Neues aus den USA – 2 –

Ich weiss nicht, wie andere Leute auf USA / Trump reagieren. Mir geht dieses Thema allmählich auf den Keks. Dennoch glaube ich, es sei wichtig, informiert zu bleiben. Dafür gibt es gute Gründe. Zum einen wird Trump amüsant, wenn man ihn in die Enge gejagt hat. Zum anderen besteht die Möglichkeit, dass dieses Wrack im November 2020 wiedergewählt wird, was zu üblen Folgen führt.

Ich versuche, sachlich zu werden. Das ist Schwerstarbeit für jeden politischen Blindgänger.

Trump hat von Beginn seiner Amtszeit an daran gearbeitet, die Justiz mit eigenen Leuten zu besetzen. Er schickte Richter, die auf Lebenszeit im Amt sein sollten, nach Hause und besetzte die Stellen neu mit eigenen Leuten.

Sein Justizminister, Mr. Bill Barr erklärte dieser Tage, er würde, wenn Trump das wünscht, jeden vor einen Bus werfen. In Deutsch: Fertigmachen.

Nun hat er davon gesprochen, die Briefwahl zu verbieten. Irgendwelche Staaten meinten nämlich, wegen der Corona-Krise nur Briefwahl durchzuführen. Sinn seines Plans ist die Erfahrung, dass seine Chance zur Wiederwahl zunimmt, wenn die Zahl der Wähler abnimmt.

Eine Mitarbeiterin aus dem Weissen Haus erzählt, man könne Trump nur zum Zuhören zwingen, wenn man sein Thema mit der Wiederwahl verbindet. Das geht dann wie folgt: „Donald, hier im Weissen Haus wird das Klopapier knapp. Das kostet uns Wählerstimmen in Ohio. Mach was!“

Nach hartnäckigem Fragen zu einem unangenehmen Thema verliess Trump eine Pressekonferenz fluchtartig.

Ein neu ernannter Richter des Supreme Court, der höchsten Gerichtsinstanz zu der Frage, wie er sein Amt führen werde: “ Ich weiss es nicht. Ich habe davon keine Ahnung.“