstaub-Aerosols auf die Waage. Hat man also C massenhaft in der Küche, so hilft nicht warten, bis alles auf dem Fussboden liegt. C schwebt uns um die Nase, und es hilft nur Lüften mit ordentlichem Durchzug. Ist das Zeug durch das Fenster abgezogen, so hat die Vogelwelt das Problem. Unsinn. Die Aerosol-Ladung wird durch Verdüünung unwirksam, und C stirbt irgendwenn. Man rechnet damit, dass unter Laborbedingungen, in einem Raum ohne jede Luftbewegung C so um 8 bis 12 Minuten schweben wird.

Wieso ist das alles wichtig zu wissen? Ist es nicht, aber es ist nützliches Wissen. Hier der Fall aus der Praxis:

In den USA hatte ein Chor zur Probe zusammengefunden und ein Maximum an Vorsichtsmassnahmen getroffen, den Mundschutz ausgenommen, weil man mit dem Lappen vor dem Mund nicht singen kann. Aber man hatte die Abstandsregeln beachtet.
Nun sind die meisten der Chormitglieder mit C infiziert. Die Anweisungen der WHO haben nicht geschützt. Irgendwer hatte nicht nur Töne aus dem Mund gelassen, sondern auch eine Ladung C. Die besondere Atemtechnik der singenden Gemeinde hat wohl so viel Verwirbelung erzeugt, dass der gesamte Chor infiziert wurde.

Es braucht nicht viel Phantasie, sich die Gefährdung aller vorzustellen, wenn C nicht in Tröpfchen auf der Erde landet, sondern in der Atemluft bleibt. Infizierte produzieren doch ständig neue C-Wölkchen!