Langzeitwirkung

Den folgenden Spruch schreibe ich in der Hoffnung, noch lange genug zu leben, um die Folgen der Corona-Krise erfahren zu können:

„Eine Langzeitwirkung verkürzt das Gedächtnis des Menschen.“

Die wegen COVID 19 getroffenen Schutzmassnahmen beeinflussen den Alltag in erheblicher Art und Weise. Nun stelle man sich vor, das daraus resultierende „Neue Leben“ dauert noch viele Monate an, bis man sicher sein kann, das Virus besiegt zu haben. Die neue, eingeschränkte Art zu leben wird zur neuen Normalität. Dagegen wird man sich an die „alte Art zu leben“ nur noch erinnern, und abwinken.

Hier wird es nun interessant. Zunächst ein positiver Aspekt. Man berichtet, die Menschen seien aufmerksamer als vor der Krise. Man schaut sich an, lächelt, macht verbale Spässchen usw. , während man früher Mitmenschen achtlos „links liegen liess“. Vielleicht ist ein Hauch von Gemeinsinn über das Land geweht, und dies in dem Bewusstsein, gemeinsam in der Tinte zu sitzen?

Ein negativer Aspekt: Es könnte sein, dass die Bürger ihren Bedarf an Gütern aller Art kritisch überprüfen und feststellen, was alles sie nicht benötigen. Die Folge wären unter Umständen deutliche Umsatzverluste, in jedem Falle aber Änderung des Konsumverhaltens.

Die Zeit im Wandel ist immer eine spannende Angelegenheit. Warten wir ab, was geschieht!