Keep cool!

Das bleibt von Dir übrig, wenn die Welt mit Dir fertig geworden ist: Ein Schatten.

Wenn ich, ein Deutscher, nach Westen blicke, nehme ich die USA als sehr weit entferntes Staatengebilde wahr. Nun treibt mich, wie so viele andere Europäer die Neugierde dazu, näher heranzurücken, um zu erleben, wie man dort lebt. Ausserdem erzwingt das globalisierte Wirtschaftssystem eine ebenfalls globalisierte Sichtweise für die Ökonomie. Ob man es möchte oder nicht, wir sind dazu verdammt, uns mit der US-Wirtschaft zu beschäftigen und deren unsolide Politik abzuwehren.

Ich meine, dass uns das, was die US-Bürger „Politik“ nennen, oder „Freiheit“, oder sonstwie, nicht bewegen darf. Wir sind nicht berechtigt, den American way of life zu kritisieren. Es gilt noch immer, dass jeder nach seiner Facon selig werden darf. Allerdings möchte man gesichert wissen, dass jeder, der aus den USA einreist, seine Quarantäne absolviert, solange ein Virus sein Unwesen treibt. Die beste Lösung wäre allerdings „Stay at home, Uncle Sam!“.

Jeder Staat hat seine Schnittmengen, also das mit anderen Staaten gemeinsam genutzte Terrain zu beachten und gegebenenfalls korrigierend einzugreifen. Mehr nicht. Weitergehende Initiativen in fremden Angelegenheiten sind kontraproduktiv, schaffen Aversion und damit Klimaverschlechterung. Bösartige, dumme und arrogante Töne aus dem Orchester der Politik sollte man unterlassen. Attacken anderer sind einfach nicht oder mit Humor zur Kenntnis zu nehmen. Das entwertet derartige Auswüchse.

Kluge Menschen wissen, dass die menschliche Gesellschaft 1.000 Gesichter hat. Und es ist nicht möglich, sie in Gute und Böse einzuteilen. Natürlich lieben wir Schwarz und Weiss – aber leider, leider überwiegen die Grautöne.