Blubbern

„Das ist auch wieder so ein Tag! Ich weiss nicht ….. „

Kennst Du jemanden, der so redet? Nein? Dann sei froh. Wer solche Sprüche über Menschenhäupter streut, ist entweder minderbegabt, oder krank. Der Schnack ist genau das, was ich unter Geblubber verstehe. Damit meine ich, dass etwas brodelt, und es kommen Blasen hoch, die nichts enthalten als heisse Luft. Sie platzen mit einem Blop, alle hören das, und einer wird sagen: Hier riecht es nach Toilette! Oder, wenn er über 80 ist wie ich, meint er, es rieche ein wenig nach Pot de chambre. Ich habe dieses Gerät noch kennengelernt. Malheureusement.

Das ist natürlich Unfug. Tatsächlich handelt es sich um Mundgeruch, wenn überhaupt. Um den Duft der stinkenden Rose, wenn der Blubberer griechisch gegessen hat. Das kann unangenehm werden, aber- genau genommen – besonders tragisch ist, wenn das Geblubber nach garnichts riecht.

Jesus! Der obige Absatz ist genau das, was ich Geblubber nenne! Irgendwie bin ich vom Weg abgekommen und in Niemandsland geraten. Eigentlich wollte ich einen Einblick in mein nächstes, interessantes Projekt gewähren, meine Steuererklärung 2019! Da ist z. B. die Sache mit den selbstständigen Wirtschaftsgütern – Herr im Himmel! Kann ein Wirtschaftsgut selbstständig sein, gewesen sein oder gar noch werden? Diese Kunstform der deutschen Sprache macht mich ganz verhuscht. Pass auf! Wenn ich einem Wellensittich meinen alten Wecker hinstelle, macht der Vogel irgendwann auch Ticktack, aber er wird niemals wissen, ob das tickende Ding ein Wirtschaftsgut ist, etwa unselbständig, da nicht elektrisch, oder doch selbstständig, weil ohne Strom. Dabei habe ich wahrscheinlich ein selbstständig stehendes Wirtschaftsgut, das nicht für das laufnde Jahr gedacht ist und nur die Uhrzeiten des vergangenen Jahres anzeigt! Verstehst Du? Des v e r g a n g e n e n ! Wer braucht denn sowas? Etwa das Finanzamt? Und was sit, wenn der Wecker die Uhrzeit von 1987 anzeigt? Das Ding ist alt!

Ich glaube, ich stehe schon wieder im Abseits …..