Es werde hell!

„Schaue auf die helle Seite Deines Lebens.
So lässt Du die Schatten hinter Dir zurück.“

Licht und Schatten – das seltsame Paar ist ein beliebtes Thema für Mystiker, Esotheriker und Romantiker. Man benutzt es allzu gerne, um Sprachbilder zu zeichnen.
Ein jeder weiss, wovon die Rede ist. Aber weiss ein jeder auch, dass ohne Licht kein Leben auf der Erde möglich ist, zumindest das Leben, das wir kennen und so sehr schätzen?

Die Urquelle des Lichts ist das Feuer. Man denke an den Feuerball am Himmel, den wir „unsere Sonne“ nennen! Kaltes Licht erzielt man durch das Zusammenführen chemischer Stoffe; man denke an das Glühwürmchen.

Man spricht von Helligkeit und meint vielleicht Licht. Diese beiden Begriffe haben nicht die selbe Bedeutung. Helligkeit ist nicht Licht, sondern Lichtstärke. Somit sind hell und dunkel kein Gegensatzpaar. Dunkel ist nichts weiter als „wenig hell“.

Und was ist nun der Schatten? Er hat keine Materie und ist zweidimensional. Er ist keine Sache, sondern ein Zustand. Der Schatten hat die Grundhelligkeit der Tageszeit, wie man sie kennt, wenn die Sonne nicht scheint. Er erscheint als dunkler Fleck nur dann, wenn ihm ein Gegenstand das Licht einer Quelle versperrt.

Sind Licht und Dunkelheit gegensätzlich? Im allgemeinen nicht. Solange man mit Restlichtkameras im Dunkel fotografieren kann, muss man annehmen, dass auch des Nachts Photonen unterwegs sind. Es ist dann verdammt wenig hell. Im Tank meines Autos herrscht jedoch absolute Dunkelheit. Es sind wenigstens Licht und kein Licht gegensätzlich.

Du fragst Dich, was das Ganze soll? Ich sage Dir das mal. Einen halben Tag lang bin ich mit den Begriffen Licht und Schatten herumgelaufen und wurde sie nicht los. Also habe ich etwas darüber geschrieben und hoffe, sie sind nun gelöscht und ich habe eine ungestörte Nacht. Das ist wie Abführmittel einnehmen. Alln’s klor?

3 Antworten auf “Es werde hell!”

  1. Kein Mensch weiß was Licht und die Sonne wirklich sind. Abstrakte Formalismen erfassen es jedenfalls nicht, das sind alles nur rechenfaktorische Als-ob-Modelle.

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      1. Optimismus ist möglich, und heißt gar nix. Auch jene die Wissens nicht, sie haben alle einen blinden Fleck, der nennt sich Subjektblindheit 😉 ihre Prämissen sind alle abstrakt reduktiv.

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