Leben 3

Tut mir leid, aber wie es scheint, leide ich zur Zeit unter Sprachdurchfall, und um Missverständnisssen vorzubeugen, das ist kein Symptom der Covid 19-Infektion.

In meinem ersten Beitrag zur Trilogie „Leben“ zitierte ich die Frage: Was ist Leben?
In meinem zweiten Beitrag dazu erkläre ich mein Verständnis von Leben nüchtern, trocken, sachlich.

Hier gehe ich auf die Fragestellerin aus Beitrag 1 ein. Sie hat unbewusst polemisierend gefragt: Was ist Leben?“. Ich dampfe das ein; vielleicht meint sie „Was ist gutes Leben?“ Oder „Was ist Lebensqualität?“ Es geht noch schlimmer: „Welchen Wert hat das Leben?“

Gutes Leben – ist ein Leben, das die persönlichen Bedürfnisse eines Menschen weitgehend befriedigt. Mehr wäre Luxusleben.

Lebensqualität – der grosse Supermarkt, der alles Genussvolle bietet. Den relevanten Teil hat man zu Hause gebunkert. (Nein, nicht nur Klopapier, Du Honk!)

Wert des Lebens – eine Variable mit einer Range von „niedrig“ bis „hoch“, instabil, ein Ergebnis aus der Bewertung von Befindlichkeit in einer ganz bestimmten Lebenssituation, fehleranfällig, darum gefährlich.

So. Ich schlucke nun Kohlepillen aus der Zeche Luise III.
Und: Schön kurz, der Text! Es geht doch!